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Paybox
 

Ist Paybox als Zahlungssystem für die Gastronomie geeignet?

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Zur neuesten Entwicklung siehe "Kein Bezahlen per Handy mehr: Auch Paybox macht System dicht" von Markus Stolpmann.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bank, die sich mit 50% an der paybox.net AG beteiligt hat, wurde von diesem Frankfurter Start-Up ein innovatives elektronisches Zahlungsystem entwickelt und durch eine Vielzahl von Patentanträgen abgesichert. 



Bei diesem Verfahren läuft die Authorisierung und Identifizierung über ein GSM-taugliches Handy, wovon es im Jahre 2002 bereits 40 Millionen Nutzer in Deutschland geben soll. Die Telefongesellschaft Debitel hat sich im Oktober 2000 an Paybox beteiligt, wodurch paybox den Zugriff auf 1,3 Mio. neue Kunden erhält. Im Dezember 2000 hat Paybox eine Vertriebsvereinbarung mit AOL Deutschland getroffen, wonach der Online-Dienst Paybox in seine Online-Dienstleistungen und E-Commerce-Angebote integrieren wird. Die Gebühren für den Nutzer werden den AOL-Kunden im ersten Jahr erlassen. Zuvor konnte Paybox schon Kooperationen mit Web.de und eBay.de abschliessen. Anfang 2002 hat paybox bereits mehr als 500.000 registrierte Nutzer in fünf Ländern Europas.


paybox wird als Alternative zur Kreditkarte gesehen sowohl für das Bezahlen in Internetshops, für Zahlungen zwischen Privatpersonen als für mobile und stationäre Dienstleistungen wie Taxis und Gastronomie. Die Bezahlung erfolgt per Lastschriftverfahren. 


Damit ein Gast paybox nutzen kann, muß er 
  • im Besitz eines GSM-Handys sein und 
  • einer Mobilfunknummer
  • über ein Girokonto verfügen und
  • sich bei paybox registrieren lassen und eine Jahresgebühr zahlen. Eine Registrierung ist möglich auf der Website von paybox.net oder per Fax. Nach der Registrierung erhält der Kunde per Post sein "persönliches Starterpaket" und damit vor allem seine "persönliche paybox-PIN".
Ein Gastronom kann das paybox-Verfahren in zwei Versionen nutzen. 
 
Version 1: Paybox-to-paybox.
Der Gastronom fungiert als privater Teilnehmer


Dann benötigt er 
  • mindestens ein Handy bwz. soviele Handys, dass Wartezeiten vermieden werden können, wenn mehrere Gäste gleichzeitig bezahlen wollen bzw. mehrere Service-Mitarbeiter gleichzeitig kassieren sollen.
  • ein Girokonto.
  • Er muß sich bei paybox registrieren lassen, genauso als ob er eine Privatperson wäre. Für mehrere Handys benötigt er verschiedene Accounts, die jeweils 9,50 Euro pro Jahr kosten.
  • Bei dieser Art von Zahlung wird dem Auftraggeber (Gast) eine Gebühr von 25 Cent je angefangene 25 Euro in Rechnung gestellt. Das Limit je Zahlung liegt zur Zeit bei 200 Euro, das Tageslimit eines Kunden bei zur Zeit 300 bis 1.000 Euro. Zusätzlich kennt jeder Kunde ein spezifisches Monatslimit.
Version 2: Mobile-to-paybox.
Der Gastronom fungiert als Händler


Er benötigt: 
  • ein bzw. mehrere Handys,
  • ein Kontokorrentkonto,
  • Er muß sich bei paybox (kostenlos) registrieren lassen. Als Disagio werden zur Zeit 3% des Umsatzes berechnet. Für die Kunden des Händlers fallen keine Transaktionskosten an.
  • Er kann sich per Logo als autorisierte Akzeptanzstelle ausweisen.

Wie läuft die Bezahlung ab?

Der Service-Mitarbeiter 
  • läßt sich vom Gast dessen Mobilnummer geben
  • ruft bei paybox an
  • gibt den Zahlungsbetrag und die Mobilnummer/Aliasnummer des Gastes ein.
Der Gast 
  • erhält von paybox einen Anruf auf seinem Handy, 
  • bekommt den Zahlungsbetrag und den Namen des Zahlungsempfängers genannt (per Sprachcomputer-Ausgabe) und 
  • bestätigt die Zahlung mit seiner PIN. 
Die Bestätigung des Gastes wird auf dem Handy des Service-Mitarbeiters angezeigt. 


Der Zahlungsbetrag wird von paybox per Lastschriftverfahren vom Konto des Gastes abgebucht und auf das Konto des Gastwirts überwiesen. 

Nachteile des Verfahrens für den Gastwirt

  • Der Gast kann der Lastschrift sechs Wochen lang widersprechen. 
  • Gäste müssen sich zuerst registrieren lassen.
  • Nur ein geringer Teil der Gäste ist bereits registriert.
  • Die Abwicklung einer Zahlung dauert angeblich bis zu einer Minute.
  • Die Handys könnten von Service-Mitarbeitern für Privatgespräche mißbraucht werden. Insoweit es die jeweiligen Provider möglich machen, sollte man den Kreis der anrufbaren Nummern reduzieren oder per "Kindersicherung" eventuell sogar allein die paybox-Nummer wählbar machen.
  • Bedienvorgänge und Zahlungseingänge können nur nachträglich abgeglichen werden, bei Offline-Banking erst dann, wenn die Kontoauszüge vorliegen.
  • Betrügerische Mitarbeiter könnten Zahlungen über ihr persönliches paybox-Konto abwickeln. Der Name des Zahlungsempfängers erscheint zwar im Display des Gastes. Dieser wird sich aber möglicherweise weder wundern, wenn nicht der Name der Gaststätte erscheint, noch wird es ihn interessieren, solange er danach unbehelligt die Gaststätte verlassen kann. Er wird sich deswegen nicht über einen abweichenden Namen wundern, weil es in der Gastronomie üblich ist, daß der Inhaber anders heißt als das gastronomische Objekt.
  • Betrügerische Mitarbeiter könnten sogar Lastschriften zu Lasten des Konto des Gastronomen veranlassen, indem sie Zahlungen auf ein eigenes paybox-Konto veranlassen.
  • Es muß sichergestellt werden, daß das Handy aufgeladen ist.
  • Die Sprachausgabe des Betrages im Handy des Gastes ist in lauten Räumen eventuell schwer verständlich.
  • Der Gast wird mit mindestens 25 Cents belastet, was bei kleinen Rechnungsbeträgen relativ hoch erscheint. Der Gastwirt kann sich aber auch alternativ als Händler dem paybox-System anschließen. Dann trägt er die Kosten in Höhe von zur Zeit 3%. Es ist aber zu erwarten, daß die paybox AG die Gebühren nach erfolgreicher Marktdurchdringung hochtreibt.
  • Fungiert der Gastwirt als Privatperson, entstehen durch die sofortige Gutschrift bei jedem Zahlungsvorgang zusätzliche Kosten der Kontoführung (etwa Postengebühren) aber auch individuell unterschiedliche, zusätzliche Kosten der Buchhaltung. Fungiert der Gastwirt hingegen als Händler, werden die Kontensalden zweimal im Monat überwiesen.
  • paybox plant zwar eine Internationalisierung und auch, grenzüberschreitende Zahlungen zu ermöglichen, aber das System wird sich, wenn überhaupt, besonders in Deutschland rasch verbreiten. Gastronomischen Objekten, die ausländischen Gästen einen alternativen Zahlungsweg zur Barzahlung anbieten wollen, ist paybox deshalb vorerst keine große Hilfe. Dies gilt vor allem für Gäste aus den USA.
  • Eventuell müssen Handys angeschafft und zusätzliche Telefonnummern geführt werden. 
  • Die genanten Sicherheitsgründe (Mißbrauch zu Privatgesprächen, Lastschriften zu ungunsten des Kontos des Gastronomen) legen es nahe, jedem Mitarbeiter ein eigenes Handy zu geben, damit Mißbräuche, wenn schon nicht vermieden, wenigstens eindeutig einem Mitarbeiter zugeordnet werden können. Alternativ wäre zu protokollieren, wer jeweils für die Nutzung verantwortlich ist, etwa bei Schichtwechsel.
  • In bestimmten Gegenden ist - je nach Mobilfunknetz - nicht jederzeit ein Netzeinbuchung möglich. Das probiert man am besten mit Handys der wichtigsten Netze aus oder informiert sich bei den Providern.

Vorteile des Verfahrens für den Gastwirt

  • Besonders zum Abwickeln von Zahlungsgeschäften eignen sich Handys vortrefflich. Denn sie sind so handlich, dass ihr Besitzer sie ständig bei sich tragen kann und der Eigentümer sich relativ sicher identifizieren lässt.
  • Es müssen keine zusätzlichen Geräte installiert oder Anschlüsse erstellt werden.
  • Bei den Anrufen bei paybox zur Abwicklung fallen keine zusätzlichen Telefongebühren an (0800er Nummer).
  • Der Zahlungsbetrag wird spätestens innerhalb 14 Tagen gutgeschrieben bzw. zweimal monatlich in der Version, in welcher der Gastronom als Händler fungiert.
  • Die oben genannten Sicherheitsprobleme beim Zugriff verschiedener Mitarbeiter treten nur auf, wenn der Gastronom als Privatperson fungiert. Fungiert der Gastronom hingegen als Händler, ist eine tagesgenaue, mitarbeiterbezogene Abrechnung für jeden Mitarbeiter im System vorgesehen. Vor der ersten Nutzung am Tag meldet sich der Mitarbeiter individuell bei paybox an und bei Dienstende ab. Mit der Abmeldung wird automatisch ein Fax mit der individuellen Abrechnung des Mitarbeiters an den Gastronom generiert. Das Konto des Gastronomen kann nicht belastet werden; Gutschriften sind nur zugunsten des angegebenen Konto des Gastronomen möglich.
  • Es wird Schulungsmaterial für Mitarbeiter zur Verfügung gestellt. Der Schulungsaufwand ist minimal.
  • Es werden paybox-Aufkleber und Werbematerialien zur Verfügung gestellt, mit denen Kunden über die Vorzüge informiert werden können.
  • Die Möglichkeit per paybox zahlen zu können, unterstützt ein innovatives Image des gastronomischen Betriebes.
  • Sie kann leicht zum Gesprächsthema werden zwischen den Gästen 
  • aber auch Thema einer Veröffentlichung in der Lokalpresse werden - besonders in der Provinz.
  • Die Verfügbarkeit von Handys erhöht die Sicherheit, weil Notrufnummern schneller angerufen werden können.
  • Bei einer Insolvenz des Kunden übernimmt die paybox.net AG aber mittels von ihr beauftragter Inkassounternehmen die Forderung, so daß der Händler sein Geld erhält (dies gilt aber nur, wenn der Gastronom als Händler fungiert, d.h. die Transaktionsgebühr übernimmt). Für die meisten Gastronomen dürfte aber die Privat-an-Privat-Veriante vorteilhafter sein. 
  • Taxifahrer sind eine wichtige, erklärte Zielgruppe für das System. Bei ihnen scheint eine Durchsetzung auch wahrscheinilch. Taxifahrer sind aber für die Gastronomie sowhl eine wichtige Zielgruppe sowohl als Gäste als auch als Multiplikatoren. 
  • Das Zahlungsystem ist unabhängig von bestimmten Mobilfunkanbietern.
  • Die Zahlungen werden von der Deutschen Bank abgewickelt. Man riskiert nicht, daß Kundenzahlungen einbehalten werden oder in der Konkursmasse des Betreibers verschwinden.
Fazit:


Eine ausreichende Verbreitung vorausgesetzt, stellt das paybox-Verfahren eine preisgünstige und nicht besonders arbeitsaufwendige Möglichkeit dar, sich als innovatives Gastronomieunternehmen zu präsentieren. 


Für inhabergeführte Gaststätten, in denen der Zugang zum Handy auf eine Vertrauensperson, etwa aus der Familie, begrenzt werden kann, empfiehlt sich die Variante Paybox-to-paybox, bei welcher keine Transaktionsgebühren entstehen. Der Account kann dann auch für private und geschäftliche Ausgaben genutzt werden. 


Wenn verschiedenen Mitarbeitern Zugang zum Handy gewährt werden soll, empfiehlt sich aus Sicherheitsgründen die Version Mobile-to-paybox. Die zu tragenden Transaktionsgebühren in Höhe von zur Zeit 3% bewegen sich im Rahmen der Gebühren anderer Zahlungssysteme wie Restaurantschecks und Kreditkarten.
 

Paybox-Nutzer im Gastgewerbe

Anfang 2002 haben die Accor-Hotels Business und Leisure Österreich (Sofitel, Novotel, Mercure) einen Vertrag mit der paybox austria AG geschlossen und bieten von nun an ihren Gästen Bezahlen per Handy. Diese Zahlungsvariante wird offline in 14 Pilot-Hotels der Accor-Gruppe und online, z.B. über Österreichs größte Tourismusplattform TIScover, angeboten.

Weitere Informationen 

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 Aktualisiert am 23. Januar 2003

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