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ROI als Kriterium der Sortimentsgestaltung |
Return on Investment als Kriterium der Sortimentsgestaltung am Beispiel einer BierkarteReturn on Investment ist das Verhältnis des Rohertrages (also der Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufspreises) zur Kapitalbindung (also dem Wert des eingelagerten Ware). Der ROI wird bei der Auswahl der jeweiligen Biersorte im Bamberger Café Abseits neben anderen Kriterien berücksichtigt.Der ROI hängt ab von
Das Bierpreisniveau in Bamberger Gaststätten ist im Vergleich zu vielen anderen deutschen Städten ausgesprochen niedrig. Dies liegt zum einen an den neun Bamberger Brauereien, die zum überwiegenden Teil auch in ihren Gasthausbrauereien Bier günstig anbieten. Zum anderen liegt es daran, daß der Bierpreis von vielen Gästen als Indikator für das sonstige Preisniveau der Gaststätte angesehen wird, obwohl in vielen Gaststätten nur noch ein geringer werdender Anteil des Erlöse mit Bier erzielt wird. Das "Café Abseits" ist "brauereifrei", das heißt, es gibt keine Verpflichtung, Bier oder andere Getränke im Austausch gegen Kredite oder ähnliche Vergünstigungen der Bierlieferanten überteuert zu sogenannten "Ganterpreisen" einzukaufen. Wir zahlen nur die wesentlich niedrigeren Marktpreise (vergleiche auch eine Aufstellung der Biereinkaufspreise nach einer Umfrage der Fachgruppe Gaststätten des Hotel- und Gaststättenverbandes Nordrhein-Westfalen). Siehe auch unsere Seite über Bier-Abnahmepreise in der Gastronomie. Die objektspezifischen Lagerhaltungskosten spielen keine direkte Rolle bei der Berechnung des ROI. Sie fließen aber in die Entscheidung ein, wie häufig bestellt werden muß bzw. welche Liefermengen optimal sind, und können sich damit indirekt über die Einkaufspreise auf den ROI auswirken, z.B. wenn Getränkelieferanten ihre Preise abhängig von der Liefermenge gestalten. Wir werden zweimal in der Woche mit Bier beliefert, weil wir nur sehr kleine Kellerräume besitzen. Deshalb und wegen des sehr breiten Biersortiments mit insgesamt rund 30 Bieren bevorraten wir in der Regel nur zwei bis drei Fässer und ein bis drei Kisten pro Bier. Daraus erklären sich auch die sehr hohen ROIs in der folgenden Graphik.
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Letzte Aktualisierung 28.05.2000