Aufbau einer Speise- und Getränkekarte
Die Anordnung der Produkte kann nach verschiedenen Grundsätzen
erfolgen, die häufig kombiniert angewandt werden:
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der voraussichtlichen Verzehrfolge des Gastes entsprechend (z.B.
dem Tagesablauf folgend: Frühstück, Mittagessen, Kuchen, Abendessen,
oder dem Ablauf einer Mahlzeit folgend ein mehrgängiges Menü
nachbildend mit den passenden Getränken dazu). Ähnlich ordnen
viele Supemärkte ihre Produkte in der Laufrichtung der Kunden dem
Tagesablauf nach an. Vermutlich orientieren sich Kunden gedanklich nach
solchen einfachen Schemata.
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nach Produktgruppen wie Speisen/Getränke, Bier/Wein/Alkoholfreie
Getränke, Nudeln/Salate, Weißweine/Rotweine/Roseweine usw. Hierbei
wird unterstellt, daß die Gäste ihre Auswahl hierarchisch planen
(Heute trinke ich ein Bier, ein Pils, ein Warsteiner, ein Warsteiner 0,3
l).
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nach dem Preis absteigend oder aufsteigend. Hierbei wird unterstellt,
daß Gäste sich in Bezug auf Preise spezifisch verhalten, z.B.
"Ich leiste mir das Teuerste!", "Ich nehm das billigste", "Ich gebe nur
einen bestimmten Betrag aus", "Ich leiste mir was teures, aber nicht das
teuerste".
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nach dem absoluten oder relativen Rohertrag oder dem Return
on Investment absteigend. Man geht davon aus, daß Gäste
hervorgehoben und/oder zuerst angebotene Produkte bevorzugt auswählen,
z.B. weil sie ihre Suche abbrechen, wenn sie etwas gefunden haben, was
ihren Wünschen genügt, ohne das vollständige Angebot zu
überblicken. Durch diese Anordnung werden häufiger Produke mit
hohem Ertrag ausgewählt.
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nach einem Thema, z.B. nach dem Ursprungsland des Produkts, oder
nach saisonalen Themen wie "Spargel-Saison", "Erdbeer-Saison",
"Wild-Saison", "Weihnachten", "Silvester" usw.
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nach Nutzergruppen wie Kinder, Senioren, Allergiker, Menschen, die
auf Kalorien achten, Sportler, Touristen, Vegetarier, Menschen, mit religiösen
Vorbehalten in bezug auf die Ernährung wie z.B. koscheres Essen, Schweinefleisch,
Alkohol.
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nach der voraussichtlichen Wartezeit. Z.B. Speisen, die so schnell
serviert werden, daß sie in der Mittagspause verzehrt werden können,
oder Speisen, deren Zubereitung überdurchschnittlich lange dauert
oder sogar vorbestellt werden müssen. Die Bistro-Kette Alex
bietet z.B. miitags einen "Express-Teller". Müssen Gäste
länger als 7 Minuten darauf warten, reduziert sich der Preis auf die
Hälfte.
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nach der Verfügbarkeit, z.B. begrenzte Mengen, Saisonprodukte,
Sonderangebote, nur zu bestimmten Tageszeiten oder an bestimmten Wochentagen
verfügbare Produkte. So gibt es in er Gasthausbrauerei
Sauer nur am ersten Dienstag und Mittwoch eines Monats Sülze mit
Bratkartoffeln, die hausgemachte grobe Bratwurst am Freitag, Samstag und
Sonntag, und die ausgezeichneten fränkisch marinierten Heringe mit
Pellkartoffeln in den Monaten Oktober bis April.
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nach der Attraktivität für den Gast. Mit einer Hervorhebung
der besonders attraktiven Angebote kann versucht werden (z.B: "Spezialität
des Hauses"), die Attraktivität des gastronomischen Objektes zu erhöhen
bzw. einen Unique Selling Point herauszuarbeiten, also die Einzigartikeit
des Angebots.
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nach den absoluten oder relativen Deckungsbeiträgen. Angebote
rechts oben werden häufiger ausgewählt. Wenn man dort Artikel
mit hohen Deckungsbeiträgen platziert, lassen sich insgesamt erwirtschafteten
Deckungsbeiträge erhöhen.
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