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Newsletter 15/2002

Guten Tag,

Wenn Sie Ihre Dienstleistung oder Ihre Website in diesem
Newsletter vorstellen moechten, einfach her damit. Genauso
offen sind wir fuer redaktionelle Beitraege, Kommentare,
Meinungen oder Anzeigen. Inserate, die unsere Abonennten
interessieren duerften, sind kostenlos, umgekehrt zahlen wir
auch keine Honorare fuer Beitraege.

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Dies ist eigentlich der 2. Teil des Newsletters Nr. 14/2002. Aus
technischen Gruenden (Laengenbegrenzung) haben wir den Inhalt in zwei
Ausgaben aufgeteilt.

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AirlineMeals dokumentiert fotografisch und kommentiert das
Bord-Speiseangebot von weit ueber 100 Fluglinien.
http://www.airlinemeals.net/

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An den Fachverband Hotellerie in der Wirtschaftskammer Oesterreich sind
die Mitgliedsbetriebe mit der Bitte herangetreten, die Branche vor Firmen
zu warnen, die offensichtlich mit zweifelhaften Methoden arbeiten. So
ersucht z. B. ein Unternehmen mit angeblichem Firmensitz in Thailand
oesterreichische Hotelbetriebe um Auskuenfte ueber Preise und freie
Kapazitaeten und bittet ausdruecklich um Beantwortung via Fax. Dazu gibt
das Unternehmen eine Faxnummer beginnend mit 00882 ... an. Ein
Hotelbetrieb, der darauf geantwortet hat, machte die teure Erfahrung, dass
das Fax EUR 296,38 gekostet hat. Es handelt sich hier um eine
Mehrwertnummer, die - wie es den Anschein hat - dem Empfaenger eine gute
Einnahmequelle bietet. Mittlerweile sind schon mehrere Faelle in ganz
OEsterreich bekannt. Nach Ruecksprache der Fachverbandsgeschaeftsfuehrerin
Gabriele Leitner mit der Rechtsabteilung der Telekom Austria wird von der
Telekom nur der Zonentarif verrechnet. Es kann also sein, dass die
Hoteliers darueber hinaus eine Rechnung dieser thailaendischen Firma
erhalten. In diesem Fall empfiehlt der Fachverband Hotellerie
Kontaktaufnahme mit der Fachgruppe seines Bundeslandes. Beim Fachverband
sind aus den Bundeslaendern bereits mehrere derartige Hinweise eingelangt.
Den Hoteliers wird daher bei Anfragen aus fernen Laendern zu erhoehter
Vorsicht und Ueberpruefung der Faxnummer geraten.
http://wko.at/

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In der Wirtschaftskrise sparen amerikanische Unternehmen bei den
Reisekosten. Wie sich die Hotelketten darauf einstellen, beschreibt Jane
L. Levere: Lower-Cost Hotels Gain, in: The New York Times vom 8. Oktober
2002.
http://www.nytimes.com/2002/10/08/busine0/08CHEA.html

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Der Weser-Kurier meldet, daß der Bremer Ratskeller neu verpachtet worden
ist und zwar an ein ortsansae0iges, mittelstaendisches Unternehmen und
nicht mehr an die Maritim Hotelgesellschaft. Der "Bremer Ratskeller"
befindet sich seit ueber einem halben Jahrtausend an heutiger Stelle. Er
ist das "koestliche und angenehme Fundament" des im Jahre 1405 errichteten
Bremer Rathauses, bietet eine sehr gute Auswahl deutscher Weine (mehr als
650 Sorten) und wurde von Wilhelm Hauff 1827 literarisch verewigt in
seinen "Phantasien im Bremer Ratskeller". Er ist nicht der aelteste noch
betriebene Weinschenke, die Weinstube "Alte Torschenke" in Cochem an der
Mosel existiert bereits seit 1332, das Weinhaus "Stachel" in Wuerzburg
seit 1413. Im Bauernkrieg schlug der sogenannte "Schwarze Haufen" der
aufstaendischen Bauern in diesem Hause sein Hauptquartier auf und steckte
als sein Erkennungszeichen eine Stange mit einem Morgenstern (eine
Stachelkugel an einer Kette) zum Erkerfenster hinaus, weshalb dann im
Laufe der Zeit das Haus "Zum Stachel" oder kurz "Stachel" genannt wurde.
Diesen Namen behielt das Haus bis auf den heutigen Tag. Den "Ratskeller"
in Erfurt gibt es seit 1477.
http://www.weser-kurier.de/bremen/fs_wk_bremen.html?id=81101
http://www.bremen-tourism.de/k1-rubrik_unter.cfm?index=131#
http://www.castle-thorschenke.com/geschichte/index.html
http://www.weinhaus-stachel.de/Geschichte/geschichte.html
http://www.ratskeller-erfurt.de/

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Bereits zum beginnenden Wintersemester sollen die Arbeitsregelungen fuer
auslaendische Studierende verbessert werden. Studierende aus
Nicht-EU-Mitgliedsstaaten duerfen dann an 180 halben Tagen im Jahr
arbeiten. So lautet eine aktuelle Anweisung des Bundesarbeitsministeriums
an die Bundesanstalt fuer Arbeit. Bislang galt die Erlaubnis fuer 90 Tage.
„Dies ist ein positives Signal dafuer, dass auslaendische Studierende in
Deutschland willkommen sind“, sagte der Generalsekretaer des Deutschen
Studentenwerks (DSW), Dieter Schaeferbarthold. Die Neuregelung wurde auch
auf Grund von Forderungen des DSW in das Zuwanderungsgesetz aufgenommen.
Nun soll sie die bisherige Beschaeftigungsregelung ab sofort ersetzen. So
muessen die Studierenden aus Nicht-EU-Laendern nicht auf das Inkrafttreten
des Zuwanderungsgesetzes am 1. Januar 2003 warten, sondern koennen schon
mit Semesterbeginn von der Flexibilisierung profitieren. Laut
Sozialerhebung des DSW „Internationalisierung des Studiums“ kommen nur 19
Prozent der auslaendischen Studierenden mit einem Stipendium und sogar nur
16 Prozent im Rahmen eines Mobilitaetsprogramms nach Deutschland. Der
Anteil der Bildungsauslaender, die ihren Studienaufenthalt in Deutschland
selbst organisiert haben, belaeuft sich auf 84 Prozent. „Gerade fuer diese
so genannten free-movers ist neben einer Unterstuetzung durch ihre Eltern
der eigene Verdienst die wichtigste Finanzierungsquelle fuer ihren
Studienaufenthalt in Deutschland“, so Schaeferbarthold. Die bisher
geltende 90-Tage-Regelung sei voellig unpraktikabel. Als Arbeitstag wurde
beispielsweise eine dreistuendige Taetigkeit gezaehlt. 180 halbe
Arbeitstage bedeuten dagegen einen groeßeren zeitlichen Spielraum.

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Das von der Six Continents Retail Germany Anfang des Jahres fuer die
firmeninterne Aus- und Weiterbildung der "Alex"- und "All Bar
One"-Mitarbeiter gegruendete Schulungszentrum "The Academy" oeffnet ab
November seine Tueren fuer alle am Thema Fortbildung Interessierten. Der
neue Studienplan der Trainings-Akademie in Hellenhahn (Westerwald)
enthaelt eine Reihe von mehrtaegigen Seminaren und Trainingsprogrammen, zu
denen auch externe Teilnehmer willkommen sind. Als "Gastro-Uni" widmet
sich "The Academy" natuerlich schwerpunktmaeßig branchenbezogenen Themen
bzw. sucht zu allgemeinen Seminar-Inhalten ganz pragmatisch den Bezug zur
Praxis. Die "offenen" Programme, die als Modultraining angelegt sind,
behandeln Themen wie "Systemgastro-Service" (2 Tage), "Sicherheit &
Hygiene" (2 Tage), "Zeit-Management" (3 Tage), "Reklamation" (2 Tage),
"Motivation (3 Tage) oder "Stressbewaeltigung" (3 Tage). Sie wenden sich
an ambitionierte Nachwuchskraefte (vor allem aus der Systemgastronomie)
sowie an Schicht- und Betriebsleiter, die auf der Karriereleiter nach oben
wollen. Die 2-Tages-Seminare kosten pro Person 99 Euro, die
3-Tages-Seminare 159 Euro. Im Preis enthalten sind nicht nur alle
Seminarunterlagen, sondern auch Unterkunft und Verpflegung. Etwa 400
Mitarbeiter - vom Azubi bis zur Fuehrungskraft - der gegenwaertig rund
2.000 Beschaeftigten der Six Continents Retail Germany GmbH, die
hierzulande 46 "Alex" Kneipenrestaurants sowie ein "All Bar One" betreibt,
haben bislang in "The Academy" Workshops und Seminarprogramme besucht.
Weitere Informationen, Termine und Anmeldungen ueber "The Academy":
Telefon 02664/993290-0, Fax 02664/993290-19, Email
sonja.bos@sixcretail.com.
http://www.sixcontinents.com/
http://www.alexgastro.de/
http://www.sixcretail.com/allbarone.htm

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Die Freie Presse informiert ueber rechtliche Beschraenkungen fuer die
Arbeit von Kindern und Jugendlichen, die vielen unbekannt sind: "Ab 18 Uhr
ist Schluss". Zum Text des Gesetzes zum Schutz der arbeitenden Jugend.
http://www.freiepresse.de/TEXTE/RATGEBER/JOBS/SCHULE/TEXTE/467766.html
http://jurcom5.juris.de/bundesrecht/jarbschg/

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"Drahtlose Internet-Zugaenge setzen sich durch. Immer mehr Hotel-Ketten
und Gaststaetten bieten WLAN-Zonen fuer Laptop-Besitzer an" von Olaf
Deininger, in: Die Welt vom 14. Oktober 2002.
http://www.welt.de/daten/2002/10/15/1015wa362399.htx

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In der Wirtschaftssendung "markt" des Westdeutschen Rundfunks vom 12.
Oktober 2002 wurden Gastwirten in Nordrhein-Westfalen in vielen Faellen
ein Verstoß gegen das Gaststaettengesetz vorgeworfen ("Ernuechternder
Kneipentest"). Fast jede vierte von hundert getesten Kneipen oder
Diskotheken im Ruhrgebiet habe auf der Karte kein einziges alkoholfreies
Getraenk stehen, das billiger ist als ein promilletraechtiges. Damit
haetten 28 der 100 getesteten Wirtshaeuser gegen das Gaststaettengesetz
verstoßen. Als ob das noch nicht reiche, wuerden sich 38 der besuchten
Haeuser eines "legalen Tricks" bedienen: Dort gibt es zwar
Antialkoholisches. Aber der Besucher suche vergebens nach Limonade oder
Saeften. Auf der Karte stehe bestenfalls Milch, Malzbier oder Tee.
AEhnliche Vorwuerfe sind bereits vor einigen Monaten von der
Drogenbeauftragten der Deutschen Bundesregierung, Marion Caspers-Merk, in
Bezug auf Gaststaetten in Berlin erhoben worden ("Nullprozentig &
preiswert", in: Die TAZ vom 12. August 2002).
http://www.wdr.de/themen/panorama/2/kneipen_gesetzesverstoss/
http://www.taz.de/pt/2002/08/12/a0030.nf/text

Mein Kommentar: Mich erstaunt, daß Wirtschaftsredakteure nicht in der Lage
sind, Gesetze zu lesen oder wenigstens juristischen Rat einzuholen:
Was soll denn ein "legaler Trick" sein? Entweder wird das
Gaststaettengesetz von den Gastwirten eingehalten, dann ist das legal.
Oder es wird nicht eingehalten, dann ist das illegal. Sich so zu
verhalten, daß dem Gesetz entsprochen wird, ist kein "Trick" sondern
gesetzeskonformes Verhalten. Wer den Gastwirten vorwirft, auf der Karte
habe kein einziges Getraenk gestanden, das billiger gewesen ist als ein
alkolisches Getraenk, offenbart lediglich, daß er das Gesetz nicht gelesen
oder nicht verstanden hat. Der zu interpretierende Satz in Paragraph 6
Gaststaettengesetz heißt: "Davon ist mindestens ein alkoholfreies Getraenk
nicht teurer zu verabreichen als das billigste alkoholische Getraenk.".
"Nicht teurer" bedeutet aber eindeutig, daß es ausreicht, wenn das
billigste alkoholfreie Getraenk genauso teuer ist wie das billigste
alkoholische Getraenk. Auch der Vorwurf, Milch, Malzbier oder Tee wuerden
preisguenstig angeboten und nicht Limonade oder Saefte, ist voellig
daneben. Schließlich sind Milch und mit Abstrichen Malzbier und Tee
erheblich gesuender als Cola und andere Limonaden. WDR-Redakteure, trinkt
mehr Milch, dann klappt es auch mit der Recherche!

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Im Wintersemester 2001/02 hielt Alexander Kaestner im Rahmen des
Hauptseminars "OEffentliche Raeume und Kommunikation in der Fruehen
Neuzeit" an der TU Dresden ein Referat ueber das "Kaffeehaus" mit
interessanten Zitaten aus schwer zugaenglicher Literatur, wie z.B. "Das
Paradies, der Geschmack und die Vernunft. Eine Geschichte der Genußmittel"
von Wolfgang Schivelbusch. Neu ist mir auch gewesen, daß annodazumal das
"unanstaendige Kaffee-Brennen" auf offener Straße in Dresden aus
Umweltschutzgruenden verboten worden ist.
http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~js317854/seminarbegleitung/SB_referate_aufklaer.html

Im Rahmen des selben Seminars wurde von Michaela Krause ein lesenswertes
Referat zum Thema "Wirtshaus" gehalten. Interessant dabei die
Zusammenstellung verschiedener oeffentlicher Funktionen von Wirtshaeusern,
die leider heutzutage nur noch in Ausnahmefaellen wahrgenommen werden,
weil sie heute haeufig in anderen oeffentlichen und halboeffentlichen
Raeumlichkeiten stattfinden wie Schulen, Vereinsheimen, Stadthallen,
Kirchen, Justizgebaeuden usw.
http://rcswww.urz.tu-dresden.de/~js317854/seminarbegleitung/SB_referate_wirtshaus.html#Anchor-29495
 

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Wo kaufen Sie Ihre Gewuerze ein? In einem "kleinen Geschaeft von Maitre
Israel in einem unscheinbaren Viertel von Paris" wie das Restaurant Le
Moissonnier in Koeln oder wie wir banalerweise bei Kraeuter-Mix in
Abtswind? Lesen Sie mehr ueber das Koelner Restaurant: "Le Moissonnier.
Sternekueche fuer Zuhause" von Eric Menchon (Mitarbeiter), Vincent
Moissonnier (Mitarbeiter), Werner Koehler (Herausgeber), Thomas G. Konofol
(Illustrator).
http://www.lemoissonnier.de/02/02index.htm
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3462035134/200431

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Anlaeßlich des internationalen Tages des weißen Stocks am 15. Oktober, an
dem die OEffentlichkeit fuer Anliegen sehbehinderter und blinder Menschen
besonders sensibilisiert werden soll, gibt die Sehbehinderten- und
Blindenorganisation "Engel auf Pfoten" in ihrem neuen Informationsblatt
(ZIP-File) Tipps zum Umgang mit sehbehinderten und blinden Gaesten. Das
Infoblatt soll Menschen, die in der Gastronomie oder Hotellerie taetig
sind, dazu anregen, richtig Hilfe anbieten zu koennen und Barrieren, die
aus Unsicherheit oder mangelnder Information gegenueber Menschen mit
Sehbehinderung bestehen, abbauen.
http://www.engelaufpfoten.at/download/TIPPS%20GASTRONOMIE.zip

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Kundenloyalitaet und Kundentreue bezeichnen die Kundenbindung aus der
Sicht des Kunden. Kundenloyalitaet kann drei Intensitaeten aufweisen:
"Truegerische" Kundenloyalitaet. Der Gast kommt zwar immer wieder, aber er
ist eigentlich nicht loyal. Er besucht das gastronomische Objekt z.B.,
weil er in der Naehe arbeitet. Nach einem Arbeitsortswechsel verschwindet
er auf Nimmerwiedersehen. Ein Gastronom, der diesen Zusammenhang nicht
erkennt, nimmt faelschlicherweise an, der Gast sei loyal.
"Bedingte" Kundenloyalitaet. Der Gast kommt aus bestimmten Gruenden immer
wieder, aber nur solange die Gruende gegeben sind, z.B. solange die "nette
Bedienung" dort arbeitet.
"Belastbare" Kundenloyalitaet" (englisch: "Commitment"). Der Gast ist
treu, auch wenn bestimmte Gruende, die ihn zu einem Besuch veranlassen,
nicht (mehr) gegeben sind. Bei politischen Parteien bzw. Wahlen wuerde man
von Stammwaehlern sprechen. In Oberbayern kann man ja auch eine
Vogelscheue als Bundestagskandidaten aufstellen; wenn sie fuer die CSU
kandidiert, wird sie gewaehlt.
Jan Hofmeyr und Butch Rice haben ein Buch zum Thema "Commitment Marketing"
veroeffentlicht, das Karina Matejcek besprochen hat.
http://www.edings.de/eentry00529.html
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3478251605/200431

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Angeblich am 30. November erscheint der Michelin Red Guide 2003
Deutschland.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/2061007007/200431

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Der Franzose Leonetto di Capiello, 1875 in Livorno in Italien geboren,
begann seine Karriere als Karikaturist. Seine erste Ausstellung hatte di
Capiello mit 17 Lenzen in Florenz, 1986 veroeffentlichte er sein erstes
Album. 1898 zog er nach Paris und arbeitete unter anderem fuer die
Zeitschriften "Le Rire" und "Revue Blanche" (eine einflußreiche Literatur-
und Kunstzeitung, die von Toulouse-Lautrec, Pierre Bonnard, Vuillard und
anderen Kuenstlern der Avant-Garde unterstuetzt worden ist). 1899 schuf er
sein erstes Werbeplakat fuer die Zeitschrift "Frou-Frou". Wegen seiner
großen Erfolge mit Plakaten fuer Chocolat Kraus, Cinzano und Kub
konzentrierte er sich auf Plakate und wurde zu einem der meist gelobten
Plakatkuenstler Europas. Seine Einsicht in die Macht effektiver
Kommunikation und innovativer Werbung machten ihn zum Vater der modernen
Werbung. Mehr als vier Jahrzehnte lang schuf er Plakate mit lebendigen
Farben vor einfarbigem Hintergrund. Er starb 1942. Unser amerikanischer
Partner, der fuehrende Online-Haendler fuer Kunstdrucke und Poster
Art.com, hat eine Galerie von 49 ausgewaehlten Plakaten von Leonetto di
Capiello zusammengestellt. Viele davon eignen sich auch fuer die
Dekoration von Waenden gastronomischer Objekte.
http://www.art.com/asp/display_artist.asp?XRFID=838896&TKID=1673830&CRID=2172
 

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Bei den rot-gruenen Koalitionsverhandlungen wurde eine Ausweitung der
Datenschutzbestimmungen erstmals auch auf Arbeitnehmer in Betrieben
vereinbart. Hinter dieser Phrase verbirgt sich die Absicht, die Umsetzung
der sog. "EU-Datenschutzrichtlinie" mit der Installation eines weiteren,
eigenstaendigen Arbeitnehmerdatenschutz zu verbinden und damit die
unternehmerischen Entscheidungs- und Gestaltungsfreiheiten weiter
einzuchraenken. Hintergrund ist die Tatsache, daß staatliche Einrichtungen
dem relativ strengen Datenschutzregime des Bundesdatenschutzgesetzes
unterworfen sind, wohingegen sich die arbeitnehmerbezogenen Datenbanken in
den Unternehmen weitestgehend unbuerokratisch handhaben lassen. Das
derzeitige Datenschutzrecht bieetet den betroffenen Arbeitnehmern wenig
Ansatzpunkte zu nerven, da konkrete Regelungen und Sanktionen fehlen.
Nicht zuletzt sind die Datenschutzkontrollinstanzen mit der Kontrolle der
Datenverarbeitung in der oeffentlichen Verwaltung ausgelastet. Die
Datenschutzrichtlinie der EU sieht eine Kontrollstelle vor (eine neue
Mammutbehoerde), an die Meldungen gemaess Artikel 18 der Richtlinie
uebermittelt werden muessen, deren Inhalt sich nach Artikel 19 bestimmt.
Auf gut deutsch: jede Menge Papierkram, Input fuer Sesselfurzer.
http://www.ad.or.at/office/recht/eu.htm
http://www.bfd.bund.de/information/BDSG_neu.pdf

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Laut einer Meldung des Spiegels vom 12.10. ("Eichels Giftliste") ist
beabsichtigt, die steuerliche Abzugsfaehigkeit von Bewirtungsspesen
abzuschaffen. UEber den aktuellen Stand der steuerlichen Behandlung von
Bewirtungskosten informieren zwei Beitraege im Steuer-Newsletter:

"StB Hans-Joachim Weigand zur steuerlichen Behandlung von
Bewirtungskosten" vom 23. Februar 2001
"Bewirtungskosten zum Zweiten - aktuelle Rechtsprechung" vom 7. September
2001
http://www.steuer-newsletter.de/2001/042001.htm
http://www.steuer-newsletter.de/2001/182001.htm

Mit der geplanten Abschaffung beschaeftigt sich auch ein Beitrag von
Steuernetz.de: "Thema Geschaeftsessen - Vergeht Ihnen bald der Appetit?"
Dort sind auch die derzeit gueltigen Regelungen zur steuerlichen
Abzugsfaehigkeit der Bewirtungskosten als Datei im PDF-Format downloadbar.
http://www.steuernetz.de/topthema/archiv/TT011.html

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Laut einer Meldung der Sueddeutschen Zeitung "Sparbefehl fuer Kassen und
Apotheken" vom 12. Oktober plant die Regierungskoalition eine
"Modernisierung der gesetzlichen Unfallversicherung". Dabei solle "die
Lastenverteilung zwischen den Gewerbezweigen verbessert werden".
Deutlicher ausgedrueckt: Branchen bzw. gesetzliche Unfallversicherungen
mit wenigen Arbeitsunfaellen sollen zugunsten von Branchen mit vielen und
schweren Arbeitsunfaellen zur Kasse gebeten werden. Fuer die
Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststaetten ergaeben sich
voraussichtlich hoehere Beitragssaetze. Diese "Reform" ist aber auch
volkswirtschaftlich bedenklich, da Bemuehungen um Unfallvermeidung sich
dann weniger lohnen. Diese Idee, andere Branchen zu melken
("Lastenausgleich zwischen den Berufsgenossenschaften"), geht auf einen
Vorschlag des Geschaeftsfuehrers der Arbeitsgemeinschaft der
Bau-Berufsgenossenschaften, Dr. Joachim Berger, zurueck (Quelle:
Bau-Berufsgenossenschaften. Reform zur Finanzierung der Unfallversicherung
- Ausweg gegen Beitragsflucht vom 13. Juni 2001. Polemisch formuliert:
Andere Branchen sollen zahlen, weil zu viele besoffene Bauarbeiter vom
Hochhaus fallen. Siehe das bessere Konzept '"Effizienzsteigerung und
Modernisierung in der sozialen Selbstverwaltung" (PDF) der
Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbaende vom 14. Juni 1999 mit
weitergegehenden, detaillierten Vorschlaegen zur Effizienzverbesserung,
Buerokratieabbau und Kostensenkung auch in der gesetzlichen
Unfallversicherung.
http://www.bau-bg.de/information/content/presse/reformfinanz.html
http://www.bda-online.de/www/bdaonline.nsf/0/51ba15702e7c0b99412567910029dd2e/$FILE/SELBSTVERWALTUNG.PDF
 

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Das Tourismusmagazin berichtet ueber eine "UEberzeugende Renaissance des
Hotelfruehstuecks" bei der Hotelkette Hilton.
http://www.tourismusmagazin.com/Sites/T04_KonzepteStrategien_0234.html

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Der Bundesverband des Deutschen Getraenkefachgroßhandels hat fuer 2003
hoehere Preise angekuendigt. Die Lkw-Maut von 15 Cent pro km belaste ab 1.
August 2003 jeden Getraenkekasten im oberen einstelligen Cent-Bereich.
Zudem belaste die fuenfte Stufe der OEkosteuer jeden Lkw mit 1.600 Euro
pro Jahr.
http://www.bv-getraenkefachgrosshandel.de/

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Ein Fuehrer durch indische Restaurants in Wien von Horst Prillinger.
"AEhnlich wie bei den China-Restaurants hat sich ein "oesterreichisches
Curry" herausgebildet; teilweise ist die Anpassung an den
oesterreichischen Geschmack in einem Ausmaß erfolgt, dass der Unterschied
zwischen einem Curry und einem Gulasch mitunter kaum zu schmecken ist."
http://mailbox.univie.ac.at/~prillih3/inder/

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Die Deutsche Gesellschaft fuer Ernaehrung e.V. (DGE) verlieh dem
Eurest-Restaurant in Bad Vilbel das DGE-Logo. Es ist das erste Mal, dass
ein Caterer der Betriebsverpflegung diese Auszeichnung fuer einen
naehrwertoptimierten Speiseplan erhaelt.
http://www.compass-group.de/eurest.html

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Die Deutsche Ausgleichsbank (DtA) hat ein Foerderprogramm aufgelegt, mit
dem insbesondere Kleinstgruendungen aus dem Dienstleistungsbereich
unterstuetzt werden sollen:
- Gewerbliche oder freiberufliche Gruendungen (auch Heilberufe)
- Unternehmensuebernahmen
- Aktive Beteiligungen an einem Unternehmen
- Bestehende Unternehmen mit maximal zehn Beschaeftigten waehrend der
ersten drei Jahre nach ihrer Gruendung.
Ueber das so genannte Mikro-Darlehen koennen bis zu 25.000 Euro "schnell
und unbuerokratisch" beantragt werden. Das Darlehen laeuft ueber fuenf
Jahre, ein halbes Jahr davon tilgungsfrei. Fuer die gesamte Laufzeit gilt
ein Festzins. Der Hausbank kann eine Haftungsfreistellung von 80 Prozent
gewaehrt werden. Wichtig: Stellen Sie den Foerderantrag bei Ihrer
Hausbank, bevor Sie mit Ihrer Investition beginnen. Eine Kombination mit
anderen DtA-Produkten ist nicht moeglich!
http://www.dta.de/

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Diese Links zum Bierfestival in Antwerpen und zum Bierfestival in
Amsterdam haben wir dem 5. Newsletter der Kampagne fuer Gutes Bier
entnommen. In diesem empfehlenswertem Newsletter findet sich auch ein
Hinweis auf ein neues Kuerbisbier der Muehlviertler Brauerei Hofstetten,
das mit frischgepresstem Kuerbissaft eingebraut wird.
http://www.24-uur.be/
http://www.pint.nl/ned/bbf.htm
http://www.kgbier.at/
http://www.hofstetten.at/

Interessant auch der Hinweis auf den "Barth-Report" des Nuernberger
Hopfenhaendlers Joh. Barth & Sohn, der einen guten UEberblick ueber die
Entwicklung des Weltbiermarktes gibt. Den Abschnitt ueber die zukuenftige
Bedeutung des Rohstoffes Hopfens im Bier sollten Sie sich nicht entgehen
lassen.
http://www.johbarth.com/news-report.htm

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Der Weserkurier berichtet am 7. Oktober 2002 ueber die Ubernahme des
Bremer Weinhandelsunternehmens Reidemeister & Ulrichs durch die
niederlaendische Weinhandelsgesellschaft Baarsma Holding in Gorredijk:
"Weiteres Stueck Tradition verkauft" von Hansjoerg Heinrich.
http://www.rundu.de/
http://www.baarsma.com/

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Sieger des oesterreich-weiten "Pago-Oasen-Wettbewerbs" wurde das Parkhotel
Neubauer in Bad Sauerbrunn. Am Wettbewerbe teilnehmen konnten alle
Gastronomiebetriebe, die ueber die Brau Union OEsterreich einen
Sonnenschirm von Pago bezogen haben. Der Wettbewerb startete im Fruehjahr
2002. Eine prominent besetzte Jury testete die einladensten Gastgaerten,
Hotelterrassen, Sitzgaerten, Lauben und Eisdielen in den oesterreichischen
Bundeslaendern auf ihren Erholungs- und Erfrischungsfaktor. Insgesamt 300
Gastronomiebetriebe aus ganz Oesterreich beteiligten sich. Der landesweite
Sieger erhielt einen Reisegutschein im Wert von € 7.777,-.
http://www.parkhotel-neubauer.at/
http://www.pago.cc/

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Auf dem neuen Gastronomie-Portal Wogehmahin.info koennen sich Kaerntens
Gastronomen kostenlos mit einer elektronischen Visitenkarte vorstellen.
Innovativ ist die Offline-Werbung fuer dieses Internetportal auf
Bieretiketten, Zuckerpaeckchen und Milchverpackungen in Kooperation mit
Lieferanten der Gastronomie (Quelle: Prost, Nr. 20 vom 27. September
2002).
http://www..wogehmahin.info

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Vom 13. bis 15. November 2002 findet die Brau Beviale 2002 in Nuernberg
statt, der jaehrliche Branchentreff fuer Fachleute aus der Brauwirtschaft
und fuer Hersteller alkoholfreier Getraenke. Im Rahmenprogramm findet am
14. November ein Fachseminar fuer Getraenkegroßhaendler zum Thema "Trends
erkennen - Zukunft sichern" statt. Die Moderation obliegt Peter Sagasser,
dem Geschaeftsfuehrenden Gesellschafter der Sagasser-Vertriebs GmbH,
Coburg. Die Gesellschaft fuer Konsumforschung praesentiert den
Getraenkemarkt in Zahlen, Detlev Remy von Remy Consult, Bonn, spricht
ueber "Trends in der Systemgastronomie", Angelika Wiesgen-Pick,
Bundesverband der Deutschen Spirituosen-Industrie und -Importeure e.V.,
ueber "Spirituosen im Getraenkefachmarkt". Hans-Joachim Franck,
Markenvertriebs- und Forderungsgesellschaft mbH & Co. KG, Braunschweig,
ueber "Marketingaktivitaeten fuer den Getraenkefachhandel". Zum Abschluß
leitet Dr-Ing. Karl-Ullrich Heyse vom Fachverlag Hans Carl leitet eine
Podiumsdiskussion ueber "Logistik- und Ruecknahmesysteme fuer
Einweg-Pfand-Verpackungen im Vergleich".
http://www.brau-beviale.de/e/

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Jeden Donnerstag erscheint bei MSNBC in der Rubrik Living and Travel eine
Kolumne "Wine of the Week" von Edward Deitch. Am 29. August wertet er z.B.
eine Umfrage unter seinen Lesern aus, was sie beim Weinangebot in
Gaststaetten bemaengeln oder was ihnen positiv aufgefallen ist: "Tales
from the restaurant wine war":
- Fehlende Beschreibungen
- Beim Hauswein wird die Flasche an den Tisch gebracht, so daß sich der Gast
das Etikett anschauen kann
- nicht ganz so schlechte oder kleine Weinglaeser
- mehr halbe Flaschen im Angebot
- eine differenziertere Auswahl
- die Moeglichkeit, gegen Zahlung eines Korkengeldes eigenen Wein
mitzubringen
- zu hohe Preise fuer offene Weine im Vergleich zu Flaschenweinen
http://www.msnbc.com/news/LIV_Front.asp?ta=y

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UEber die "guest recognition"-Programme von Hotelketten schreibt Drew
Limsk in "The New York Times" vom 1. Oktober 2002: "Hotels are doing
business on a last-name basis". Z.B. haben Stammgaeste des Ritz-Carlton in
San Fransisco die Moeglichkeit, Fotos von sich machen zu lassen und dann
beschleunigt einzuchecken. Drei Mitarbeiter seien damit beschaeftigt,
Daten ueber Stammgaeste zu sammeln.
http://www.nytimes.com/2002/10/01/busine0/01FACE.html?ex=1034222400&en=591f0151b996a4f2&ei=5062&partner=GOOGLE

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Ergaenzend zu einer frueheren Meldung ueber die Eroeffnung der Unsicht-Bar
in Berlin, wurden wir auf ein aehnliches Projekt in der Schweiz
hingewiesen, die "Blinde Kuh" in Zuerich. Gut gefallen hat uns auf deren
Website eine Seite mit Antworten auf haeufig gestellten Fragen wie "Und
ihr Koch - ist der auch blind?".
http://www.unsicht-bar-berlin.de/
http://www.blindekuh.ch/pages/10fragen.html

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Abseits.de hatte im Monat September 2002 ueber 179.000 Pageviews.

Wenn Sie Geld fuer Online-Werbung uebrig haben, ist es hier gut angelegt.

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empfehlen wuerden, waere ich dankbar.

Mit freundlichem Gruss
 

Gerhard Schoolmann
http://www.abseits.de/