Diese Seite informiert über den 1867 in Nolde geborenen und 1956
in Seebüll gestorbenen Maler Emil Hansen, der sich den Künstlernamen
Emil Nolde zulegte. Er zählt zu den führenden Malern des Expressionismus,
gilt als einer der großen Aquarellisten in der Kunst des 20. Jahrhunderts
und ist einer der beliebtesten Maler in Deutschland. Sein eigentliches
Ausdrucksmittel war die Farbe.
Wie der französische Impressionist Claude
Monet in Giverny legte er rund um sein Haus in Seebüll Blumengärten
an, die heute eine Touristenattraktion sind.
Die Kunsthalle München
zeigte bis zum 26. Mai 2002 in der Ausstellung "Emil Nolde und die Südsee"
einen Querschnitt durch die Arbeiten, die auf einer Südseereise Noldes
in den Jahren 1913-1914 entstanden sind. Der Künstler hatte an einer
Forschungsexpedition teilgenommen, um sich intensiv mit dem Denken
und Fühlen der Eingeborenen, deren Lebensgewohnheiten und deren kunsthandwerklicher
Schaffensweise auseinanderzusetzen. Die Ausstellung zeigt nicht nur Zeugnisse,
die vor Ort entstanden sind, sondern auch Werke die Nolde während
der Hinreise in Russland, Sibiren Japan und China gemalt hat. Die
Reise und die Auseinandersetzung mit der primitiven Kunst haben den Künstler
nachhaltig beeindruckt und sein Schaffen auch noch nach der Heimkehr beeinflusst.
Er folgt damit einer ganzen Generation von Künstlern seiner Zeit,
die sich alle mehr oder weniger intensiv mit der primitiven Kunst auseinandergesetzt
haben. Die Reise Noldes führte von China nach Manila und weiter nach
Neuguinea und Malaysia. Nach der Kriegserklärung am 3. August1914
trat Nolde die Rückfahrt nach Berlin an. Den Ausstellungskatalog "Emil
Nolde und die Südsee" online bestellen.
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