Kaffeehaus- oder Kaffeebarkonzepte lassen sich nach ihren
historischen Ursprüngen und ihrem Ambiente unterscheiden:
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Kaffeehäuser im Wiener Stil
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Espressobars italienischen Stils
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Coffee-Bars anglo-amerikanischen Stils
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Coffe-Bars italo-amerikanischen Stils
In islamischen Ländern ist Kaffee seit vielen Jahrhunderten sehr beliebt
gewesen, möglicherweise auch weil Alkohol verboten gewesen ist. Von
dort wurde er über Venedig (erstes Kaffeehaus 1647) nach Europa eingeführt.
Für einen türkischen Mokka werden die gerösteten Bohnen
zunächst im Mörser fein zerstoßen und dann mit heißem
Wasser überbrüht oder, wie heute noch bei Nomaden zu finden,
in einer feuerbeständigen Kanne, die man ins offene Feuer legt, gekocht.
Der Satz verblieb in der Tasse.
Die Wiener Kaffeehaus-Tradition geht zurück auf das Jahr 1683
als die Türken Wien belagerten. Georg Franz Kolschitzky, ein gebürtiger
Armenier und Dolmetsch der orientalischen Handelskompanie, schlug sich
durch die feindlichen Linien durch zu Polens König Sobiesky. Dieser
sandte ein Entsatzheer, welches Wien befreite. Die Türken flohen Hals
über Kopf. Als Retter Wiens hatte Kolschitzky erste Wahl bei der Beute.
Er verschmähte Gold, Waffen und andere Utensilien. Lediglich Säcke
mit braunen Bohnen, mit denen niemand etwas anzufangen wußte, beanspruchte
er für sich. Kolschitzky kannte diese Kaffeebohnen von seinen Reisen
in die Türkei. Kolszitski erfand 1685 den Kaffeefilter. Er war es
auch, der das bittere Getränk mit Milch und Zucker versetzte. Diese
Zutaten verhalfen dem Kaffee zu einer europaweiten Karriere mit einer Vielzahl
von Kaffeehäusern, die teilweise heute noch existieren:
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Le Procope, Paris, 1686, eröffnet
vom Italiener Francesco Procopio dei Cottelli. Das erste Café in
der Welt, zur Zeit aber als Restaurant betrieben. Voltaire trank hier angeblich
eine Mischung aus Kaffee und Schokolade. Francesco bot nur zwei Spezialitäten
seines Landes an: Kaffee und Eis. Berühmt machten ihn Gewürz-Cocktail
aus Moschus, Koriander, Dille und Fenchel, der "Procope".
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Kaffeehaus "Kaffeebaum",
Leipzig, 1711.
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Caffé Florian, Venedig,
1720.
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Hotel-Restaurant-Kaffehaus
Winter (PDF-Datei), Schöppingen-Eggerode.
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Kaffeehaus,
Florenz, 1776.
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Weingarnter in
Wien, 1872 wurde der Betrieb eröffnet und ist bis heute das einzige
noch erhaltene klassische Wiener Kaffeehaus im 15. Wiener Gemeindebezirk.
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Café
Schottenring, Wien, 1879.
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Café de Flore, Paris
- St. Germain, 1887.
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Hotel
und Café Europa, Prag, 1889. Jugendstil.
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Kaffee-
und Speisehalle "Am Serrahn", Bergedorf, 1891.
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Café Restaurant Dreier, Wien, 1897.
Das einzige was erhalten blieb, ist die alte Stuckatur und die Holzlamperie.
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Café Restaurant Prückel,
Wien, 1903.
Um 1800 erfand der Count
von Rumford eine Vielzahl nützlicher Küchengeräte,
so eine Kaffeeröstmaschine
und eine Thermoskanne,
wodurch sich das Angebot in Gaststätten erheblich erweitern ließ.
1804 gab es in Wien bereits 89 Kaffeehäuser und nach dem Wiener
Kongreß (1814/15) gab es 1819 150 Cafes. Um die Jahrhunderwende war
die Zahl auf 600 gestiegen. Das typische Angebot umfaßte Kaffee-Spezialitäten,
Kakao, Tee, Milch, Schokolade, Mineralwasser, Sodawasser, Limonade, Eis,
Wein, Schnäpse und Liköre.
War ursprünglich der Besuch eines Kaffeehauses Männern vorbehalten,
so war es um 1870 modern mit der Familie ein Kaffeehaus zu besuchen. Sogar
Damensalons für Damenkränzchen wurden eingerichtet. Ab dieser
Zeit entstanden neue Formen des Kaffeehauses, nämlich die Kaffee-Konditorei,
Espresso
und Cafe-Restaurants. Während es 1938 in Wien 1283 Kaffeehäuser
gab nahm die Zahl bis 1994 auf 584 ab. Dafür gab es nun 705 Cafe-Restaurants,
182 Cafe-Konditoreien und 1083 Espressos.
Die traditionellen Kaffeehäuser Wiener Stils leiden nicht nur
in Wien unter niedrigen Umsätzen pro Flächen- und pro Zeiteinheit
im Vergleich zu anderen gastronomischen Konzepten (etwa auch den Kaffeeshops
amerikanischen Stils mit ihrem hohen Anteil an Take-Away, aber auch im
Wettbewerb mit Betrieben anderer Branchen um laufkundenstarke Standorte).
Der Verband der Europäischen Traditionscafes
(Associazione Europa
di Café Storici`) mit Sitz in Triest fordert deshalb sogar eine
finanzielle Unterstützung durch den Staat und betrachtet seine Mitgliedsbetriebe
als schützenswerte Kultur. Die Mehrheit der 30 Mitglieder des im Herbst
2000 gegründeten Verbandes sind Betriebe aus Österreich, dazu
zählen das Antico
Café Greco (Rom), das Café Tomaselli
(Salzburg), das Café Musil (Klagenfurt),
die Cafés Prückel,
Weingartner,
Schottenring,
Diglas,
Dreier
und Hawelka (alle
Wien), Gerbaud (Budapest), Orient Express (Zagreb) sowie San Marco und
Tommaseo (Triest). Das Logo des Verbandes stellt ein ein typisches Kaffeehaus-Tischchen
mit Marmorplatte, dampfender Kaffeetasse, Zeitung und beigestelltem Thonet-Sessel
dar.
Die nachfolgende Eingruppierung verschiedener Konzepte in Kaffeehäuser
Wiener Stils, Espressobars italienischen Stils und Coffee-Shops amerikanischen
Stils ist teilweise fraglich, denn konkrete Konzepte verwenden mitunter
Stilelemente unterschiedlicher Traditionen. So sieht sich das Traunsteiner
fendesi
einerseits als "Kaffeehaus", aber es gibt dort auch aromatisierte Kaffees,
typisch für US-Konzepte, und italienische Kaffeespezialitäten.
Das Unternehmen Café Einstein
in Berlin bewirtschaftet sowohl Kaffeehäuser klassischen Stils als
auch Kaffeebars. Interessant ist auch die Kombination aus Tapas-Bar und
Cafe von Cafe & Bar Celona
mit Filialen von Oldenburg bis jüngst Frankfurt am Main (Oktober 2002).
Kaffeehäuser Wiener Stils
Maximilian Platzer, Vorsteher der Wiener Fachgruppe Kaffeehäuser:
"Kein kalter Kaffee.
Traditionscafé
wird niemals aussterben".
Espressobars italienischen Stils
Größere Ketten bzw. Franchise-Geber oder Konzeptanbieter sind:
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Segafreddo.
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Testa Rossa Café. Informationen
über diesen Franchise-Nehmer finden sich auf der Site von franchise-net.de.
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Lavazza.
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Kaffee
& Konzepte. Il Café di Roma, in: Drinks.ch, ein ursprünglich
spanisches Franchising-Konzept, das 1994 von Lavazza aufgekauft worden
ist
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Morrick´s Coffee - ein Franchise-Geber
mit einer Kombination von italienischer Espressokultur und amerikanischer
Systemgastronomie.
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Nannini Coffeeshops. Die
italienische Coffeeshop-Kette um den Ex-Rennfahrer Alessandro Nannini und
die Rock-Sängerin Gianna Nannini bereitet ihre europaweite Expansion
in Städte ab 25.000 Einwohner vor, wobei Deutschland als wichtigster
Auslandsmarkt betrachtet wird. Neben italienischem Kaffee und Capuccino
sind frisch zubereitete Süßigkeiten aus der Toskana, Eis und
Pasta-Speisen im Angebot.
Coffee-Shops amerikanischen Stils
Ein Mischung aus Latte Macciato und Lifestyle steht für dieses aus
den USA importierte oder auch abgeguckte Konzept. Pionier ist Starbucks.
Im März 2001 eröffnete er den ersten Laden in Europa und will
in einem Joint-Venture mit Karstadt auch Deutschland erobern.
In Deutschland haben eine ganze Reihe von Me-Toos bereits kleine Ketten
aufgebaut. Das Gastronome-Portal Cafe-Future.net beschreibt "20
Kaffeebar-Konzepte in Deutschland". Zudem gibt es zahlreiche Einzelkämpfer,
wovon aber nur ein geringer Teil eine eigene Website hat. Mittlerweile
befinden sich aber auch einige der aggressiv wachsenden Ketten im Insolvenzverfahren
oder haben Schwierigkeiten, weiteres Wachstum zu finanzieren.
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Zu den Pionieren auf dem deutschen Markt gehört World
Coffee.1997 eröffnete Roman Koidl auf der Börsenstraße
in Frankfurt (Main) die erste Bar nach amerikanischen Vorbild. Auf 38 Quadratmetern
bot er gestressten Börsianern 192 Kaffeesorten - von klassisch über
aromatisiert bis eisgekühlt - im Pappbecher zum Mitnehmen oder in
der Porzellantasse an der Theke an.1998 stieg das Venture-Capital-Unternehmen
3i Deutschland mit 20 Prozent bei World Coffee ein, das Land Brandenburg
folgte mit einer 20-prozentigen Beteiligung. Heute ist World Coffee nach
Segafredo und Lavazza mit 15 Filialen in Berlin, Hamburg, Kiel, Göttingen
und Frankfurt der drittgrößte Anbieter in Deutschland.
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Jacobs J-Cups
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Tchibo Coffeebar
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San Francisco Coffee Company. Am 7. März
2002 eröffnete san francisco coffee company den ersten Coffee Place
in Zürich. In Deutschland hat die san francisco coffee company seit
ihrer Firmengründung Ende Mai 1999 bereits acht Standorte eröffnet.
Gründer sind Dr. Katharina Bernau und Sebastian Seiguer. Die Wahl
auf Zürich als ersten ausländischen Standort fiel, weil Zürich
zu den modernsten und multikulturellsten Städten Europas zählt,
neben Barcelona, London und Paris. Zudem rangiert die nach Skandinavien
auf Platz zwei der Kaffeetrinker. Durchschnittlich trinken sie fünf
Tassen täglich. Die Deutschen hingegen begnügen sich schon mit
4,1 Tassen. Die san francisco coffee company ist mit neun Standorten in
München, Starnberg und Zürich / Schweiz das siebtgrößte
Kaffeebar-Konzept in Deutschland. Es ist das Erste in Deutschland gegründete,
welches international tätig ist. Im Jahr 2002 sollen weitere zehn
Filialen eröffnet werden (Quelle: Pressemitteilung der san francisco
coffee company vom 8. März 2002)..
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Henry's Coffee World, Köln,
Ulm
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FrazerCoffee, Frankfurt am Main.
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The Coffee Store, Heidelberg und
Mannheim
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Deli Star Bagel & Coffee, Mannheim,
München
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Caras Gourmet Coffee, Berlin-Wilmersdorf
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Einstein Kaffee Coffeeshops,
Berlin, Bonn, Singen.
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Coffeeshop Company, Österreich.
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Coffeestar, Berlin-Prenzlauer Berg.
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Cup&Cino Kaffeesystem Vertrieb.
Eine erste Filiale in Östereich im Frühjahr 2002, ein weiteres
in Portugal ist geplant. Das Konzept wurde vor zwei Jahren in Deutschland
gestartet; bis Ende 2002 sind 15 in Deutschland geplant..
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Zoll1. Am 15. März 2002 eröffnete
der einzige Coffeeshop der Hamburger Speicherstadt. Es riecht nach Zimt,
Kaffee und fernöstlichen Gewürzen. Fast könnte man glauben,
man steht in einem türkischen Basar, denn rings um einen herrscht
eifriges Treiben. Der Duft kommt jedoch aus dem Coffeeshop nebenan, nur
die heftige Betriebsamkeit ist hausgemacht – wir sind in der Speicherstadt.
Hier, wo sonst Teppiche gelagert werden, Gewürze, Tee und Kaffee den
Besitzerr wechseln. Genau hier werden seit dem 15. März köstliche
Leckereien kredenzt. In einem einzigartigen Ambiente. Ein altes Zollhäuschen
wurde umgebaut in einen modernen Coffeeshop. Der Name ist Programm: Zoll
1. Im Angebot: Kaffeespezialitäten, Ciabatti, Bagel, Croissant, Baguettes,
Pancakes, Kuchen etc – alles mit Frischegarantie. Der letzte Kaffee vor
der Grenze!
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Starbucks. Am 24. Mai 2002 hat
die Karstadt Coffee GmbH, ein Joint Venture der Starbucks Coffee Company
und der KarstadtQuelle AG, die beiden ersten Coffee Houses in Berlin (in
den Haakeschen Höfen und direkt neben dem Berliner Tor) eröffnet.
Beide Filialen sind nicht mit einem Internet-Zugang oder Wireless-LAN-Netz
ausgestattet, der die New Yorker Starbucks-Filialen zu einer regelrechten
Attraktion macht. Der drahtlose Online-Zugang wirde in der US-Metropole
von der Telekom-Tochter VoiceStream betrieben. Die monatliche Flatrate
koste, so Chip Online, rund 20 Dollar und werde von amerikanischen Geschäftsleuten
gerne auch einmal dazu genutzt, die Arbeit in der nächstgelegenen
Starbucks-Filiale zu erledigen. Christiane Kühl: Die
Coffeemaschine, in: Die Zeit vom 5. Juni 2002. Über die Eröffnung
von Starbucks-Filialen in Deutschland. Eine Linksammlung von Artikeln
über Howard Schultz, den Gründer von Starbucks. Einen Überblick
über das Starbucks-Konzept bietet Gastrofacts.ch. Starbucks
Deutschland
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Morrick´s Coffee. Franchise-Geber.
Kombination von italienischer Espressokultur und amerikanischer Systemgastronomie.
Kritische Erfolgsfaktoren
Wer eine Kaffebar eröffnen möchte, sollte die kritischen Erfolgsfaktoren
beachten:
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Der wichtigste Erfolgsfaktor ist der Standort.
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Der Umsatz in Kaffeebars baut sich langsam auf. Es braucht bis zu einem
Jahr bis eine sehr gute Auslastung erreicht wird. Dies ist insoweit gefährlich,
als man viel Geld verbrennen kann, bis man einen schlechten Standort erkennt.
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Der Durchschnittsbon erreicht im Unterschied zu speisenorientierten
Konzepten wenig mehr als den Preis eines teuren Becher Kaffees.
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Die Nettorenditen erreichen nur ca. 10% vom Umsatz und vertragen damit
keine überhöhten Over-Head-Kosten (zentrale Werbung, Entwicklung
und Verwaltung).
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Diese nicht sehr hohen Nettorenditen erlauben keine schnelle, selbstfinanzierte
Expansion.
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Fremdkapitalfinanzierung kommt selten in Frage, denn welche Bank gibt einem
Gastronomen Kredite? Für Risikokapitalbeteiligungen aber mit ihren
hohen Gewinnerwartungen reichen Nettorenditen und Wachstumserwartungen
möglicherweise nicht aus. Was bleibt, ist Franchising mit allen negativen
Begleiterscheinungen, in der ersten Expansionsphase vor allem der Gefahr
einer Verwässerung des Konzeptes und des Images eines Konzeptes.
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Qualifiziertes Personal ist schwer beschaffbar; die Aus- und Weiterbildung
von Baristas deshalb eine zentraler Erfolgsfaktor. Die italienische Bezeichnung
„Barista“ ist hier zu Lande außer in Fachkreisen nahezu unbekannt;
sie ist als Berufsbezeichnung mit hohem Statuswert noch nicht anerkannt.
Inzwischen gibt es auch schon in Deutschland die entsprechenden Kurse.
Der Trend geht dabei weg von einstündigen Vorführungen, wie sie
Burkhof auf Messen in den letzten Jahren amüsanterweise geboten hat
hin zu mehrtägigen und mehrwöchigen Schulungen wie sie etwa Lavazza
anbietet..Vom Können und Kommunikationstalent eines Baristas wird
in entscheidender Weise der Erfolg einer Coffee- oder Espresso-Bar bestimmt.
Er muß umfangreiches Wissen über Kaffeesorten und ihre Eigenschaften
besitzten, Sachkenntnisse über den Extraktionsprozeß, die Technik
der Maschinen und das Zusammenwirken dieser Faktoren. In den USA gibt es
jährliche Barista-Wettbewerbe, bei denen landesweit die Besten gekürt
und ausgezeichnet werden. Am 15. Oktober 2000 wurde in Monte Carlo von
der SCAE (Specialty Coffee Association
of Europe) die erste Barista-Weltmeisterschaft durchgeführt. Die Jury
bewertete hierbei die Handhabung der Technik, das Timing, die Art der Präsentation,
das Aussehen des Getränkes und natürlich nicht zuletzt Aroma
und Geschmack. Die Kaffeerösterei Pauli
Michel Kaffee bietet im Rahmen ihres Angebots "Coffee-Shop-Konzepte
nach Maß" von der maßgeschneiderten Einrichtung (inkl.
Ausstattung für die Produkt-Präsentation) über die Zubereitungs-Geräte
bis zur Laden-Dekoration auch hausinternen Kaffee-Seminaren für die
Mitarbeiter ihrer Kunden. Geschult werden sie in der fachgerechten Bedienung
der Maschinen ebenso wie in der Kunst der Kaffeezubereitung und des erfolgreichen
Verkaufs.
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Die Qualität des Kaffees ist unbestritten Voraussetzung für
einen Erfolg. Aber welche Kaffeemarke sollte man verwenden? Man kann für
sich das Image eines guten Lieferanten
und/oder einer sehr guten Marke einsetzen. Oder man kann versuchen, selbst
eine Kaffeemarke aufzubauen, indem man eine eigene Gastromarke kreiert.
Diese wiederum kann man entweder selbst röstet oder sie fertig - mit
eigenem Namen und Logo - beziehen.
Objekte in Handels-Outlets leiden möglicherweise unter:
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den eingeschränkten Ladenöffnungszeiten (es sei denn, man kann
sich etwa mit einem separaten Eingang davon abkoppeln),
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einer versteckten Positionierung im Gebäude,
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wenn sie nicht Parterre untergebracht sind,
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wenn Außenwerbeflächen fehlen.
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wenn das Objekt von außen nicht eingesehen werden kann.
Siehe dazu auch "Shop-in-Shop: Hohe Erwartungen nicht erfüllt",
in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 21. Dezember 2002.
Ausländische Kaffeebars online
Fair Trade Kaffee und Coffee Shops
Die "Fair Trade"-Bewegung entstand Mitte der 70er Jahre des
vorigen Jahrhunderts als ein pädagogisches Konzept, um mit alternativen
Handelsmethoden der europäischen Öffentlichkeit die Ungerechtigkeit
und das soziale Ungleichgewicht des internationalen Handels zu demonstrieren.
Polemisch formuliert: Als die Linken Geld für Waffen für Befreiungsorganistionen
in der DrittenWelt sammelte, beruhigten christliche und gewerkschaftlich
organisierte Jugendlichen ihr Gewissen durch den Konsum gerecht gehandelter
Genußmittel.
Das Konzept "fair gehandelter Kaffee" basiert auf dem
Direktbezug von Rohkaffee bei Produzenten und Kleinbauern durch altruistisch
motivierte Handelsorganisationen und Käufer in Industrieländern.
In Deutschland sind die katholischen Dritte-Welt-Läden aber auch die
Friedrich-Ebert-Stiftung der SPD Protaganisten dieser Bewegung gewesen,
die in den Niederlanden und Belgien entstanden ist. Bekannteste Marke in
Deutschland ist das Gütesiegel von Transfair
e.V., einem Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten
Welt". Lizenzverträge bestehen mit neun Röstereinen und drei
Importfirmen. Einige Handelsketten bieten TRANSFAIR-Kaffee in Supermärkten
an. Die Vergabe des Gütesiegels ist an Bedingungen gekoppelt: Die
Firmen verpflichten sich,
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einen Mindespreis von rund 2 DM pro Pfund zu zahlen,
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den Kleinbauern 60 Prozent des Kaufwertes im voraus zu überweisen,
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langfristige Abnahmegarantien zu geben und
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nur mit Genossenschaften aus einem festgelegten Produzentenregiester
zu handeln.
Neben Kaffee spielt der "faire" Handel auch eine gewisse
Rolle bei anderen Produken, etwa Orangensaft, Tee, Schokolade, Bananen,
Honig und Bonbons. Siehe auch die Website der International
Federation for Alternative Trade.
Viele Firmenkantinen, Büros, Cafés, Hotels, Unimensen und
Behördencafeterias schenken ihren Gästen mittlerweile bewusst
Kaffee, Tee, Kakao und Orangensaft aus Fairem Handel aus. Damit reagiert
die Gastronomie auf das Verbraucherinteresse, Genuss und Sozialverträglichkeit
zu verbinden. Einer der prominentesten Anbieter von Fairem Kaffee, wenn
auch als Zusatzangebot, ist Starbucks. Eine vollständige
Liste im Word-Format kann bei Transfair e.V. heruntergeladen werden.
International bieten auch bereits eine Reihe von Coffee Shops fair
gehandelten Kaffee an. Siehe eine Liste
von organicconsumers.org.
Internationale Dachorganisation der nationalen Fair Trade-Organisationen
ist die Fair Trade Labelling Organisation
International (FLO). Internationale Dachorganisation der Shops, die
mit Fair Trade-Produkten handeln ist das Network
of European World Shops (NEWS).
Weiterführende Links
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Abseits.de: Warenkunde Kaffee
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Abseits.de: Kaffeespezialitäten im
Café Abseits.
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Abseits.de: Kaffeemaschinen und -mühlen
für die Gastronomie
-
Abseits.de: Kaffeelieferanten für
die Gastronomie
-
Abseits.de: Bücher und CDs zum Thema Kaffee
-
Abseits.de: Coffee Shops und Fair Trade
Coffee
-
Abseits.de: Bagel
-
SmellTheCoffee.com, eine englischsprachige
Community für Kaffeeliebhaber mit einem Verzeichnis von Kaffeehäusern
in aller Welt, einer Nachrichtenbörse und koffeeinhaltigen Rezepten
sowie einem Verzeichnis von Spielen rund um den Kaffee.
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Wiener Kaffeehausmuseum
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cafescene.com.
Diese kanadische Website stellt in Wort und Bild zahlreiche Kaffee-Konzepte
mit Outlets in Kanada und und den USA vor.
-
Der
neue Kaffeekult – von boomenden Coffee Bars, Coffee Shops und Coffee Houses,
in: Kaffee-Text 3/01.
-
SCAE.DE. Spezialitäten
Kaffee Vereinigung von Deutschland..
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SCAA (Specialty
Coffee Association of America).
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Kaffeebar:
Gute Geschäfte mit braunen Bohnen, in: Die Welt vom 10. September
1999.
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Von Melitta stammt das Espressobar-Konzept
"Vacanza", eine variable und schlüsselfertige Bar, die auf der Hogatec
2000 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Benötigt
wird lediglich eine Mindestgrundfläche von 12 Quadratmetern. Die Espressobar
besteht aus Möbeln (Theke, Rückbuffett, Schubfächer,
Regale, Barhocker, Kühlschrank, Geschirrspüler) und Vacanza Design-Geschirr
(Espresso-, Cappuccino-, Milchkaffeetassen sowie Latte Macchiato-Gläser).
Hinzu kommt der Einzeltassen-Vollautomat Melitta c5 mit integriertem Milchaufschäumer.
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Von der Höchst Service Gastronomie
GmbH, die von der Compass Group
Deutschland übernommen wurde, stammt das Ganztageskonzept "Caffè
Ritazza" (10.30 h bis 20.00 h). Es soll am 7. Juli 2002 im Industriepark
eröffnet werden. Kennzeichnend ist eine moderne Italo-Ausstrahlung
und die Verwendung frisch gemahlener Ritazza-Bohnen. Dazu sind süße
Snacks (cake & Backwaren) erhältlich und abends werden kleine
Snacks und fruchtige Cocktails geboten. Ab 7. Juni wird das Caffè
im Gebäudekomplex des Restaurant Süd (H 760) täglich geöffnet
sein.
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Christiane Kühl: Die
Coffeemaschine,. in: Die Zeit vom 5. Juni 2002. Über die Eröffnung
von Starbucks-Filialen in Deutschland.
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Tobias Döbker: Wiener
Kaffeehaus Hawelka, in: Mannheimer Morgen vom 3. Februar 2001.
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Olaf Deininger: Der
Boom der Kaffeehaus-Ketten ist vorbei, in: Die Welt vom 21. Oktober
2002.
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Berliner
Cafés, in: "kaffee
- vom schmuggelgut zum lifestyle-klassiker" - eine Ausstellung des
Freilichtmuseums Domäne Dahlem/Stiftung Stadtmuseum Berlin in Zusammenarbeit
mit der Sammlung Eduscho/Bremen und dem Verein "Freunde der Domäne
Dahlem e.V." vom 13. Septemberg 2002 bis 11. Februar 2003.
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Ein Interview
mit Vanessa Kullmann, der Gründerin der Kette Balzac
Coffee, in "Die Zeit", Ausgabe 47/2001..
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Ein weiteres Interview
mit Vanessa Kullmann in der "Brigitte".
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Das
Café Hawelka in Wien, das Café Gerbeaud in Budapest, das
Café Slavia in Prag - drei berühmte Beispiele einer Kultur,
die seit den Zeiten Maria Theresias bis heute besteht. Kaffeehäuser
waren und sind Wohnzimmer und Zufluchtsort in einem. Die Ober nahmen Anrufe
oder Post für ihre Stammgäste entgegen, und Peter Altenberg,
der berühmte Wiener Kaffeehaus-Literat der Jahrhundertwende, gab das
Café Central sogar als seine Adresse an. Vom luxuriösen Café
New York in Budapest heißt es, der Komponist Ferenc Molnár
hätte den Türschlüssel in die Donau geworfen, damit das
Café für seine Gäste immer geöffnet hätte. Im
Kaffeehaus wurde Politik gemacht, Literaturgeschichte geschrieben, gelacht,
geschimpft und natürlich auch gegessen und getrunken.
Das im September 2003 erschienene Buch "Das
Kaffeehaus" bietet 120 Originalrezepte, die alle von österreichischen,
ungarischen und tschechischen Zuckerbäckern stammen und die Erfahrungen
und Kniffe dieser Profis enthalten. Torten, Strudel, Kaffeegebäck,
Omeletts, Knödel und Puddings werden zu Hause genauso gut schmecken
wie im Kaffeehaus, denn die Schritt-für-Schritt-Rezepte und die ausführliche
Warenkunde machen das Nachbacken leicht. Beim Kaffeekränzchen lassen
sich zu Spezialitäten wie Einspänner oder Mazagran eine Sachertorte,
Kipferl oder ein Guglhupf genießen, so üppig, süß
und köstlich, wie es schon die k. u. k. Gesellschaft liebte. Die meist
böhmisch beeinflussten Mehlspeisen, wie Palatschinken oder Powidltascherln,
schmeicheln dem Gaumen und dem Auge gleichermaßen. Auch wenn die
Beziehungen zwischen Österreich, Ungarn und Tschechien nicht immer
die besten waren, die Küche blieb grenzüberschreitend den alten
Traditionen treu.
Die Gerichte sind oft nach berühmten Komponisten, Politikern,
Prinzen oder Generälen benannt. Die Esterházyschnitten, jene
berühmten Nussschnitten, gefüllt mit Kirschbuttercreme, heißen
nach einer ungarischen Fürstenfamilie, die die Musik und die Kochkunst
förderte. Das ungarische Nationalgebäck Rigó Jancsi, ein
Schokoladenkuchen mit Cremefüllung, trägt den Namen eines Geigers,
der in einem Pariser Hotel die Damenwelt bezauberte. Solche Anekdoten und
Geschichten aus der Blütezeit des Kaffeehauses sowie Kurzporträts
der berühmten Cafés (mit Adressen und Öffnungszeiten)
tragen zum Charme des Buches bei. Denn das Kaffeehaus ist viel mehr als
seine klassischen Backwaren, es ist, wie Alfred Polgar schrieb, ein Ort
für "Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen".
Der Autor Rick Rodgers ist Gewinner des Bon-Appétit-Preises
als bester Kochlehrer des Jahres 1999 und hat bereits 20 Bücher veröffentlicht.
Für "Das Kaffeehaus" recherchierte er in Wien, Budapest und Prag.
Im amerikanischen Radio und Fernsehen tritt er häufig auf, als Koch,
Berater und Pressesprecher für diverse Lebensmittelkonzerne. Er lebt
in New York. (Quelle: Pressemitteilung des Christian Verlages). |
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