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Nichtraucherfreundliche Gaststätten und Hotels
 
 

 

Nichtraucherfreundliche Gaststätten und Hotels

 
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Kerstin fragt im Forum Gastro-Einsteiger
"Wer hat Erfahrungen mit dem Thema Nichtraucher & Gastronomie? Mich würde interessieren, ob es möglich ist ein Cafe als Nichtrauchercafe zu betreiben oder ob da dann zuviele Kunden wegbleiben? Diese lapidaren Nichtrauchertische in der hintersten Ecke, wo man dann doch allen Qualm abkriegt finde ich nämlich etwas lachhaft."
In ihrem Tagebuch eines Lebens ohne Zigarette schreibt Claudia Klinger:
"Heute schlug mir ein Leser vor, morgen zusammen eine Berliner Nichtraucherkneipe aufzusuchen und anschließend eine "normale" - sicher werde die Stimmung in letzterer besser sein. Tja, was will er wohl damit sagen? Noch dazu als Nichtraucher? Daß wir die Raucher brauchen, um in Stimmung zu kommen? Wohl kaum - aber wer wählt schon seinen Freundeskreis danach aus, ob es sich um Raucher handelt? Und: soll man sich ausgerechnet für den Kneipenbesuch trennen??? Absurd! Nichtraucher wissen um ihre Freiheit, überallhin zu gehen und sich wohl zu fühlen, wogegen die armen Raucher an rauchfreien Orten das Leben nicht zu genießen vermögen."
Im Jahre 1732 war die Frage, ob eine Gaststätte rauchfrei sein solle, einfacher zu lösen. In Hildesheims erster Nichtrauchergaststätte sollte vorrangig eine Beeinträchtigung des Arzneibereitens vermieden werden. Der Ausschank von Alkohol ist damals noch ein Nebengeschäft der Apotheker gewesen.


Die Diskussion um rauchfreie Zonen entwickelte sich aus Auseinandersetzungen zwischen Rauchern und Nichtrauchern bei Flügen. Im Jahre 1971 trennt United Airlines als erste Fluggesellschaft Raucher von Nichtrauchern, 1972 erläßt Arizona als erster Staat der USA Bestimmungen zum Schutz der Nichtraucher und 1973 fordert die zivile Luftfahrtbehörde der USA separate Nichtraucherbereiche in Flugzeugen. Erst 1981 wird - in Dallas - die erste Nichtrauchergaststätte eröffnet. 1985 verbietet die Gemeinde Aspen das Rauchen in allen Gaststätten der Stadt. Seit 1988 muß in New York mindestens die Hälfte aller Plätze in Restaurants für Nichtraucher reserviert sein. Seit 1994 gibt es ein Rauchverbot in allen französischen Restaurants (woran sich aber kein Schwein hält). 1995 wird in New York das Rauchen in allen Restaurants mit mehr als 35 Plätzen verboten. 1998 gestattet Kalifornien gestattet das Rauchen nur mehr in Kneipen, die alleine vom Besitzer oder von der Besitzerin geführt werden. (Quelle: Geschichte des Rauchens

Vor- und Nachteile einer generellen Einschränkung des Rauchens für die Gastronomie

Aus der Sicht der Gastronomie bieten Rauchverbote vor allem den Vorteil geringerer Kosten der Luftreinigung und längere Zyklen der Renovierung der Wände und Decken (das Foto links zeigt die Wand einer Gaststätte, die ursprünglich weiß gewesen ist. Der helle Fleck wurde von einem Bild verdeckt). Ein Rauchverbot für Mitarbeiter kann sich je nachdem dahingehend auswirken, daß die Arbeitspausen zum Rauchen wegfallen oder sogar ausgedehnt werden, weil sich die Mitarbeiter in Zonen zurückziehen, in denen geraucht werden darf.


Nachteilig könnte sich auswirken, daß Raucher dann eher Gaststätten meiden und sich privat oder eventuell in anderen öffentlichen Räumen treffen, in denen Rauchen erlaubt bleibt ist.

Nikotinbelastung der Mitarbeiter

Erstaunen erregt eine Passivraucher-Studie des Amtes für Rauchen und Gesundheit in Hongkong, wonach Mitarbeiter in rauchfreien Restaurants genauso mit Nikotin belastet sind wie Mitarbeiter in Restaurants, in denen geraucht werden darf. Sie wurde im Frühjahr in eine politische Debatte eingeführt, ob man in Hongkong in Restaurants mit mhr als 200 Sitzplätzen ein Drittel der Fläche rauchfrei halten solle. Das Rauchen in Kinos, Lifts, Einkaufszentren, Banken, Geschäften ist in Hongkong bereits 1997 bzw. 1998 verboten worden. 


In den USA haben Studien ergeben, daß Mitarbeiter in Restaurant genauso mit Nikotin belastet sind wie Raucher und viel höher als Menschen, die im Freien arbeiten. Siehe auch: Non-smoking bar and restaurant workers inhale as much as active smokers, in: researchmeatters, Harvard School of Public Health, April 2001,  published in the March 9, 2001, issue of the New Zealand Medical Journal.

Rauchfreie Gaststätten online

Die Nichtraucher-Initiative Deutschland e.V. unterscheidet bei der Beurteilung von Gaststätten verschiedene Rauch-Freiheits-Grade. Eine Broschüre mit rund 1000 ausgewählten Gastronomiebetrieben (Ausgabe 2001) gibt es bei der NID, Carl-von-Linde-Str. 11, 85716 Unterschleißheim, für 5 DM bzw. 2,60 Euro. 


Ausgewählte ausländische und deutsche rauchfreie Gaststätten und Hotels:
  • No Smoking. Das erste Restauant in England nur für Nichtraucher.1996 als 'Healthiest Inn 1996' vom  "Publican magazine" ausgezeichnet.
  • MangeZ TouT, Loughton, Milton Keynes.
  • Rainforest Cafe, London.
  • Notsushi, japanisches Restaurant in Liverpool.
  • Rubicon Vegetarian Restaurant, York.
  • No smoking restaurants guide. Großbritannien.
  • Le Select, Toronto.
  • Hotel Vierjahreszeiten, Staffelstein.
  • Nichtraucher.org. mit einer umfangreichen Datenbank nichtraucherfreundlicher Gastronomiebetriebe in Deutschland.
  • eat-smokefree.ch. Online-Gastroführer der Schweiz mit ganz oder teilweise rauchfrei geführten Gastrobetrieben. Betrieb können eingetragen werden, wenn dieser eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt: Grosszügiges Angebot an rauchfreien Tischen (50 Prozent und mehr), separates Raucher-Stübli, völlig rauchfreier Gastrobetrieb.
  • Die Großmutter kocht ist ein ungewöhnlicher Name für ein afrikanisches Restaurant in Wien. Alle derzeit 42 afrikanischen Spezialitäten werden ausschließlich mit cholesterinfreiem Pflanzenfett* (kulturell bedingte Ausnahme: die Butter bei Nr. 30­32 sowie einige der Desserts) und ohne Glutamate und künstliche Geschmacksverstärker gekocht. Wichtig ist den Betreibern auch die Achtung vor Essgewohnheiten verschiedener Kulturen. Aus diesem Grund werden einige der Gerichte ohne Besteck serviert und die Gäste beraten, wie sie am besten mit Injera/Taita oder Fufu als “Esswerkzeug" genießen können. "Die Großmutter kocht" ist ein Nichtraucherrestaurant und wurde vor kurzem als bestes afrikanisches Restaurant Wiens gewählt ((F. Holzer: Szenelokale in Wien).

Nichtraucher-Initiativen

Nichtraucher-Initativen haben es sich unter anderem zum Ziel gesetzt; daß "in Restaurants und Cafés Speisen und Getränke in rauchfreier Atmosphäre genossen werden können". 

Weiterführende Links

 
 
Aktualisiert am 22. September 2004