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Zigarettenautomaten-Aufstellverträge
 

Zigarettenautomaten-Aufstellverträge

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Die Aufstellung, Bestückung und Abrechnung von Zigarettenautomaten wird seitens der Gastronomie oft und gerne darauf spezialisierten Aufstellern und Großhändlern überlassen gegen Zahlung einer umsatzabhängigen Provision von etwa 7,50 DM netto je Tausend Zigaretten. Nicht selten erhält der Gastronom ein meist zinsloses Darlehen, das durch die Provisionen getilgt wird. Wir raten von dem Abschluß eines standardisierten, von den Aufstellern vorgegebenen Automatenaufstellvertrages ab, weil dieser in der Regel Regelungen enthält, die einseitig den Aufsteller bevorzugen. 

Zu erwartender Provisionserlös

Der absolute Erlös je Automat hängt von verschiedenen Faktioren ab wie 
  • der Gästefrequenz
  • den Öffnungszeiten
  • der Art der Gastronomie (z.B. sind Besucher vegetarischer Restaurants häufiger Nichtraucher)
  • der Zugänglichkeit des Automaten auch außerhalb der Öffnungszeiten
  • dem Standort z.B. in Fußgängerzonen, in der Nähe von stark frequentierenten Objekten oder Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel
  • der Nähe konkurrierender Anbieter und
  • davon, ob Zigaretten oder Drehtabake zusätzlich manuell verkauft werden.
Grob kann man - bei einem bierlastigen Gastronomiekonzept - von einer Automatenprovision von 380 Euro netto je 100 Hektoliter Bierumsatz ausgehen. Dieser Betrag leitet sich aus einem ungefähren Verbrauch von 10 Zigaretten je Liter Bier ab und einer Provision von rund 3,80 Euro je Tausend Zigaretten.


Achten sollte man auf den Standort. Ideal sind solche Standorte, z.B. an der Außenwand, Straße usw. bei denen auch Nichtgäste ziehen können. Dann kann sich der Zigarettenumsatz und damit die Provision vervielfachen.

Kriterien zur Auswahl von Automatenaufstellern

Neben der Höhe der Provision sollte man die Schnelligkeit und Zuverlässigkeit des technischen Services berücksichtigen. Aber meist sind die Aufsteller selbst daran interessiert, dass kaputte Automaten sofort repariert werden und leere aufgefüllt. Bei uns geht das innerhalb weniger Stunden. Die Reparaturkosten sollten vom Aufsteller getragen werden, ebenso die Kosten des Aufstellens und der Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes nach einem Entfernen des Automaten (Bohrlöcher schließen, Wand streichen usw.) und das Risiko aus Falschgeld und Diebstahl von Zigaretten und Geld oder gar des ganzen Automaten.


Automatenaufsteller können auch für weitere (meist kostenlose) Dienstleistungen in Anspruch genommen werden: Beim Automaten selbst ist darauf zu achten, dass er ins Design paßt, z.B. farblich. Sollten nicht alle Sorten, die von Gästen gewünscht werden, in den oder die Automaten passen oder sich im Automaten nicht lohnen, weil sie zu selten gehen, könnte man sie auch von der Theke weg verkaufen. Weniger wegen der minimalen Verdienstspanne, denn als Service fuer Stammgäste. Der Einkaufspreis beträgt in der Regel 80% des Bruttopreises zuzüglich die gesetzliche Mehrwertsteuer, die Handelsspanne also nur ca. 7,2%.

Zigarettenhersteller als Sponsoren 

Zigarettenmarkenfamilien treten selektiv und besonders in der Szene-Gastronomie sowie in  Diskotheken gerne als Sponsoren gastronomischer Objekte und Events auf. Erbracht werden im Rahmen eines meist einjährigen Vertrages über die exklusive Präsenz im Objekt sowie eine bevorzugte Listung in den Zigarettenautomaten unter anderem folgende Leistungen: 
  • Werbemittel wie Sonnenschirme, Aschenbecher, Kugelschreiber, Feuerzeuge, Streichhölzer, Kellnerblöcke, T-Shirts, Poster.
  • Produktproben wie Zigaretten in (Probierpackungen), auch im Rahmen von Aktionen mit Gästen 
  • Reklameschilder und andere Dekorationsgegenstände
  • Insertionen in Getränkekarten und Printmedien (des Gastronomen oder Dritter).
Diese Leistungen erfolgen je nach Verhandlungsposition und -geschick 
  • kostenlos, 
  • gegen Zuzahlung des Gastronomen oder auch 
  • plus einer Zuzahlung an den Gastronomen ("Werbekostenzuschuß"). 
Leider ist die vor einigen Jahren noch existierende, große Bereitschaft zum "Sponsoring" gegen Null gerutscht (aufgrund von Reaktionen auf politische Bestrebungen gegen Zigarettenwerbung, freiwilligen Werbebeschraenkungen aber auch der Erkenntnis (speziell von Camel), dass Sponsoring wenig bringt). Gab es vor einigen Jahren noch nicht geringe "Werbekostenzsuschüsse" für eine Präsenz der Marke in der Gaststätte und besonders in der öffentlich sichtbaren Außengastronomie, ist selbst die Bereitschaft, z.B. Sonnnenschirme kostenlos zur Verfügung zu stellen, gering. Szene-Läden und Diskotheken haben vielleicht noch gewisse Chancen. 

Zukünftige Entwicklung

Die langjährige politsche Diskussion um eine Einschränkung bzw. um ein Verbot der Zigarettenwerbung stärkt die Position der Inhaber von Verkaufsstellen, da möglicherweise einzig die Werbung am Point of Sale erlaubt bleiben wird. 

Die zum 1. Januar 2004 geplante Steuererhöhung wird die Leute wohl wieder mehr zum Selbstdrehen animieren. Eventuell lohnt es sich, einen zusätzlichen Drehtabakautomaten zu installieren oder Drehtabake, Drehfilter und Zigarettenpapierchen von der Theke weg zu verkaufen (zumindest bei juengerem Publikum).

Weiterführende Links zu Lieferanten und Fachinformationen

aktualisert am 22. Mai 2003