Thomas
Mann
Im Alter von 54 Jahren erhält Thomas Mann am 10. Dezember 1929 für
seinen Roman "Buddenbrocks"
den Literaturnobelpreis.
Genauso wie sein Bruder Heinrich
hat er wohl seine künstlerische Begabung von seiner deutsch-brasilianischen
Mutter Julia geerbt. Er lehnt es ab, die Geschäfte seines Vaters,
des Lübecker Kaufmanns, Konsuls und Senators fortzuführen und
studiert stattdessen in München. Mit 22 beginnt er mit seinem ersten
Roman "Buddenbrocks", in dem er den Niedergang einer norddeutschen Patrizierfamilie
im Laufe von vier Generationen schildert und der ihn bereits zum Bestsellerautor
werden läßt. Er heiratet die Professorentochter Katja und lebt
die weniger bürgerlichen Teile seines Wesens nur noch in Romanen aus,
so seine homosexuellen Sehnsüchte.
Von 1898 bis 1900 arbeitet er als Lektor und Korrektor bei der satirischen
Zeitschrift "Simplicissimus".
Nach einer Aussöhnung mit seinem Bruder Heinrich, mit dem er sich
über dessen politisches Engagement zerstritten hatte, wendet er sich
ab 1922 gegen den aufkommenden Faschismus. 1933 emigriert er in die Schweiz
und 1938 in die USA, deren Staatsbürgerschaft er 1944 annimmt. Als
er 1952 im Rahmen antikommunistischer Hysterie in den USA bedroht wird,
zieht er nach Kilchberg in der Nähe von Zürich, wo er bis zu
seinem Tode im Jahre 1955 lebt.
Thomas Manns Werke sind inhaltlich meistens pikant. "Wälsungenblut"
schildert zum Beispiel die Inzestverbindung eines Zwillingspaars, "Tod
in Venedig" die homoerotische Leidenschaft eines alternden Schriftstellers. |
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