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Auf dieser Seite informieren wir über folgende Themen:
Webringe
Webringe sind eine Werbegemeinschaft von Webseiten (Pages) mit gleichem
inhaltlichen Schwerpunkt, die im Kreis verlinkt sind. Damit findet der
User schnell alle Seiten zu einem Thema in einer besonders organisierten
Form. Das Prinzip der Webringe stammt von Sage Weil, der im Juni 1995 mit
seiner Firma WebRings Inc. die ersten Ringe ins Internet gestellt hat.
Man spricht von einem Ring, da man von jeder dazugehörigen Seite
auf die vorherige bzw. nächste Seite gelangen und sich damit von Webseite
zu Webseite bewegen kann. Webring-Links können sowohl auf der Homepage
als auch einzelnen Seite vorkommen. Diese zweite Variante ist besonders
interessant für solche Websites, die verschiedene Themata behandeln,
aber auch für solche Sites, die auf ihrer Homepage keine Werbung für
andere Sites machen möchten.
Webring-Verwaltungsprogramme werden von verschiedenen Anbietern
bereitgestellt. Die Anbieter führen thematisch geordnete Verzeichnisse
mit allen vorhanden Ringen. Die Anmeldung eines neuen Webringes ist kostenlos;
gelegentlich finanzieren sich die Anbieter auch über zusätzlich
angebotene kostenpflcihtigen Sonderdienste. Veröffentlicht werden
neue Webringe aber erst, wenn eine bestimmte Mindestanzahl von Teilnehmern
erreicht ist. Damit wollen die Anbieter vermeiden, daß ihre Verzeichnisse
überlaufen mit angemeldeten, aber nicht gepflegten und erfolglosen
Webringen.
Die Webringe selbst werden von Ringeignern gepflegt. Sie editieren
den Ring, nehmen neue Seiten auf und entfernen ungültige Sites oder
solche mit unlauterem Inhalt. Damit wird - in der Theorie - die Geschlossenheit
des Rings gewährleistet.
Was unterscheidet Banner-Austauschdienste
von Banner-Netzwerken?
Banneraustauschdienste vergüten in kostenlosen Werbeeinblendungen;
Banner-Netzwerke offerieren Geld. Das wohl älteste Banneraustauschrprogramm
ist das Link Exchange Banner
Network. Mark Welch verknüpft zu vielen dieser Programme auf seiner
Banner
Exchange webpage.
Wenn Deine Website genügend Pageviews erreicht,
kannst Du Dich einem Banner-Netzwerk anschließen, das Dich auf der
Basis von CPM (Cost per Thousand) für
die Banner bezahlt, die auf Deiner Site angezeigt weren. Die großen
Anbieter wie DoubleClick.com
oder Flycast akzeptieren nur Seiten
mit Abertausenden von Pageviews. Doubleclick.de
verlangt im August 1999 eine Million Pageviews. Netzwerke, die sich mit
weniger begnügen, listet Mark Welch auf seiner Banner
Exchange webpage.
Vorteile von Webringen
Webringe haben im Vergleich zu Banneraustauschdiensten
mehrere Vorteile:
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Links werden formal im Verhältnis 1:1 getauscht, bei Banneraustauschdiensten
bekommt man verschiedene Relationen meistens so um die 1:2, d.h. für
zwei Banner, die auf meinen Seiten erscheinen, erscheint mein Banner nur
einmal auf einer fremden Seite.
-
Der Link erscheint nicht irgendwo, sondern auf einer Seite verwandten Inhalts.
Die Chance, User zu erreichen, die sich für den eigenen Inhalt erwärmen,
ist viel größer. (Es gibt aber inzwischen auch Banneraustauschdienste,
bei denen auf die thematische Ausrichtung der beteiligten Websiten geachtet
wird, z.B. bei COOLinks.)
-
Die Mitgliedschaft in einem Webring kann Qualität signalisieren, wenn
der Webmaster diese für den Beitritt verlangt. Wenn man selbst einen
Webring gründet, kann man diese Qualitätsansprüche selbst
durchsetzen.
-
Kommerzielle Sites sollten möglichst selbst als Eigner von Webringen
fungieren. Sie sind mehr ein Werkzeug zur Bildung einer Community
als ein Link-Tausch-Schema. Man kann damit das Herz einer Gemeinschaft
von Website-Autoren werden, die selbst wie auch die Besucher ihrer Seiten
zu Kunden werden können. Der Webring-Code auf jeder ihrer Seiten einschließlich
des Links zur Seite des Eigners erhöht sowohl den Traffic wie auch
die sogenannte "Linkpopularität"
in Suchmaschinen, das heißt je mehr Links
auf eine Site verweisen, desto besser wird die Site bei den Suchergebnissen
positioniert, zumindest bei einigen Suchmaschinen.
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Die Webring-Management-Optionen des Webring-Services Webring.com
erlauben eine Anzahl verschiedener Konfigurationen. Eine Option erlaubt
allein dem Ringeigner, die Mitgliedschaft zum Ring zu gestatten. Dies ist
der einfachste aber auch am meisten Zeit beanspruchende Weg, die Kontrolle
über die Qualität der Sites im Ring zu erhalten. Der Ringeigner
kann über folgende Optionen auch die Reihenfolge der Sites steuern:
Random (die Sites erscheinen in zufälliger Reihenfolge), Stagger (die
Sites erscheinen in der Reihenfolge ihres Traffics innerhalb des Webrings),
Rotate (die erste Seite wird zufällig ausgewählt, die Reihenfolge
der anderen im Verhältnis zu ersten bleibt bestehen), Site ID (die
Sites werden nach einer vergebenen Identitätsnummer geordnet).
-
Es erscheinen auf den eigenen Seiten nicht irgendwelche Banner, die die
User möglicherweise nicht interessieren oder sogar abstoßen
sondern Links zu thematisch verwandten Seiten, was sogar als Service/Content
verstanden werden kann. (Auch hierfür gibt es zwischenzeitlich Gegenbeispiele
von Banneraustauschdiensten, die eine thematische Eingrenzung von Bannern,
die auf den eigenen Seiten geschaltet werden, zulassen. LinkExchange erlaubt
so den Ausschluß von nicht jugendfreien Anzeigen. SAFE-Audit erlaubt
sogar eine Auswahl von Bannern, deren Schaltung ausschließlich gewünscht
wird.)
-
Man kann sich gezielt solche Webringe aussuchen, von denen man annimmt,
daß sie User haben, die zur eigenen Zielgruppe gehören. Wenn
z.B. Nordamerikaner, die zahlenmäßig das Web dominieren, Zielgruppe
sind, kann man sie über Webringe mit überwiegend nordamerikanischen
Seiten auf ausländische Seiten entführen.
Nachteile von Webringen
Aber auch die Nachteile von Webringen sollen nicht verschwiegen
werden:
-
Buttons mit der Aufschrift "next" oder "previous" sagen nichts aus und
reizen nicht dazu, den Links zu folgen. Sie beinhalten den Namen des Webrings
und erhöhen damit dessen Bekannteitsgrad, aber helfen dem User nicht
bei der Suche nach Inhalten.
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Große graphische Schnittstellen verursachen lange Ladezeiten und
gefährden das Design der Seite. Webringe lassen den Ringeigner über
das Interface entscheiden (das Ding, welches zu Links wie "next," "previous,"
"random" sites usw. führt) und viele Eigner nehmen diese Freiheit
zu sehr in Anspruch und gestalten übergroße, graphische Imagempags.
Diese mögen großartig aussehen auf der Seit des Ringeigner,
aber sie sehen wahrscheinlich nicht gut aus auf einer anderen Seite, wo
ein Designer sich Zeit genommen hat, sie zu gestalten.
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Auch schlechte Seiten werden oft akzeptiert. Da es im Interesse des Ringeigners
ist, aber auch aller anderen auf dem Ring, eine große Anzahl von
Mitgliedern zu haben, um in den Webring-Verzeichnissen an einer vorderen
Stelle gelistet zu werden, werden häufig auch Seiten akzeptiert, die
den Webring nicht mit Content anreichern. Warum sollte sich der Eigner
des Webrings unbeliebt machen, wenn er einer Site die Aufnahme verweigert?
Vor allem zu Beginn, wenn fünf Mitglieder notwendig sind, um überhaupt
in das Webring-Verzeichnis aufgenommen zu werden, neigen Webringeigner
dazu, niedrige Anforderungen zu stellen.
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Für nichtkommerzielle Homepages ist es zwar kein Problem, aber jeder
Webring kommerzieller Mitglieder muß unterscheiden zwischen Sites,
die den anderen den Zugang zu Zielgruppen eröffnen, und Sites, die
im direkten Wettbewerb stehen. Der Traffic, den man selbst erhält,
kann viel niedriger sein als der Traffic, den man abgibt. Dies hängt
einerseits ab von der Position in der Liste der Ringmitglieder, in der
die Mitglieder in der Reihenfolge ihres Eintrittes gelistet werden, andererseits
von der Attraktivität der Mitglieder unmittelbar vor der eigenen Site
sowie der fünf Mitglieder vor der eigenen Site. Der Grund liegt darin,
daß viele User, die sich auf einem Webring bewegen, die Buttons "Nächster",
"die nächsten 5" oder "die Liste" anklicken.
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Es ist keine Möglichkeit vorgesehen, innerhalb eines Webrings nach
Schlüsselwörtern zu suchen. Man kann sich nur im Kreise bewegen
oder eine zufällig ausgewählte Seite aufsuchen oder die Liste
aller Mitglieder lesen. Als Lösungen bieten sich an:
- bei Netmind oder einem ähnlichen
Service einen Suchindex über alle Seiten der Mitglieder des Ringes
erstellen zu lassen und dann in diesem Index suchen zu lassen.
- Denkbar wäre es auch mit einer eigenen Suchmaschine in einem
Index auf einer eigenen Seite suchen zu lassen oder
- im Index aller Webringe auf der Seite des Webring-Programmanbieters
(z.B. webring.org) suchen zu lassen.
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Ist eine einzelne Webpage mit einer Vielzahl von Webring-Schnittstellen
verknüpft, besteht die Gefahr, daß Verkehr von einem Ring auf
einen anderen Ring wechselt, was aus Sicht der Mitglieder des Ringes, der
Traffic verliert, einen Nachteil darstellt. Unproblematisch ist es jedoch,
wenn auf verschiedenen Seiten einer Website verschiedene Webring-Schnittstellen
integriert sind, was jedoch nur für solche Sites mit einem breiten
Themenspektrum in Frage kommen dürfte.
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In Deutschland sind Webringe vergleichsweise unbekannt. Deshalb findet
man oft keine geeigneten deutschsprachigen
Ringen, denen man sich anschließen könnte. Und beginnt man
einen eigenen Ring, muß man den Inhabern von Sites oft lang und breit
erläutern, was Webringe sind, wie sie funktionieren und welche Vor-
und Nachteile sie haben. Aufgrund dieser frustrierenden Erfahrung ist diese
Seite entstanden.
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Webringe erfordern seitens des Webringeigners einen nicht zu unterschätzenden
Verwaltungsaufwand. Von Zeit zu Zeit sollte man einen Rundgang machen,
um langsam ladende Seiten, Seiten, die nicht mehr existieren, ihren Content
geändert haben, Besucher "in Frames fangen" oder ihre Webring-Schnittstelle
gar gelöscht haben, zu erkennen, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen
und eventuell aus dem Ring zu entfernen.
Warum sind Banneraustauschdienste
erfolgreich?
Warum sind trotz der überwiegenden Vorteile von Webringen Banneraustauschdienste
so erfolgreich?
-
Zahlungskräftige Unternehmen und deren Marketingagenturen wollen Online-Werbung
und damit Zugriffszahlen für ihre Websites
und letztlich Marktanteile auf ihren realen Märkten in großen
Mengen und schnell kaufen, so wie sie es in den anderen Medien gelernt
haben. Da die Marketingagenturen in der Regel auf Provisionsbasis arbeiten,
ist es ihnen zu arbeitsaufwendig, sich wegen ein paar Zugriffen mit Webringen
zu beschäftigen. Außerdem ist der Erfolg dieser Bemühungen
um Webringe auch in der Zukunft wirksam, wenn sie vielleicht gar nicht
mehr für diesen Kunden arbeiten bzw. von diesem bezahlt werden.
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Die Anbieter von Banneraustauschdiensten verdienen damit Geld, Webring-Master
arbeiten zumindest im Verhältnis zu den Mitgliedern ihrer Webringe
ohne Profit.
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Kommerzielle Seiten akzeptieren oft aus grundsätzlichen Überlegungen
keine Fremdwerbung auf ihren Seiten, sie wollen also keine Banner tauschen,
sondern sie wollen auschließlich Bannerwerbung
auf fremden Seiten kaufen. Auf der Angebotsseite stehen hingegen manche
Homepages, denen es eigentlich egal ist, ob ihre Banner auf fremden Seiten
erscheinen, sie wollen nur möglichst viele fremde Banner auf ihren
Seiten plazieren und dafür kassieren; diese bevorzugen dann "Banneraustauschdienste",
die Geld auszahlen, also eigentlich "Online-Werbeflächen-Vermittlungsagenturen"
sind. Solche Homepages sind dann auf Teufel komm raus an hohen Zugriffszahlen
auf ihren Seiten interessiert, egal wie enttäuscht der User wird,
weil der Inhalt der Seiten ihn enttäuscht. Die Hauptsache ist, man
hat für ihn beim Inserenten abkassiert. Was liegt näher als marktschreierische
Seiten zu gestalten, und was schreit am besten: Sex und Raubkopien. So
daß sich zum guten Schluß, die teuer erkauften Bannerwerbeflächen
oft in einem Umfeld wiederfinden, wo sich die Unternehmen, für die
geworben wird, eigentlich nicht wiederfinden wollen. Deshalb achten seriöse
Makler auf seriöse Seiten.
Weiterführende Seiten zum Thema
"Banneraustauschdienste
-
Joshua Reimer erklärt in "What
Are Banner Exchanges?", wie Banneraustauschdienste funktionieren. In
einem weiteren Artikel "Are Banner Exchanges Worth It?" diskutiert er die
sehr schlechten Ergebnisse und hilft Dir abzuschätzen, ob Banneraustauschdienste
ein nützlicher Weg sind, Deine Website zu promoten.
-
"Banner
and Link Exchange Networks"
Liste von kostenlosen Banner- und Linkaustauschdiensten
mit einer Erklärung, wie jedes System funktioniert.
-
"Advertising
Networks"
Liste von Banner-Anzeigen-Diensten von WebReference.com.
-
Auf der Seite "Partner-Programme
von Abseits.de" findest Du Banneraustauschprogramme, mit denen wir
zusammenarbeiten und die wir empfehlen können.
-
Ralph F. Wilson, "Pros
and Cons of Banner Exchanges and Banner
Networks,"
Web Marketing Today, 9/1/99. Wie Bannerauschtauschdienste arbeiten, die
Vorteile von LinkExchange. Wie Bannernetzwerke arbeiten, das Profil von
ValueClick.
Weiterführende Seiten zum
Thema "Webringe"
Anbieter von Webringen und Webring-Verzeichnisse
Benutzerschnittstellen
Zur Illustration und zum Ausprobieren zeigen wir Interfaces von verschiedenen
Webringen, denen Abseits.de angehört: |