Sie weisen gegenüber herkömmlichen Webseiten,
die eher wie Zeitungsartikel oder wissenschaftliche Aufsätze aufgebaut
sind, folgende Besonderheiten auf:
-
Der chronologisch letzte Eintrag wird an den Anfang der Seite
gestellt. (Christian Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com
dazu zu Recht angemerkt, daß man auch eine chronologische Ordnung
konfigurieren kann. Aber fast alle Blogs stellen die jüngsten Postings
an den Anfang. Eine chronologische Ordnung widerspricht demnach den Erwartungen
der Leser und kann sie verwirren. Es kann natürlich im Einzelfall
spezelle Gründe für eine chronologische Ordnung geben). Meg
Hourihan weist in ihrem Beitrag "What
We're Doing When We Blog", in: O'Reilly Network vom 13. Juni 2002,
darauf hin, daß dieser umgedreht-zeitlichen Ordnung eine besondere
Qualität zukommt: "When a reader visits a weblog, she is always confronted
with the newest information at the top of the page. Having the freshest
information at the top of the page does a few things: as readers, it gives
a sense of immediacy with no effort on our part. We don't have to scan
the page, looking for what's new or what's been changed. If content has
been added since our last visit, it's easy to see as soon as the page loads.
Additionally, the newest information at the top (coupled with its time
stamps and sense of immediacy) sets the expectation of updates, an expectation
reinforced by our return visits to see if there's something new. Weblogs
demonstrate that time is important by the very nature in which they present
their information. As weblog readers, we respond with frequent visits,
and we are rewarded with fresh content."
-
Sie werden häufig, oft mehrmals täglich, ergänzt.
-
Die Anmerkungen sind mitunter witzig und sarkastisch. Sie
geben eher persönliche Meinungen wieder als neutrale, sachliche, redaktionell
aufbereitete Informationen.
-
Es entsteht eine lange fortlaufende Seite, die oft nicht
thematisch strukturiert ist, sondern Beiträge verschiedener Autoren
zu verschiedenen Themen enthalten kann. Die Autoren können Bezug aufeinander
nehmen, so daß eine Art Gesprächsprotokoll entstehen kann.
-
Es gibt Angaben zu den Autoren (etwa Namen oder Pseudonyme)
und zum Zeitpunkt, an dem der Beitrag veröffentlicht worden ist. Die
Beiträge können von den Autoren und dem Adminstrator (Inhaber
des Weblogs) verändert oder gelöscht werden.
-
Weiterführende Beiträge und Materialien - in den
verschiedensten Formaten - werden außerhalb des Weblogs online gestellt,
verlinkt und können von den Lesern des Weblogs verfolgt bzw. heruntergeladen
werden. (Christian Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com
dazu zu Recht angemerkt, daß Blogs in der Regel nur Links zu anderen
Sites enthalten, nicht aber Links zu weiterführenden Seiten der eigenen
Site. Ich habe hier aber einen Blog im Visier, der als Teil, evtl. als
Startseite, einer kommerziellen Website - etwa eines gastronomischen Unternehmens
- fungiert. Beispiele hierfür: Dirk
Lotze Musikmanagement und Ursula Lotze's
Ferienhäuser in Frankreich, eineWebsite, auf der Ferienhäuser
in Frankreich angeboten werden).
-
Mit einer speziellen Software kann man Weblogs einfach gestalten.
Sie können jedoch auch frei gestaltet werden, um sie etwa dem Design
der übrigen Seiten einer Website oder einem Corporate Design anzupassen.
-
Noch einfacher ist es, Beiträge zu verfassen und per
Mausklick online zu stellen.
-
Zum Editieren von Beiträgen braucht man nur einen Internetanschluß
und einen Browser. Sogar eine Veröffentlichung von Beiträgen
per eMail ist in einigen Programmen vorgesehen oder bereits implementiert.
Der Ausdruck "Weblogs" ist insoweit irreführend und dem Ausdruck "Blogs"
unterlegen, als man mit "Weblogs" manchmal auch die Server-Transfer-Logdateien
bezeichnet, in denen Webserver Zugriffe protokollieren. Siehe dazu unsere
Seite über Zugriffsstatistiken.
Jill Walker hat für
die Routledge Encyclopedia of Narrative eine vorzügliche Definition
von Weblog erarbeitet (Stand vom 28. Juni 2003).
Sind Weblogs ein eigenes Textgenre?
Peter Praschl fragt in einem Kommentar,
ob es sich bei Weblogs "außer um eine bestimmte technologie des publizierens
um ein gerade entstehendes textgenre oder, wenn man so sagen will: eine
kunstform handelt."
Mich erinnern die persönlichen Weblogs an den Briefverkehr
zwischen Charlotte von Stein und Johann Wolfgang von Goethe, der ihr
über 1700 Briefe schrieb, eingestreut oft Gedichte, Naturbeschreibungen,
Zeichnungen oder Tagebucheintragungen. Überhaupt sind viele Briefe
und auch Tagebücher nicht nur für den Empfänger bzw. den
Tagebuchschreiber selbst bestimmt, sondern eine spätere Veröffentlichung
ist bereits zum Zeitpunkt des Schreibens geplant oder vorhersehbar. Ob
solchen Briefwechseln mit ihrer "heterogenen Textqualität, der Vielfalt
der Anlässe, Situationen und Tonlagen des Schreibens" ein Werkcharakter
zugeschrieben werden soll, ist ähnlich umstritten (siehe dazu: Astrid
Köhler: Bettina
Hey’l: Der Briefwechsel zwischen Goethe und Zelter) wie sich auch um
den Werkcharakter von Weblogs streiten läßt.
Die weniger persönlichen als journalistischen, technischen,
kommerziellen oder wissenschaftlichen Weblogs erinnern mich an die Zettelkästen,
z.B. von Niklas
Luhmann oder Arno
Schmidt.
Gerald Heidegger vergleicht Weblogs mit dem Projekt "Fackel" von Karl
Kraus: "Das
Ende der Geheimbünde", in: ORF ohne Datum (gelesen am 13. Oktober
2003).
Vorteile von Weblogs im Vergleich
zu (komplexen) Content-Management-Systemen
Weblogs haben mehrere Vorteile:
-
Weblogs bieten die Funktionalität von einfachen Content-Management-Systemen,
sind aber viel schneller zu installieren (etwa eine halbe Stunde
im Vergleich zu mehreren Mann-Wochen oder gar Mann-Monaten) und sie sind
sehr
billig. Der Grund für die einfache Installation liegt
darin, daß es sich um eine ASP-Lösung handelt (es gibt aber
auch Lösungen, die auf dem eigenen Server laufen), so daß man
sich als Anwender nicht um die Administration der Software selbst kümmern
muß. Die professionelle Nutzung von Blogger.com kostet zur Zeit 35
US-Dollar pro Jahr (für beliebig viele Blogs und User) im Vergleich
zu Content-Management-Systemen, die ab mehrere Hundert bis zu vielen Zehntausend
Euro kosten (vergleiche hierzu: John Hiler: Blogs
as Disruptive Tech - How weblogs are flying under the radar of the Content
Management Giants, vom 20. Juni 2002). Anstatt Hunderte von HTML-Dateien
zu verwalten, verwendet man nur ein Template und eine editierbare Datenbank
mit den Inhalten. Jede Sorte inhaltsreicher Website kann davon profitieren:
Tagebücher, Magazine, Nachrichten, ein Intranet, eine Projektplanungsgruppe.
-
Weblogs können von jedem verwaltet und mit Inhalten gefüllt werden,
der Texte erstellen und einen Browser bedienen kann.
-
Weblogs können arbeitsteilig editiert werden, etwa von verschiedenen
Mitarbeitern unabhängig voneinander oder auch von gemischten Teams
aus Mitarbeitern, Kunden und/oder Lieferanten.
-
Sie erlauben in der Einrichtungsphase eine ideale Arbeitsteilung
zwischen einem Webdesigner oder auch einem nicht ganz naiven User einerseits,
der ein Weblog einrichtet, das Templet der Begrüßungsseite gestaltet
und die korrekten Pfade zum FTP-Downlaod einrichtet, und anderseits einem
"Dummie", etwa einem Küchenchef oder einem Gastronomen, der dann nur
Texte editieren muß, z.B. einen Speiseplan aus einem Textbearbeitungsprogramm
in ein Textfeld kopieren können muß.
-
Weblogs können von jedem schlichten, internetfähigen Rechner
aus editiert werden, also etwa von zu Hause aus, vom Rechner im Büro
oder auch von unterwegs (natürlich in einem Internetcafé,
aber auch mit einem Wap-fähigen Handy oder einem Communicator oder
Notepad).
-
Websites können aus mehreren Weblogs zusammengestellt
werden. Ein Beispiel für eine solche Website, die im zu aktualisierenden
Kern aus mehreren Weblogs besteht, ist die Website Corante.
Siehe dazu auch Steve Outing: Corante's
Mission: 'Professionalize' Weblogs, in: Content-Exchange vom 29. Januar
2001. Das Gebührenmodell von Blogger Pro kommt dem entgegen: die Gebühr
entsteht pro Administrator und ist unabhängig von der Anzahl der Weblogs,
die dieser Administrator verwaltet, wenn auch abhängig vom gemeinsamen
Traffic.
-
Informationen in Weblogs können sich sehr schnell verbreiten.
Mit den Worten von John Leo: A
blog's bark has bite, in: U.S.News vom 13. Mai 2002 (diesen Artikel
habe ich aber seltsamerweise schon am 6. Mai gesichtet): "Bloggers can
say anything they want and get their message out with blinding speed."
Oder in den Worten von Henry Jenkins: "Bloggers are turning the hunting
and gathering, sampling and critiquing the rest of us do online into an
extreme sport. We surf the Web; these guys snowboard it. Bloggers are the
minutemen of the digital revolution." (Quelle: Henry Jenkins: Blog
This, in: Technology Review vom März 2002). Ein Beispiel: Peter
Praschl hat in seinem Le
Sofa Blogger diese Seite, die Sie gerade lesen, am 4. Mai, um 19.14
Uhr mit den Worten empfohlen: ""Weblog Basics. Das ist an unerwarteter
Stelle - nämlich einem Portal für das deutschsprachige Gastgewerbe
- eine sehr kompetente Einführung ins Thema Weblogs." und diesen Tip
am folgenden Tag (5. Mai, 9:59 Uhr) in das angesehene Weblog Der
Schockwellenreiter gepostet. Wenige Stunden später (5. Mai, 12:35
Uhr) wurde dieser Tipp von Blogworld
aufgegriffen und ohne Zeitangabe ebenfalls am 5. Mai von Netbib.
Alle vier Empfehlungen brachten angesichts der wenigen Stunden, in denen
sie - an einem Sonntag! - im Netz zu lesen gewesen sind, erstaunlich viel
Traffic. Bis 21.22 Uhr am 5. Mai: 66 Zugriffe von Le Sofa Blogger, 35 Zugriffe
vom Schockwellenreiter, 13 Zugriffe von Blogworld und 7 von Netbib. Daß
Weblog-Einträge auch von professionellen Journalisten beachtet werden,
sieht man an einem Artikel in der Printausgabe vom Focus
vom 6. Mai 2002, in dem diese Seite ebenfalls empfohlen wird.
-
Autoren von Weblogs verfügen über ihre eigenen Produktionsmittel.
Konflikte mit Verlegern, Rücksichtnahme auf deren Wertvorstellungen,
wirtschaftliche Interessen und Anzeigenkunden sind für sie Schnee
von gestern. Siehe dazu auch The
Blogging Revolution.Weblogs Are To Words What Napster Was To Music
von Andrew Sullivan, in: Wired vom Mai 2002. Ein Zitat: "This is democratic
journalism at its purest. Eventually, you can envision a world in which
most successful writers will use this medium as a form of self-declared
independence." Zur Diskussion um die Innere Pressefreiheit in Deutschland
siehe Bernhard Fritsch: "Das
Problem der Inneren Pressefreiheit aus der Sicht der Berufsverbände",
Magisterarbeit, August 1994, Institut für Publizistikwissenschaft
der Universität Mainz. Siehe dazu auch Beitrag "Reporters
Find New Outlet, and Concerns, in Web Logs" von David F. Gallagher,
in: The New York Times vom 23. September 2002, in dem von Schwierigkeiten
berichtet wird, die Journalisten bekommen haben, die als Privatpersonen
Blogs kritischen Inhalts veröffentlicht haben.
-
Webdesigner, aber auch auf die Implementierung von Content Management Systemen
spezialisierte Unternehmens- oder IT-Berater, die ihren Kunden Lösungen
vorschlagen, die statt komplexer CMS auf Blogger-Software
setzen, können ihre Konkurrenten radikal unterbieten sowohl
bei den Kosten für die Software als auch den Kosten für die Implementierung,
der Schulung und Wartung von Software und Inhalten. In Deutschland ist
meines Wissens noch kein "Designer" drauf gekommen, diese Nische zu besetzen.
Anders in den USA. Siehe dazu einen Hinweis von Steve Outing: How
To Make Money with weblogs auf Mike Masnick's Techdirt
Corporate Intelligence: "We build you your own private corporate intelligence
site that we stock DAILY with the news you need to know - including summaries
and analyses of why you need this information. You leave the finding, filtering,
summarizing and analyzing to us, and we make sure that you've got the knowledge
you need at your fingertips."
-
Weblogs mit der Möglichkeit, Beiträge zu kommentieren, bekommen
mehr Feedback als herkömmliche Kolumnen oder Artikel. Siehe
dazu: About the
Blogosphere. Ein Interview mit John Hiler, dem Herausgeber von Microcontent
News.
-
Weblogs bieten die Möglichkeit, unstrukturierte Inhalte, wie
sie etwa bei Recherchen oder im Alltag eines Unternehmen, eines Menschen
laufend anfallen, in eine strukturierte Form zu pressen und anderen
zur Verfügung zu stellen. Siehe dazu: Cathleen Moore: "Blogs
refine enterprise focus", in: Infoworld vom 10. Januar 2003.
Nachteile von Weblogs im Vergleich
zu (komplexen) Content-Management-Systemen
Aber auch die Nachteile von Weblogs sollen nicht verschwiegen werden:
-
Es gibt im Unterschied zu hochwertigen Content-Management-Systemen,
bei denen eine Gruppe von Mitarbeitern (Redakteure) Beiträge erstellt
und einer oder eine andere Gruppe Beiträge Korrektur liest und freigibt
(z.B. ein Chefredakteur oder ein Chef vom Dienst), keine redaktionelle
Kontrolle. John Hiler, der Herausgeber von Microcontent
News, weist aber in einer Besprechung des Panels "Inside the Blogosphere"
des National Press Clubs vom 28. Juni 2002) auf die redigierende Funktion
von Lesern und anderen Bloggern hin: "I tried to emphasize how the blogosphere
can create a form of "distributed editing". My kind readers send in regular
corrections to my punctuation and spelling - as well as letting me know
where my facts and conclusions are off-base."
-
Weblogs bestehen aus einer einzelnen Webseite (und wenn man will Folgeseiten,
die das Archiv bilden). Infolgedessen gibt es im Vergleich zu redaktionellen
Beiträgen, die sequentiell auf mehreren Webseiten verteilt werden,
wenig
Pageviews;
fuer werbefinanzierte Sites ein Greuel. Aber man kann den Umfang der einzelnen
Webseite gering einstellen, so daß Besucher motiviert - um nicht
zu sagen: genötigt - werden, weitere Seiten im Archiv anzuschauen,
-
Weblogs eignen sich nicht für längere Abhandlungen. Aber man
kann Webseiten mit solchen längeren Beiträgen erstellen und im
Weblog auf sie aufmerksam machen, sie anreißen. (Christian
Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com
dazu angemerkt, daß man auch längere Abhandlungen in Blogs schreiben
könne und als Beispiel einen Text im Umfang von einer knappen DIN-A-4-Seite
angeführt. Ich habe mit "längeren Abhandlungen" Texte verstanden
im Umfange von vielen Seiten, etwa wissenschaftlichen Aufsätzen, bis
hin zu Büchern. Solche Dokumente sollte man nicht auf einer HTML-Seite
unstrukturiert veröffentlichen, sondern etwa in einer Reihe von HTML-Seiten
oder auch in einer oder mehreren PDF-Datei oder als e-Book).
-
Es sind Grundkenntnisse in HTML notwendig, wenn man in Weblog-Beiträgen
Links oder Graphiken einbauen oder Dateien zum Download anbieten will.
(Christian
Spliess hat in seinem Blog prospero.blogspot.com
zu Recht dazu angemerkt, daß man Links auch mithilfe von Tools einbinden
kann, ohne den entsprechenden HTML-Tag zu kennen. Die notwendigen HTML-Kenntnisse
sind in der Tat gering, aber nur aus der Sicht eines internetaffinen Menschen,
einem gestandenen Küchenchef oder Gastronomen, der froh ist, wenn
er die wesentlichen Funktionen seines Browsers beherrscht, können
sie aber schon den Schlaf rauben).
-
Weblogs editieren ist ähnlich einfach
wie Leserbriefe schreiben. Wenn man sich den Müll betrachtet, der
nach einer Kontrolle durch die Leserbriefredakteure von Zeitungen veröffentlicht
wird, ahnt man, wie schnell Weblogs vermüllt sein können.
Die von vielen Blogger-Enthusiasten geäußerte Hoffnung, es komme
zu einer Demokratisierung der Medien, trügt vermutlich. Die
breite Verfügbarkeit von Videokameras hat auch nicht zu einer Demokratisierung
des Fernsehens geführt, sondern allenfalls zu kommerziellem Local-TV
und zu Trash-Sendungen. Die große Verbreitung von Telefaxgeräten
wird von Werbefax-Spammern mißbraucht. Und aus der Vielzahl von alternativen
Stadzeitungen der 70er Jahre erwuchsen illustrierte regionale Anzeigenblätter.
Ähnlich kritisch ein Kommentar von Jonah Goldberg: Attack
of the blogs, in: The Washington Times vom 24. April 2002. Andererseits
sind die Träger staaatlicher Gewalt oft zu träge, um perfekte
Kontrollmechanismen für neue Technlogien schnell zu entwickeln. So
wurde die persische Revolution vor allem durch Audiocassetten mit revolutionären
Reden Khomenis verbreitet, die einfach in das Land geschmuggelt, kopiert
und abgespielt werden konnten, schließlich unterschieden sie sich
oberflächlich nicht von populären Musikcassetten. Dem radikalen
Teil der Bürgerbewegung in der DDR standen Kopiergeräte und Kleinoffsettdruckmaschinen
nicht zur Verfügung, nur jenen Oppositionellen, die selbst Funktionsträger
gewesen sind wie etwa Rudolf
Bahro. Andere behalfen sich mit Wachsmatrizendruckern (so etwa die
"Umweltblätter" der "Umwelt-Bibliothek"
ab 1986)). Sarah Kirsch sagt überspitzt dazu: "Hätte es Kopierer
gegeben, wäre der Sozialismus schon zwei Jahre eher zusammengebrochen."
(in einem Interview mit der FAZ, das leider nicht mehr online verfügbar
ist). So sind nicht Köpfe gerollt sondern Rubel. Und die chinesische
Diktatur tut sich genauso schwer wie der Düsseldorfer
Regierungspräsident, den Zugang und Austausch von Informationen
im Internet einzuschränken (vergleiche: Roland Specker: China
und das Internet. Bringt die "Technology of freedom" die Demokratie ins
Reich der Mitte?).
-
Weblogs enthalten meistens keine Inhalte im engeren Sinne (Nachrichten)
sondern nur Kommentare und Links auf andere Dokumente mit dem eigentlichem
Content. Dies kann sich jedoch in dem Maße ändern, in dem Content-Ersteller
(wie Journalisten, Wissenschaftler usw.) ihre Inhalte in Weblogs veröffentlichen.
Siehe zu diesem Thema The
Welch Report - Go Publish Yourself, in: EPN the World Reporter vom
23. April 2002. Alex Golub,
ein Anthropologie-Student an der Universität von Chicago, unterscheidet
in einem am 23. Mai 2002 veröffentlichten Beitrag "Links
II: Filtering as Personhood" explizit zwischen zwei Gruppen von Blogs:
denjenigen, die im wesentlichen aus Links bestehen und solchen mit eigenem
Content ('link-heavy' versus 'original content' blogs).
-
Weblogs bestehen möglicherweise aus Beiträgen zu höchst
unterschiedlichen Themen. Suchmaschinen bewerten Multi-Themen-Seiten
schlechter als Ein-Themen-Seiten, wenn nach genau diesem Thema gesucht
wird. Man kann diesem Nachteil aber begegnen, wenn man Weblogs nur als
Materialsammlung ansieht und aus diesem Material redaktionelle Webseiten
zu einzelnen Themen schöpft.
-
Werden Weblogs auf einer eigenen Website eingebaut, muß man, damit
etwa Blogger diese Seiten automatisch aktualisieren kann, den Benutzernamen
und das Paßwort für den FTP-Upload aus der Hand geben, was ein
abstraktes Sicherheitsrisiko darstellt. Sicherheitsbewußte
Websites können aber alternativ eine entsprechende Software auf dem
eigenen Server installieren.
-
Weblogs sind wenig dazu geeignet, Fakten und Ideen zu konservieren, die
man wieder verwenden oder anderen verfügbar machen möchte. Auch
Weblog-Kategorien oder ein Verbund von thematisch differenzierten Weblogs
auf einer Website lindern diese Problematik bestenfalls. Dafür eignen
sich besser sequentiell aneinandergereihte oder hierarchisch strukturierte
Webseiten. Siehe dazu den Yale
Web Site Guide (deutsche Übersetzung).
-
Weblogs zeichnen sich oft, wenn auch nicht notwendigerweise, aus durch
ein ziemlich ähnliches Design. Dies wird zum Nachteil, wenn
sich Weblogs, wie wir annehmen, stark verbreiten, und sich kommerzielle
Sites zu wenig voneinander unterscheiden. Man kann aber davon ausgehen,
daß sich im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Design-Formen entwickeln
werden, auch durch den Einstieg professioneller Webdesigner in diesen Markt.
Im englischsprachigen Raum gibt es bereits eine Vielzahl von Anbietern
von
Vorlagen (Templates).
MEX Blog listet 10
Gründe, keinen Unternehmensblock zu führen. Diese Gründe
beziehen sich auf mittlere und große Unternehmen, in denen die Einführung
von Blogs nicht gelöste Probleme der internen und externen Unternehmenskommunikation
aufzeigen, die lieber "unter dem Deckel gehalten" werden sollen.
Weblogs bekannt machen
Eines der erfolgreichsten Blogs ist InstaPundit.
Glenn
Reynolds, Juraprofessor an der Universität von Tennessee, nebenberuflich
Musiker und Musikproduzent, startete sein Weblog im August 2001.
Am 10. Dezember hatte er 1.600
Pageviews
am Tag. Am 11.
September (dem Tag des Angriffs auf das World Trade Center) schoß
die Anzahl der Pageviews auf 4.200 hoch. Im April 2002 hatte er 50.000
Pageviews täglich. Auf die Frage, wie er es geschafft habe, soviel
Traffic zu bekommen, antwortet er, man solle ihn schlagen, aber er habe
nichts dafür getan, sein Blog zu promoten. Alles sei eine Folge von
Links und Mundpropaganda bzw. "word-of-email", also eMail-Propaganda. Die
"New York Times der Blogger", wie Reynolds Blog genannt wird, erzielt Einnahmen
aus Merchandising und Spenden.
Weblogs brauchen jedoch meist eine ergänzende Promotion, zumindest
wenn sie schneller bekannt werden sollen als es über die schiere Mundpropaganda
(bzw. Verlinkung von externen Seiten) möglich ist:
-
Weblogs kann oder sollte man ergänzend zu anderen Funktionen einer
Website anbieten oder auch erst, wenn sich ein gewisser Kreis potentieller
Teilnehmer etabliert hat. Mit Features, die passiv konsumiert werden
können, etwa einem Newsletter oder contenthaltigen Webseiten,
lassen sich schneller Nutzer gewinnen.
-
Ähnlich einer Suchmaschine spidert Blogdex
mehrere Tausend Weblogs, extrahiert die dort veröffentlichten Hyperlinks
und bewertet sie anhand ihrer Klickrate. Die 25 populärsten Links
werden täglich auf der Blogdex-Homepage praesentiert. Eine große
Liste von Spezialsuchmaschinen für Blogs mit den Links zu deren
Anmeldeseiten: "Big
List of Blog Search Engines" von Ari Papaporo.
-
Anmelden sollte man sich auch bei den diversen Webring-Linksammlungen,
-katalogen und -webringen.
-
Weblogs kann man, da es sich bei Blogs um ganz normale statische Webseiten
handelt, die von einem Programm generiert und hochgeladen werden, auch
in
Suchmaschinen anmelden.
Anbieter von Weblog-Servern bzw. -Software
"Ein Weblog-Tool ist ein Personal Publishing System, das
eine Trennung von Form und Inhalt zur Grundlage hat. Der Content (Text,
Bild etc.) wird in einer Datenbank abgelegt und im Publishingsprozesses
mit einem Template (einer Layout-Vorlage) verknüpft." (Quelle: Thomas
N. Burg: "Tagebuch
im Netz", in: Telekom-presse.at vom 6. November 2002).
Technisch gesehen lassen sich drei Varianten von Blogger-Software unterscheiden:
-
gehostete Software (z.B. Blogger, Manila und Antville),
-
Software, die einen eigenen Server (bei einem Internet Service
Provider) verlangt (wie MovableType, Sunlog oder all die PHP-basierten
Tools),
-
Software, die auf dem Rechner des Benutzers installiert wird
und statische Seiten auf den Server hochlädt (z.B. Radio UserLand).
Zu den Anbietern im einzelnen:
-
Blogger. Kostenlose ASP-Lösung
für nichtkommerzielle Anwendungen. Für kommerzielle Anwendungen
gibt es Blogger Pro mit mehr Funktionen (zur Zeit 35 US-Dollar pro Jahr
für den Account, mit dem auch mehrere Blogs betrieben werden können.
Zusätzlich werden bei Überschreitung eines gewissen Traffics
trafficabhängige Gebühren berechnet.). Blog*spot
ist eine Variante, bei der die generierten statischen Webseiten auf Webspace
von Blogger gehostet werden (mit Werbeeinblendungen).
-
Javascript
for Blogger Archives.
-
Radio Userland.
-
Greymatter, ein Perl-Programm
zum Betrieb auf dem eigenen Server.
-
Movable Type. Für kommerzielle
Zwecke kostenpflichtig (150 US-Dollar). Es handelt sich um eine Lösung,
die auf dem Server des Clienten läuft, so daß dieser gewissen
Anforderungen genügen muß (eigene CGIs, Perl version 5.004_04
oder größer, Unterstützung für das DB_File Perl-Modul).
A
Beginner's Guide to Blogging with MovableType von Tokyoshoes.com..
-
Sunlog.
-
Antville. Open Source.
-
Groksoup.
-
Rebol.
Ein Script als Basis für ein clienten-seitiges Content-Management-System.
-
Crimsonblog. Seit 13. Juni 2002.
Ein Produkt von John Hiler / Microcontentnews.com.
-
b2 von cafelog. PHP-Script unter Verwendung
einer mySQL-Datenbank. Mehrere Autoren, Rubriken, Kommentarfunktion.
-
Twoday. Deutschsprachiger kostenpflichtiger
Weblogservice mit kostenloser Testmöglichkeit (6 Wochen lang).
-
blogigo ist ein neuer Bloghoster (Stand
vom 4. Dezember 2003). Bei blogigo kann man kostenlos eigenes Weblog, Blog
bzw. Tagebuch bekommen - bis zu fünf Stück. Die Blogs sind unter
der Seite http://www.blogigo.de/NAME kostenlos im Internet abrufbar. Bei
blogigo hat man Kommentare, Permalinks, Archive, ein Gästebuch und
kann Umfragen starten. Wir zeichnen uns durch einfache Bedienung und nette
Gestaltung aus. Das alles ist kostenlos und man braucht keine technischen
Vorkenntnisse, um sein Blog bzw. Tagebuch zu führen.
-
pLog basiert auf PHP und MySQL und
hat eine Menge an Funktionalitäten, die den "Großen" in Nichts
nachstehen. Allerdings ist die Software nur im südeuropäischen,
amerikanischen und asiatischen Raum bekannt.
Einen tabellarischen Vergleich dieser und weiterer Weblog-Tools bieten:
Anbieter von Webspace für
Weblogs
-
Blogspot.com. kostenloser Hosting-Service
für Blogger-generierte Weblogs (mit Fremdwerbung) oder kostenpflichtiger
Service (ohne Fremdwerbung).
-
Antville.org ist ein Weblog-Hosting-Service
für Weblogs auf der Basis der Open Source Antville.
Nützliche Hilfen für die Erstellung
und Verwaltung von Weblogs
-
bloglet ist ein Tool,
mit dem man seine Postings per eMail versenden kann.
-
blogkomm erlaubt es, Kommentare
von Usern in das Blogger-Weblog aufzunehmen. PHP4 auf dem Server des Weblog-Betreibers
ist erforderlich.
-
Blogdexter
ermittelt in der Datenbank von Blogdex Links auf einen Blog (z.B. den eigenen)
-
Blogfeed
generiert aus HTML-Blogs RSS-Feeds.
-
rssify.
Eine Website, bei denen man seine URL eingibt und die dann einen rssfeed
zur Verfügung stellt. Man kann einen Link auf seine Seite setzen,
der dann direkt zum rssfeed führt. Alternativ kann man auch ein Skript
auf dem eigenen Server verwenden. Alternativ kann man auch einen Channel
aus einer beliebigen Seite ersellen lassen und diesen als RSS-Feed
in einen Feed-Leser integrieren. Siehe dazu ein Tutorial von verdammtguterkuchen.
-
Umfassende
Linksammlung von Tools.
-
Design von Manila-Websites.
-
Steven M. Cohen: RSS
For Non-Techie Librarians, in: LLRX.com vom 3. Juni 2002.
-
Book
Watch ist ein Tool, welches Listen solcher Bücher erstellt, die
in Weblogs häufig besprochen werden sowie die Links zu den Blogs,
in denen diese Bücher besprochen werden.
-
Bookpost
erleichtert die Erstellung von Buchempfehlungen und erstellt per Mausklick
einen Link zu Amazon.com. Dabei wird, wenn man seine eigene ID als Amazon-Partner
nicht einträgt, die ID des Anbieters von Bookpost verwendet. (Bei
mir hat es nicht funktioniert).
-
Tangent. Zufallslinks
auf andere Blogs, die thematisch spezifiziert werden können. Funktioniert
nur mit bestimmten Veröffentlichungstools wie Movable Type und pMachine.
-
Starting
a Blog (with MovableType)
Templates
-
BG Graphics bietet
einige graphisch schöne Vorlagen, die für kommerzielle Zwecke
ein paar Dollar kosten.
-
Point
of Focus, wenige, komplexe Vorlagen für Blogger.com. Ein
Template "Juicey" könnte z.B. für eine Saftbar verwendbar sein.
-
blogSkins ist eine
"template exchange site" (Vorlagen-Tausch-Site) für Benutzer von Blogger,
die selbst keinen Blog erstellen können (mangels HTML-Kenntnissen)
oder ihre Designs tauschen wollen oder sich über das Design von Blogger-Vorlagen
austauschen wollen. Am 29. April 2002 standen 163 Vorlagen zur Auswahl.
-
Blog Designs. Templates
für Blogger.com. Für kommerzielle Zwecke ist eine Verwendung
ausdrücklich untersagt.
-
Linksammlung Templates
von Weblogs Compendium.
-
Siehe auch eine Sammlung von Vorlagen
für Weblogs, die mit Software Manila funktionieren.
-
Für Manila gibt es auch einige Webdesigner.
-
Themes.
-
blogger-templates.blogspot.com
Weblog-Verzeichnisse, -Suchmaschinen,
-Webringe und Mailinglisten
-
RSSTop55.
Best Blog Directory And RSS Submission Sites. Kurze Beschreibungen zu gut
100 RSS-Katalogen und -Suchmaschinen plus einigen Tipps und Links zur Verbreitung
der eigenen Inhalte.
-
Verzeichnis
von Weblogs, von "Der Schockwellenreiter" (ebenfalls ein Weblog und
zwar ein sehr gutes!).
-
Weblog
Awards bietet einen Überblick über die besten Weblogs in
verschiedenen Kategorien.
-
Eatonweb ist ein
Katalog von zur Zeit 3790 Weblogs (am 25.03.02), nach inhaltlichen Kategorien,
Sprachen und Ländern geordnet.
-
Weblogs.com zeigt Weblogs,
die in den letzten drei Stunden aktualisiert worden sind. Wenn man sein
eigenes Weblogs dort sehen möchte, muß man es erstens anmelden
und zweitens über jede Aktualisierung informieren, z.B. per Ping an
das Weblog. Ein solches Ping kann man setzen durch einen Aufruf einer URL
des folgenden Aufbaus. Die Parameter "name" und "url" müßtest
Du natürlich durch den Namen und die URL Deines Weblogs ersetzen.
http://newhome.weblogs.com/pingSiteForm?name=Gastgewerbe%20Gedankensplitter&
url=http%3A%2F%2Fwww.abseits.de%2Fweblog%2Fgastronomie_blog.html
(Beide Zeilen zusammen ergeben die aufzurufende URL).
-
Bloghaus (Blogworld.de)
ist eine Communitiy deutscher Weblogger. Der integrierte Weblog-Katalog
hat zur Zeit (9.4.02) 43 Einträge.
-
blogcheckup.de. Deutschsprachige
Weblogs können angemeldet werden. blogcheckup ruft die angemeldeten
Blogs auf, prüft automatisch, ob sie geändert worden sind und
zeigt eine Liste aller eingetragenen Blogs mit dem Datum der letzten Aktualisierung
an.
-
B|Logs.
-
Blogdex.
-
Blogscout.
Eingetragene Blogs werden auf Änderungen untersucht. Aktualisierte
Blogs werden angezeigt.
-
Ranking
by Page Reads. Nach der Häufigkeit der Seitenaufrufe geordnete
TOP 100-Listen von Blogs, welche die clientenseitige Software von Userland
verwenden. Ein Liste mit den am Vortag meist aufgerufenen Seiten und eine
zweite Liste der seit dem 7. Oktober 2001 meist aufgerufenen Seiten.
-
Semant-O-Matic
ist eine experimentelle Suchmaschine, die eine zur Zeit noch kleine Auswahl
von Blogs auf Nähe (Verlinkung) untersucht und diese Nähe auch
graphisch darstellt.
-
Webloggers ist ein Webring
von zur Zeit (Februar 2002) mehr als 1.500 Weblogs.
-
Xenoblogs.
Weblogs von außerhalb der USA.
-
Blogallery
zeigt Fotos der Macher von ausgewählten Blogs.
-
Blog Girls Webring.
-
Linksammlung
von Weblog-Webringen.
-
NL(logs)
Women. Webring von niederländischen Weblogs von Frauen.
-
BlogsCanada mit mehr
als 6.700 Weblogs aus Kanada.
-
Yahoo
Groups für Weblog-Betreiber und -interessierte
-
Blogs
sind in den USA schon so verbreitet, daß sich
regionale
Portale bzw. Communities für bzw. von Weblogs herausbilden, so
etwa Windy city weblogs,
ein Webring von Weblogs aus dem Raum Chicago, und nyc
bloggers, "The New York City Blogger Map", also eine räumliche
Darstellung der Standorte von Bloggern in New York. Eine entsprechende
Darstellung für Washington,
Los
Angeles und für die Region Dallas/Fort
Worth. Seit Juni 2002 gibt es etwas Ähnliches auch für London:
London
Bloggers Tube Map und seit Juli 2002 auch für München und
Oberbayern: M-Blog.
-
Globe of Blogs
ist eine Karte, auf der die Standorte von Weblogs verzeichnet sind. Das
deutsche Pendant ist die Blogger-Karte
von Bloghaus.
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Blogoo. Durchsucht
die Texte von angemeldeten, deutschsprachigen Blogs nach beliebigen Wörtern
und zeigt die Fundstellen an.
-
Pepys Project.
Blogs in aller Welt, gelistet nach Ländern.
-
bloghop. Listings einschließlich
Wertungen von Lesern.
-
Weblogs
Compendium. Ein Katalog von Blog Katalogen.
-
Daypop. Stichwortsuche,
in Weblogs oder in Nachrichten, alternativ oder additiv.
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Bloggen lehren und lernen
Kurse und Workshops zum Thema Blogs oder auch nur solche,
in denen Blogs unter anderem unterrichtet werden, sind noch rar. Blogs
könnten thematisiert werden in den Fächern Sprachen, Journalismus,
Medien/Design.
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John Battelle und Paul Grabowicz von North Gate, UCB Graduate
School for Journalism in Berkely bieten im Studienprogramm
New Media ein Seminar "Weblogs"
im Umfang von zwei Wochenstunden an. Noah Shachtman beschreibt in
seinem Artikel: Blogging
Goes Legit, Sort Of, in: Wired vom 6. Juni 2002, die Aufregung
bei Journalsten und Bloggern, die durch die Tatsache ausgelöst worden
ist, daß ein solch etabliertes Institut für die Ausbildung von
Journalisten einen Kurs über "Weblogs" durchführt.
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M.C. Morgan,
Assistenzprofessor für Englisch an der amerikanischen Bemidji State
University, hält im Frühjahr 2002 ein Seminar
"College Writing II". Dieses Seminar thematisiert Blogs und wird selbst
in Form von Blogs dokumentiert, d.h. der Leiter und die Studenten bringen
Informationen auch in Form von Blogs ein. Die Studenten lernen, Blogs auszuwerten
und zu schreiben. "This course focuses on reading and writing and writing
from sources. Most sections of the course focus on reading and writing
about short stories, poems, and plays. This section, however, focuses on
the Internet and what can be called electronic literacy. As students in
all sections of College Writing II will be doing, you will be searching
for and retrieving print materials from our campus print library. But in
addition, you will be reading, working with, and writing in response to
print and electronic essays about the Internet; you will be looking at
and analyzing web sites and web-based information; you will be engaging
in on-line discussions using web-based tools and email."
-
Oliver Wrede, Vertretungsprofessor
für Medientheorie/Medienpraxis an der Fachhochschule Aachen und Diplom-Designer,
beschäftigt sich mit Weblogs auch im Rahmen von Lehrveranstaltungen.
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Die Website Schoolblogs macht
sich Gedanken um Anwendungen von Weblogs in Schulen, z.B. Weblogs
für Schulklassen (so eine Art Klassenbücher), Weblogs
für Projekte (etwa Projektberichte). Siehe auch Jay Cross:
Blogs.
Learn to blog, blog to learn, in: learningcircuits.com
vom April 2002.
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Die Berliner Akademie.de bietet in ihrem kostenpflichtigen (aber
preiswerten)
Mitgliederbereich einen nicht moderierten Kurs zum Thema Weblogs:
"Redaktionssystem" für Anfänger.
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Edings.de: Online-Publishing und Weblogs.
Teil
I beschreibt die Einsatzmöglichkeiten, Teil
II wie man bei Blogger.com konkret einen Blog einrichtet.
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RSS Workshop. Publish and Syndicate
Your News to the Web. Vom Staat Utah.
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RSS Newsreader. Webbasiert.
-
Guardian
Unlimited's weblog guide.
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Carola Heine hat eine Liste von Themen erstellt ("weltbewegende
Themen" aus der "Inzest-Reihe), die man in seinem Weblog besser nicht behandeln
sollte: http://www.carola-heine.de/growing/pains/00000116.htm
-
Mark Pilgrim: 30
Days to a More Accessible Weblog.
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Rebecca Blood: Weblog
Ethics. Regeln für ethisch einwandfreies Bloggen.
-
Seminar über
Elektronisches Publizieren am Ordinariat für Visuelle Mediengestaltung
der Universität für angewandte Kunst in Wien. Seminarleiter:
Patrik Dax. Die Lehrveranstaltung behandelt die Entstehungsgeschichte von
Weblogs, aktuelle Entwicklungen und theoretische Anknüpfungspunkte.
Ziel ist es, Möglichkeiten des "hybriden Self-Publishing-Formats"
praktisch umzusetzen.
-
Jim McGee: "Forced
blogging=flogging?". Erfahrungsbericht über den Einsatz von Blogging
in einem Kurs an der Kellogg Business School.
-
Weblogs
and Discourse. Weblogs as a transformational technology for higher education
and academic research, Blogtalk Conference Paper, Vienna, May 23rd-24th
2003, by Oliver Wrede
Weiterführende Seiten zum
Thema "Weblogs"
-
Meine besondere Empfehlung für
Insider: Jon Udell: Telling
A Story, in: Byte vom Mai 2001.
-
Meine besondere Empfehlung für
Newbies: Markus Stolpmann: Vom
Sinn und Unsinn von Weblogs, in: Edings.de.
-
Sven Przepiorka: "Weblogs
und deren technische Umsetzung", Diplomarbeit vom 13.03.2003.
-
Jürgen Albrecht: What's
a Weblog, a Blogger or a Logger ? vom 12. Mai 2002
-
Peter Praschl: What
the f**ck is a weblog?, in: Le Sofa blogger. Es geht weniger um die
Technik als um das Selbstverständnis von Bloggern und Differenzen
in der Blogger-Community.
-
Dave Winer: How
To Start a Weblog (For Professional Journalists). vom 7. Mai 2002.
Welche Elemente ein Weblog haben sollte.
-
John Dvorak: The
Blog Phenomenon, in: PC Magazine vom 5. Februar 2002.
-
Peter Praschl: Was
ist eigentlich ein Weblog?
-
Metafilter,
der nicht nur nach meiner Meinung beste Weblog für eine Gruppe.
-
Artikel
über Weblogs, eine Linksammlung von dem Manila-Server
der Fakultät Medien an der Bauhaus-Universität Weimar.
-
Artikel
über Weblogs. Linksammlung von "Der Schockwellenreiter".
-
Sabrina Ortmann beschreibt Journalisten-Weblogs.
-
Contentmanager.de.
Eine hervorragende Site über Content-Management-Systeme.
-
Eine Parodie
auf das Blogger-(Un)wesen, in: The Weekly Standard vom 18. Februar 2002.
-
Software
für Online-Aktivisten, in: Kurs Medienkompetenz für Wissenschaftler,
Westfälische Wilhelms-Universität Münster und Deutsche Film-
und Fernsehakademie Berlin.
-
A
Blogger Manifesto. Andrew Sullivan schildert die Entwicklung der Weblogs
und wie sich sein eigener Blog seit 1999 entwickelt hat. Ergänzend
beschreibt er Geschäftsideen auf der Grundlage von Blogs.
-
John Hiler: Google
loves Blogs. Wie Weblogs das Ranking von Webseiten bei der Suchmaschine
Google beeinflußt. Siehe zu diesem Thema auch Klaus Patzwaldt: Bomben
für Suchmaschinen.
-
Elvira Galtrup: Schiffsmeldungen
aus dem Datenmeer. Weblogs als neue Meinungsmärkte.
-
Rebecca Blood: weblogs:
a history and perspective vom September 2000. Von Rebecca Blood stammt
auch unsere Buchempfehlung.
-
"Blogger
rhythms" - Interview mit den Gründer von Blogger.com, in: Internet
Magazine vom 11. April 2002.
-
John Hiler: The
Tipping Blog. How Weblogs Can Turn an Idea into an Epidemic, in: Microcontent
News. The Online Magazine for Weblogs, Webzines, and Personal Publishing,
vom 12. März 2002. John Hiler beschreibt, wie schnell sich die Nachricht
über einen vom ihn verfaßten Artikel in Weblogs verbreitet und
erheblichen Traffic verursacht hat. Ein Beispiel für Viral
Marketing.
-
Northern Lights Internet Solutions Ltd: The
complete guide to weblogs.
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Helen Baxter: Blogs
and Klogs, in: Knowledgeboard.com vom 20. April 2002.
-
Oliver Wrede, Vertretungsprofessor
für Medientheorie/Medienpraxis an der Fachhochschule Aachen und Diplom-Designer.
-
Joshua Allen: The
Weblog Tool Roundup, in: Webmonkey vom 2. Mai 2002. Eine zusammenfassende
Darstellung.
-
Online Community Report: Interview
with Evan Williams, Blogger, vom 3. Mai 2002.
-
John Leo: A
blog's bark has bite, in: U.S.News vom 13. Mai 2002 (diesen Artikel
habe ich aber seltsamerweise schon am 6. Mai gesichtet)
-
James Wolcott: Blog
Nation, in: Business 2.0 vom 2. Mai 2002. "Are weblogs the blinking
neurons of an emerging, chatterbox superbrain? Or are these proliferating
online diaries merely podiums for bush-league blowhards? Truth be told,
they're a bit of both -- and that's precisely what makes them so damn addictive."
-
Henry Jenkins: Blog
This, in: Technology Review vom März 2002 (leider ist dieser Artikel
kostenpflichtig).
-
The Weblog Blog.
Reports on Weblogging as journalism. Von Cyberjournalist.net.
-
Wayne Robins: Blogrolling
On a River. Even Newspapers Try Web Logging. in: Editor & Publisher
vom 15. April 2002.
-
Dr L. Anne Clyde, The University of Iceland: Weblogs.
Linksammlung zum Thema Weblogs allgemein sowie eine sehr umfangreiche Sammlung
von Weblogs von Bibliothekaren.
-
Scott Rosenberg betont in seinem Artikel "Much
ado about blogging", veröffentlicht in Salon.com vom 10. Mai 2002,
die Nützlichkeit von Weblogs für professionelle Journalisten.
Mittlerweile hätten sie keine Zeit mehr, alles im Internet zu lesen.
Blogs böten ihnen die Möglichkeit, von der Lesezeit anderer zu
profitieren. Gute Journalisten wären Narren, Blogs nicht auszuwerten.
-
Blogs take
Web diaries to the next level. Bruce Burkhardt interviewt Josh Quittner,
den Verleger von Business 2.0,
in: CNN vom 10. Mai 2002. Josh Quittner äußert sich euphorisch
über Weblogs als "demokratischen Journalismus".
-
The
Blogging Revolution - An Early Exploration of Blogs, von Biz Stone
vom 7. Juli 2000.
-
Ben Hammersley: Time
to blog on, in: Guardian Unlimited vom 20. Mai 2002.
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Matthew Langham: Vernetzte
Kommunikation zum Nulltarif, in: Computerwoche Online vom 30.05.02.
Online-Vorveröffentlichung aus einem Sonderheft "E-Business ist Business".
Eine Enführung in Blogs, der einen großen Bogen vom Cluetrain-Manifest
bis hin zu Knowledge-Management schlägt. Anfangs kommt er gleich auf
den Punkt: "Mit Hilfe von Weblogs lässt sich unmittelbar mit Kunden,
Lieferanten und Mitarbeitern kommunizieren - der Community-Gedanke lebt
wieder auf. Für das Kunden-Management bietet sich dadurch eine direkte
und offene Ansprache".
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Catherine Seipp: Online
Uprising, in: American Journalism Review vom 31. Mai 2002. Catherine
Seipp verteidigt Blogs gegen zahlreiche Kritiken aus dem professionellen
Journalismus.
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MSNBC.com Launches
Weblogs, Pressemitteilung vom 3. Juni 2002. Mehrere Kokumnisten von
MSNBC veröffentlichen Weblogs (Zugang unter http://www.msnbc.com/news/OP_Front.asp).
"MSNBC.com is constantly updating its approach to journalism and the addition
of Weblogs is a perfect way to meet the changing needs of our users," said
Thomas Brew, executive editor, MSNBC.com." Diese Meldung ist vor dem Hintergrund
sensationell, daß viele Journalisten Weblogs als "amateurhaft" ablehnen
bzw. abgelehnt haben.
-
Dave Winer polemisiert gegen Journalisten und ihre Abhängigkeit von
Anzeigenkunden: Is
it marketing or journalism? vom 6. Juni 2002.
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Weblogs Compendium.
Eine rubrizierte, umfangreiche Sammlung kommentierter Links zu englischsprachigen
Beiträgen.
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Meg Hourihan: "What
We're Doing When We Blog", in: O'Reilly Network vom 13. Juni 2002.
Die einzelnen Elemente eines Blogs wie z.B. der Zeitstempel werden auch
in ihrer Funktion und Bedeutung für die Entwicklung der Weblog-Community
("Blogosphere") erklärt.
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Sean Carton: Macromedia
Blogs and the Death of the 'Official Story', in: ClickZ.com vom 17.
Juni 2002.
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About the Blogosphere.
Ein Interview mit John Hiler, dem Herausgeber von Microcontent News. Vom
22. Juni 2002.
-
RSS Workshop. Publish and Syndicate
Your News to the Web.
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Roland Specker: Medien
nehmen die Weblog-Idee auf, in: Neue Zürcher Zeitung vom 28. Juni
2002.
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John Hiler: Blogs
as Disruptive Tech - How weblogs are flying under the radar of the Content
Management Giants, vom 20. Juni 2002.
-
Markus Hammerschmitt: Jeder
ist Chefredakteur, in: Telepolis vom 06. Juli 2002.
-
Craig Colgan: Creatures
From the Web Lagoon: The Blogs, in: National Journal vom 2. August
2002. "MSNBC.com has killed its discussion boards, with their 18 million
posts per month, and instead plans to establish by the end of August what
it will call "Weblog Central," a portal of regularly updated lists of blogs
from throughout the Web, arranged by subject. It will include links to
MSNBC.com's own blogs as well.
-
Trellix Launches New
Blogging Capabilities Integrated With Industry-Leading Web Publishing Technology.
Presseerklärung vom 8. August 2002. Trellix ist ein führender
Provider für Websites kleiner Unternehmen und Privatpersonen und teilt
mit "the launch of a scalable, mass-market weblog management or ‘blogging’
solution that is fully integrated with the company’s private-label web
publishing tools and platform."
-
Meg Hourihan: "Blogging
for Dollars: Giving Rise to the Professional Blogger", in: O'Reilly
Net vom 12. August 2002. Meg Hourihan diskutiert Möglichkeiten für
den kommerziellen Einsatz von Weblogs.
-
Steven Levy: Living
in the Blog-osphere, in: Newsweek vom 18. August 2002. Blogging als
soziales Phänomen. Die Blog-osphere organisiert sich selbst in Cluster
gleicher Gesinnung.
-
Blogging
und die neue Medienkultur des Netzes. Sechs Weblog-ProduzentInnen berichten
von ihrem Zugang zu dem wohl wichtigsten Medienphänomen der Gegenwart,
in: Texte zur Wirtschaft vom 25. September 2002.
-
Welt
@m Draht - Weblogs - Logbücher im Netz, Sendung des SWR am 7.
Oktober 2002.
-
Die
wilde Ehe des Journalismus, vom 23. Oktober 2002 von Jochen Wegner,
in: Jonet - Das Journalistennetzwerk. Ein verständnisvoller Überblicksartikel
mit vielen Links. Auch gut als Einführung in das Thema geeignet.
-
Thomas N. Burg: "Tagebuch
im Netz", in: Telekom-presse.at vom 6. November 2002).
-
Ingrid Francisca Reichmayr: Unser
tägliches Blog gib uns heute. Jäger, Sammler, Zurschausteller,
Freaks: Die Weblogger. (PDF), in: Mediamanual.at, vom September 2002.
Eine Einführung in das Thema.
-
The Blogging
Phenomenon. An Overview and Theoretical Consideration. By James M.
Branum, Final Term Paper for MC 5303 - Theories of Mass Communication,
Southwest Texas State University, Dr. Sandy Rao. (Ohne Datum, gesichtet
am 15. Januar 2003). Blogs werden nach verschiedenen Kriterien klassifiziert.
Im zweiten Teil der Arbeit werden gängige Theorien der Massenkommunikation
auf ihre Anwendbarkeit auf das Phänomen Blog hin untersucht.
-
"Blogger
- Journalismus leicht gemacht" von Nina Christmann, in 3sat.online
vom 3. April 2003.
-
Deep
Thinking about Weblogs by Andrew Grumet. Grundsätzliche Anmerkungen
zur Einordnung von Weblogs in die Geschichte des Internets und die zukünftige
Entwicklung.
-
Jared Blank: What
If You Built a Blog and No One Came?, in: ClickZ vom 19. Mai 2003.
Erfahrungsbericht über Online-Marketing für Weblogs, u.a. mit
Google Adwords.
-
Nico McDonald: The
Future of Weblogging, Entwurf eines Artikels für spikedIT vom
22. September 2003 (Stand vom 19. September 2003). Nico Macdonald stellt
Weblogging in den Zusammenhang der Geschichte des Online-Veröffentlichens,
erklärt das Neue und seinen Wert und stellt fest, wo es noch verbessert
werden muß.
Buchempfehlungen
-
"Generation
Blogger" von Markus Chr. Koch und Astrid Haarland. Das erste deutschsprachige
Buch zum Thema Weblogs. Für Einsteiger gedacht.
-
Eigner/Leitner/Nausner/Schneider: Online-Communities,
Weblogs und die soziale Rückeroberung des Netzes. November 2003.
Leseproben
und Lebensläufe der Autoren.
-
The Weblog
Handbook: Practical Advice on Creating and Maintaining Your Blog von
Rebecca Blood. Rebecca Blood begann 1999 ein Weblog zu führen. Der
erste, der einen Link auf ihren Blog setzte, ist Jesse James Garrett gewesen.
Sie heirateten zwei Jahre später. In ihrem Buch, das im Juni 2002
herauskommen soll, betont sie den kommunikativen Aspekt von Weblogs: den
Aufbau von Beziehungen, die Auswahl von Nachrichten und einen gewissen
therapeutischen Effekt bei Schreibern und Lesern (wohl noch unter dem Schock
des 11. Septembers 2001, in dessen Folge sich viele Blogs in den USA mit
diesem Attentat und seinen Folgen beschäftigt haben): "The Web gives
everybody a place to say their peace, talk about what they love, and share
their stories. There's nothing more important than that." Dieses Buch behandelt
- im Unterschied zu dem folgenden die praktischen Fragen eines (potentiellen)
Webloggers: wie man postet, wie man Links findet, wie man seinen Weblog
erstellt und in Weblog-Verzeichnissen anmeldet, was ein gutes Design auszeichnet
und wie man kostenloser Hoster findet. Die Website
zum Buch unter anderem mit einer Liste aller darin veröffentlichten
URLs.
Eine kritische
Besprechung, um nicht zu sagen: ein Verriß, von Andrew Sullivan:
Are
Weblogs Changing Our Culture?
-
We've
Got Blog: How Weblogs are Changing Our Culture by Editors of Perseus
Publishing (Introduction), Rebecca Blood (Introduction). Eine kritische
Besprechung, um nicht zu sagen: ein Verriß, von Andrew Sullivan:
Are
Weblogs Changing Our Culture?
-
Design
for Community: The Art of Connecting Real People in Virtual Places
by Derek M. Powazek. Das Thema Weblog wird nur auf wenigen Seiten behandelt
(263-269). Aber dieses Buch hilft dieses Thema einzuordnen in die umfassendere
Frage, wie man Webseiten für Gemeinschaften von Menschen (virtuelle
communities) gestalten sollte.
-
Blogging:
Genius Strategies for Instant Web Content von Biz Stone. Es ist ein
Handbuch für solche Menschen, die mit dem Bloggen beginnen möchten,
beschreibt aber auch fortgeschrittene Techniken für erfahrene Blogger.
Der Autor und Designer Biz Stone ist Kreativdirektor des Dot-Com-Startups
Xanga, die Weblogging und andere Tools anbietet. Biz Stone zeigt, wie man
mit Hilfe eines Weblogs ein Microportal gestalten kann. Mit vielen Anleitungen
zur Erweiterung eines Weblogs. Seine Website ist Bizstone.
-
Essential
Blogging von Cory Doctorow, Rael Dornfest, J. Scott Johnson, Shelley
Powers, Benjamin Trott und Mena G. Trott (alle Autoren sind selbst erfahrende
Blogger). Vorankündigung.
Nach meinem Wissen ist es innovativ, bereits in der Vorbereitung dieses
Buches, die Zielgruppe einzubinden. So werden Meinungen und Kommentare
("voices")
gesucht und Kapitel zur Kritik anheimgestellt. Kapitel
6 (PDF). Siehe auch eine Besprechung
von Jörg Kantel.
-
We
Blog: Publishing Online with Weblogs by Paul Bausch, Matthew Haughey,
Meg Hourihan. Using
Blogs in Business, Kapitel 8 des Buches. Die Website
zum Buch. Kapitel
3: Navigating der Blog Universe.
-
Running
Weblogs with Slash von Brian Aker (Herausgeber), Dave Krieger (Herausgeber).
Kostenlose, netzbasierte Software dafür gibt es an vielen Stellen
im Web. Doch Slash, die originalste aller Weblog Software, ist anders.
Warum? Die Mächtigkeit wird bei Slashdot.org jedem ersichtlich --
es ist Community-Tool, Weblog, Redaktionssystem, Werkzeug und OpenSource-Projekt
in einem. Running Weblogs with Slash zeigt die Implementierung des Systems
unter Unix, die Anpassung in Perl und alles zur Konfiguration. Die beste
Anleitung von den Machern selbst.
-
Blog
On Building Online Communities with Web Logs von Todd Stauffer.
-
Radio
Userland von Rogers Cadenhead. Eine englischsprachige Einführung
in Radio Userland, eine Software,
die auf dem Rechner des Benutzers installiert wird und statische Seiten
auf den Server hochlädt..
-
Weblogs
for Dummies von Brad Hill.
-
Blogs
von Don Alphonso, Kai Pahl. Mehr über dieses deutschspachige Buch
auf der Website des Verlags Schwarzkopf
& Schwarzkopf. Die marktschreierische Beschreibung animiert mich
nicht gerade, dieses Buch zu lesen.
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