Aus Taiwan kommend hat sich dieses Mixgetränk in den
letzten Jahren in Hongkong, Singapur und weiteren asiatischen Ballungsräumen
sowie in den letzten Jahren in Großstädten der USA in Stadtteilen
mit einem großen Anteil von Gästen asiatischer Abstammung durchgesetzt.
Ein weltweit führender Anbieter ist die St.
Alps Teehaus-Kette, ein seit 1994 existierendes Unternehmen aus Hong
Kong mit einer recht gemütlichen Ausstattung seiner Outlets im Gegensatz
zu den meist schreiend bunten Outlets der Wettbewerber. Diese Kette ist
mittlerweile auch in den USA präsent mit einer Filiale in New Yorks
Chinatown (Ende 2000) sowie weiteren, seitdem eröffneten Shops in
Manhattan. Auch in den amerikanischen Städten San Fransisco, Los Angeles,
Las Vegas, Seattle and New York ist der individuelle Bubble-Tea angeblich
schon ein Hit, genauso wie in den kanadischen Städten Toronto und
Vancouver. In Kalifornien gibt es bereits Hunderte von Shops.
Aus deutscher Sicht bleibt dabei unklar, ob es sich um eine Erscheinung
handelt, die sich aus der Existenz asiatischer Communities in diesen
Städten erklärt, und ob dieses Getränk auch von anderen
ethnischen Gruppen in dem selben Maße geschätzt wird und damit
auch Erfolgschancen in Deutschland haben könnte.
Der innovative Drink ist ein Mix aus:
-
kaltem oder warmem Grün-, Schwarz- oder Früchtetee verschiedenster
Sorten,
-
dazu kommen runde, schwarze, neuerdings auch bunte, pastellfarbige, bonbonfarbene,
gummiartige, je nach Kochzeit eher feste bis sehr weiche Gelee-Perlen
mit einer Hülle aus Zuckersirup oder braunem Zucker, weswegen dieses
Getränk auch "pearl tea" genannt wird.
-
Diese Basis wird variiert durch Aromen oer Fruchtsäfte aller Sorten
und/oder
durch die Zugabe von Milch.
Wegen dieser Perlen wird er respektlos auch "Bubble Tea" genannt wird,
also Kaugummi-Tee. "Bubble" bezieht sich aber auch auf hochpluppernde Luftblasen,
die beim Mixen der Zutaten entstehen. Von anderen wird er "boba milk tea"
oder "tapioca milk tea" genannt.
Die Perlen werden entweder von der Industrie (siehe Online-Lieferanten)
bezogen oder in besseren Häusern selbst hergestellt aus Süßkartoffeln
und Tapiocastärke (auch Maniok
genannt). Bubble Tea ist durch diese Stärke wie auch den Zucker sehr
kalorienreich. Die ca. 30 Perlen, die pro Getränk verwendet werden,
haben etwa 400 Kalorien. Er ist von einer merkwürdigen Konsistenz,
halb Getränk, halb Speise. Er konkurriert oder ergänzt Angebote
von Smoothies,
Säften,
Frozen
Drinks, Functional Drinks und Kaffeespezialitäten,
kann aber durch die vielen Kalorien und die Konsistenz eine Zwischenmahlzeit
ersetzen .
Die Präsentation des Drinks ist so wichtig wie das Getränk
selbst. Traditionell wird Bubble Tea in einem klaren Plastikbecher
(16 ounce Volumen bzw. 0,5 Liter, teilweise auch mit 12 ounce, etwa unseren
0,33 oder 0,4 Liter entsprechend, oder 22 ounce) mit einem langen, dicken
Strohhalm serviert. Die Perlen sinken auf den Grund des Getränks.
Deshalb ist der Strohhalm wichtig, um die letzten Reste des Getränks
aufsaugen zu können.
Die Gäste suchen sich entweder die Bestandteile selbst aus (etwa
indem sie sie auf einem Flyer ankreuzen) oder sie lassen sich vom Service
beraten.
Für Dr. Frank Piller, durch dessen Newsletter "Mass Customization
News" ich auf dieses gastronomische Konzept aufmerksam wurde, ist der Pearl-Tea
-
"ein sehr eindrucksvolles Beispiel, wie ein traditionelles und altmodisches
Getränk wie Tee zu einem Lifestyleartikel mit sehr hohen Margen werden
kann. Es ist ein gutes Beispiel für eine Individualisierung am
Point of Sale auf Basis eines modularen Systems. Der Kunde wird hier
selbst zum Food-Designer. Anstatt wie im klassischen standardisierten Fast-Food-Bereich
(oder auch bei Starbucks) eine hochbezahlte Produktentwicklung und Marktforschung
neue Getränke kreieren zu lassen, übernimmt hier der Konsument
diese Rolle und stellt sich aus relativ einfachen Zutaten sein ganz individuelles
Getränk zusammen -- und zahlt dafür noch einen Premiumpreis."
(Quelle: Frank Piller: Tea
goes Mass Customization? Individualisierung von Lebensmitteln: Wie Tee
in Asien und den USA zum absoluten In-Getränk wurde).
Bubble Tea ist vermutlich als einziges Getränk nicht ausreichend für
ein tragfähiges gastronomisches Konzept, zumindest in kleineren Städten
und weniger zentralen Lagen. Aber man kann sich überlegen, ob man
Bubble Tea nicht als Ergänzungsprodukt listen mag. Bubble-Tea-Shops
sind in Asien auch erfolgreich gegenüber Schulen. Kinder und
Jugendlichen lieben besonders süße, erfrischende und kalte Varianten.
Eine etwas ältere Zielgruppe hat wohl der Fei Fei Bubble Tea shop
in Woodlands im Visier und läßt den Bubble Tee von Bedienungen
im Bikini servieren..
Teagree.de import
Bubble Teas nach Deutschland. Im Angebot sind ein Bubble Starter Kit, Bubble
Green Tea, Bubble Milk Tea, Bubble Caffé Latte, Assecoires wie Bubble
Shaker, Bubble Becher, Bubble Strohhalme, Bubble Pearls.
Auch Tee-Bars mit einem breiteren Angebot (hochwertige schwarze und
grüne Tees, Eistees, kalte Kräutertees, Gewürztees, blended
tea shakes) und urbanem Ambiente gewinnen an Bedeutung.
Tee-Bars online
-
St. Alps, Hongkong.
-
St. Alps Tea House, Brooklyn. Foto
von einigen Tees auf einem Tisch.
-
Foto
von einigen Tees.
-
Ten Ren Tea Co, San Francisco
und viele weitere Standorte. Einige Outlets firmieren als Cha
for Tea. Siehe zu dieser Marke auch einie Presseveröffenltlichungen.
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Getränkekarte
der Verde Tea & Espresso Bar, Mountain View, Kalifornien
-
Boba World in Alhambra und
Westwood, beide Kalifornien
-
Koto
Tea House, North York, Kanada.
-
Yum Yum's,
Vancouver, Kanada.
-
Ivangie Tea House
& Restaurant.
-
Thai Fusion.
Ein Thai-Restaurant, das auch Pearl-Tee anbietet.
-
The
Big Tea Pot, Kerrisdale, Vancouver.
-
The Guide to Tea Shops
in the United States and Canada(c) ... and beyond!
-
Pearl Tea Locations.
-
Bubble Tea Bar.
-
Tealuxe, Boston, Cambridge und Providence.
-
Cha FOR TEA, Los Angeles.
-
Mumbo in Manchester
-
Tealuxe, Boston, Cambridge und Providence.
-
Cha FOR TEA, Los Angeles.
Lieferanten online
-
Bruce & Clark
bietet ein Starterkit, einen kostenpflichtigen Business-Plan
und vieles mehr..
-
Bubble Tea Supply,
Hawai, u.a. mit Seiten über "The
History of Bubble Tea", "Bubble
Tea Components" und einer Kochanleitung
für Tapioca Perls".
-
Boba Teastore.com.
Produkte, Rezepte und Informationen.
-
Bubbletea.ca. Anbieter
von Bubble-Tea-Kits und Pearl Tee Flavors in Kanada
-
Ten Ren Tea
and Ginseng Company.
-
Panacea Furniture.
Kunstschreinerei mit originalen Möbeln für Bubble Tea Bars.
-
Teagree.de import Bubble
Teas nach Deutschland. Im Angebot sind ein Bubble Starter Kit, Bubble Green
Tea, Bubble Milk Tea, Bubble Caffé Latte, Assecoires wie Bubble
Shaker, Bubble Becher, Bubble Strohhalme, Bubble Pearls.
Weiterführende Links
Mehr oder weniger ernst gemeinte Links
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"Called bubble tea, this strange, yet tasty, Taiwanese
beverage has proved an enduring craze among Asian teens in New York, San
Francisco, Toronto, and Vancouver."
Lean McLaren, "Zeitgeist: Hips sips," The
Globe and Mail, November 27, 1999 |
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