Zielgruppe
Reisende
Forrester Research hat im April 1998 prognostiziert:
-
"Our research shows that on-line travel will experience the most
growth as it draws support from the broadest set of Technographics
segments... On-line travel bookings will surge across all Technographics
segments. Twenty-seven percent of high-income optimists want to book trips
and hotel rooms on-line. But the real story lies in other segments: 18%
of low-income optimists wish to do the same, and 16% of technology pessimists
want to come along for the on-line travel ride. (Report "The Retail Power
Shift" von Shelley Morrisette, Kenneth Clemmer, William M. Bluestein, Ph.D.,
April 1998).
Siehe auch die Einleitung
einer Buchveröffentlichung der World
Tourism Organisation:" Marketing Tourism Destinations Online", in der
es heisst:
-
"If a destination is not on the Web then it may well be ignored by the
millions of people who now have access to the Internet and who expect that
every destination will have a comprehensive presence on the Web. The web
is the new destination marketing battleground and if you are not there
fighting then you cannot expect to win the battle for tourist dollars."
Das Internet wirkt sich vielfach auf das Zusammenspiel von Leistungsträgern,
Reiseveranstaltern, Reisemittlern und Reisenden aus (siehe dazu: Alfred
Merl: "Trends
im Tourismus" (PDF), in: Wissenschaftsmagazin Online Ausgabe 01/2002).
Das Internet:
-
verändert die Kommunikations- und Kooperationsformen,
-
eröffnet Potentiale zur Senkung der Transaktionskosten,
-
erhöht die Effektivität und Effizienz innerhalb der touristischen
Organisations-und Marketingstrukturen.
-
modifiziert die touristische Wertschöpfungskette,
-
verändert Marktanteile,
-
beeinflusst Arbeitsplätze und -bedingungen,
-
entscheidet mit über die Wettbewerbsfähigkeit der Akteure und
Destinationen,
-
verschärft den Wettbewerb um Reisende,
-
führt zu fallenden Verbraucherpreisen,
-
erlaubt es, Arbeitskräfte einzusparen, und
-
führt zu Verdrängungseffekten und Verteilungskämpfen zwischen
Unternehmen und Destinationen.
Aktuell wird dies sehr anschaulich illustriert durch den Erfolg von Ryannair
mit seinem internetbasierten Buchungssystem und den Aufschwung des Ryannair-Hubs
Flughafen
Hahn (siehe dazu den Artikel "Next
Generation Travel e-commerce" von iTravelDirect). |
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| In einem Dossier "Online-Reisemarkt: Trends und Entwicklung" (verfügbar
als PDF-Datei) hebt plan-net.de
hervor, daß es sich bei den Internetnutzern um Reisende mit überdurchschnittlicher
Erfahrung und Mobilität handelt, weniger um den typischen Pauschaltouristen.
Für diese Nutzer stellt das Internet heute schon die wichtigste Informationsquelle
dar, weit vor den Prospekten von Reiseveranstaltern und den Ratschlägen
von Freunden und Bekannten und einer Beratung im Reisebüro. Besonders
wichtig ist das Internet mittlerweile bei der Organisation von Geschäftsreisen. |
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Erwartet werden
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aktuelle, konkrete Informationen,
-
Buchungsmöglichkeiten,
-
Möglichkeiten zur persönlichen Kommunikation, um offene
Fragen klären zu können (etwa Telefon, Tax, E-Mail, Chat, Call-Me-Back-Funktion,
Messenger),
-
weiterführende Informationen, bei Hotels etwa über die
Region oder die Stadt, die es erlauben, ausgehend von der gefundenen Website
eine Reise möglichst komplett zu organisieren.
Man sollte dabei aber die durchaus unterschiedlichen Gästetypen
in der Hotellerie nicht außer Acht lassen. |
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In der Gastronomie lohnen sich deshalb Websites vor allem für
solche Objekte, die (auch) für Touristen und andere Reisende interessant
sind, die sich ihre eigene Reise oder Reisen für andere organisieren:
-
Anbieter von Übernachtungen, z.B. Hotels, Pensionen oder Ferienwohnungen
und -häuser, aber auch Jugendherbergen. Das Prüfungs- und Beratungsunternehmen
Pricewaterhouse-Coopers schätzt die Kostenersparnisse bei Online-Hotelreservierungen
auf 11 bis 16 Dollar je Reservierung (vergleiche "Publikation Hospitality
Directions - Europe Edition" vom Januar 2000,
http://www.lodgingresearch.com).
Laut Forrester Research wird der Markt für Onlinebuchungen von Hotelzimmern
im Freizeitreise-Bereich von 4,6 Mrd. US$ im Jahr 2000 auf rund 10 Mrd.
US$ für das Jahr 2003 ansteigen. Die österreichische Fachzeitschrift
Hotel
+ GV Praxis berichtet in ihrer Ausgabe 9/2000, daß sich die Internet-Anfragen
in der österreichischen Gastronomie in einem Jahr verdoppelt hätten.
Zwar griffen noch immer 55 Prozent der künftigen Gäste zum Telefon,
doch mit 19 Prozent stehe das Internet an zweiter Stelle. Durchschnittlich
würden Österreichs Hoteliers pro Monat 100 Kontakte über's
Internet verzeichnen gegenüber über 44 im Vorjahr. Die Mehrheit
der deutschen Unternehmen ist inzwischen bereit, Hotels über das Internet
zu buchen (Quelle: Eine Umfrage der der hotel.de
GmbH unter 2.000 repräsentativ ausgewählten Firmen ergeben).
Sie begründen dies mit Zeit- und Kostenersparnis, da Zimmer online
mitunter preiswerter angeboten werden und einfacher recherchiert werden
können als umständlich per Telefon. Etwa ein Vierteil der Unternehmen
buchen weiterhin übers Reisebüro oder telefonisch. Vor allem
größere Unternehmen sind über Rahmeverträge gebunden
und buchen über eigene zentrale Reservierungssysteme.
-
touristisch interessante Objekte wie das Bamberger Schlenkerla
oder das Kloster Andechs mit mehreren gastronomischen
Einheiten. Diese Beispiele sind zugegeben ungeschickt gewählt, da
bei beiden Sites die Präsentation der Brauerei im Vordergrund steht,
deren Produkte auch überregional vertrieben werden. Ein besseres Beispiel
ist das Rüdesheimer
Schloß mit seiner Gastronomie. Ein spezieller Fall sind Freizeitparks
(siehe auch eine Linkliste des Deutschen
Reisebüro und Reiseveranstalter Verbandes), bei denen die Gastronomie
integriert ist.
-
Einzeltouristen können durch den Hinweis, daß das Lokal
auch von Einheimischen besucht werde (so Village
Pub in Palm Springs mit dem Slogan "Go where the local go") oder durch
die Erwähnung berühmter, früherer Besucher angesprochen
werden (so Livreri's
Italian Restaurant in Palm Springs mit einem Hinweis auf Frank Sinatra).
-
wenn Reisegruppen und Reiseveranstalter angesprochen werden sollen.
Beispiele sind das Weinrestaurant Hotel "Altes
Haus" in Rüdesheim, das Panorama-Restaurant Loreley,
der Ratskeller Babelsberg
in Potsdam. In diesen Fällen empfiehlt sich eine vordergründige
Präsentation des touristischen Ziels und die Herausstellung von speziellen
Angeboten für Gruppen. Typisch sind auch englischsprachige Seiten
für die Zielgruppe ausländischer Gästegruppen, ein Online-Shop
mit Souvenirs, Stadtpläne und Links zu touristisch interessanten Objekten,
Routenplaner, Online-Reservierungsmöglichkeit, Links zu Anbietern
von Führungen und kooperative Angebote. So bietet das Berliner Restaurant
Sophieneck
im Zusammenarbeit mit einem Kulturarrangements-Service Stadtführungen
und einen Hin- und Rückfahrservice für das Begleitteam zum nächst
gelegenen Busparkplatz. Die für Reiseveranstalter notwendigen und
hinreichenden Informationen - wie eventuelle Freiplätze für Fahrer
und Führer oder andere Sonderkonditionen und -angebote - sollten dabei
auf eigenen Seiten zusammengestellt werden (so etwa das Cedar
Creek Inn in Palm Springs mit einer Seite " Programm for tour
operators" und "Meister
Bär's Privat Hotels").
-
wenn Seminarveranstalter angesprochen werden sollen, stehen die
angebotenen Veranstaltungsräume mit Sitzplänen, die seminartechnische
und audiovisuelle Ausstattung, zusätzliche Dienstleistungen wie Übersetzungs-
und Sekretariatsarbeiten, Preisinformationen wie Tagespauschalen im Vordergrund,
so etwa "Meister
Bär's Privat Hotels". oder Hotel
Floralpina, Vitznau, oder die Stadthalle Lichtenfels.
Eine Checkliste
"Seminarvorbereitung" (PDF) von hr
Team, einem internationalen Trainings- und Beratungsunternehmen informiert
über die denkbaren Anforderungen seitens Seminarveranstalter an den
Seminarort.
-
für Luxusrestaurants, deren Gäste sich ansonsten in Restaurantführern
und Fachzeitschriften informieren und häufig auch anreisen (vergleiche
unsere Seite über Spitzenköche und
ihre Restaurants)
Regionale Zielgruppen
Wenn gastronomische Objekte vor allem Gäste anziehen, die in
ihrer Nähe wohnen, können ihnen Websites in folgenden Fällen
hilfreich sein:
-
in der Fläche vertretene Filialunternehmen (die wichtigsten
finden sich auf unserer Seite über Systemgastronomie).
Sie profitieren von den stark degressiven Kosten einer Internetpraesenz.
Sie werben häufig auch im Fernsehen, Rundfunk oder in auflagenstarken,
weit verbreiteten Printmedien. Solche Unternehmen profitieren auch von
den verbesserten internen Kommunikationsmöglichkeiten und können
Internet und Intranet zu einem vertikalen Portal
verknüpfen. Das Internet kann aber auch dazu benutzt werden, isolierte,
lokale Restaurants zu einem virtuellen, landesweiten Take-Away- oder
Lieferservice zusammenzuschließen wie z.B. die bereits 1996 von
Craig Cohen entwickelte Website Waiter.com,
das weltweit erste Online-Take-Out-Bestellsystem. Bezeichnenderweise ist
Craig Cohen kein Gastronom, sondern ein Computer-Freak, der es leid gewesen
ist, seine Sandwichs und Salate auf herkömmliche Weise in seinem Lieblings-Restaurant
Togo’s
zu bestellen.
-
Gaststätten, die spezielle Produkte vertreiben wie Werbemittel
(z.B. T-Shirts wie die Hard Rock Cafés)
oder selbst hergestellte Waren (z.B. Knödel in Dosen wie der Knoedelkoenig.de,
das ist Werner Fitterling vom Gasthaus "Zur Ölmühle" in Oberderdingen,
oder die legendäre Sacher-Torte)
oder Souvenirs vertreiben wie das oben bereits erwähnte Panorama-Restaurant
Loreley
("Geschenkboutique"), Fachbücher für
die Gastronomie, Kunstdrucke für
die Dekoration in der Gastronomie und Musik-CDs
für die Beschallung wie Abseits.de oder Steaks, Gewürze, Saucen,
Marinaden, T-Shirts, Sweat-Shirts, Polo-Shirts, Basketball-Kappen, Geschenkgutscheine
und vieles mehr wie Harris Ranch
Inn and Restaurant in Kalifornien.
-
Franchise-Konzepte,
die über ihre Website Franchisenehmer finden wollen oder bei der Verwaltung
und Betreuung ihrer Franchisenehmer Kosten sparen wollen. Taco Bell verwendet
z.B. für die Intranet- und Internetseiten für seine mehr als
2.800 Franchise-Filialen das Content-Management-System Net-It Central,
eine Server-basierte Lösung, welche die verschiedenen Abteilungen
in die Lage versetzt, Dokumente direkt im Intranet und Extranet zu veröffentlichen
und sie so den Franchisenehmern plattformunabhängig verfügbar
zu machen. Erwartet werden jährliche Einsparungen in Höhe von
350.000 US-Dollar (weniger Faxe, Briefe, Training und Verwaltung). Siehe
einen Bericht unter http://www.net-it.com/Reviews/tacobell_102998.html
,
-
Internetcafés. Sie können damit Streuverluste in anderen
Medien ausschließen, ihre Internet-Beratungskompetenz herausstellen,
wenn sie nicht sogar zusätzliche Internetdienstleistungen anbieten
wie Webdesign, Hosting, Schulungen usw (zur Konzeption
von Internetcafés).
-
gastronomische Konzepte, die mit einer anderen Branche verknüpft
sind, z.B. mit einem Museum, einer Buchhandlung oder eine Kino-Center,
für die sich eine Webpräsenz vielleicht eher rechnen mag. Beispiele
sind fluxus - Café
im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, Dortmund, und das Cinecitta
in Nürnberg.
-
Werbegemeinschaften.
-
Verzeichnisse aktueller, regionaler Veranstaltungen wie Partys,
vorbildlich etwa die Website Nightlife-Muenchen.de.
-
Daneben gibt es - so mein Eindruck - eine Reihe von Gastronomen, bei denen
weniger ökonomische Interessen im Vordergrund stehen als die "Spaß
an der Freud'. Gelegentlich werden solche Websites auch von Stammgästen
erstellt oder von Familienangehörigen oder von angehenden "Webmastern"
als Referenzprojekt (siehe auch unsere Seite Kneipen-Tour).
Erfahrungsberichte
Leider gibt es nur wenige Untersuchungen darüber, ob sich Internetpräsenzen
für die Gastronomie lohnen und in welchem Maße gastronomische
Betriebe bereits online sind:
-
In einem Bericht über eine Umfrage mit dem Titel "Not on the Net"
von Brian Breuhaus in "Restaurant
Business" vom Mai 1998, S. 4, wird festgestellt, daß in den USA
mehr als 60% der Gastronomen das Internet gar nicht benutzen und mehr als
80% von denen, die es benutzen, weniger als 4 Stunden in der Woche online
sind. Nur 13% der befragten amerikanischen Gastronomen hätten eine
eigene Website.
-
Ben Van Houten stellte in einem früheren Artikel "Grabbing a byte"
vom 15. Februar 1997 in derselben Fachzeitschrift, S. 38-42, fest, mehr
und mehr Gastronomen würden sich dem Internet zuwenden. Obwohl das
Internet für Gastronomen nicht existentiell notwendig sei, bekäme
es eine wachsende Bedeutung für die Informationsbeschaffung
und das Marketing. Sogar wenn ein Internetnutzer niemals einen Fuß
in die Gaststätte setzen würde, könne eine Website hilfreich
sein, zitiert er Charles Armstrong vom East Bay Crab & Grille in Pleasantville,
New Jersey, der wenige Monate nach Einrichtung einer Website den Verkauf
von T-Shirts und Mützen um mehr als 84% steigern konnte, überwiegend
online bestellt. Andere Gastronomen stimmten der Hypothese zu, daß
eine Internetpräsenz sich wegen der Rückmeldungen seitens der
Gäste lohne.
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Die amerikanische Fachzeitschrift "Restaurant Marketing" berichtet in ihrer
Ausgabe vom September 1999 über Antworten verschiedener Restaurant-Besitzer
auf die Frage "Do
you use the Internet to market your restaurant? Why or why not?" Die
meisten Websites von Restaurants enthielten grundlegende Informationen
über Öffnungszeiten und das Angebot an Speisen und Getränke.
In einigen Fällen hätte dies zu einer Verringerung von Telefonanrufen
geführt. Einige Sites beinhalten zusätzlich Fotos und Videos
über das Restaurant, andere hätten Erfolge bei der Rekrutierung
von Mitarbeitern. Viele sagten, das Internet sei besonders wichtig
für die Ansprache von Gästen unter 30 Jahren.
-
In der "Chicago Tribune" vom 17.4.2000
berichtet Joanne Cleaver über "Restaurateurs take different online
paths toward same goal: better service". Zur Zeit sähen sich Restaurants
mit den gleichen Fragen konfrontiert wie alle anderen kleinen Unternehmen:
Wie kann man das interne Computersystem integrieren, wie die Mitarbeiter
trainieren, mit E-Mails umzugehen und wie das Verhalten der Nutzer der
Website feststellen, um mehr Gewinn daraus zu ziehen. Sogar zwei auf dem
Papier ähnliche Restaurants könnten ihre Websites in verschiedene
Richtungen entwickeln. Als Beispiel führt sie die beiden Restaurants
Nick's
Fishmarket und Bob Chinn's Crab House
in Chicago, zwei populäre Fischrestaurants, die ihre Websites seit
mindestens drei Jahre betreiben und damit lang genug, um ihre Erfahrungen
analysieren und daraus Schlüsse ziehen zu können. (Bei der Bewunderung
der Website von Bob Chinn's Crab House sollte man berücksichtigen,
daß es sich um das viertgrößte Restaurant in den USA handelt
mit 630 Sitzplätzen, rund 3000 Mahlzeiten am Tag und einer Million
Gäste pro Jahr). Restaurants würden überhaupt die kleinen
Unternehmen ins Internet anführen. Larry Himelfarb, der Vizepräsident
der Abteilung für Technologien und Anwendungen der National Restaurant
Association wird zitiert mit der Anmerkung, bereits die Hälfte aller
Restaurants hätte irgendeine Art von Internetpräsenz im Unterschied
zur Gesamtheit aller kleinen Unternehmen mit 37 Prozent. Die Art und Weise,
wie Restaurants ihre Online-Werkzeuge nutzen, entspräche dem Verhaltensmuster
kleiner Unternehmen. 69 Prozent aller kleinen Unternehmen nutzen ihre Sites,
um sich neuen Kunden vorzustellen und 48 Prozent für besseren Kundendienst.
Mehr als die Hälfte aller Kleinunternehmen betrieben irgendeine von
E-Commmerce. Während Restaurants wenige leicht Dinge über das
Internet verkaufen könnten, nutzten sie die Online-Möglichkeiten
verstärkt, um bessere, schnellere und preiswertere Angebote an Lebensmitteln,
Lieferanten und Ausstattung zu erlangen. Restaurants sähen sich den
selben Problemen gegenüber wie die meisten anderen kleinen Unternehmen.
Die Nähe zu den Kunden ist ihr größtes Verkaufsargument.
Die Lösung sei, Routine-Interaktionen mit den Kunden effizienter zu
gestalten und gleichzeitig die intensiven Beziehungen zu den Kunden zu
kultivieren.
-
Steve Brooks: "A mouse by the tail", in: "Restaurant Business"; New York;
Jan 1, 2000, berichtet darüber, daß E-Commerce sich auch bei
Verpflegungs-Dienstleistungen breit mache. Am wichtigsten sei die Online-Reservierung.
Im Cypress
Club in San Francisco, sei es z.B. für das Mangement möglich
und üblich, sich den Stand der Reservierungen von zu Hause aus und
per Webcam
ein Panoramabild anzuschauen, was gerade los sei. Der Sommelier kaufe schon
überwiegend online ein, informiere sich über Sonderangebote,
vergleiche Preise, plaziere Order bei fünf verschiedenen Händler.
Die Gastronomie hinge hinterher. Vor drei Jahren hätten die meisten
Ketten noch keine Website gehabt, noch hätten ihre Mitarbeiter online
mit Lieferanten oder Kunden kommuniziert. Die meisten hätten zwar
die technischen Voraussetzungen gehabt, aber den meisten hätte die
Zeit gefehlt und die Neigung. 1999 seien bereits 58% aller Restaurants
angeschlossen und 27% hätten online eingekauft. Laut einer Untersuchung
vom August 1999 von American
Express und Thomas Food Industry Register
würden 24% aller Restaurants online einkaufen und 74% planten in den
nächsten zwei Jahren das meiste ihrer Einkäufe durch das Internet
zu erledigen.
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Werden die Kunden in Zukunft mehr und mehr unwillig, ihr komfortables
Heim zu verlassen, werden Restaurants auf Küchen für den Lieferservice
oder zu Abholstationen reduziert? Nicht wirklich. "Off-premise dining"
werde expandieren, aber Sitzplatz-Restaurants würden auch gewinnen.
CEO Craig Cohen von Waiter.com, einem
Online-Lieferservice, sieht keinen Gefahr für die Restaurants zusammengenommen,
aber einen heftiger werdenden Wettbwerb. Noch sei die Bestellung per Telefon
schneller, aber dies werde sich mit High-Speed-Internetanschlüssen
rund um die Uhr ändern und vor allem mit Web-TV, wenn man beim Fernsehschauen
bestellen könne. Ein typischer Online-Service ist Food.com
mit landesweit 13.000 angeschlossenen Restaurants und 700.000 Diners. Ein
Internetnutzer gibt seine Postleitzahl an und erhält eine Übersicht
über die Angebote in seiner Nähe. Er schickt seine Bestellung
ab, erhält eine Auftragsbestätigung per E-Mail und kurze Zeit
später klingelt es an der Tür. Was der Kunde nicht sieht, ist:
die Bestellung geht an den Webserver in Seattle, von dort ein Fax oder
ein Anruf an das Restaurant oder auch ein Befehl zum Ausdruck der Bestellung
an den Computer des Restaurants. Food.com
behauptet, die bei ihm angeschlossenen Restaurants erzielten einen um 22%
höheren Online-Umsatz als bei der typischen Telefonbestellung, deshalb
weil der Kunde mehr Zeit habe, die Speisekarte zu überfliegen und
zu bestellen. Waiter.com, verspicht
seinen Kunden eine Zunahme um 15%. Papa
John's Pizza spricht davon, einige seiner Filialen bekämen 15
bis 20 Bestellungen pro Woche, andere bis zu 50. Neben den traditionellen
Restaurants gibt es neue Unternehmen, die in den Markt drängen, angesiedelt
irgendwo zwischen Restaurant und den Lebensmittelabteilungen des Einzelhandels,
wie CookExpress.com. Er bereitet
über Nacht Zutaten und Anweisungen zur Zubereitung vor (die angeblich
von berühmten Küchenchefs und Restaurants stammen) und liefert
sie in die Wohnung des Kunden. Luxus-Restaurants nehmen üblicherweise
keine Bestellungen online an, aber einige ermöglichen Online-Reservierungen,
so San Francisco's
Opentable.com
und New York's foodline.com.
Überbuchungen werden durch eine Real-Time-Einbuchung verhindert. Online-Reservierungen
machen sich bezahlt, weil kein potentieller Gast an einem besetzten Telefon
scheitert und weil er rund um die Uhr reservieren kann, unabhängig
von den Öffnungszeiten des Restaurants. Zugleich gewinnt man Daten
für einen besseren Kundenservice: man kann Gästen den Tisch vorschlagen,
den sie das letzte Mal gehabt haben (wenn er frei ist), sein Lieblingsessen
oder spezielle Vorlieben. Die großen Ketten nutzen das Internet nur
marginal. Papa John's Pizza, Pizza
Hut und Kentucky
Fried Chicken erlauben in begrenztem Umfang Online-Bestellung. Ein
paar Ketten stellen Merchandising-Artikel vor, aber nur zwei, Domino's
und Burger King, verkaufen sie
auch online und bieten ausserdem Geschenkguscheine online an. Kunden sind
nicht die einzige Zielgruppe. Man bemüht sich online auch um Mitarbeiter,
sowohl auf spezialisierten Sites wie Monster.com
als auch auf den eigenen Sites. Tricon Global
setzt seit Dezember 1998 auf die Anwerbung per Internet, einschließlich
Stellenanzeigen und Bannerwerbung in den Online-Ausgabe von Adweek und
dem Wall Street Journal. Ein Jahr später berichtet Tricon, daß
10% aller Neueinstellungen von elektronischen Bewerbungen kommen. Der Hauptvorteil
elektronischer Bewerbung sei, daß ein Bewerber sich über alle
Jobangebote umfassend informieren könne, anders als bei einer isolierten
Zeitungsanzeige. Prof.
Kathleen Pearl Brewer von der Universität von Nevada, Vorsitzender
der Hospitality Industry Technology Association, sagt voraus, daß
innerhalb weniger Jahre alle Einkäufe von Restaurants online erfolgen
würden. Produzenten und Vertreiber würden auf Online-Märkten
anbieten und Restaurants ausschreiben und beide davon profitieren, daß
der "Schmutz" aus den Vertriebskanälen beseitigt werde. Eine "Efficient
Foodservice Response"-Bericht aus dem Jahre 1999, teilweise gesponsert
von der "National Restaurant Association",
schätzte die Einspamöglichkeiten auf 6,6 Milliarden US-Dollar
und damit auf etwa 2-3%. Max Klimavicius, geschäftsführender
Gesellschafter von Sardi's in New
York, geht sogar von mindestens 15% Ersparnis durch Online-Einkäufe
aus. Für das Einzelrestaurant geht die Entwicklung in Richtung erweiterter
und preiswerter Möglichkeiten wie automatische Bestellungen aus der
Lagerwirtschaft heraus oder preissensitive Reservierungsysteme, welche
es erlauben, Gebühren für Reservierungen an Tagen hoher Auslastungen
zu verlangen. Abseits dieser technisch aufwendigen Lösungen werde
E-Commerce zu einem Standardelement des Services am Kunden, welches vor
allem helfe, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.
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| In einem Forum
des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes berichtet unter
anderem der Besitzer einer kleinen Pension über seine erfolgreiche
Website, was er anders macht als andere und warum er es seinen Kollegen
am Ort lieber nicht weitererzählt. |
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| Die Inhaberin eines kleinen Hotels in Großbritannien berichtet
in einer Mailing-Liste über rund 450 User Visits, 2.500 bis 3.000
Pageviews und 30 bis 40 Buchungen (alle Angaben pro Woche). Die Beteiligung
an einem Bannerprogramm und andere Websitepromotions hätten zwar einen
um 30% gestiegenen Traffic aber nicht mehr Buchungen gebracht. (Quelle:
Online
Ads vom 22.5.2000) |
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| Dieter Austen,
Hotel-Berater und Ehrenmitglied der Food +
Beverage Management Association e.V., berichtet, sein Hotel
Residenz in Passau habe nach 3 1/2 Jahren Internetpräsenz bereits
15% der Buchungen über das Internet realisiert. "Wir bekommen sehr
viele Buchungen insbesondere aus den USA, aber auch aus Australien, Korea,
Japan usw.", schreibt er uns. Für diese Länder könne man
wirklich keine Printwerbung bezahlen; es handele sich also um zusätzlichen,
durch die Website erzeugten Umsatz. Aber auch aus Europa nähmen die
Internetbuchungen erheblich zu. Österreicher, Schweiz, Hollander und
Belgier seien neben den deutschen Usern die meisten Internetbucher. Sehr
zäh laufen noch die Online-Buchungen von Reisebüros und Busunternehmern. |
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| In einem Artikel "Pommes
Frites per Pentium" in der Ausgabe 30/2000 der Schweizer Fachzeitschirft
Gastro-Journal berichtet Martina Gradmann vom angeblich besten vegetarischen
Restaurant "Hiltl" in Zürich, welches
das Netz auch gezielt nutzt, um Tischreservierung zu erhalten. Das «Hiltl»
erhalte täglich rund zwölf Buchungen mit steigender Tendenz. |
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| Al Livreri, der Inhaber von Livreri’s
Italian Restaurant in Palm Springs, erzielte im Jahre 2000 eintausendvierhundert
Online-Reservierungen. Seine Site (eigentlich nur Teil des lokalen Portals
Palmsprings.com fokussiert auf Frank Sinatra und einem Hinweis des Life
Magazins aus dem Jahre 1998. Auf seiner Website gibt es recht wenig zu
sehen und noch weniger zu tun, außer per eMail einen Tisch zu reservieren.
Sie ist erfolgreich durch eine Reduktion auf das, worauf es ankommt. Und
alle eMails werden innerhalb einer Stunde beantwortet ... |
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Laut "Publikation Hospitality Directions - Europe Edition" vom Januar
2000, http://www.lodgingresearch.com)
wünschen Reisende im Internet vor allem folgende Informationen und
Dienste (in absteigender Reihenfolge):
-
Maps
-
Things to do
-
Where to go
-
Schedules
-
Types of Vacations
-
Prices
-
Reservations
Eine Studie "Web-Tourismus 2001" der Unternehmensberatung Ulysses stellt
unter anderem gegenüber, welche Angebote auf touristischen Sites vorhanden
und welche von Usern gewünscht werden (siehe http://www.wuv-studien.de/wuv/studien/062001/298/880.htm).
Die Lücke ist am kleinsten bei
-
Angeboten zur Borschürenbestellung,
-
Foto-Galerien,
-
Karten & Stadtplänen.
Marcelo Ziperovich bietet in seinem Artikel "Effective
use of Internet likely will weave Web of opportunities to grow business"
, in: Nation's Restaurant News vom 8.
Juli 2002, einen Überblick, wie verschiedene Restaurants ihre Websites
gestaltet haben. Die wichtigsten Elemente einer Restaurant-Website sind
demnach:
-
die Möglichkeit, den Standort zu lokalisieren. Dieses Feature
ist besonders wichtig bei Mehrfilialunternehmen. Taco
Bell Restaurants haben einen sehr einfache Möglichkeit. Der User
gibt seinen ZIP-Code (entspricht den deutschen Postleitzahlen) ein-und
die Website erzeugt eine Landkarte mit allen Filialen innerhalb einer bestimmten
Umgebung. California Pizza Kitchen verwendet
eine Lösung, bei der die User mit der Maus über eine Landkarte
der USA fahren können. Die einzelnen Filialen werden ihnen dann mit
den Adressdaten angezeigt.
-
eine Website sollte das ansprechende Ambiente eines Restaurants
widerspiegeln. Eine konfuse oder ärmlich gestaltete Website wird ihr
Image auf das Restaurant übertragen. Als positives Beispiel erwähnt
er die Kette The Olive Garden.
-
die angebotenen Speisen und Getränke sollten attraktiv im Bild präsentiert
werden. Man sollte in gute Fotos von Speisen und Getränken
und der Räumlichkeiten investieren und keine Fotos aus irgendwelchen
Foto-Sammlungen verwenden.
-
Biete frische Inhalte. Man sollte den Auftritt aktualisieren: Neue
Filialen, Verkaufsförderungsaktionen, neue Produkte usw. Die Möglichkeit
für das Management, die Seiten selbständig zu aktualisieren,
seien wichtig (siehe dazu auch unseren Artikel über "ASP-Lösungen
für Gastro-Sites")
-
Erleichtere die Bestellung für den Außer-Haus-Verkauf,
im einfachsten Fall in Form einer ausdruckbaren Speisekarte. Eine funktionellere
Lösung ist die der Pizzakette Papa
John's.
-
Informiere über offene Stellen.
-
Gib den Nutzern die Chance, Kontakt aufzunehmen.
-
Informiere über die Zusammensetzung der Produkte. Biete eventuell
Diätkost an, fettarme und cholesterin-arme Speisen an.
-
Verwende einen naheliegenden Domain-Namen, aber vergiß nicht
zusätzliche Domain-Namen zu erwerben (Vertipper, Abkürzungen,
Spitznamen).
-
Kümmere Dich um das Suchmaschinen-Marketing.
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| Der Münchener Touristik-Professor Edgar E. Schaetzing äußert
sich in einem Kapitel "Change Manegment im Internet" in seinem Buch "Management
in Hotellerie und Gastronomie" (ab der 5. Auflage 1996) geradezu euphorisch
über die Möglichkeiten, die das Internet für die Gastronomie
bietet. Er behandelt dabei aber die Chancen einer Webpräsenz nur am
Rande und betont besonders die Möglichkeiten des E-Mailings und der
Beschaffung von Informationen, Produkten und Mitarbeitern im Internet auch
unter dem Aspekt einer Kostensenkung. |
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| Internetnutzer bevorzugen intermediäre Dienste, also Informationssammlungen,
Übersichten, Vergleiche lieber als isolierte Daten nur eines gastronomischen
Objektes. Deshalb ist es erfolgversprechend, wenn mehrere internationale
Hotelketten wie Mariott, Hyatt und Starwood eine gemeinsame Reservierungsplattform
planen und zwar in Zusammenarbeit mit Travel-web.com. |
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| Mosser Design, Los Angeles,
ist eine auf die Inneneinrichtung und Webdesign von Restaurants spezialisierte
Agentur; sie bietet eine Check-Liste
zur Frage, ob sich eine Webpraesenz lohnt, die Vorteile einer Website und
die Phasen der Erstellung. |
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| In einem Interview
der Nation's Restaurant Review berichtet Stacy Baw, der für die Internetpräsenz
von T.G.I. Friday Verantwortliche,
über seine Erfahrungen mit dieser ausgeprägt interaktiven und
sehr erfolgreichen Website. Sie enthält unter anderem eine sehr populäre
Datenbank mit Rezepten für Mixgetränke, einen Party-Planer, mit
dem man Drinks und die Einkaufsliste für Getränke berechnen kann,
einen Einladungen-Versandservice, eine Möglichkeit, persönliche
Glückwünsche zu veröffentlichen.. |
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| Lindner Hotels & Resorts berichten
über steigende Besucherzahlen ihrer Internetpräsenz (400.000
Besuche im Jahre 2001 im Vergleich zu 250.000 im Vorjahr)) und steigende
Online-Buchungen (12.000 Übernachtungen im Jahre 2001 und damit 50%
mehr als im Jahre 2000). Für das Jahr 2002 werden gar 1 Mio Besucher
und 15 Mio Page Impresions prognostiziert. Neu auf der homepage ist seit
April 2002 ein Imagevideo der 19 Lindner Hotels sowie eine umfangreiche
Informationsplattform rund um das Thema Karriere: eine Beschreibung der
Unternehmens-philosophie und -kultur, ein Trainingsplan, Karriere- und
Ausbildungsmöglichkeiten sowie ein umfangreiches Jobangebot. Insbesondere
Services wie die Online-Buchung von Tagungen, Reisen und Hotelzimmern würden
zunehmend in Anspruch genommen. |
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Für weitere Erfahrungsberichte wären wir
dankbar.
In welchem Umfange ist die Gastronomie im Internet bereits
präsent?
In der Saisonumfrage Tourismus des Deutschen Industrie- und Handelstages
vom Januar 2001, in der das Kooperationsverhalten und die Nutzung von Marketingmedien
bei 1.250 gastgewerblichen Betrieben untersucht wurde, wurde auch danach
gefragt, in welchem Umfange deutsche gastronomische Unternehmen im Internet
präsent seien:
-
Fast drei Viertel der befragten Beherbergungsbetriebe gaben an,
einen eigenen Internetauftritt im Marketing einzusetzen.
-
In der Gastronomie sind etwas mehr als die Hälfte der
befragten Betriebe im Internet präsent.
Bei dieser Umfrage wurde jedoch zu wenig nach Ausbaustufen der Internetpräsenz
differenziert. So lassen sich wenigstens vier Ausbaustufen unterscheiden
(jeweils Stand vom 8.2.2001):
Mein Eindruck ist - entgegen der vom DIHT genannten Zahlen -, daß
nur ein geringer Anteil der gastronomischen Betriebe online ist. So kann
man z.B. in Bamberg nur bei einem einzigen Hotel real-time reservieren
und erst bei einem Handvoll per eMail. Von den fast 300 Gaststätten
(laut Telefonbuch) sind nur 30 online, wobei darunter auch etliche Brauereigaststätten
sind und Hotel-Restaurants, bei denen die Darstellung der Brauerei oder
des Hotels im Vordergrund steht. Und bei den verbleibenden reinen Gaststättenbetrieben
handelt es sich etwa zur Hälfte um Mehrfilialunternehmen. Nicht berücksichtigt
wurden bei dieser Analyse Betriebe der Systemgastronomie,
die in Bamberg auch mit Filialen vertreten sind). Siehe dazu unsere Seite
über Bamberger Gastronomiebetriebe mit eigener
Internetpräsenz. |
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| Bereits 1998 untersuchte ProfNet
die Internet-Präsenz der deutschen Hotellerie( "Hotelübernachtung
per Mausklick?") und bewertete die Kundenfreundlichkeit von 290 Internet-Auftritten
von Hotels und Gasthöfen, Hotelgesellschaften und -kooperationen sowie
regionalen und nationalen Hotelführern mit deutschprachigen Internet-Seiten,
die ca 2600 Hotels präsentierten. Die Hotellerie schnitt dabei schlechter
ab als alle anderen vorher untersuchten Branchen; zudem sind damals nur
gut 5% aller Beherbergungsbetriebe online gewesen. Nur 16% aller analysierten
Betriebe boten die Möglichkeit der Online-Bestellung des Hausprospektes,
nur die Hälfte hat eine Telefonnummer angegeben, nur 36 % englischsprachige
Informationen geboten. |
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Die momentane Internetnutzung der Wiener Innenstadtgastronomie wurde
im Rahmen einer Diplom-Arbeit von Christhop Artner, Fachhochschule
Wien Studiengagng Tourismus-Management, erhoben. Diese Arbeit soll
einen Leitfaden für Gastronomiebetriebe darstellen, der über
die zahlreichen Vorteile der Einbeziehung des Internets in die geschäftlichen
Prozesse und Lösungsansätze zur erfolgreichen Implementierung
informiert. Beteiligen konnte man sich per Fragebogen
(pdf, 42 Kb). Mittlerweile ist diese Diplom-Arbeit unter dem Titel
"Cyber Hospitality" fertiggestellt. Danach haben
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mehr als 75 % der befragten Unternehmen die einzigartigen Möglichkeiten,
die das Internet bietet, bereits erkannt und teilweise erfolgreich umgesetzt.
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Nahezu 80 % der befragten Gastronomiebetriebe haben sich schon für
die Implementierung neuer Medien in die Geschäftsabläufe entschieden.Wie
die Auswertung der empirischen Studie belegt, herrscht jedoch noch starker
Aufholbedarf, was die Qualität dieser Internetauftritte betrifft.
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Lediglich 14 Prozent der untersuchten Betrieben mit eigenständigem
Internetauftritt kosten die Vorteile des E-commerce bezüglich Aktualität,
Informationsverarbeitung und Interaktivität aus. Die übrigen
Webpräsenzen beschränken sich auf die Präsentation statischer
Information, wie Öffnungszeiten, Erreichbarkeit und Firmenlogo.
Gerade in der Gastronomie, wo ein direkter Online Verkauf, bedingt durch
die Charakteristika von Dienstleistungen, nicht möglich ist, sollten
alle möglichen Anwendungsformen im Bereich Kommunikationspolitik des
Marketings wahrgenommen werden. Wie die empirische Untersuchung zeigt,
sind es vor allem Kleinstbetriebe, die den Schritt in Richtung neue Medien
häufig aus Kostengründen scheuen. Als Alternative zum eigenständigen,
und somit teuren Internetauftritt über eine eigene Homepage setzen
schon jetzt viele Unternehmen auf die Angebote von kommerziellen Internetportalen.
Hier steht die Präsentation der Firmendaten mittels elektronischer
Visitenkarte und das günstige Preis-Leistungsverhältnis im Vordergrund
betriebswirtschaftlicher Entscheidungen. Außerdem kann ein Portalauftritt
als Vorstufe zum eigenständigen Web-Angebot und somit als Echtzeit
Test von elektronischem Marketing angesehen werden. Bei Interesse an weiteren
Details zu dieser Studie, wenden Sie sich bitte an Herrn Christoph Artner,
Dorfstraße 43, A-2465 Höflein, christoph@artner.co.at. |
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Das Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Bern
hat im Auftrag der Netzwoche zum
zweiten Mal eine Marktstudie Netzreport durchgeführt, in der untersucht
worden ist, wie Schweizer Unternehmen das Internet innerhalb der Geschäftsprozesse
Beschaffung, Leistungserstellung, Absatz und After-Sales-Service nutzen,
wo die Investitionsprioritäten im laufenden Jahr 2001 liegen und im
kommenden Jahr 2002 aussehen werden. Gemäss dem im Oktober 2001 veröffentlichten
Netzreport' 2 ist die Internetnutzung bei Kleinstunternehmen mit
5 bis 9 Mitarbeitern seit dem Netzreport' 1 Anfang 2001 von 68% auf 73%
gestiegen. Von den Unternehmen mit 100 und mehr Mitarbeitern verwenden
alle Internet. Das Gastgewerbe verzeichnet mit einem Plus von 43% gegenüber
dem Netzreport'1 den höchsten Zuwachs. Nach Büchern, Magazinen,
Büroartikeln und Computersoftware werden bereits Übernachtungen,
Mietwagen und Flüge am häufigsten online beschafft, noch vor
Computer-Hardware. Kundenanfragen werden meist per eMail beantwortet (93%).
FAQs, in denen sich Kunden selbst informieren können, und aktive Formen
wie Newsletter werden nur von gut einem Viertel der Unternehmen genutzt.
Eine Zusammenfassung des
Netzreport' 2.
Gastronomie im Internet: Pro und Kontra
Dafür sprechen folgende Argumente:
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Du kanst Dein gastronomisches Objekt vierfarbig mit allen Informationen
darstellen incl. des Speise- und Getränkeangebots, besonderer Veranstaltungen
und Angebote usw.
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Du hast eine Chance auf Online-Reservierungen.
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Deine Gäste können einfach mit Dir Kontakt aufnehmen.
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Ein Internetauftritt ist relativ preiswert (zumindest kann man auch mit
schlichten Auftritten erfolgreich sein).
Dagegen:
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Die Effektivität ist (noch) nicht belegbar.
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Wenn Du einen schlechten Auftritt hast, kann es für Dein Image schädlich
sein.
Was man vor der Erstellung einer Website bedenken und zusammenstellen
sollte
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Texte, die man veröffentlichen möchte. Quellen
können etwa sein: Presseberichte, Pressemitteilungen, Lebensläufe
des Chefkochs und anderer wichtiger Mitarbeiter bzw. des Gastronomen, Geschichte
des Untenehmens, Speisekarten.
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Verfügbare Fotos und Zeichnungen. Möglicherweise
müssen auch neue Fotos gemacht werden (von Mitarbeitern, Räumen,
Speisen, Umgebung, dem Gebäude usw.
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Liste von solchen Websites, die einem besonders gut zusagen
und eine Zusammenstellung, was einem daran gut gefallen hat
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Elemente des Corporate Identity (Farben, Zeichensätze,
Stil)
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Wie häufig sollen die Seiten aktualisiert werden?
Und von wem (dem Gastronomen selbst oder einem Außenstehenden)?
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Wieviel darf die Website kosten?
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Wieviel Zeit bzw. wer steht zur Verfügung,
um mit den Nutzern zu interaktieren (eMails zu beantworten, Weblogs
zu erstellen usw.)?
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Abseits.de vernetzt Gastronomen
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Fachbücher für die Gastronomie
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Gaststätten mit breitem Biersortiment
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kann man mit einer Werbung im Internet erreichen?
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Voraussetzungen für
den Erfolg einer kommerziellen Site im Internet.
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Vorgehensweise für
eine erfolgreiche Website.
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Schambach.de.
Internet im Reisebüro.
-
Incoming-Reiseagenturen.
Eine Linksammlung der Tourismusworld.
-
Beth Panitz: "A
Promising Future", in: Restaurants USA, March 2000.
-
Martina Gradmann: "Pommes
Frites per Pentium", in: Gastro-Journal 30/2000.
-
Francesca Donlan: Internet
changes restaurant business, in: The Red Sun vom 7. Oktober 2000.
-
Jaime Oikle: The
Internet & Restaurant Marketing, veröffentlicht in: The Restaurant
Report, 1997.
-
Special Report: Brought to book. How useful are booking agents to hotels
in a world where most businessmen have access to the Internet? Susan Clark
finds out how hoteliers are riding the new wave, in: "The
Caterer" vom 9. März 2001.
-
Francesca Donlan: "Internet
changes restaurant business", in : The Desert Sun, October 7th, 2000.
-
Restaurant
Marketing on the Worldwide Web by Murphy, Forrest and Wotring is a
"Cornell Hotel and Restaurant Administration Quarterly" article that primarily
addresses restaurant marketing via the web but does look at selected features
of restaurant web sites.1996.
-
Jamie Murphy; Edward J. Forrest; C.Edward Wotring; Robert Brymer: Hotel
Management And Marketing On The Internet: An Analysis Of Sites And Features,
In: "Cornell Hotel and Restaurant Administration Quarterly", 1996.
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Online
Procurement Needs a Value Proposition, By Brian Weed, Executive VP
Marketing, Avendra, in: National Hotel Executive Magazin (kostenpflichtige
Registrierung erforderlich).
-
Why
the Internet Doesn't Work for Most Restaurants... Or Better Yet, Why
It's Not Working For You! By Jaime Oikle, in: Restaurant Report Newsletter.
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Why
do i need a website, in: Ontherail.
-
Fair Dinkum Labs: "10
things to avoid on any hotel web site".
Buchtipps
Strecker, Otto A. Ernährungsindustrie online. Internet
und E-Commerce - aktuelle Bestandsaufnahme, Potentiale und Chancen für
die Gemeinschaftsverpflegung, in: Modernes
Küchenmanagement, Handbuch für Führungskräfte in der
Gemeinschaftsverpflegung, Raabe Verlag,
Berlin, 2000. |
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