Sonderformen der Onlinewerbung
Da sich die Internet-Nutzer an Banner-Werbung gewöhnt haben und vor
allem um Informationen bemüht sind, nutzen weniger als 1% die Möglichkeit,
über einen Klick auf einen Banner zur damit verbundenen URL zu gelangen.
Nielsen/Netratings
gibt als durchschnittliche Click-Rate für "Top-Banner" gerade mal
einen - seit Jahren fallenden - Wert von 0,36 Prozent (Stand vom März
2000) an. Deshalb muß Werbung auf fremden Seiten kreativ gestaltet
werden. Und deshalb werden Seiten voll mit Werbebannern von vielen Surfern
gemieden.
Ein Ausweg ist, andere Formate als die gewöhnlicher Banner zu
verwenden, zum Beispiel:
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Textlink,
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Button,
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Sponsorship,
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Award,
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Pop Up,
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PopUnder. Eine spezielle Variante der PopUps, das für den User
auf den ersten Blick unsichtbar ist. Während das PopUp sich über
der eigentlichen Content-Seie liegt, liegt das PopUnder unter dem Browserfenster
- solange bis es durch das Schließen der übrigen Browserfenster
zur Überraschung des Users als letzten Fenster übrig bleibt.
PopUnders gibt es in den Formaten 140x180 Pixel und 200x300 Pixel. Ein
Beispiel
von Fastclick.com
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BlowUp. Eine weitere spezielle Variante des PopUps, das sich beim
Seitenaufruf langsam bis zu einer Größe von 240x125 Pixel aufbläst.
Der User hat erst nach der vollen Entfaltung die Chance das Werbefenster
wegzuklicken. Diese Bannerform folgt vermutlich der Devise "Viel Feind,
viel Ehr", nur noch steigerungsfähig, wenn man den Rechner des Users
systematisch abstürzen läßt.
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Push
oder Channel,
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Favicon,
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"redaktionelle" Empfehlungen und andere ungewöhnliche Größen
und Erscheinungsweisen wie
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"Sticky-Ad", die z.B. bei tv-spielfilm.de
eingesetzt werden. Es handelt sich um einen Button in der Groesse 100x140
Pixel, der in einer leeren Spalte am rechten Rand so eingebaut ist, dass
er auf der Stelle stehen bleibt, auch wenn die Seite nach oben und unten
gerollt wird. Anders als ein Pop-Up schiebt sich der Sticky bei vertikalem
Scrollen nicht über den redaktionellen Teil.
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Content Break bzw. News Break. Eine Werbeform im Format 148x40
Pixel bzw. 112x25 Pixel, integriert in Inhaltsverzeichnissen, Navigationsleisten
oder anderem Content und klickbar.
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"Electronic Billboards", dies sind Werbeflächen an Stellen,
an denen der User eigentlich keine Werbung vermutet, sondern eher eine
Navigation oder inhaltsbezogene Links und Begriffserklärungen.
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Dynamische Banner mit Real-Time-Content. Das von Link4Link
entwickelte Verfahren sei besonders interessant für Informationsanbieter,
die zeitkritische Daten in ihre Werbebanner integrieren möchten. Zu
den denkbaren Anwendern gehören beispielsweise: Fernsehanstalten und
-zeitschriften, die auf in 5 Minuten stattfindende Sendungen hinweisen
können, Internet-Radiosender, die einblenden, welches Lied gerade
gespielt wird, der Bereich des Finanzwesens, der Realtime-Aktienkurse und
Realtime-Charts auf Bannern präsentieren kann, oder auch Internet-Auktionen,
die aktuelle Versteigerungsgebote veröffentlichen... Neben Textinformationen
können laut Link4Link auch verschiedenartige Bildinformationen, wie
differierende Firmenlogos oder situative Icons (z.B. Wolken für schlechtes
Wetter, Sonne für gutes Wetter) zur Einbindung in das Bannermotiv
bereit gestellt werden.
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Echtzeit-Informationen in Bannern. Dieses von ADTECH
vorgestellte neue Format kombiniert die Eigenschaften eines traditionellen
Werbebanners mit Nachrichten in Echtzeit. Dynamisch werden die aktuellsten
Informationen in die Werbung integriert und laufen wie ein Tickertext durch
das Banner. Der Werbetreibende kann innerhalb von Sekunden auf den Markt
reagieren ohne neue Banner zu kreieren oder einbuchen zu müssen. Alles
wird automatisch generiert. Digitale Online-Kampagnen können so noch
besser optimiert und gesteuert werden. Die ausgelieferten Realtime-Banner
enthalten neue, zeitnah gewonnene Daten zur Börse, dem Wetter, Auktionsgeboten
oder Last-Minute-Reisen. Mit dem neuen Bannerformat können gerade
im B-2-B-Bereich oder bei Auktionen Produktmengen beworben werden, die
wirklich noch vorrätig und nicht schon vor 10 Minuten verkauft worden
sind, so Michael Schultheiss, CEO von ADTECH. Der Realtime-Banner wurde
von ADTECH vier Wochen lang mit Börsen-Daten von wallstreet:online
getestet. Die Adserving-Technologie von ADTECH scannt im Pull-Verfahren
die Website in regelmässigen Abständen ab, übernimmt die
relevanten Daten und integriert sie in die Banner. Jeder einzelne Börsenwert
ist ausserdem direkt auf den spezifischen Kurschart verlinkt. Positiver
Überraschungseffekt neben der gesteigerten Klickrate: Viele User waren
so an Börsenkursen interessiert, dass sie die Website mit dem Realtime-Banner
länger offen liessen als üblich. Neben dieser sogenannten Pull-Strategie
(die Daten werden vom Ad-Serverver abgeholt, gibt es auch eine sog. "Push-Strategie",
dabei werden die relevanten Daten werden aktiv vom Werbetreibenden an ein
XML-Interface übergeben und in einer Datenbank zwischengespeichert.
Der Werbetreibenden bestimmt selbst, in welchen Zeitabständen neue
Informationen durch den Realtime-Ticker im Banner laufen. Die Echtzeit
der Informationen kann für Versteigerungsplattformen im WWW wichtig
sein. So kann innerhalb von Millisekunden ein besonders interessantes Versteigerungsobjekt
oder das letzte Gebot im Realtime-Banner angezeigt werden.
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Fairaid.de bietet seit September 2000
die Möglichkeit, Werbespots im "Full Screen/Full Motion-Modus"
zu schalten.
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ADTECH hat im September 2000 einen
MouseMove-Banner
vorgestellt. Ruft man eine Seite auf, in die ein solches Applet integriert
ist, erscheint direkt neben der Maus ein Werbebanner. Das Banner bewegt
sich synchron zu den individuellen Benutzerbewegungen der Maus.
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EMS bietet sowohl einen "Scroll Ad"
an, dies ist eine am rechten Bildrand neben dem Content mitscrollende,
anklickbare Werbefläche (100 x 140 Pixel, max. 8 KB), die nicht zu
schließen ist, und im Gif-, Jpeg- oder Flash-Fomat schaltbar ist.
Angeblich sind Klickraten von bis zu 10% erzielbar.
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Ebenfalls rechts neben dem Content steht die auch von EMS
angebotene Sonderwerbeform "Skyscraper" (Wolkenkratzer), er hat
aber ein Format von 120 Pixel Breite und beliebiger Länge, max. 10
KB) im Gif- oder Jpeg-Format. "skyscapers" gibt es nach einer Definition
des Interactive Advertising Bureau (IAB)
sowohl im Format 120x800 als auch im Format 160x800.
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CNET's 300x250 Flash ad, welches in der Mitte einer Seite platziert
wird.
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Microsites sind Kampagnenmodule. Siehe auch eine spezielle Variante
von Gruner + Jahr Media Services. MicroSite selbst ist eine Trademark:
"MicroSites are "super-links" that deliver interesting, fun, useful and
timely content directly to your Web site. When visitors to your Web page
click on the MicroSite icon, we send the content directly to their browser
in a small window." (zititert von http://www.microsites.com/what.html).
Beispiele
fuer den Einsatz.
Der dmmv ad-hoc Arbeitskreis "Werbeformen" entwickelte einen Werbeformen-Informations-Server,
der einen Überblick durch den Banner- und Button-Dschungel gibt und
neue Werbeformen im Internet demonstriert wie
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klassische Banner,
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Interaktive Banner,
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Streaming Video,
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Anzeigen in Newslettern,
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Interstitials (siehe auch Werbeformen.de).
Oberbegriff für alle Formen der Unterbrecherwerbung, der zwischen
Contentseiten geschaltet wird, so wie man es von der Werbung im Fernsehen
kennt.
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Superstitials sind sehr große Pop-Up-Fenster, die auch
kleine Micro-Sites enthalten können, nicht bloß eine größere
Bannereinblendung. "Superstitial" ist vor allem eine Marke von Unicast.
Das herunterladende Pop-up wird nach einer Nutzeraktion ausgelöst
und bei einer weiteren Nutzeraktion auf den Bildschirm ausgelöst.
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Das Tomorrow-Stitial
ist eine bis zu 100 KB große Shockwave-Flash-Datei. Dieses Stitial
erscheint nur kurz in Form eines PopUps, wenn der User die Seite besucht,
und versteckt sich dann sofort im Hintergrund, um sich dort komplett in
den Browser-Cache zu laden. Erst nach vollständigem Laden, kommt das
PopUp wieder zum Vorschein.
Die Effizienz von klassischer Bannerwerbung wird möglicherweise bedroht
von "banner-killenden" Browser Plug-Ins wie Webwasher, die Werbegraphiken
ausblenden.
Für das Kunstmagazin Art
wurde vom Gruner+Jahr Electronic Media
Service, der sie seit Mai 1999 vermarktet, eine neue Form der Online-Werbeschaltungen
entwickelt. Statt Bannerschaltungen gibt es dort die Möglichkeit,
eine sogenannte "Kooperationsfläche" (300 x 160 Pixel) zu belegen.
Die größere Werbefläche bietet Freiraum für aufwendigeres
Design, zumal die Dateigröße bis zu 20 KB betragen kann. Als
Dateiformate sind außer Java alle gängigen Variaten wie gif,
jpeg, flash und html zulässig.
Ein bisher nur ansatzweise gelöstes Problem bei Werbeschaltungen
im Internet ist die Regionalisierung, also die Möglichkeit,
Nutzer aus bestimmten Regionen gezielt anzusprechen, oder neudeutsch:
Regional Targeting. Mit Werbung auf Websites z.B. von lokalen
Virtuellen Communities spricht man nämlich auch solche Nutzer
außerhalb des Zielgebietes an, die sich für dieses Zielgebiet
interessieren, und vernachlässigt Nutzer im Zielgebiet, die sich auf
überregionalen Websites und auf Websites anderer Regionen bewegen.
Auf der CEBIT 2000 hat die deutsche Adserving-Firma ADTECH
unter der Bezeichnung AdLocal ein neuartiges Verfahren vorgestellt, bei
dem angeblich die regionale Identifizierung eines Nutzers möglich
ist und die Zuspielung von spezifischer Werbung. ADTECH splittet Deutschland
dazu in 80 ADTECH Regional- und ACNielsen-Räume auf. Das Regional-Targeting
von ADTECH basiert auf der Identifizierung verschiedener Einwahlknoten
in Deutschland. Dieses Verfahren bietet den weiteren Vorteil, daß
eine Identifzierung der Person des Nutzers nicht erforderlich ist, womit
auch Datenschutzbedenken Rechnung getragen wird (Quelle: Presseerklärung
von ADTECH vom 18.02.2000). |
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