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Themen-Restaurants

 
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Themen-Restaurants können sowohl zur Individualgastronomie als auch zur Systemgastronomie gehören. Sie sind teilweise schwierig von anderen Konzepten abzugrenzen, denn irgendwie hat jedes erfolgreiche gastronomische Konzept eine Idee, eine Geschichte, eine Corporate Identity. Wir begrenzen uns deshalb auf dieser Seite auf solche gastronomischen Konzepte, bei denen ein eigentlich gastronomie-fernes Thema gastronomisch umgesetzt wird und sich im Speise- und Getränkeangebot, im Ambiente und im Marketing niederschlägt.
 
"To me, every restaurant should have some kind of a story. All the great restaurants in the world have a story. So, I began to put a fantasy together for this garage down there"
von Pat Kuleto, aus: "Redefining the American Restaurant", der Restaurant- und Weinkritiker  Bill Citara interviewt Pat Kuleto, einen Designer und Restaurateur.


Nicht zu den Themen-Konzepten rechnen wir (worüber sich streiten läßt):
  • solche Konzepte, bei denen eine Persönlichkeit thematisiert wird. Beispiele sind die Restaurants "Michael Jordans 23" und "Michael Jordan’s Steakhouse" des Basketballspielers Michael Jordan in Washington (Abbildung der Speisekarte). 

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  • solche Restaurants, bei denen ein Produkt (etwa "Curry, eine "Kult-Imbissbude" mit zwei Filialen in Düsseldorf, oder auch alle Brauereigaststätten) oder ein Land bzw. eine ethnische Küche thematisiert wird (siehe z.B. unsere Seite über "Spanische Restaurants" oder auch die diversen Tex-Mex-Konzepte wie Louisiana, Enchilada oder Sausolitos).

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  • solche Outlets, die im Grunde oberflächlich thematisch dekoriert werden, auch wenn es sich um eine langfristige Installation handelt. Einen Grenzfall stellt möglicherweise "Pause" dar, ein amerikanisches Restaurant in Pasadena in Kalifornien. Die Miteigentümer Randy Moore und Dale Chang haben dort eine rund 2 Millionen Dollar wertvolle Sammlung von Antiquitäten zusammengetragen, unter anderm eine Wurlitzer jukebox, Coca-Cola-Automaten, Karusselpferde und mehr, alle in Museumsqualität.

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  • Themenzimmer, also nach unterschiedlichen Themen dekorierte Hotelzimmer. Siehe dazu einen Artikel von Matthias Nold: "Sollen Zimmer Themen sein?", in: Gastro-Journal Nr. 24/2001. Propeller Island City Lodge ist ein Kunsthotel in Berlin, dessen 30 Zimmer mit einer absolut einzigartigen und persönlichen Atmosphäre gestaltet worden sind, eine Art Museum mit Übernachtungsmöglichkeiten. Sämtliche Einrichtungsgegenstände sind Einzelstücke, die in Handarbeit gefertigt wurden. Wie 'außergewöhnlich' die City Lodge ist, kann man daran erkennen, daß sich die Hotelliers verpflichten mußten, zu allen Zimmer eine Bedienungsanleitung zu schreiben und die jedem Gast mit auf den Weg zu geben.
Themenorientierung ist seit Mitte der 90er auch ein Trend in der Entwicklung von Einkaufswelten bis hin zu themenorientierten Urban Entertainment Centers (siehe Volker Ackermann, Carsten Lantzerath-Flesch: Urban Entertainment Centers (PDF), Arbeitspapier No.1 des Fachgebietes Gewerbeplanung, Uni Dortmund). In diesen Centern spielen natürlich auch themenorientierte Restaurants eine ergänzende Rolle, da sie sowohl zum Erlebeniswert beitragen als auch die Gesamtdauer des Aufenthalts und die Gesamterlöse je Besucher erhöhen.
Themenorientierte Konzepte haben für die Betreiber das Problem, daß sie selten zu wiederholtem Besuch reizen.Wenn man einmal da war und alles gesehen hat, sinkt der Unterhaltungswert. Die Betreiber müssen deshalb auf die Qualität bei Essen, Getränken und Service achten und sich ständig oder zyklisch um neue Attraktionen bemühen. Damit sehen sich die Betreiber mit Anforderungen konfrontiert, die man auch aus Diskotheken, Freizeitparks, Musicals und Theatern kennt. 


Deshalb muß auf die Kosten für die Erneuerung der für die Gäste sichtbaren Bereiche und Erlebniselemente geachtet werden. Bereits bei der Errichtung der Anlage sollte darauf geachtet werden, daß diese Elemente kostengünstig ausgetauscht oder wiederverwendet werden können. Damit sind "normale" Architekten oft überfordert, da sie auf die Schaffung "dauerhafter" Bauten und Inneneinrichtungen fokussiert sind. Gefragt sind eher Qualifikationen von Bühnenbildnern, Dekorateuren, Performance-Künstlers, des Messebaus und von Schaustellern. 

Websites ausgewählter internationaler, deutscher und amerikanischer Themen-Konzepte

  • Fashion Cafe. Thematisiert werden Starmodelle.

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  • Hardrock Cafe. Ein "männliches" Konzept rund um Hardrock. Der Verkauf von Werbemitteln wie T-Shirts (auch online) spielt eine große Rolle. Das seit 30 Jahren mehr oder weniger erfolgreiche Konzept hat stark diversifiziert, auch in Hard Rock Hotels & Casinos und vier Clubs. Hard Rock Café Club in Winterthur / Schweiz. JBs Hard Rock Café World.

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  • House of Blues. Gegründet von den Blues Brothers Dan Aykroyd und John Belushi fokussiert diese Kette auf Live-Unterhaltung und präsentiert Blues-Konzerte von Anfängern bis hin zu Superstars.

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  • Medieval Times. Bei Medieval Times dreht sich alles ums Mittelalter und seine Ritter. Es ist mehr ein Dinner-Theater-Konzept als ein Themen-Konzept. Die Aufführungen finden in einer Arena statt, um die sich die Gäste in verschiedenfarbigen Bereichen gruppieren. Die Ritter tragen die Farben dieser Bereiche.

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  • Motown Cafe. Wie "House of Blues" und "Hard Rock Cafe" geht es beim Motown Cafe um Musik und zwar um die Stars des Plattenlabels Motown wie Diana Ross, Gladys Knight, The Temptations. Eine Gruppe von Entertainern stellt die größten Hits dar, gekleidet wie die originalen Interpreten. Das Interieur besteht aus unzähligen Erinnerungsstücken des Labels. 

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  • Nascar Cafe. Thematisiert wird der Motorsport und ein Autorennen simuliert. Die Gäste sitzen inmitten einer Landschaft von Autos, Ölfässern, Fahrerhelmen und Erinnerungsstücken von Rennen. Renn-Videos werden auf großen Bildschirmen gezeigt.

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  • Official All-Star Cafe. Diese Kette, zum Konzern Planet Hollywood gehörend, lebt von dem Starkult von Sportstars wie Andre Agassi, Wayne Gretzky, Ken Griffey Jr., Joe Montana, Shaquille O'Neal, Monica Seles und Tiger Woods. Auf Videos werden große Momente der Sportgeschichte gezeigt, Erinnerungsstücke und Sportgeräte der Stars werden ausgestellt.

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  • Planethollywood. Diese Kette wurde von fünf Filmstars gegründet: Whoopi Goldberg, Arnold Schwarzenegger, Sly Stallone, Bruce Willis und Demi Moore. Nach anfänglicher Euphorie kam dieses Konzept, vor allem wegen überhöhter Preise und gastronomischer Defizite, arg unter die Räder. 

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  • The Players Grill. Thematisiert wird die NF (National Football League), also American Football. Gezeigt werden Erinnungsstücke bis hin zu Hochzeitsfotos großer Spieler. Im Unterschied zu den meisten der angeführten Themen-Restaurants, deren Speisenangebot kulinarisch nicht überzeugt, hat The Players Grill eine vergleichsweise ambitionierte Küche. 

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  • Rainforest Cafe. Thematisiert wird der Regenwald. Die Filialen beherbergen Aquarien mit Fischen, Schlangen, aber auch Pflanzen des Dschungels. Ein Interview mit dem Gründer Kenneth Brimmer.

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  • Dive!, ein U-Boot-Lokal aus der Hand Steven Spielbergs.

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  • Thementeam.de, eine Arbeitsgruppe aus Architekten, Marketingfachleuten, Gastronomen und Veranstaltern, deren Zielsetzung die Konzeptionierung, Planung, Realisierung, Vermarktung, das Betreiben und schließlich das Institutionalisieren von Gastronomiebetrieben ist. Basis jedes Betriebs ist die Historie des Standortes, die dann modern umgesetzt wird, sowohl architektonisch als auch durch die Küche und das Personal. Systenträger ist die Thementeam GmbH & Co. KG.

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  • Disneyland, Paris. In diesen Freizeitpark sind einige Themenrestaurants integriert, u.a. das Rainforest Café und Planet Hollywood.

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  • Gaylord Opryl Hotel in Nashville, Tennessee, mit integrierten Themenrestaurants.

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  • Monte Carlo, ein Erlebnislokal in Wien mit verschiedenen Outlets. Auf 1500 Quadratmeter entstanden mehrere Lokale, Restaurants und Bars im stilgetreuen Ambiente Monte Carlos.

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  • SI-Zentrum Stuttgart. Gastronomie rund um ein Musical.

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  • Themenrestaurants der Stockheim-Gruppe. Dabei handelt es sich zwar nicht um Themenrestaurants im Sinne dieses Artikels. Aber die Selbstdeklaration zeigt zumindest, daß das Schlagwort "Themenrestaurants" auch gerne mißbraucht wird, um relativ altbackene Konzepte verbal aufzupeppen.

Weiterführende Links

Aktualisiert am 25. Februar 2007
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