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Weblogs

 
Dieser Artikel wird u.a. empfohlen von edings, Sofa Blogger, Netbib, Storyal.de. Blogcheckup, W&P Online, Financial Times Deutschland, 3sat, Sven Przepiorka, AutorenGilde, Virtuelle Projekte, MEX Blog, vom Open Directory Projectvertretbar.d. und von Onlinejournalismus.de.

Auf dieser Seite und weiteren Seiten informieren wir über folgende Aspekte des Themas:  Christian Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com am 6. Mai ein paar kritische Anmerkungen zu diesem Artikel geschrieben, denen ich nicht widersprechen möchte, weil sie aus der Sicht eines erfahrenen Bloggers einige Ausagen auf dieser Seite zu Recht relativieren bzw. verfeinern. 

Was sind Weblogs?

Verbreitet sind Weblogs bisher vor allem im englischsprachigen Web. Am 24. März 2002 stammen erst 24 von 3.790 aller im Weblog-Verzeichnis eatonweb eingetragenen Weblogs aus Deutschland. (Christian Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com zu Recht dazu angemerkt, daß es mehr deutsche Blogs gibt. Meine Absicht ist es gewesen, den geringen Anteil deutschsprachiger Blogs zu dokumentieren im Vergleich zur bereits großen Verbreitung englischsprachiger Blogs. Umfangreichere Kataloge als der von eatonweb enthalten vermutlich mehr deutschsprachige Blogs - aber auch mehr englischsprachige).
Die Bezeichnung "Weblog" wurde 1997 von John Borgar geprägt. Anfang 1999 gab es bereits oder - wie man will - erst 23 Weblogs, Ende 1999 sind es bereits Hunderte (siehe zur Geschichte der Weblogs: Rebecca Blood: weblogs: a history and perspective vom September 2000). Mittlerweile hat allein Blogger.com 520.000 registrierte Benutzer und täglich kommen 1.500 bis 2.500 hinzu. Zu aktuelleren Zahlen siehe Lia Steakley: "Is This One Nation", in: Wired vom 24. August 2002. Die englischsprachigen Blogcount und Blogcensus widmen sich laufend solchen Fragen, wie groß die Blogosphere ist, wieviele Blogs aktiv sind und veröffentlichen soziodemographischen Statistiken über Blogs (Geschlecht, Alter und Sprachen der Blogger usw.).


Nach wenigen Jahren stetigen Wachstums erscheint eine kritische Masse erreicht zu sein mit der Folge vieler neuer Benutzer, neuer Dienstleistungen und Tools und einer wachsenden Akzeptanz außerhalb der Blogger-Szene (Quelle: Online Community Report: Interview with Evan Williams, Blogger, vom 3. Mai 2002). Eine gewisse Rolle scheint dabei gespielt zu haben, daß andere Medien der immensen Nachfrage nach Informationen nach den Ereignissen am 11. September 2001 nicht gerecht wurden und zudem im Afghanistan-Krieg eine journalistische Berichterstattung behindert und als Teil der pychologischen Kriegsführung mißbraucht worden ist. James Wolcott schreibt dazu: "In the early days of the anti-Taliban campaign, foreign and domestic bloggers countered the defeatism of the dominant media -- which was then in its "quagmire" funk -- and corrected the falsehoods, exaggerations, and rote groupthink of the punditry. "We can fact-check your ass!" Ken Layne crowed, and the phrase quickly became the rallying cry of blogland." (Quelle: James Wolcott: Blog Nation, in: Business 2.0 vom 2. Mai 2002).
Weblogs sind bekannt geworden als persönliche Sites, die eine Liste von kommentierten Links zu anderen Web-Sites oder auch News oder Berichte über selbst Erlebtes enthalten. Sie erfüllen damit eine ähnliche Funktion wie Zeitschriften und selektieren Lesenswertes für andere. Diese Selektion ist persönlich, nonkonformistisch, bisweilen sarkastisch. Weblogs erinnern insoweit an Fernsehsendungen wie die Harald-Schmidt-Show oder TV Total. (Vergleiche dazu alternative Definitionen von Weblogs, zusammengestellt von Sven Przepiorka).
 
Sie weisen gegenüber herkömmlichen Webseiten, die eher wie Zeitungsartikel oder wissenschaftliche Aufsätze aufgebaut sind, folgende Besonderheiten auf:
  • Der chronologisch letzte Eintrag wird an den Anfang der Seite gestellt. (Christian Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com dazu zu Recht angemerkt, daß man auch eine chronologische Ordnung konfigurieren kann. Aber fast alle Blogs stellen die jüngsten Postings an den Anfang. Eine chronologische Ordnung widerspricht demnach den Erwartungen der Leser und kann sie verwirren. Es kann natürlich im Einzelfall spezelle Gründe für eine chronologische Ordnung geben). Meg Hourihan weist in ihrem Beitrag "What We're Doing When We Blog", in: O'Reilly Network vom 13. Juni 2002, darauf hin, daß dieser umgedreht-zeitlichen Ordnung eine besondere Qualität zukommt: "When a reader visits a weblog, she is always confronted with the newest information at the top of the page. Having the freshest information at the top of the page does a few things: as readers, it gives a sense of immediacy with no effort on our part. We don't have to scan the page, looking for what's new or what's been changed. If content has been added since our last visit, it's easy to see as soon as the page loads. Additionally, the newest information at the top (coupled with its time stamps and sense of immediacy) sets the expectation of updates, an expectation reinforced by our return visits to see if there's something new. Weblogs demonstrate that time is important by the very nature in which they present their information. As weblog readers, we respond with frequent visits, and we are rewarded with fresh content." 
  • Sie werden häufig, oft mehrmals täglich, ergänzt.

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  • Die Anmerkungen sind mitunter witzig und sarkastisch. Sie geben eher persönliche Meinungen wieder als neutrale, sachliche, redaktionell aufbereitete Informationen.

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  • Es entsteht eine lange fortlaufende Seite, die oft nicht thematisch strukturiert ist, sondern Beiträge verschiedener Autoren zu verschiedenen Themen enthalten kann. Die Autoren können Bezug aufeinander nehmen, so daß eine Art Gesprächsprotokoll entstehen kann.

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  • Es gibt Angaben zu den Autoren (etwa Namen oder Pseudonyme) und zum Zeitpunkt, an dem der Beitrag veröffentlicht worden ist. Die Beiträge können von den Autoren und dem Adminstrator (Inhaber des Weblogs) verändert oder gelöscht werden.

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  • Weiterführende Beiträge und Materialien - in den verschiedensten Formaten - werden außerhalb des Weblogs online gestellt, verlinkt und können von den Lesern des Weblogs verfolgt bzw. heruntergeladen werden.  (Christian Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com dazu zu Recht angemerkt, daß Blogs in der Regel nur Links zu anderen Sites enthalten, nicht aber Links zu weiterführenden Seiten der eigenen Site. Ich habe hier aber einen Blog im Visier, der als Teil, evtl. als Startseite, einer kommerziellen Website - etwa eines gastronomischen Unternehmens - fungiert. Beispiele hierfür:  Dirk Lotze Musikmanagement und Ursula Lotze's Ferienhäuser in Frankreich, eineWebsite, auf der Ferienhäuser in Frankreich angeboten werden).

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  • Mit einer speziellen Software kann man Weblogs einfach gestalten. Sie können jedoch auch frei gestaltet werden, um sie etwa dem Design der übrigen Seiten einer Website oder einem Corporate Design anzupassen.

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  • Noch einfacher ist es, Beiträge zu verfassen und per Mausklick online zu stellen.

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  • Zum Editieren von Beiträgen braucht man nur einen Internetanschluß und einen Browser. Sogar eine Veröffentlichung von Beiträgen per eMail ist in einigen Programmen vorgesehen oder bereits implementiert.
Der Ausdruck "Weblogs" ist insoweit irreführend und dem Ausdruck "Blogs" unterlegen, als man mit "Weblogs" manchmal auch die Server-Transfer-Logdateien bezeichnet, in denen Webserver Zugriffe protokollieren. Siehe dazu unsere Seite über Zugriffsstatistiken.


Jill Walker hat für die Routledge Encyclopedia of Narrative eine vorzügliche Definition von Weblog erarbeitet (Stand vom 28. Juni 2003).

Sind Weblogs ein eigenes Textgenre?

Peter Praschl fragt in einem Kommentar, ob es sich bei Weblogs "außer um eine bestimmte technologie des publizierens um ein gerade entstehendes textgenre oder, wenn man so sagen will: eine kunstform handelt." 


Mich erinnern die persönlichen Weblogs an den Briefverkehr zwischen Charlotte von Stein und Johann Wolfgang von Goethe, der ihr über 1700 Briefe schrieb, eingestreut oft Gedichte, Naturbeschreibungen, Zeichnungen oder Tagebucheintragungen. Überhaupt sind viele Briefe und auch Tagebücher nicht nur für den Empfänger bzw. den Tagebuchschreiber selbst bestimmt, sondern eine spätere Veröffentlichung ist bereits zum Zeitpunkt des Schreibens geplant oder vorhersehbar. Ob solchen Briefwechseln mit ihrer "heterogenen Textqualität, der Vielfalt der Anlässe, Situationen und Tonlagen des Schreibens" ein Werkcharakter zugeschrieben werden soll, ist ähnlich umstritten (siehe dazu: Astrid Köhler: Bettina Hey’l: Der Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter) wie sich auch um den Werkcharakter von Weblogs streiten läßt. 


Die weniger persönlichen als journalistischen, technischen, kommerziellen oder wissenschaftlichen Weblogs erinnern mich an die Zettelkästen, z.B. von Niklas Luhmann oder Arno Schmidt.


Gerald Heidegger vergleicht Weblogs mit dem Projekt "Fackel" von Karl Kraus: "Das Ende der Geheimbünde", in: ORF ohne Datum (gelesen am 13. Oktober 2003).

Vorteile von Weblogs im Vergleich zu (komplexen) Content-Management-Systemen

Weblogs haben mehrere Vorteile
  • Weblogs bieten die Funktionalität von einfachen Content-Management-Systemen, sind aber viel schneller zu installieren (etwa eine halbe Stunde im Vergleich zu mehreren Mann-Wochen oder gar Mann-Monaten) und sie sind sehr billig. Der Grund für die einfache Installation liegt darin, daß es sich um eine ASP-Lösung handelt (es gibt aber auch Lösungen, die auf dem eigenen Server laufen), so daß man sich als Anwender nicht um die Administration der Software selbst kümmern muß. Die professionelle Nutzung von Blogger.com kostet zur Zeit 35 US-Dollar pro Jahr (für beliebig viele Blogs und User) im Vergleich zu Content-Management-Systemen, die ab mehrere Hundert bis zu vielen Zehntausend Euro kosten (vergleiche hierzu: John Hiler: Blogs as Disruptive Tech - How weblogs are flying under the radar of the Content Management Giants, vom 20. Juni 2002). Anstatt Hunderte von HTML-Dateien zu verwalten, verwendet man nur ein Template und eine editierbare Datenbank mit den Inhalten. Jede Sorte inhaltsreicher Website kann davon profitieren: Tagebücher, Magazine, Nachrichten, ein Intranet, eine Projektplanungsgruppe. 

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  • Weblogs können von jedem verwaltet und mit Inhalten gefüllt werden, der Texte erstellen und einen Browser bedienen kann. 

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  • Weblogs können arbeitsteilig editiert werden, etwa von verschiedenen Mitarbeitern unabhängig voneinander oder auch von gemischten Teams aus Mitarbeitern, Kunden und/oder Lieferanten. 

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  • Sie erlauben in der Einrichtungsphase eine ideale Arbeitsteilung zwischen einem Webdesigner oder auch einem nicht ganz naiven User einerseits, der ein Weblog einrichtet, das Templet der Begrüßungsseite gestaltet und die korrekten Pfade zum FTP-Downlaod einrichtet, und anderseits einem "Dummie", etwa einem Küchenchef oder einem Gastronomen, der dann nur Texte editieren muß, z.B. einen Speiseplan aus einem Textbearbeitungsprogramm in ein Textfeld kopieren können muß.

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  • Weblogs können von jedem schlichten, internetfähigen Rechner aus editiert werden, also etwa von zu Hause aus, vom Rechner im Büro oder auch von unterwegs (natürlich in einem Internetcafé, aber auch mit einem Wap-fähigen Handy oder einem Communicator oder Notepad).

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  • Websites können aus mehreren Weblogs zusammengestellt werden. Ein Beispiel für eine solche Website, die im zu aktualisierenden Kern aus mehreren Weblogs besteht, ist die Website Corante. Siehe dazu auch Steve Outing: Corante's Mission: 'Professionalize' Weblogs, in: Content-Exchange vom 29. Januar 2001. Das Gebührenmodell von Blogger Pro kommt dem entgegen: die Gebühr entsteht pro Administrator und ist unabhängig von der Anzahl der Weblogs, die dieser Administrator verwaltet, wenn auch abhängig vom gemeinsamen Traffic.

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  • Informationen in Weblogs können sich sehr schnell verbreiten. Mit den Worten von John Leo: A blog's bark has bite, in: U.S.News vom 13. Mai 2002 (diesen Artikel habe ich aber seltsamerweise schon am 6. Mai gesichtet): "Bloggers can say anything they want and get their message out with blinding speed." Oder in den Worten von Henry Jenkins: "Bloggers are turning the hunting and gathering, sampling and critiquing the rest of us do online into an extreme sport. We surf the Web; these guys snowboard it. Bloggers are the minutemen of the digital revolution." (Quelle: Henry Jenkins: Blog This, in: Technology Review vom März 2002). Ein Beispiel: Peter Praschl hat in seinem Le Sofa Blogger diese Seite, die Sie gerade lesen, am 4. Mai, um 19.14 Uhr mit den Worten empfohlen: ""Weblog Basics. Das ist an unerwarteter Stelle - nämlich einem Portal für das deutschsprachige Gastgewerbe - eine sehr kompetente Einführung ins Thema Weblogs." und diesen Tip am folgenden Tag (5. Mai, 9:59 Uhr) in das angesehene Weblog Der Schockwellenreiter gepostet. Wenige Stunden später (5. Mai, 12:35 Uhr) wurde dieser Tipp von Blogworld aufgegriffen und ohne Zeitangabe ebenfalls am 5. Mai von Netbib. Alle vier Empfehlungen brachten angesichts der wenigen Stunden, in denen sie - an einem Sonntag! - im Netz zu lesen gewesen sind, erstaunlich viel Traffic. Bis 21.22 Uhr am 5. Mai: 66 Zugriffe von Le Sofa Blogger, 35 Zugriffe vom Schockwellenreiter, 13 Zugriffe von Blogworld und 7 von Netbib. Daß Weblog-Einträge auch von professionellen Journalisten beachtet werden, sieht man an einem Artikel in der Printausgabe vom Focus vom 6. Mai 2002, in dem diese Seite ebenfalls empfohlen wird.

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  • Autoren von Weblogs verfügen über ihre eigenen Produktionsmittel. Konflikte mit Verlegern, Rücksichtnahme auf deren Wertvorstellungen, wirtschaftliche Interessen und Anzeigenkunden sind für sie Schnee von gestern. Siehe dazu auch The Blogging Revolution.Weblogs Are To Words What Napster Was To Music von Andrew Sullivan, in: Wired vom Mai 2002. Ein Zitat: "This is democratic journalism at its purest. Eventually, you can envision a world in which most successful writers will use this medium as a form of self-declared independence." Zur Diskussion um die Innere Pressefreiheit in Deutschland siehe Bernhard Fritsch: "Das Problem der Inneren Pressefreiheit aus der Sicht der Berufsverbände", Magisterarbeit, August 1994, Institut für Publizistikwissenschaft der Universität Mainz. Siehe dazu auch Beitrag "Reporters Find New Outlet, and Concerns, in Web Logs" von David F. Gallagher, in: The New York Times vom 23. September 2002, in dem von Schwierigkeiten berichtet wird, die Journalisten bekommen haben, die als Privatpersonen Blogs kritischen Inhalts veröffentlicht haben.

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  • Webdesigner, aber auch auf die Implementierung von Content Management Systemen spezialisierte Unternehmens- oder IT-Berater, die ihren Kunden Lösungen vorschlagen, die statt komplexer CMS auf Blogger-Software setzen, können ihre Konkurrenten radikal unterbieten sowohl bei den Kosten für die Software als auch den Kosten für die Implementierung, der Schulung und Wartung von Software und Inhalten. In Deutschland ist meines Wissens noch kein "Designer" drauf gekommen, diese Nische zu besetzen. Anders in den USA. Siehe dazu einen Hinweis von Steve Outing: How To Make Money with weblogs auf Mike Masnick's Techdirt Corporate Intelligence: "We build you your own private corporate intelligence site that we stock DAILY with the news you need to know - including summaries and analyses of why you need this information. You leave the finding, filtering, summarizing and analyzing to us, and we make sure that you've got the knowledge you need at your fingertips."

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  • Weblogs mit der Möglichkeit, Beiträge zu kommentieren, bekommen mehr Feedback als herkömmliche Kolumnen oder Artikel. Siehe dazu: About the Blogosphere. Ein Interview mit John Hiler, dem Herausgeber von Microcontent News

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  • Weblogs bieten die Möglichkeit, unstrukturierte Inhalte, wie sie etwa bei Recherchen oder im Alltag eines Unternehmen, eines Menschen laufend anfallen, in eine strukturierte Form zu pressen und anderen zur Verfügung zu stellen. Siehe dazu: Cathleen Moore: "Blogs refine enterprise focus", in: Infoworld vom 10. Januar 2003. 

Nachteile von Weblogs im Vergleich zu (komplexen) Content-Management-Systemen

Aber auch die Nachteile von Weblogs sollen nicht verschwiegen werden: 
  • Es gibt  im Unterschied zu hochwertigen Content-Management-Systemen, bei denen eine Gruppe von Mitarbeitern (Redakteure) Beiträge erstellt und einer oder eine andere Gruppe Beiträge Korrektur liest und freigibt (z.B. ein Chefredakteur oder ein Chef vom Dienst), keine redaktionelle Kontrolle. John Hiler, der Herausgeber von Microcontent News, weist aber in einer Besprechung des Panels "Inside the Blogosphere" des National Press Clubs vom 28. Juni 2002) auf die redigierende Funktion von Lesern und anderen Bloggern hin: "I tried to emphasize how the blogosphere can create a form of "distributed editing". My kind readers send in regular corrections to my punctuation and spelling - as well as letting me know where my facts and conclusions are off-base."

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  • Weblogs bestehen aus einer einzelnen Webseite (und wenn man will Folgeseiten, die das Archiv bilden). Infolgedessen gibt es im Vergleich zu redaktionellen Beiträgen, die sequentiell auf mehreren Webseiten verteilt werden, wenig Pageviews; fuer werbefinanzierte Sites ein Greuel. Aber man kann den Umfang der einzelnen Webseite gering einstellen, so daß Besucher motiviert - um nicht zu sagen: genötigt - werden, weitere Seiten im Archiv anzuschauen, 

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  • Weblogs eignen sich nicht für längere Abhandlungen. Aber man kann Webseiten mit solchen längeren Beiträgen erstellen und im Weblog auf sie aufmerksam machen, sie anreißen. (Christian Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com dazu angemerkt, daß man auch längere Abhandlungen in Blogs schreiben könne und als Beispiel einen Text im Umfang von einer knappen DIN-A-4-Seite angeführt. Ich habe mit "längeren Abhandlungen" Texte verstanden im Umfange von vielen Seiten, etwa wissenschaftlichen Aufsätzen, bis hin zu Büchern. Solche Dokumente sollte man nicht auf einer HTML-Seite unstrukturiert veröffentlichen, sondern etwa in einer Reihe von HTML-Seiten oder auch in einer oder mehreren PDF-Datei oder als e-Book). 

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  • Es sind Grundkenntnisse in HTML notwendig, wenn man in Weblog-Beiträgen Links oder Graphiken einbauen oder Dateien zum Download anbieten will. (Christian Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com zu Recht dazu angemerkt, daß man Links auch mithilfe von Tools einbinden kann, ohne den entsprechenden HTML-Tag zu kennen. Die notwendigen HTML-Kenntnisse sind in der Tat gering, aber nur aus der Sicht eines internetaffinen Menschen, einem gestandenen Küchenchef oder Gastronomen, der froh ist, wenn er die wesentlichen Funktionen seines Browsers beherrscht, können sie aber schon den Schlaf rauben). 

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  • Weblogs editieren ist ähnlich einfach wie Leserbriefe schreiben. Wenn man sich den Müll betrachtet, der nach einer Kontrolle durch die Leserbriefredakteure von Zeitungen veröffentlicht wird, ahnt man, wie schnell Weblogs vermüllt sein können. Die von vielen Blogger-Enthusiasten geäußerte Hoffnung, es komme zu einer Demokratisierung der Medien, trügt vermutlich. Die breite Verfügbarkeit von Videokameras hat auch nicht zu einer Demokratisierung des Fernsehens geführt, sondern allenfalls zu kommerziellem Local-TV und zu Trash-Sendungen. Die große Verbreitung von Telefaxgeräten wird von Werbefax-Spammern mißbraucht. Und aus der Vielzahl von alternativen Stadzeitungen der 70er Jahre erwuchsen illustrierte regionale Anzeigenblätter. Ähnlich kritisch ein Kommentar von Jonah Goldberg: Attack of the blogs, in: The Washington Times vom 24. April 2002. Andererseits sind die Träger staaatlicher Gewalt oft zu träge, um perfekte Kontrollmechanismen für neue Technlogien schnell zu entwickeln. So wurde die persische Revolution vor allem durch Audiocassetten mit revolutionären Reden Khomenis verbreitet, die einfach in das Land geschmuggelt, kopiert und abgespielt werden konnten, schließlich unterschieden sie sich oberflächlich nicht von populären Musikcassetten. Dem radikalen Teil der Bürgerbewegung in der DDR standen Kopiergeräte und Kleinoffsettdruckmaschinen nicht zur Verfügung, nur jenen Oppositionellen, die selbst Funktionsträger gewesen sind wie etwa Rudolf Bahro. Andere behalfen sich mit Wachsmatrizendruckern (so etwa die "Umweltblätter" der "Umwelt-Bibliothek" ab 1986)). Sarah Kirsch sagt überspitzt dazu: "Hätte es Kopierer gegeben, wäre der Sozialismus schon zwei Jahre eher zusammengebrochen." (in einem Interview mit der FAZ, das leider nicht mehr online verfügbar ist). So sind nicht Köpfe gerollt sondern Rubel. Und die chinesische Diktatur tut sich genauso schwer wie der Düsseldorfer Regierungspräsident, den Zugang und Austausch von Informationen im Internet einzuschränken (vergleiche: Roland Specker: China und das Internet. Bringt die "Technology of freedom" die Demokratie ins Reich der Mitte?).

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  • Weblogs enthalten meistens keine Inhalte im engeren Sinne (Nachrichten) sondern nur Kommentare und Links auf andere Dokumente mit dem eigentlichem Content. Dies kann sich jedoch in dem Maße ändern, in dem Content-Ersteller (wie Journalisten, Wissenschaftler usw.) ihre Inhalte in Weblogs veröffentlichen. Siehe zu diesem Thema The Welch Report - Go Publish Yourself, in: EPN the World Reporter vom 23. April 2002. Alex Golub, ein Anthropologie-Student an der Universität von Chicago, unterscheidet in einem am 23. Mai 2002 veröffentlichten Beitrag "Links II: Filtering as Personhood" explizit zwischen zwei Gruppen von Blogs: denjenigen, die im wesentlichen aus Links bestehen und solchen mit eigenem Content ('link-heavy' versus 'original content' blogs).

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  • Weblogs bestehen möglicherweise aus Beiträgen zu höchst unterschiedlichen Themen. Suchmaschinen bewerten Multi-Themen-Seiten schlechter als Ein-Themen-Seiten, wenn nach genau diesem Thema gesucht wird. Man kann diesem Nachteil aber begegnen, wenn man Weblogs nur als Materialsammlung ansieht und aus diesem Material redaktionelle Webseiten zu einzelnen Themen schöpft.

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  • Werden Weblogs auf einer eigenen Website eingebaut, muß man, damit etwa Blogger diese Seiten automatisch aktualisieren kann, den Benutzernamen und das Paßwort für den FTP-Upload aus der Hand geben, was ein abstraktes Sicherheitsrisiko darstellt. Sicherheitsbewußte Websites können aber alternativ eine entsprechende Software auf dem eigenen Server installieren.

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  • Weblogs sind wenig dazu geeignet, Fakten und Ideen zu konservieren, die man wieder verwenden oder anderen verfügbar machen möchte. Auch Weblog-Kategorien oder ein Verbund von thematisch differenzierten Weblogs auf einer Website lindern diese Problematik bestenfalls. Dafür eignen sich besser sequentiell aneinandergereihte oder hierarchisch strukturierte Webseiten. Siehe dazu den Yale Web Site Guide (deutsche Übersetzung).

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  • Weblogs zeichnen sich oft, wenn auch nicht notwendigerweise, aus durch ein ziemlich ähnliches Design. Dies wird zum Nachteil, wenn sich Weblogs, wie wir annehmen, stark verbreiten, und sich kommerzielle Sites zu wenig voneinander unterscheiden. Man kann aber davon ausgehen, daß sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Design-Formen entwickeln werden, auch durch den Einstieg professioneller Webdesigner in diesen Markt. Im englischsprachigen Raum gibt es bereits eine Vielzahl von Anbietern von Vorlagen (Templates)
MEX Blog listet 10 Gründe, keinen Unternehmensblock zu führen. Diese Gründe beziehen sich auf mittlere und große Unternehmen, in denen die Einführung von Blogs nicht gelöste Probleme der internen und externen Unternehmenskommunikation aufzeigen, die lieber "unter dem Deckel gehalten" werden sollen.

Weblogs bekannt machen

Eines der erfolgreichsten Blogs ist InstaPundit. Glenn Reynolds, Juraprofessor an der Universität von Tennessee, nebenberuflich Musiker und Musikproduzent, startete sein Weblog  im August 2001. Am 10. Dezember hatte er 1.600 Pageviews am Tag. Am 11. September (dem Tag des Angriffs auf das World Trade Center) schoß die Anzahl der Pageviews auf 4.200 hoch. Im April 2002 hatte er 50.000 Pageviews täglich. Auf die Frage, wie er es geschafft habe, soviel Traffic zu bekommen, antwortet er, man solle ihn schlagen, aber er habe nichts dafür getan, sein Blog zu promoten. Alles sei eine Folge von Links und Mundpropaganda bzw. "word-of-email", also eMail-Propaganda. Die "New York Times der Blogger", wie Reynolds Blog genannt wird, erzielt Einnahmen aus Merchandising und Spenden. 


Weblogs brauchen jedoch meist eine ergänzende Promotion, zumindest wenn sie schneller bekannt werden sollen als es über die schiere Mundpropaganda (bzw. Verlinkung von externen Seiten) möglich ist:
  • Weblogs kann oder sollte man ergänzend zu anderen Funktionen einer Website anbieten oder auch erst, wenn sich ein gewisser Kreis potentieller Teilnehmer etabliert hat. Mit Features, die passiv konsumiert werden können, etwa einem Newsletter oder contenthaltigen Webseiten, lassen sich schneller Nutzer gewinnen.
  • Ähnlich einer Suchmaschine spidert Blogdex mehrere Tausend Weblogs, extrahiert die dort veröffentlichten Hyperlinks und bewertet sie anhand ihrer Klickrate. Die 25 populärsten Links werden täglich auf der Blogdex-Homepage praesentiert. Eine große Liste von Spezialsuchmaschinen für Blogs mit den Links zu deren Anmeldeseiten: "Big List of Blog Search Engines" von Ari Papaporo.

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  • Anmelden sollte man sich auch bei den diversen Webring-Linksammlungen, -katalogen und -webringen.

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  • Weblogs kann man, da es sich bei Blogs um ganz normale statische Webseiten handelt, die von einem Programm generiert und hochgeladen werden, auch in Suchmaschinen anmelden.

Anbieter von Weblog-Servern bzw. -Software 

"Ein Weblog-Tool ist ein Personal Publishing System, das eine Trennung von Form und Inhalt zur Grundlage hat. Der Content (Text, Bild etc.) wird in einer Datenbank abgelegt und im Publishingsprozesses mit einem Template (einer Layout-Vorlage) verknüpft." (Quelle: Thomas N. Burg: "Tagebuch im Netz", in: Telekom-presse.at vom 6. November 2002).


Technisch gesehen lassen sich drei Varianten von Blogger-Software unterscheiden:
  • gehostete Software (z.B. Blogger, Manila und Antville), 
  • Software, die einen eigenen Server (bei einem Internet Service Provider) verlangt (wie MovableType, Sunlog oder all die PHP-basierten Tools),
  • Software, die auf dem Rechner des Benutzers installiert wird und statische Seiten auf den Server hochlädt (z.B. Radio UserLand).
Zu den Anbietern im einzelnen:
  • Blogger. Kostenlose ASP-Lösung für nichtkommerzielle Anwendungen. Für kommerzielle Anwendungen gibt es Blogger Pro mit mehr Funktionen (zur Zeit 35 US-Dollar pro Jahr für den Account, mit dem auch mehrere Blogs betrieben werden können. Zusätzlich werden bei Überschreitung eines gewissen Traffics trafficabhängige Gebühren berechnet.). Blog*spot ist eine Variante, bei der die generierten statischen Webseiten auf Webspace von Blogger gehostet werden (mit Werbeeinblendungen).

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  • Javascript for Blogger Archives.

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  • Radio Userland.

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  • Greymatter, ein Perl-Programm zum Betrieb auf dem eigenen Server.

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  • Movable Type. Für kommerzielle Zwecke kostenpflichtig (150 US-Dollar). Es handelt sich um eine Lösung, die auf dem Server des Clienten läuft, so daß dieser gewissen Anforderungen genügen muß (eigene CGIs, Perl version 5.004_04 oder größer,  Unterstützung für das DB_File Perl-Modul). A Beginner's Guide to Blogging with MovableType von Tokyoshoes.com..

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  • Sunlog.

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  • Antville. Open Source.

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  • Groksoup.

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  • Rebol. Ein Script als Basis für ein clienten-seitiges Content-Management-System.

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  • Crimsonblog. Seit 13. Juni 2002. Ein Produkt von John Hiler / Microcontentnews.com.

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  • b2 von cafelog. PHP-Script unter Verwendung einer mySQL-Datenbank. Mehrere Autoren, Rubriken, Kommentarfunktion.

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  • Twoday. Deutschsprachiger kostenpflichtiger Weblogservice mit kostenloser Testmöglichkeit (6 Wochen lang).

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  • blogigo ist ein neuer Bloghoster (Stand vom 4. Dezember 2003). Bei blogigo kann man kostenlos eigenes Weblog, Blog bzw. Tagebuch bekommen - bis zu fünf Stück. Die Blogs sind unter der Seite http://www.blogigo.de/NAME kostenlos im Internet abrufbar. Bei blogigo hat man Kommentare, Permalinks, Archive, ein Gästebuch und kann Umfragen starten. Wir zeichnen uns durch einfache Bedienung und nette Gestaltung aus. Das alles ist kostenlos und man braucht keine technischen Vorkenntnisse, um sein Blog bzw. Tagebuch zu führen.

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  • pLog basiert auf PHP und MySQL und hat eine Menge an Funktionalitäten, die den "Großen" in Nichts nachstehen. Allerdings ist die Software nur im südeuropäischen, amerikanischen und asiatischen Raum bekannt. 
Einen tabellarischen Vergleich dieser und weiterer Weblog-Tools bieten:

Anbieter von Webspace für Weblogs 

  • Blogspot.com. kostenloser Hosting-Service für Blogger-generierte Weblogs (mit Fremdwerbung) oder kostenpflichtiger Service (ohne Fremdwerbung).

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  • Antville.org ist ein Weblog-Hosting-Service für Weblogs auf der Basis der Open Source Antville.

Nützliche Hilfen für die Erstellung und Verwaltung von Weblogs

  • bloglet ist ein Tool, mit dem man seine Postings per eMail versenden kann. 

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  • blogkomm erlaubt es, Kommentare von Usern in das Blogger-Weblog aufzunehmen. PHP4 auf dem Server des Weblog-Betreibers ist erforderlich.

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  • Blogdexter ermittelt in der Datenbank von Blogdex Links auf einen Blog (z.B. den eigenen)

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  • Blogfeed generiert aus HTML-Blogs RSS-Feeds.

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  • rssify. Eine Website, bei denen man seine URL eingibt und die dann einen rssfeed zur Verfügung stellt. Man kann einen Link auf seine Seite setzen, der dann direkt zum rssfeed führt. Alternativ kann man auch ein Skript auf dem eigenen Server verwenden. Alternativ kann man auch einen Channel aus einer beliebigen Seite ersellen lassen und diesen als RSS-Feed in einen Feed-Leser integrieren. Siehe dazu ein Tutorial von verdammtguterkuchen

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  • Umfassende Linksammlung von Tools.

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  • Design von Manila-Websites.

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  • Steven M. Cohen: RSS For Non-Techie Librarians, in: LLRX.com vom 3. Juni 2002. 

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  • Book Watch ist ein Tool, welches Listen solcher Bücher erstellt, die in Weblogs häufig besprochen werden sowie die Links zu den Blogs, in denen diese Bücher besprochen werden.

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  • Bookpost erleichtert die Erstellung von Buchempfehlungen und erstellt per Mausklick einen Link zu Amazon.com. Dabei wird, wenn man seine eigene ID als Amazon-Partner nicht einträgt, die ID des Anbieters von Bookpost verwendet. (Bei mir hat es nicht funktioniert).

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  • Tangent. Zufallslinks auf andere Blogs, die thematisch spezifiziert werden können. Funktioniert nur mit bestimmten Veröffentlichungstools wie Movable Type und pMachine.

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  • Starting a Blog (with MovableType)

Templates

  • BG Graphics bietet einige graphisch schöne Vorlagen, die für kommerzielle Zwecke ein paar Dollar kosten.

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  • Point of Focus, wenige, komplexe Vorlagen für  Blogger.com. Ein Template "Juicey" könnte z.B. für eine Saftbar verwendbar sein.

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  • blogSkins ist eine "template exchange site" (Vorlagen-Tausch-Site) für Benutzer von Blogger, die selbst keinen Blog erstellen können (mangels HTML-Kenntnissen) oder ihre Designs tauschen wollen oder sich über das Design von Blogger-Vorlagen austauschen wollen. Am 29. April 2002 standen 163 Vorlagen zur Auswahl.

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  • Blog Designs. Templates für Blogger.com. Für kommerzielle Zwecke ist eine Verwendung ausdrücklich untersagt.

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  • Linksammlung Templates von Weblogs Compendium.

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  • Siehe auch eine Sammlung von Vorlagen für Weblogs, die mit Software Manila funktionieren. 

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  • Für Manila gibt es auch einige Webdesigner.

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  • Themes.

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  • blogger-templates.blogspot.com

Weblog-Verzeichnisse, -Suchmaschinen, -Webringe und Mailinglisten

  • RSSTop55. Best Blog Directory And RSS Submission Sites. Kurze Beschreibungen zu gut 100 RSS-Katalogen und -Suchmaschinen plus einigen Tipps und Links zur Verbreitung der eigenen Inhalte.

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  • Verzeichnis von Weblogs, von "Der Schockwellenreiter" (ebenfalls ein Weblog und zwar ein sehr gutes!).

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  • Weblog Awards bietet einen Überblick über die besten Weblogs in verschiedenen Kategorien.

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  • Eatonweb ist ein Katalog von zur Zeit 3790 Weblogs (am 25.03.02), nach inhaltlichen Kategorien, Sprachen und Ländern geordnet.

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  • Weblogs.com zeigt Weblogs, die in den letzten drei Stunden aktualisiert worden sind. Wenn man sein eigenes Weblogs dort sehen möchte, muß man es erstens anmelden und zweitens über jede Aktualisierung informieren, z.B. per Ping an das Weblog. Ein solches Ping kann man setzen durch einen Aufruf einer URL des folgenden Aufbaus. Die Parameter "name" und "url" müßtest Du natürlich durch den Namen und die URL Deines Weblogs ersetzen. 

  • http://newhome.weblogs.com/pingSiteForm?name=Gastgewerbe%20Gedankensplitter&
    url=http%3A%2F%2Fwww.abseits.de%2Fweblog%2Fgastronomie_blog.html
    (Beide Zeilen zusammen ergeben die aufzurufende URL).
     
  • Bloghaus (Blogworld.de) ist eine Communitiy deutscher Weblogger. Der integrierte Weblog-Katalog hat zur Zeit (9.4.02) 43 Einträge.

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  • blogcheckup.de. Deutschsprachige Weblogs können angemeldet werden. blogcheckup ruft die angemeldeten Blogs auf, prüft automatisch, ob sie geändert worden sind und zeigt eine Liste aller eingetragenen Blogs mit dem Datum der letzten Aktualisierung an.

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  • B|Logs.

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  • Blogdex.

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  • Blogscout. Eingetragene Blogs werden auf Änderungen untersucht. Aktualisierte Blogs werden angezeigt.

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  • Ranking by Page Reads. Nach der Häufigkeit der Seitenaufrufe geordnete TOP 100-Listen von Blogs, welche die clientenseitige Software von Userland verwenden. Ein Liste mit den am Vortag meist aufgerufenen Seiten und eine zweite Liste der seit dem 7. Oktober 2001 meist aufgerufenen Seiten.

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  • Semant-O-Matic ist eine experimentelle Suchmaschine, die eine zur Zeit noch kleine Auswahl von Blogs auf Nähe (Verlinkung) untersucht und diese Nähe auch graphisch darstellt.

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  • Webloggers ist ein Webring von zur Zeit (Februar 2002) mehr als 1.500 Weblogs.

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  • Xenoblogs. Weblogs von außerhalb der USA.

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  • Blogallery zeigt Fotos der Macher von ausgewählten Blogs.

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  • Blog Girls Webring.

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  • Linksammlung von Weblog-Webringen.

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  • NL(logs) Women. Webring von niederländischen Weblogs von Frauen.

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  • BlogsCanada mit mehr als 6.700 Weblogs aus Kanada.

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  • Yahoo Groups für Weblog-Betreiber und -interessierte

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  • Blogs sind in den USA schon so verbreitet, daß sich regionale Portale bzw. Communities für bzw. von Weblogs herausbilden, so etwa Windy city weblogs, ein Webring von Weblogs aus dem Raum Chicago, und nyc bloggers, "The New York City Blogger Map", also eine räumliche Darstellung der Standorte von Bloggern in New York. Eine entsprechende Darstellung für Washington, Los Angeles und für die Region Dallas/Fort Worth. Seit Juni 2002 gibt es etwas Ähnliches auch für London: London Bloggers Tube Map und seit Juli 2002 auch für München und Oberbayern: M-Blog
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  • Globe of Blogs ist eine Karte, auf der die Standorte von Weblogs verzeichnet sind. Das deutsche Pendant ist die Blogger-Karte von Bloghaus.
     
  • Blogoo. Durchsucht die Texte von angemeldeten, deutschsprachigen Blogs nach beliebigen Wörtern und zeigt die Fundstellen an.

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  • Pepys Project. Blogs in aller Welt, gelistet nach Ländern.

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  • bloghop. Listings einschließlich Wertungen von Lesern.

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  • Weblogs Compendium. Ein Katalog von Blog Katalogen.

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  • Daypop. Stichwortsuche,  in Weblogs oder in Nachrichten, alternativ oder additiv.

DAYPOP

Bloggen lehren und lernen

Kurse und Workshops zum Thema Blogs oder auch nur solche, in denen Blogs unter anderem unterrichtet werden, sind noch rar. Blogs könnten thematisiert werden in den Fächern Sprachen, Journalismus, Medien/Design.
  • John Battelle und Paul Grabowicz von North Gate, UCB Graduate School for Journalism in Berkely bieten im Studienprogramm New Media ein Seminar "Weblogs" im Umfang von zwei Wochenstunden an. Noah Shachtman beschreibt in seinem Artikel: Blogging Goes Legit, Sort Of, in: Wired vom 6. Juni  2002, die Aufregung bei Journalsten und Bloggern, die durch die Tatsache ausgelöst worden ist, daß ein solch etabliertes Institut für die Ausbildung von Journalisten einen Kurs über "Weblogs" durchführt.

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  • M.C. Morgan, Assistenzprofessor für Englisch an der amerikanischen Bemidji State University, hält im Frühjahr 2002 ein Seminar "College Writing II". Dieses Seminar thematisiert Blogs und wird selbst in Form von Blogs dokumentiert, d.h. der Leiter und die Studenten bringen Informationen auch in Form von Blogs ein. Die Studenten lernen, Blogs auszuwerten und zu schreiben. "This course focuses on reading and writing and writing from sources. Most sections of the course focus on reading and writing about short stories, poems, and plays. This section, however, focuses on the Internet and what can be called electronic literacy. As students in all sections of College Writing II will be doing, you will be searching for and retrieving print materials from our campus print library. But in addition, you will be reading, working with, and writing in response to print and electronic essays about the Internet; you will be looking at and analyzing web sites and web-based information; you will be engaging in on-line discussions using web-based tools and email."

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  • Oliver Wrede, Vertretungsprofessor für Medientheorie/Medienpraxis an der Fachhochschule Aachen und Diplom-Designer, beschäftigt sich mit Weblogs auch im Rahmen von Lehrveranstaltungen.

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  • Die Website Schoolblogs macht sich Gedanken um Anwendungen von Weblogs in Schulen, z.B. Weblogs für Schulklassen (so eine Art Klassenbücher), Weblogs für Projekte (etwa Projektberichte). Siehe auch Jay Cross: Blogs. Learn to blog, blog to learn, in: learningcircuits.com vom April 2002.

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  • Die Berliner  Akademie.de bietet in ihrem kostenpflichtigen (aber preiswerten) Mitgliederbereich einen nicht moderierten Kurs zum Thema Weblogs: "Redaktionssystem" für Anfänger.

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  • Edings.de: Online-Publishing und Weblogs. Teil I beschreibt die Einsatzmöglichkeiten, Teil II wie man bei Blogger.com konkret einen Blog einrichtet.

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  • RSS Workshop. Publish and Syndicate Your News to the Web. Vom Staat Utah.

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  • RSS Newsreader. Webbasiert.

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  • Guardian Unlimited's weblog guide.

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  • Carola Heine hat eine Liste von Themen erstellt ("weltbewegende Themen" aus der "Inzest-Reihe), die man in seinem Weblog besser nicht behandeln sollte: http://www.carola-heine.de/growing/pains/00000116.htm

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  • Mark Pilgrim: 30 Days to a More Accessible Weblog.

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  • Rebecca Blood: Weblog Ethics. Regeln für ethisch einwandfreies Bloggen.

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  • Seminar über Elektronisches Publizieren am Ordinariat für Visuelle Mediengestaltung der Universität für angewandte Kunst in Wien. Seminarleiter: Patrik Dax. Die Lehrveranstaltung behandelt die Entstehungsgeschichte von Weblogs, aktuelle Entwicklungen und theoretische Anknüpfungspunkte. Ziel ist es, Möglichkeiten des "hybriden Self-Publishing-Formats" praktisch umzusetzen. 

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  • Jim McGee: "Forced blogging=flogging?". Erfahrungsbericht über den Einsatz von Blogging in einem Kurs an der Kellogg Business School.

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  • Weblogs and Discourse. Weblogs as a transformational technology for higher education and academic research, Blogtalk Conference Paper, Vienna, May 23rd-24th 2003, by Oliver Wrede

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Weiterführende Seiten zum Thema "Weblogs"

Buchempfehlungen

  • "Generation Blogger" von Markus Chr. Koch und Astrid Haarland. Das erste deutschsprachige Buch zum Thema Weblogs. Für Einsteiger gedacht.

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  • Eigner/Leitner/Nausner/Schneider: Online-Communities, Weblogs und die soziale Rückeroberung des Netzes. November 2003. Leseproben und Lebensläufe der Autoren.

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  • The Weblog Handbook: Practical Advice on Creating and Maintaining Your Blog von Rebecca Blood. Rebecca Blood begann 1999 ein Weblog zu führen. Der erste, der einen Link auf ihren Blog setzte, ist Jesse James Garrett gewesen. Sie heirateten zwei Jahre später. In ihrem Buch, das im Juni 2002 herauskommen soll, betont sie den kommunikativen Aspekt von Weblogs: den Aufbau von Beziehungen, die Auswahl von Nachrichten und einen gewissen therapeutischen Effekt bei Schreibern und Lesern (wohl noch unter dem Schock des 11. Septembers 2001, in dessen Folge sich viele Blogs in den USA mit diesem Attentat und seinen Folgen beschäftigt haben): "The Web gives everybody a place to say their peace, talk about what they love, and share their stories. There's nothing more important than that." Dieses Buch behandelt - im Unterschied zu dem folgenden die praktischen Fragen eines (potentiellen) Webloggers: wie man postet, wie man Links findet, wie man seinen Weblog erstellt und in Weblog-Verzeichnissen anmeldet, was ein gutes Design auszeichnet und wie man kostenloser Hoster findet. Die Website zum Buch unter anderem mit einer Liste aller darin veröffentlichten URLs. Eine kritische Besprechung, um nicht zu sagen: ein Verriß, von Andrew Sullivan: Are Weblogs Changing Our Culture?
Blogging news

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Autor: Gerhard Schoolmann
Erste Veröffentlichung am 23. April 2002, aktualisiert am 11. Februar 2005