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Museumsgastronomie

Gastronomie in Museen

Museumsgasthöfe und -bistros sind heutzutage keine Besonderheit mehr. Im Unterschied zu einem Einzelrestaurant
  • liegen die Gasträume häufig mehr oder weniger weit weg von der Küche und den Lagerräumen, woraus sich besondere Anforderungen an den innerbetrieblichen Transport aber auch an ein transportfähiges Sortiment ergeben.

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  • Die Erwartungen der Gäste sind weit gestreut. Es gibt sowohl Gäste, die es besonders eilig haben, weil sie keine Zeit verlieren und schnell ihre Museumstour fortsetzen möchten, als auch Gäste, die es sich im Museumsrestaurant gemütlich machen möchten. Es gibt sowohl zahlungskräftige Gäste als auch häufig Schulklassen, Kinder und Jugendliche, die eine preiswerte Versorgungsgastronomie bevorzugen.

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  • Wo viele Gäste und ein kulturelles oder historisches Ambiente zusammenstoßen, muß trotz modernster Technik das Flair des Objekts erhalten bleiben.Wichtig sind z.B. diskret platzierte Kassenplätze und leise Kassendrucker. In Auerbach´s Keller in Leipzig und in den Gastronomiebetrieben "Der Andechser" der Klosterbrauerei Andechs wird z.B. eine Lösung von GastroFix verwendet.

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  • Das gastronomische Objekt sollte einen hohen Bekantheitsgrad und ein positives Image des Museums nutzen und bereits im Namen oder einem Namenszusatz, der regelmäßig mitgeführt wird, den Namen des Museums aufgreifen. Ein für manche Zeitgenossen erst auf den zweiten Blick sich erschließender Name ist z.B. "Codex" (für "Handschrift") für das Museumsrestaurant im Mainzer Gutenberg-Museum.

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  • Gelegentlich ist es geschickt, den Verkauf von Merchandising-Artikeln (des Museums) im oder in der Nähe des gastronomischen Objektes anzusiedeln. So sind im Leipziger "Parkrestaurant am Völkerschlachtdenkmal" in einem Seitenflügel nicht nur die öffentlichen Toiletten sondern auch ein Kiosk untergebracht, in dem die "gug Verlagsgalerie" Souvenirs, heimatgeschichtliche Produkte und Eintrittskarten für den Koloss anbietet. Vor der Gaststätte steht eine große Ausstellungsvitrine des stadtgeschichtlichen Museums. Im Restaurant erinnert an die Völkerschlacht, so ein großes Wandbild der Brandenburgischen Reiter bei ihrer Attacke gegen Napoleon. (Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 20. Februar 2002).

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  • Nachahmenswert ist es, wie im Museumsquartiers Wien, eine (preisgünstige) Lunchbox anzubieten, evtl. auch als gemeinsames Angebot mehrerer Betriebe. 
Daneben gibt es (Freilicht-)Museen und Themenparks, die einen bedeutenden Teil ihres Umsatzes mit der "Erlebnisgastronomie" machen und thematisch besonders abgestimmte kulinarische Angebote und Programme anbieten. Einigen Freilichtmuseen mangelt es an Einfluß auf "ihre" Gastronomie. Sie sehen sich dann unter Umständen mit Beschwerden der Besucher konfrontiert. 


Auf alle Fälle ist bei der Gestaltung der Zusammenarbeit zwischen Museum und Gastronomie ein stimmiges Gesamtkonzept sinnvoll. Das gastronomische Angebot sollte sich dem Museumsthema unterordnen und auch Themen von Wechselausstellungen aufgreifen.
 
"Catering [must be] an integrated part of the museum brand. We offer certain menu options that are inspired by the exhibitions on display. For example recently for the Japan 2001 festival and the current 'Cleopatra of Egypt' exhibition we helped them put together special menus."


Martyn Ladds, Brand Marketing Communications Director des Britischen Museums. Quelle: Jennifer Conlin: The Art of Dining. Museums are finding that a hot restaurant can be as powerful a drawing card as their priceless artifacts, in: "Time" vom 13. August 2001, Vol. 158, No.7. 
 
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Ausgewählte Museumsgastronomie in Museen

Museumsgastronomie ist relativ neu. Sie wurde lange Zeit von den Museumsverantwortlichen abgelehnt, weil sie sich vor Gerüchen und Dampf fürchteten und elektrische Leitungen wegen Brandgefahr verpönt gewesen sind. Die ersten Museumscafés wurden deshalb in Nebengebäuden untergebracht. Eine Ausnahme ist der Grillroom im "Victoria & Albert"-Museum in London gewesen; er wurde aber durch ein Selbstbedienungsrestaurant ersetzt.

Ausgewählte Museumsgastronomie in Freilichtmuseen

  • Poppel-Mühle im Schwarzwald. Umgesetzt wird das Thema "Geschichte erleben -  Kochen und Essen wie vor 100 Jahren" oder neudeutsch "Autentic-Food-Gastronomie". Die Betreiberfamilie gestaltet passend zur Gruppe, etwa dem Unternehmen, das einen Betriebsausflug macht, ein Konzept nach Maß, baut eine Wanderung im Schwarzwald ein, zeigt, wie Nahrungsmittel früher hergestellt worden sind und spannt die Gäste dabei mit ein. In einer historischen Küche wird in historischen Kostümen vor den Augen der Gäste gekocht. Das ganze ist eingebunden in ein großes Areal mit einem Mühlenmuseum, einem Biergarten, einem Gewölbekeller, einer alten Hufschmiede und vielem mehr. Geplant ist eine Erweiterung zu einem Freilichtmusem und ein Hotel nach dem Motto "Schlafen wie vor 100 Jahren". Natürlich ist das Konzept extrem kinderfreundlich mit Karussels, Streichelzoo (siehe dazu auch unsere Seite "Zielgruppe: Kinder"
  • Das Museum am Kiekeberg hat ein auf dem Museumsgelände stehendes, verpachtetes Gasthaus. Die Website des Restaurants.
  • Museumsrestaurant Roscheiderhof.
  • Fränkisches Freilandmuseum in Bad Windsheim mit mehreren gastronomischen Betrieben an und auf dem Museumsgelände.
  • Radizierte Tafernwirtschaft "Ehrn" im Niederbayrischen Freichlichtmuseum in Finsterau (Bayrischer Wald).
  • Gasthaus Ochsen im Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck (bei Tuttlingen).
  • Gastronomie im Bergwerksmuseum Peiting. rb-media.com plant und gestaltet das komplette Werbekonzept für diese Gastronomie. Unter anderem wird eine Live-Schaltung via Web Cam realisiert. Eine weitere Website www.funbergwerk.com ist geplant..
  • APX in Xanten mit einer römischen Herberge und der archäologische Themenpark 
  • Archeon bei Alphen a. d. Rijn/Niederlande mit einem römischen Gasthaus.
  • Casino Zollverein.

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Aktualisiert am 9. Januar 2009