Vorgehensweise für eine erfolgreiche
Website
Was sind die Grundsätze für eine erfolgreiche Website? Es sind
fünf an der Zahl:
-
Du stehst am Ende der Sackgasse.
-
Du mußt geben, um zu verkaufen.
-
Du mußt Vertrauen schaffen.
-
Erst ziehst Du Besucher mit Inhalten an, dann versorgst Du sie per E-Mail
mit Nachrichten.
-
Du brauchst eine Nische.
1. Du stehst am Ende der Sackgasse
Eine veröffentlichte Website ist wie ein Schaufenster am Ende einer
Sackgasse. Wenn Du Kunden haben willst, mußt Du ihnen einen Grund
liefern, bei Dir vorbeizuschauen.
Manche raten Dir: "Mach eine professionell wirkende Website und sie
werden kommen." Aber das funktioniert nicht. |
|
|
| Die wunderschönste Website der Welt ist einen Dreck wert, wenn
die Leute sie nicht besuchen, um sie zu bewundern und dort einkaufen. |
|
|
| So muß die erste Frage sein, noch bevor Du Deine Website baust:
Wie willst Du die Leute dazu bewegen, sie zu besuchen? |
|
|
Vielleicht sieht Dein Marketing-Plan wie folgt aus:
-
Banner-Anzeigen für mindestens zwei Monate,
um den Namen der Website bekannt zu machen.
-
Suchmaschinen-Positionierung, beginnend mit
HotBot und Altavista und dann bei Infoseek, Lycos und Excite.
-
Linktausch mit Lieferanten und Einträge in Online-Branchenbüchern
-
Ein Preiswettbewerb verbunden mit Öffentlichkeitsarbeit.
-
Ein Newsletter
mit Brancheninformationen und Nachrichten aus Denem Unternehmen, wofür
von Anfang an Adresen gesammelt werden.
Dann entscheidest Du, welche dieser Aktivitäten Du in Deiner Firma
machen kannst und welche Du außer Haus gibst, entscheidest wieviel
Geld Dir jede einzelne Maßnahme wert ist und kümmerst Dich um
die Finanzierung. Dein Marketing-Plan kann auch anders aussehen wie dieser,
aber Du muß Deiner Zielgruppe einen Grund geben, Deine Website zu
besuchen. |
|
|
Viele Websites sind furchtbar dünn. Sie informieren über
das Unternehmen und seine Produkte und Dienstleistungen, aber es gibt nichts,
was einen veranlassen könnte, die Seite ein zweites Mal aufzusuchen.
Jeder Surfer überlegt beim Besuch einer Seite: "Soll ich diese URL
in mein Bookmark-Verzeichnis aufnehmen?" Jeder Webmaster überlegt:
"Setze ich darauf einen Link?" Deshalb sind Inhalte am wichtigsten. Bernadette
Burke hat im Editorial zum wöchentlichen Newsletter "Nua
Internet Surveys" vom 29. März 1999 die Websites einiger Verlagshäuser
mit harten Worten so kritisiert:
"A lack of understanding coupled with a lack of vision for the new
medium has been at the heart of the problem. Indeed, some of the world's
largest magazine publishing houses have yet to offer anything other than
subscription information online. Poor site design, navigation and usability
have been just some of the core problems, while content from print editions
has been regurgitated online with no thought for the needs of the new medium."
|
|
|
Mit vorzüglichen Inhalten aber mußt Du um einen Linktausch
nicht betteln. Wenn Du einen wirklichen Nutzen anbietest, bekommst
Du plötzlich Nachrichtenwert. Die Presse beginnt darüber zu berichten
und die Besucher strömen. Gib also Deinen Besuchern einen Grund zum
Kommen und sie werden kommen.
2. Du mußt geben, um zu verkaufen
Ein wichtiger Teil der Webkultur ist "free stuff". Du ziehst Besucher
an, indem Du ihnen irgendetwas kostenlos anbietest (eine
der erfolgreichsten deutschen Websites ist nicht zufällig Kostenlos.de)
und
dann versuchst, ihnen etwas zusätzliches zu verkaufen. |
|
|
Diese Strategie funktioniert. Aber um zu verkaufen, mußt Du das
Vertrauen Deiner Kunden gewinnnen.
3. Du mußt Vertrauen schaffen
Vorausgesetzt Deine Produkte und Dienstleistungen sind preislich wettbewerbsfähig
und von guter Qualität, ist die bedeutsamste Verkaufsbarriere mangelndes
Vertrauen. Ohne Vertrauen wird sich kein Geschäft entwickeln.. |
|
|
Ein etabliertes Geschäft entsteht aus Hunderten von positiven
Eindrücken, aufgebaut durch teure Marketing-Kampagnen. Diese Anzeigen
kaufen Vertrauen in die Marke. Aber wenn Du nur ein kleines Unternehmen
hast, kannst Du so nicht verkaufen. Nichtsdestoweniger kannst Du Vertrauen
auf verschiedenen Wegen schaffen:
-
Gib Deine vollständige Anschrift an mit Telefon-, Faxnummer, E-Mail-Adresse,
Handelsregistereintrag usw. (vgl. die Kontaktseite
von Abseits.de und unser Impressum).
-
Zeige ein Foto Deines Ladens oder Deines Büros. Noch besser, zeige
Fotos von Dir und Deinen Mitarbeitern, wenn Du magst. Dann werden Dich
Deine Kunden als wirkliche Personen akzeptieren anstatt gesichtsloser Einheiten
wer-weiß-wo.
-
Vertrauen schaffst Du auch durch den Verkauf von Markenprodukten,
-
durch die Offenlegung Deiner Lieferbedingungen,
-
durch die Verknüpfung mit national akzeptierten Organisationen (und
Partnerprogrammanbietern)
und
-
durch Garantien.
-
Du erzeugst Vertrauen durch ein nutzerfreundliches Navigationssystem und
-
ein leicht verständliches Interface und
-
durch sichere Transaktionen.
-
Du schaffst Vertrauen durch eine professionell wirkende Website.
Wenn Du Vertrauen geschaffen hast, folgen Verkäufe. Du verstärkst
das Vertrauen durch wiederholte Kontakte zu Deinen Besuchern.
Siehe dazu auch Stanford
Guidelines for Web Credibility.
4. Erst ziehst Du Besucher mit
Inhalten an, dann versorgst Du sie per E-Mail mit Nachrichten.
Du ziehst Besucher durch für sie interessante
Inhalte an, dann verschickst Du gehaltvolle Informationen an sie per E-Mail. |
|
|
| Websites sind von ihrer Natur passiv wie Kettenhunde. Sie liegen herum
und kläffen, wenn ihnen jemand zu nahe kommt. E-Mail-Nachrichten auf
der anderen Seite sind aktiv, wie Tauben, allzeits bereit auszufliegen. |
|
|
| Die wenigsten Firmen können von Einmal-Verkäufen leben. Die
Kosten, Kunden zu gewinnen, sind zu hoch, um sie mit einem einzigen Kauf
wieder reinzuholen. Sie brauchen zufriedene Kunden,
die immer und immer wieder kaufen. |
|
|
Kunden per E-Mail einzuladen ist eine Schlüsselstrategie. Also
brauchst Du auf Deiner Website ein Formular, um
ihre E-Mail-Adressen einzusammeln. Um zu erreichen, daß Dir Deine
Besucher ihre Adresse geben, mußt Du ihnen zwei Dinge versprechen:
-
daß Du ihnen etwas sendest, was für sie einen Wert hat,
und
-
daß Du ihre Adressen nicht an jemand anderes verkaufen oder vermieten
wirst.
Wie nutzt Du diese Adressen? Du kannst einen (monatlichen) Newsletter entwickeln.
Aber Vorsicht, es erfordert eine ziemliche Selbstdisziplin, einen Newsletter
regelmäßig zu erstellen. Aber ein regelmäßiger Newsletter
schafft Vertrauen bei Deinen Kunden und bringt sie zurück zu Deiner
Seite immer und immer wieder. |
|
|
| Wenn Du selbst nicht gut schreiben kannst, kannst Du jemand dafür
engagieren oder Nachrichten aus anderen Newslettern oder von anderen Websites
übernehmen. Aus urheberrechtlichen Gründen brauchst Du dafür
ihre Einwilligung, die Du aber meistens bekommst, wenn Du die Quelle angibst.
Aber es gibt auch urheberrechtsfreie Nachrichten (siehe unsere Seite über
"Contentanbieter"). |
|
|
| Dein Newsletter sollte ausgewogen sein, weder nur auf Deine Website
verweisen noch nicht dazu motivieren. Er sollte also für sich interessant
und
lesbar sein, aber auch dazu motivieren, auf Deiner Website noch mehr zu
erfahren. |
|
|
Du solltest Deinen Newsletter auf Deiner Website archivieren. Damit
schaffst Du ohne großen Mehraufwand lesenswerten Content und kannst
potentiellen Abonnenten einen Eindruck vom Inhalt Deines Newsletters geben
(vergleiche das Archiv unseres "Gastronomie Newsletters").
5. Du brauchst eine Nische
Große Unternehmen haben das Geld, um ganze Marktsegmente zu besetzen.
Kleine Unternehmen haben Erfolg, wenn sie eine leere oder nur teilweise
abgedeckte Nische finden und sie vorzüglich füllen. |
|
|
Du solltest also nicht unbedingt Sportartikel verkaufen sondern vielleicht
nur Sportbälle wie "The Biggest
Ball Store on the Net", nicht Music-CDs sondern vielleicht CDs
der Bamberger Symphoniker, nicht Bücher sondern vielleicht Fachbücher
für die Gastronomie.
Unique Selling Proposition (USP)
Der Schlüssel für ein solches Nischen-Marketing ist es, sorgfältig
eine einzigartigen Verkaufsposition zu erreichen, also etwas was Dein Unternehmen
von allen anderen Wettbewerbern positiv in der Sicht der Kunden unterscheidet.Unsere
Gaststätte "Café Abseits" ist zum Beispiel das "älteste
Studentencafé Bambergs", hat die "breiteste Auswahl an Frühsücken
à la carte", das "beste Biersortiment in der Bierstadt Bamberg",
ist die erste deutsche Gaststätte mit einer kostenlosen E-Mail-Adresse
für Stammgäste", die "erste deutsche Gaststätte, die ihre
wechselnden Bierkarten per E-Mail verschickt". |
|
|
| Vgl. auch unsere Seite über die Voraussetzungen
für den Erfolg einer kommerziellen Website, bei der es um die
organsatorische Seite geht. |
|
|
| Weitere Seiten von Abseits.de, die Dich interessieren könnten:
|
|
|