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Suppen-Bars

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Ein Suppenverkäufer namens Boulanger verkaufte 1765 in Paris Schafsfüße in weißer Sauce. Er nannte seine Suppen "restaurants" or "restoratives", weil man mit ihnen seine Körperkraft wieder herstellen konnte (mehr zur Geschichte des Restaurants). 


Suppenrestaurants sind unter den viel stärker als in Europa spezialisierten japanischen Restaurants häufig anzutreffen. Aber auch in der europäischen Kulturgeschichte spielen Suppen eine große Rolle (siehe "Kleine Kulturgeschichte der Suppe").


Einige der amerikanischen Suppen-Ketten sind im Netz vertreten. Erfinder und Marktführer ist Daily Soup in New York.  Die New Yorker Soup Bars wurden landesweit und auch international bekannt durch die legendäre "Soup Nazi" in der TV-Kultserie "Seinfeld".


In London zeigt die "Soup Opera" seit April 1998, wo es lang geht. Auch in Deutschland laufen Suppen- und Eintopf-Bars in Berlin seit 1999 sehr gut, allen voran die poppig in den Farben Gelb, Orange und Apfelgrün aufgemachten "Soup-Kultur"-Läden von Katharina Körner mit Filialen am Kudamm, in der Rosa-Luxemburg-Straße und in der Kantstraße 56. 


Das Angebot besteht (in Berlin) aus acht wöchentlich und zwei täglich wechselnden Suppen, sowohl heimisch als exotische, mit und ohne Fleisch, kalt und warm. Einer der Hits ist eine indonesische Mango-Curry-Suppe mit Huhn und frischem Ingwer. Serviert wird in gelben und orangenfarbenen Schüsseln. 


Die Rezepte werden teilweise veröffentlicht, von Daily Soup etwa in Form eines Buches (The Daily Soup Cookbook ) oder von der Regensburger Suppenbar auf ihrer Website unter dem Stichwort "Rezepte".


Entscheidende Alleinstellungsmerkmale gegenüber traditionellen Fast Food Sortimenten sind Frische und Qualität (ohne Konservierungsmittel, Farbstoffe und Bindemittel) und die Möglichkeit zur schnellen Ausgabe


Zielgruppen sind neben Touristen vor allem die Beschäftigten in kleinen Büros und Läden ohne eigene Kantine, die sich teilweise ihre Suppe gerne in verschließbaren Bechern mit ins Büro nehmen. Im Objekt sind die Fensterplätze am begehrtesten mit Blick auf die vorbeieilenden Menschen oder Wartende an einer Bushaltestelle oder auch mal einen Straßenmusikanten. 


Die Preise bewegen sich in Berlin zwischen fünf und 10 DM und sind damit deutlich niedriger als in New York oder London (etwa 3 bis 6,50 englische Pfund). Ab 30 Portionen wird in Berlin auch ein Lieferservice geboten (ab 150 DM inclusive Brot und Brötchen). Ausgegeben werden Suppen in Portionsgrößen von 0,4 Liter.


Als Verkaufsförderungsinstrumente werden in der Regensburger Suppenbar Geschenkgutscheine, Gewinnspiele und ein eMail-Newsletter eingesetzt. Die Suppen-BAR in Eschwege bietet Suppengutscheine und Geschenkgutscheine.


In New York treten an die Stelle von Suppenbars im Sommer Eisverkaufsstellen. Ob es am Berliner Wetter liegt, daß die Berliner Suppenbars auch im Sommer gefragt sind?


Logistisch werden die Bars, bedingt durch den in den Toplagen knappen Raum (etwa nur 17 Quadratmetern Gesamt- und 6 Quadratmetern Stehfläche und einige Out-Door-Stehfläche in der Soup-Kultur" am Kudamm) aus einer Zentralküche versorgt, in Berlin etwa aus einer Schulkantine.


Die Flächenproduktivität der Objekte ist (auch durch die ausgelagerte Logistik und den Liefer-Service) hoch und beträgt weit über 20 Suppen pro Quadratmeter und Tag bzw. rund täglich 40 Suppen pro Stehplatz. 


Suppenbars eignen sich auch als Shop-im-Shop-System oder schlichter formuliert als Ergänzung anderer Geschäfte. So befindet sich in der Potsdamer Straße 93 in Berlin das "Suppenkontor" im vorderen Teil des Designer-Möbelladen "Kontor". Dabei bietet es sich an, die Produkte des ergänzenden Shops in der Suppenbar zu präsentieren oder wie bei Möbeln sogar als Einrichtungsgegenstände zu verwenden. 

Suppenbars online

Weiterführende Links

Bücher

 
Soup Bar. Heiß, pikant und originell. Von Rose Marie Donhauser 
  Die 100 besten Rezepte aus aller Welt, Suppen und Eintöpfe. Von Christian Teubner 
  Soup Cult. Lieblingssuppen: Die neue Lust am Löffeln. von Frank Buchholz 
Suzie Smith: Suppen aus Asiens Küchen. 2001. Fünfzig asiatische Suppenrezepte (Geflügelsuppen, Fischsuppen, Fleischsuppen und Gemüsesuppen) auf den europäischen Geschmack abgestimmt.
Sirot: Der Suppen Gourmet. 2002. Einfach oder raffiniert, klassisch oder exotisch, cremig oder leicht - überwiegend unkomplizierte Rezepte mit einer Vielzahl köstlicher Beilagen. 
 
The Daily Soup Cookbook. Von Leslie Kaul (Herausgeber), Leslie Kaul and Bob Spiegal, Bob Spiegal  Leslie Kaul ist der Chef der Kette "Daily Soup" und beschreibt  seine besten 200 Rezepte.
  Caprial's Soups and Sandwiches, von  Caprial Pence, Mark Dowers. Caprial Pence ist Inhaber des Caprial's Bistro, Portland, und macht eine TV-Show im Sender PBS.
  The New Covent Garden Soup Company's Book of Soups.
Adam, Cornelia: Soup Time. Suppen für Tag und Nacht. 2001.
Mimi Sheraton: The Whole World Loves Chicken Soup: Recipes and Lore to Comfort Body and Sou.. Mehr über die Starköchin Mimi Sheration incl. einiger Hühnersuppenrezepte.
Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche. von Henriette Davidis 


Aktualisiert am 17. Oktober 2003