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Kostenpflichtige Suchmaschinen
 

Kostenpflichtige Suchmaschinen: Lohnt sich das?

Das klassische Business-Modell von Suchmaschinen ist der Verkauf von Bannerplätzen. Doch die Click-Through-Rates sinken gegen 5 Promille und vielen Anzeigenkunden aus der "New Economy" geht das Geld für Inserate aus.


Deshalb versuchen Suchmaschinen andere Einnahmequellen aufzutun:
  • Provisionserlöse z.B. aus der Vermittlung von Kunden an Online-Händler.

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  • Gebühren für die Eintragung oder die bevorzugte Prüfung eines Eintragungswunsches. Tipps für die kostenpflichtige Eintragung bei Yahoo bietet Keywordmarketing.com.  Im Unterschied zu Yahoo zahlt Looksmart die Gebühr für eine beschleunigte Anmeldung (299 Dollar, 48 Stunden) zurück, wenn die Seite nicht akzeptiert wird.

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  • Gebühren für das Sponsoring von Kategorien in Katalogen. So kann man bei Yahoo für 25 bis 300 US-Dollar je Monat eine Textanzeige in einem "Sponsored Sites Area" genannten Bereich der Trefferliste kaufen, den man aber mit anderen teilt. Ähnlich die AdWords von Google. Die Anzeigen erscheinen an der rechten Seite der Ergebnisseiten der belegten Keywords.

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  • Gebühren für eine beschleunigte Registierung und ein regelmäßiges Spidern. So verlangt Inktomi 20 US-Dollar für die erste URL und je 10 US-Dollar für jede weitere URL und verspricht eine Indizierung innerhalb 48 Stunden und ein Spidern alle zwei Tage. Altavista verlangt seit Juni 2001 39 US-Dollar pro URL (degressiv bis zu 12 US-Dollar ab 100 URLs) und Halbjahr.

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  • Eine redaktionelle Besprechung und Empfehlung einer Website für 199 US-Dollar bietet NBCi seit dem 1. März 2001.

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  • für das 3. Quartal 2001 plant Fast ein Produkt namens FAST PartnerSite™, eine Kombination einer webbasierten Site Search mit einer garantierten Indizierung und täglichen Aktualisierung der Einträge. Ausserdem erhalten Abonnenten genaue Informationen, wie sie ein besseres Ranking erreichen können (Pressemitteilung vom 6.6.01),

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  • Als recht erfolgreich hat sich das Modell von Goto.com erwiesen: die Versteigerung von Rangplätzen. Bezahlt wird pro Click.
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Pay-Per-Click-Suchmaschinen

Eine Vielzahl von Konkurrenten versucht, es Goto.com nachzumachen, vor allem in den USA. Es gibt bereits auch einige britische und deutsche Anbieter und einige Branchen-Spezialisten, z.B. für Sites zum Thema "Antiquitäten" (siehe eine Linksammlung von Payperclicksearchengines.com).
Eine Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen aller Anbieter findet sich - auf der Basis von Nutzerdaten von Alexa Research - ebenfalls auf Payperclicksearchengines.com, die sich auf dieses neue Thema spezialisiert hat. 
Ein Knackpunkt beim Aufbau von Pay-per-Click-Suchmaschinen dürfte die Frage sein, ob man, etwa wie Qualigo.de, die Eintragungswünsche daraufhin überprüft, ob die angemeldeten Seiten zu den Suchanfragen passen oder alle bezahlten Einträge automatisch akzeptiert.  Spammer können nämlich versuchen, nicht passende Seiten unterzujubeln, wie neulich z.B. bei den "sponsered links" von Google zu beobachten gewesen ist. 
Goto.com hat vor kurzem die Konditionen verändert und das Mindestgebot von 1 auf 5 Cents erhöht sowie eine monatliche Mindestgebühr von 20 Dollar eingeführt. Es bleibt abzuwarten, ob dieser Vesuch, mehr einzunehmen, zu einem Verlust von Bietern und Geboten und zu einer Abwanderung an Me-Toos führen wird:
  • Kleinere Sites könnten abwandern, weil ihnen die Mindestgebühr zu hoch ist.
  • Abwandern könnten auch solche Sites, bei denen die zu erwartenden Erlöse je Besucher niedriger sind als das neue Mindestgebot. Bisher gab es viele gute Trefferplätze noch für weniger als 5 US-Cent. 
Ken Evoy beschreibt in einem Artikel am Beispiel von GoTo.com, wie man am meisten davon profitieren kann (siehe http://webmastersdirectory.com/articles/web_marketing/234.shtml). 


Auf meiner Seite "Wie man geeignete Schlüsselwörter finden kann" zeige ich, wie man diese Suchmaschinen nutzen kann, ohne dort Clicks zu kaufen. Recht gute Kommentare erzielt die Möglichkeit, auf der Suchmaschine Google Anzeigen zu schalten (siehe Google Adwords).


Bei einer Kalkulation von kostenpflichtigem Suchmaschinen-Marketing sollte man die indirekt ausgelösten Verkäufe nicht unberücksichtigt lassen. Siehe dazu: Werbewirkung von Textlinks in Suchmaschinen, in: ECIN vom 20. März 2003.

... auch in Deutschland

Ein erstes, deutsches Beispiel für eine Pay-Per-Click-Suchmaschine ist Qualigo.de, ein Projekt von Suchtreffer.de, dem größten deutschen Dienstleister für die Optimierung von Websites für Suchmaschinen. QualiGO ist nicht nur ein Pay-per-Click-Dienst, sondern dahinter verbirgt sich eine ausgewachsene Suchmaschine." Mit momentan mehr als 11 Mio. Dokumenten verfügen wir über einen der grössten deutschsprachigen Indexe", so Malte Schwinger, Mitglied der Geschäftsleitung von Suchtreffer.de. Zum Vergleich: Fireball kommuniziert auf seiner Website 8,2 Mio. deutschsprachige Dokumente. In der Startphase wurde nur eine begrenzte Anzahl von Seiten pro Website aufgenommen, eine Restriktion, die nach und nach aufgehoben werde. Die Basissoftware ist schon mehrfach in Wettbewerben prämiert worden und stammt von der Eurospider AG, einem Spin-off der ETH Zürich. Qualigo speichert das deutschsprachige Web selbständig; zur Zeit sind deutschsprachige Seiten der Top Level Domains de, at, ch und li erfasst, mit der Erfassung deutschsprachiger Seiten anderer Domains werde demnächst begonnen, so Malte Schwinger am 27.3.01). Für viele Suchwörter gibt es noch keine Gebote. Um sich anzuschauen, wie die Gebote dargestellt werden, muß man ein Suchwort verwenden, für das bereits geboten worden ist, z.B. "Internet".  In einigen Bereichen sind die Auktionen bereits in vollem Gange. Beispiele sind die Begriffe wie sms, reisen, chat ...  QualiGO bietet die Möglichkeit, die bezahlten Links auszublenden, falls jemand auf keinen Fall bezahlte Links in den Trefferlisten haben will. Alle Links werden vor der Freischaltung auf Relevanz der Website zum gewünschten Suchbegriff überprüft, um den Suchenden auch qualitativ hochwertige Ergebnisse zu bieten. Unter http://www.qualigo.de/doks/auktion/pos_news.htm kann ein kostenloser Newsletter bestellt werden. 
Eine weitere deutsche Pay-per-Click-Suchmaschine ist Cyfind.de, mit einer Aufnahme der Internetseiten in Echtzeit. Angezeigt werden nur bezahlte Einträge, wodurch die Treffelisten - im Unterschied zu Qualigo.de - für Suchende unattraktiv werden, weil sie sich auf meist informationsarme, kommerzielle Einträge konzentrieren..
Auf alle Fälle kann es nichts schaden, erste Erfahrungen zu sammeln, welche Fehler es bei der Schaltung von Links in diesen Suchmaschinen zu vermeiden gilt und welche Kniffe es gibt, um möglichst preisgünstig Besucher zu generieren. Für eine Mitteilung solcher Erfahrungen wären wir dankbar.

Das Ende des kostenlosen Traffics?

Auch wenn kostenpflichtige Suchmaschinen zunehmen werden,  wird dies nicht zwangsläufig das Ende aller Chancen von nichtkommerziellen Websites bedeuten, Besucher "geschenkt" zu bekommen, wie in einigen Mailinglisten befürchtet wird. Aber es kommt möglicherweise zu einer Aufspaltung des Suchmaschinen-Angebots:
  • Auf der einen Seite werden solche Suchmaschinen Marktanteile gewinnen, in denen es - ausschließlich oder zumindest auf den vorderen Plätzen der Trefferlisten zu wichtigen Suchbegriffen - bezahlte Einträge geben wird. Für Nutzer können diese Suchmaschinen attraktiv sein, auch wenn gute Non-Profit-Sites nicht oder wenig vertreten sein werden, weil vermutlich lästige Spam- und Schundseiten fehlen werden. Für kommerzielle Sites sind diese Suchmaschinen attraktiv, weil die Kosten je User genau kalkulierbar sind. 

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  • Auf der anderen Seite werden Suchmaschinen mit kostenlosen Eintragungsmöglichkeiten weiterhin ihre Existenzberechtigung haben. Auf ihnen werden sich aber neben Non-Profit-Sites wie bisher Schundseiten breit machen. Für Non-Profit-Seiten sind kostenlose Listings in diesen Suchmaschinen besser als nichts und Spammer werden immer Wege finden, gelistet zu werden. Wer nach nicht-kommerziellen Inhalten sucht, wird auf Suchanfragen bei diesen Suchmaschinen nicht verzichten wollen.
Diese Hypothesen werden in einem Suchmaschinenvergleichstest von Heather Green nicht bestätigt, siehe "To google or to goto"  in der "Business Week" vom 28. September 2001. Sie kommt stattdessen zu dem Ergebnis, daß beide Ansätze bei dieser oder jener Suchabfrage bessere Ergebnisse bringen und empfiehlt deshalb, verschiedene Suchmaschinen auszuprobieren und nicht stur immer nur eine und dieselbe zu verwenden. 

Preisgünstige Bietchancen finden 

Es gibt bereits Tools, welche die Arbeit mit diesen Suchmaschinen erleichtern. 
  • BidOnClicks.com: In zur Zeit 20 verschiedenen Pay-Per-Click-Suchmaschinen werden die jeweils zehn bestplatzierten Treffer ausgelesen und zusammen mit ihren Geboten angezeigt. Dies erlaubt es, sich dort einzutragen, wo der Preis je Click am niedrigsten ist. Zugleich bietet dieses Tool eine gewisse Übersicht über die Marktpreise und damit den Wert von Treffern für unterschiedliche Suchwörter.
  • ClickPatrol. beobachtet werden die Suchmaschinen GoTo, Sprinks, FindWhat, Ah-ha, Kanoodle.
  • Keyword Bid Optimizer. beobachtet die Suchmaschinen GoTo, FindWhat, Ah-ha, Epilot.
  • ManageBid. beobachtet die Suchmaschinen GoTo, FindWhat, Epilot, Kanoodle, Netflip, Bay9, SearchFeed, 7Search.
  • PositionGuardian ist ein kostenloses Tool, mit dem man kontrollieren kann, ob ein Platz unter den ersten fünf bezahlten Einträgen bei Goto gehalten worden ist.
  • Steve Harrison: "PPC Bid Cap Calculator," Pay-Per Master. JavaScript calculator.
  • Gapster. Kostenlose Software, die hilft, Pay-per-click-Suchmaschinen zu überwachen und Gebote zu ändern..
 

Interessante Links

Buchempfehlung

Robert Biermann: Direktmarketing in Echtzeit. Richtig Werben mit Google Adwords_ & Co. BusinessVillage 2004.
Google-AdWords (TM) sind ein Werbeinstrument. Egal, ob ein Unternehmen möglichst viele Menschen ansprechen oder sehr spezifisch eine bestimmte Zielgruppe erreichen möchte, ob die Klientel nur am Firmensitz oder in der ganzen Welt beheimatet ist - AdWords stellt für alle Belange eine ideale Plattform dar. Über Suchmaschinen im Allgemeinen und Google-AdWords im Besonderen wird die Zielgruppe genau dann erreicht, wenn diese nach dem Angebot des Unternehmens sucht _ also Direktmarketing in Echtzeit. Der Kunde bekommt auf seine Suchanfrage hin ein maßgeschneidertes Angebot präsentiert. 


Da die Nr.1 Platzierungen in den objektiven/organischen Ergebnislisten jedoch häufig ein unerfüllter Wunsch bleibt, lohnt der Blick auf die kommerziellen Angebotsformen von Google & Co. Alles über deren Vielfalt und die gezielte und kosteneffiziente Nutzung verrät der Autor des Praxisleitfadens "Direktmarketing in Echtzeit _ Richtig werben mit Google AdWords & Co." bis ins Detail. Nicht nur die klassischen Anwendungstipps eines Handbuches zeigt er hier in sehr verständlicher Weise auf, sondern auch ganzheitliche Strategien für verschiedenste Nutzergruppen (z.B. Shop-Betreiber oder Exportunternehmen) und diverse Zielsetzungen (wie Umwandlungsquoten oder Steigerung der Zugriffe) finden hier ihre klare Definition.


Nach der Lektüre des Titels kennt der Leser ...
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Über den Autor:  Robert Biermann ist einer der Suchmaschinen-Marketing-Pioniere Deutschlands. Er studierte Wirtschaftswissenschaften, um anschließend im Bereich Strategische Planung und Marketing verantwortliche Positionen in verschiedenen Unternehmen zu übernehmen. Heute ist Robert Biermann Vorstand der Webeffekt AG. Die Webeffekt AG ist seit 1997 auf nationales und internationales Suchmaschinen-Marketing spezialisiert und mit Büros in Deutschland, Spanien, Malaysia und den USA vertreten. Zudem bietet Webeffekt den Online-Service Metaposition.net an. Dieser ermöglicht die kombinierte Auswertung von Logfile- und Ranking-Informationen und liefert wertvolle Hinweise auf zusätzliche Besucher- und Geschäftspotenziale über Suchmaschinen.
aktualisiert am 24. April 2003

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