Abseits.de -->
Webmaster-->
Internet-->
Portale
Recherche-->

Portale
 

Portale, Mega-Portale, Vertikale Portale, Enterprise Information Portale und Nischenportale

Auch die sogenannten "Portale" versuchen User stärker an ihre Seiten zu binden. 


Forrester Research definiert sie in "Picking Europe's Portal Winners" vom July 1999 als "destination sites that combine search, content, and tools" wie  Ihr Erfolg ist zweifelhaft, wie eine Studie der International Data Corp vom Oktober 1998 belegt. Besonders lesenswert darüber: "Reality-Check Communities: Viel Lärm um rein virtuelle Gewinne?" von Stefan Krempl, 04.06.98. 
 
Zur Homepage
Suchen
Gaststätten
Bamberg
Community
Partner
Bücher
Poster
Gastronomen
Bierliebhaber
Webmaster
Internet
Impressum
Kontakt
Diese Seite wird u.a. empfohlen von Detlef Borchers, vom Institute of Electronic Business, Berlin, und vom Schweizer WirtschaftsmagazinBilanz Online.
 
Im August 1999 veröffentlichte Forrester Research eine Studie über Portale in Europa. Während in den USA neun große Portale um Surfer wetteifern, sind es in Europa dreiundvierzig. Forrester sagt voraus, daß davon nur 15 überleben werden, alle betrieben von den großen Telekommunikationsunternehmen, und zwei amerikanische Anbieter, allen voran Yahoo. "Most portals will fail to convert eyeballs into profits. Heavy financial losses will force most contenders to recast their roles online, or fold" (Quelle: Nua Internet Surveys Trendmuncher #18 vom 5.8.99). 

Vertikale Portale und Enterprise Information Portale

Nua Internet Surveys sagt in einer Vorschau auf die Entwicklung des Internets im Jahre 1999 voraus, daß sogenannte "vertikale Portale" an die Stelle von Portalen und Unternehmens-Intranets treten würden. Unternehmen würden erkennen, daß sie mit ihren eigenen Beschäftigten Umsätze generieren können und beginnen, ihre Angebote auf Unternehmens-Websites auszubauen. Diese "vertikalen Portale" könnten die eher anonymen Mega-Portale wie Yahoo und Netscape gefährden. In einer Umfrage von Decision Tree sei herausgekommen, daß drei Viertel aller Beschäftigen es vorziehen würden, Nachrichten und Finanzinformationen über die Website ihres eigenen Unternehmens zu erhalten und auch darüber Geschäfte abzuwickeln.Vgl. Nua Internet Surveys, Volume 4  No. 1 vom January 11th 1999. Im März 1999 führte NUA den Begriff "Enterprise Information Portal" (EIP) dafür ein. 
Im Editorial der Ausgabe vom 22. Februar 1999, werden die Chancen betont, die aus einer Verzahnung des im Unternehmen akkumulierten Wissens in der Unternehmens-Website erwachsen: 
 "The accumulated knowledge of the staff is what makes one company operating in the Digital Age different from another. It is the combined skillset of the staff which gives a company its competitive edge. Managing this knowledge is crucial to the long term success of any company wishing to be successful in the Information Age. The company's wide area network, or portal, is the perfect medium for managing information." 
Von Michael Klein (mailto:mklein@metris.de) wurde ich ergänzend darauf hingewiesen, daß "insbesondere vertikale Portale zur Transparenz des Unternehmens und damit zu höherer Akzeptanz auf Kundenseite beitragen - ein nicht zu verachtender Marketing-Faktor". Dies trifft zumindest auf solche "vertikalen Portale" zu, die auch ein Extranet umfassen, also einen Bereich, der - mehr oder weniger kontrolliert - Kunden, Lieferanten, Aktionären usw. zugänglich gemacht wird, oder bei denen auch "normalen" Mitarbeitern des Unternehmens erlaubt wird, Internet-Seiten unmittelbar zu gestalten bzw. Inhalte in ein Redaktionssystem einzugeben. 
Ein Beispiel für ein derartiges EIP ist das "Sage Business Portal", die Website des internationalen Marktführers von kaufmännischer PC-Software für kleine und mittelständische Unternehmens Sage Group plc, in Deutschland besser bekannt unter der früheren Bezeichnung KHK. Seit dem 11. Mai 1999 integriert sie vielfältige Online-Möglichkeiten in die kaufmännische PC-Software von Sage: 
  •  aktuelle Finanz- und Wirtschaftsdaten,
  • gesetzliche Nachschlagewerke,
  • Querverbindungen zu Industrie-Vereinigungen
  • sowie Zug- und Flug-Verbindungen für Geschäftsreisende
Alle Programme aus dem Hause Sage sollen zukünftig über Funktionen verfügen, die automatisch über das Sage-Portal auf das Web zugreifen. So kann ein kleines oder mittelständisches Unternehmen im täglichen Geschäftsablauf per Online-Verbindung auf Informationen und Dienste im Netz zugreifen. Beispiele sind die Abwicklung von Bank-Transaktionen, Kreditrahmen-Prüfung, automatische Währungsumrechnung zu aktuellen Kursen, die Paket-Verfolgung, Adreßüberprüfung und schließlich die Online-Order bei Zulieferfirmen sowie die Lieferung auf Online-Nachfrage von Geschäftskunden. Auf der Basis des Sage-Portals können kleine und mittelständische Betriebe über das Internet neue Märkte erschließen. Entweder mit einer eigenen Website für Firmen, die einen Wartungsvertrag für Sage-Software haben - diese läßt sich innnerhalb weniger Minuten unter www.sage.com herstellen und kann dann als Unterseite der Sage-Homepage im Umfange von bis zu fünf Seiten von kostenlos ins Netz gestellt werden (Web-Hosting) - oder gar mit einem eigenen Internet-Shop. Die Einrichtung einer deutschen Website ist geplant. 
Ein weiteres Beispiel für die Integration von Internet und Intranet stellt die Berliner Bewag AG dar. Ihre als beste Website von 100 deutschen Industrieunternehmen bewertete Site wird als Kern des Intranets verwendet. Die Navigation und das Corporate Design der Internet-Website wurden für das Intranet übernommen und die Gestaltungselemente in einem "Style-Guide" hausintern veröffentlicht. Ziel ist es, im Intranet wie im Internet ein einheitliches "look and feel" zu entwickeln, um auf diese Weise die Akzeptanz des Mediums bei den Mitarbeitern zu erhöhen. Bewag-Mitarbeiter sollen im Intranet unter anderem ein Organisationshandbuch und ein Telefonbuch für ihre tägliche Arbeit nutzen können. Außerdem plant die Bewag, auf ihrer Web-Seite weitere geschlossene Benutzergruppen für Journalisten, Installateure und Großkunden einzurichten, die dort Informationen direkt abrufen können.
Ein kleines Fragezeichen möchte ich an dem von der Bewag angestrebten, einheitlichen Design von Internet und Intranet anbringen: Zumindest sollte für jeden Nutzer erkennbar sein, ob es sich um eine Seite im Internet oder im Intranet handelt, um zu vermeiden, daß fahrlässigerweise Informationen nach außen gelangen, die intern bleiben sollten. Andererseits wäre es verrückt anzunehmen, daß eine Information, die vielleicht Abertausenden von Mitarbeitern zugänglich ist, der interessierten Öffentlichkeit vorenthalten werden könnte. 
Im EIP können unter anderem folgende Informationen bereit gestellt werden: 
  •  Normen
  • Werksnormen und Vorschriften
  • Dokumentationen
  • Qualitätssicherungs-Handbücher
  • Software-Freigaben
  • Bedienungsunterlagen
  • Schulungsunterlagen
  • Kataloge
  • Telefon- und Adressenverzeichnisse
  • Mitteilungen der Geschäftsleitung
Zur Ermittlung und Aktualisierung der vorgehaltenen internen und externen Informationen empfiehlt es sich, für eingegrenzte Themenbereiche Verantwortliche zu benennen. Die INA-Unternehmensgruppe nennt sie "Informations Broker", bei about.com, einem Internet-Katalog, heissen sie "Guides". Idealerweise sind es Mitarbeiter, die schon in der Vergangenheit sich um diese Informationen bemüht haben. (Vergleiche auch die Broschüre "Internet und Intranet für den Maschinen- und Anlagenbau", VDMA, Abteilung Informatik, Frankfurt am Main, 1997) 

Nischenportale

Unter Nischenportalen versteht man Sites für spezielle Zielgruppen: 
  • Anfänger-Portale

  • Zur Zeit, wo die meisten Internetnutzer noch Anfänger sind, ist diese "Nische" sehr groß. Dazu gehören die erfolgreichsten wie Yahoo und AOL. AOL kokettiert damit sogar in ihrer Werbung mit Boris Becker ("Ich bin drin."). AOL versucht mit seiner Zweitmarke Compuserve die fortgeschrittenen Nutzer aufzufangen. 
  • Technologie-orientierte Portale

  • Zum Beispiel WAP-Portale, wie sie von Mobiltelefon-Anbietern zur Zeit vorbereitet werden, oder webbasierte SMS-Portale, wie uboot.com, eine im Februar 2000 gegründete Kommunikationsplattform für Jugendliche mit 2,7 Millionen (Oktober 2001) registrierten User in den Ländern Deutschland, England, Schweiz und Österreich. uboot ist eine Plattform, um Nachrichten (SMS, E-Mail, Foto-Messages) auch anonym zu senden, zu empfangen und zu verwalten..
  • Business-Portale oder auch Business-to-Business-Portale oder b2b-Portale

  • Etwa identisch mit den o.a. Vertikalen Portalen
  • Netzwerke 

  • von kleineren, thematisch ähnlichen Websites. Sie können sich zum Beispiel aus Webringen entwicklen oder aus Linksammlungen, wenn die zentrale Site Steuerungsfunktionen übernimmt und mit den verlinkten Sites über die reine Verlinkung hinaus kooperiert.
  • Demographische Portale 

  • etwa in der Organisationsform von demographischen Virtuellen Communities
  • E-Commerce-Portale

  • Hierbei fokussiert und moderiert eine zentrale Site viele kleine E-Commerce-Shops. Beispiele sind evita.de, aber auch einige Mall-Konzepte, bei denen die Mall-Leitung eine aktive Rolle spielt (wie bei Netzmarkt.de) und nicht bloss Online-Shops verklopft.

Weitere Portal-Begriffe

Im Jahre 2000 wurden weitere Portal-Begriffe eingeführt: 
  •  "Vortal" ist eine Abkürzung für "Vertikales Portal". 
  • "Targeted consumer vertical portal" ist ein Portal für eine besondere Interessengruppen, also analog zur Zielgruppenausrichtung demographischer Communities, identisch mit
  • "affinity portals".
  • Experten-Portale (incl. Meinungsportale). 
  • Government Portal. Departmental Portal, Life-Event Portal. (von lucke, Jörn: Portale für die öffentliche Verwaltung. governmental portal, departmental portal und life-event portal, in: Reinermann,  Heinrich; von Lucke, Jörn (hrsg.): Portale in der öffentlichen Verwaltung, Speyer 2000, S.7-23).
  • Hochleistungsportale. Siehe: Dr. Jörn von Lucke: Hochleistungsportale für die öffentliche Verwaltung, in: Tagungsband zur Informatik 2001, Österreichische Gesellschaft für Informatik, Wien 2001, Druck in Vorbereitung (Stand vom 31.08.2001). 
  • Employee Portal oder B2E, Business to Employee oder auch Knowledge Portal (Wissensmanagement). Ein Intranet für die eigenen Mitarbeiter eines Untenehmens, für die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander bzw. für die Kommunikation der Unternehmensführung mit den Mitarbeitern. Ein Synonym für "Enterprise Information Partal". Anbieter für Software für solche Portale sind Plumtree (u.a. Boeing Employee Portal), im-c.de mit der Software CLIX Corporate Learning & Information eXxchange (u.a. Daimler Chrysler, Deutsche Bank, Hypovereinsbank), mySAP Enterprise PortalsCedar. Ein Screenshot des Employee Portals von Dell.

Weiterführende Webseiten

Für Diskussionsbeiträge zu diesem Thema sind wir dankbar. Vielleicht interessieren auch unsere Seiten zu den Themen Virtuelle Communties und  Regionale, lokale Communities?
Aktualisiert am 24. Oktober 2002
Be notified of page updates
it's private
 
powered by
ChangeDetection