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Voraussetzungen für den Erfolg einer kommerziellen Site im Internetvon Gerhard Schoolmann. Textpassagen mit freundlicher Genehmigung aus dem Internet-Marketing-Newsletter www.amann.de/news übernommen.Die Ansprüche der zunehmend erfahrenen Internetnutzer an Websites sind ausreichend erforscht und bekannt, z.B. in einer Umfrage unter 8.600 US-Haushalten durch Forrester Research von Anfang 1999:
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Modalis Research Technologies kommt in einer Studie vom Mai 2001 "Internet
User 2001 – After Hype" zu ähnlichen Ergebnissen. Von entscheidenderBedeutung
für die Nutzerzufriedenheit sind demnach in dieser Reihenfolge:
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| Eine von Louis Harris and Associates durchgeführte Umfrage kommt zu dem Ergebnis, daß der durchschnittliche Internet-Nutzer in den Vereinigten Staaten sechs Stunden pro Woche im Netz verbringt. Darin ist nicht die Zeit eingeschlossen, die für die beliebteste Online-Aktivität, das Senden und Empfangen von E-Mails, aufgewandt wird. 63 Prozent der Internet-Nutzer erklärten, E-Mail-Dienste"häufig" zu nutzen - das sind zehn Prozent mehr als im September 1998. Am zweithäufigsten nutzen die Internet-Surfer ihre Online-Zeit für dienstliche oder schulischeRecherchen (39 Prozent). 31 Prozent der Nutzer kaufen über das Netz ein, wobeiBücher gefolgt von Software die am häufigsten bestellten Produkte darstellen. (Reuters, 24. Maerz 1999) | |||||||||||||||||
| Der Qualität der Websites von Unternehmen kommt beim Aufbau
von Geschäftsbeziehungen eine wachsende Bedeutung zu. Rund zwei
Drittel der Führungskräfte in den Firmen machen sich zunächst
via Internet ein Bild über die zukünftigen Partner. 58 Prozent
der Manager entscheiden anhand der Web-Präsentationen, mit welchem
Engagement sie sich dem begonnenen Geschäftskontakt weiter widmen
wollen. Herkömmliche Informationsmedien spielen hingegen nur noch
eine geringe Rolle. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung
der Stellent GmbH unter mehr als 700 Entscheidungsträgern aus
Groß- und Mittelstandsunternehmen.
Der Erhebung des Anbieters von Content-Management-Lösungen zufolgewird eine schlechte Internet-Präsentation immer mehr zum Problem bei Firmengeschäften:
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Das Internet ist aber, auch wenn man diese Anforderungen der Nutzer
beachtet, nicht für jedes Unternehmen als Absatzinstrument geeignet.
Es gibt einige unabdingbaren Erfolgsvoraussetzungen auf Seiten der Anbieter
von Webseiten:
1. Das potentielle Absatzgebiet muß groß seinAngenommen das maximale Absatzgebiet umfaßt 300.000 Einwohner, Deine Zielgruppe 6.000 davon. Maximal 30 Prozent oder 1.800 verfügen in den nächsten Jahren über einen Internet-Anschluss. Wie viele von diesen 1.800 potentiell per Internet erreichbaren Kunden Du tatsächlich als Kunden gewinnen kannst, steht nochmals auf einem ganz anderen Blatt. Ein Internet-Auftritt lohnt sich unter solchen Umständen nicht. Rufe Dir dieses Beispiel immer wieder ins Gedächtnis, wenn Dir jemand einreden will, daß es für Dich besser ist, im Internet anstatt im Lokalteil Deiner örtlichen Zeitung zu inserieren. Ganz anders sieht die Situation aus, wenn es möglich ist, Deine Leistungen in ganz Deutschland anzubieten. 50 Millionen mal 0,6 Prozent aus dem obigen Beispiel macht respektable 300.000 mögliche Kunden. |
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Das Absatzgebiet ist abhängig von den Produkten und Dienstleistungen,
die Du online anbieten willst (siehe auch unsere Seite zur Frage, welche
Produkte und Dienstleistungen sich am besten im Internet vertreiben lassen).
Du kannst entweder die Produkte und Dienstleistungen, welche Du offline
ohnehin verkaufst, auch online anbieten oder stattdessen ganz andere, die
sich besser eignen.
2. Die Leistungen müssen konkurrenzfähig seinHierzu eine wahre Geschichte ... Der Inhaber eines kleinen Naturkostladens wollte über das Internet seine Waren verkaufen. Ein Online-Formular, mit dem aufwendig gemachte Farbprospekte angefordert werden konnten, war schnell erstellt. Es dauerte nicht lange und schon wurden diese Prospekte aus ganz Deutschland angefordert. Nur Bestellungen oder konkrete Anfragen kamen keine. |
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| Was hatte der Händler falsch gemacht? Die gleichen Produkte, die er anbot, konnten die Empfänger der Prospekte in ganz Deutschland in jedem gut sortierten Naturkostladen kaufen. Zum selben Preis und mit einer persönlichen Beratung. Warum sollten diese also den aufwendigeren Versandweg wählen? Was lernst Du aus dieser Geschichte? Du konkurrierst nicht nur mit Mitbewerbern im Internet, sondern auch mit denen aus der realen Welt. | |||||||||||||||||
Bei den Kunden spielen weniger die von Experten und Verbraucherschützen
vorgebrachten Sicherheitsbedenken bei ihrer Scheidung, online einzukaufen,
eine Rolle. Mehr ärgern sich Kunden über hohe Versandkosten,
Lieferschwierigkeiten und Probleme beim Umtausch der gekauften Waren, also
über Mängel in der Logistik. Wichtigstes Verkaufsargument ist
ein niedriger Preis. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung der Yankee
Group. Daneben sind Leistungen der jeweiligen Kundendienstabteilung,
zum Beispiel erleichterte Umtauschmöglichkeiten, und eine bequeme
Abwicklung der Geschäfte sehr wichtig.
3. Das Internet ist ChefsacheEs ist eigentlich erschreckend, was man auf die Frage "Wer hat Deine Internet-Seiten erstellt?" manchmal für Antworten bekommt. "Ein Student, der bei uns mal ein Praktikum gemacht hat" oder "mein Bruder, ein Computerfreak", "ich weiß nicht mal genau, was da überhaupt drinsteht". |
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| Du wirst lachen, aber diese oder ähnliche Antworten sind keine Seltenheit bei kleinen Unternehmen, die sich schon mal im Internet versucht haben. So verwundert es dann auch nicht, daß auf die nächste Frage "Welchen Erfolg hatten Sie bisher mit Ihrem Internet-Engagement?" die Antwort "Null, das hätten wir uns sparen können" kommt. Die Planung und Überwachung Deines Internet-Auftritts ist absolute Chefsache (zumindest bei kleineren Firmen). Nicht nur, daß bei einem halbherzigen Engagement der Aufwand für die Katz ist, es entsteht auch ein nicht unerheblicher Imageschaden. | |||||||||||||||||
Aber auch bei großen Unternehmen wird die strategische Bedeutung
des Internets oft nicht erkannt und zur Sache zweitrangiger Manager etwa
in der EDV oder im Marketing erklärt:
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| Gerade bei großen Firmen, die von ihrem Betätigungsfeld dem Internet fern stehen, werden Homepages mitunter so gestaltet, daß sie sich vorzüglich dafür eignen als eingerahmter Farbausdruck an die Bürowände genagelt zu werden. WebPagesThatSuck nennt sie spöttisch "Chrom-Seiten". Wie Chromleisten bei Autos sehen sie zwar schön aus, sind aber wenig nützlich. Kein Wunder wenn die Relaunches (verbesserte Neuauflagen) von Websites in der Regel den "Chrom" verringern und stattdessen auf einfache Navigation, schnell ladbare Seiten und Nutzwert setzen. Die schlichten Seiten etwa von Yahoo oder der Online-Buchhandlung Amazon sind erfolgreiche Beispiele, mit deren Design man bei Internetnewbies in den Chefetagen wahrscheinlich kein Butterbrot gewinnen könnte. | |||||||||||||||||
| Dahinter verbirgt sich aber oft auch ein strukturelles Problem großer Firmen: Traditionell stehen sich die Organisationseinheiten EDV und Marketing oft fern und es fehlt an übergreifendem Fachwissen. Es ist dementsprechend kein Wunder, daß auch die traditionellen Werbeagenturen erst spät das Internet für sich entdeckt haben (Laut einer ProfNet-Studie haben sie sogar die schlechtesten Websites aller Branchen). | |||||||||||||||||
| Laut einer Studie der CMG, einem europäischen IT-Dienstleistungsunternehmen, ist der elektronische Handel in Deutschland ,,die Stunde der Marketing- und Vertriebsleiter". 44 Prozent aller Unternehmen vertrauten ihren Marketing- und Vertriebsmanagern den Weg in die virtuelle Geschäftswelt an. Nur in 23 Prozent der deutschen Firmen kümmerten sich der Vorstand bzw. Geschäftsführer persönlich um E-Commerce. 10 Prozent der Unternehmen in Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden hätten einen ,,Head of E-Commerce" ernannt. In Deutschland hätten sich bislang nur 5 Prozent der Firmen zu diesem Schritt durchgerungen. Die Ansiedlung der Kompetenz für E-Commerce primär bei Marketing und Vertrieb in Deutschland erkläre die Fixierung auf den Verbraucher. Das verstelle den Blick auf die Tatsache, dass der deutlich größere Markt auf absehbarer Zeit im Firmenkundengeschäft liegte. | |||||||||||||||||
4. Internet-Marketing kostet Zeit und GeldEine Präsenz im Internet ist kein Pokal, den man nur ab und zu abstauben muß. Es handelt sich eher um ein Haustier, das ständiger Nahrung und Aufmerksamkeit bedarf. Sonst verhungert und stirbt sie.
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| Laß Dich also nicht von irgendwelchen Firmen ködern, die Dir für ein paar Mark eine Internetsite aufschwatzen, Dir aber verschweigen, daß und wieviel die Wartung dieser Seiten in den Folgejahren kosten wird. Und wenn Du Dir eine Wartung durch diese Firma zu deren normalen Preisen nicht leisten kannst, solltest Du Dir überlegen, Dir diese Kompetenz selbst anzueignen (persönlich oder in Deinem Unternehmen, z.B. bei der Berliner Internet-Akademie oder durch Selbststudium geeigneter Bücher) oder auf eine Webpräsenz ganz zu verzichten. Und wenn Du die Wartung selbst übernehmen willst, brauchst Du eine Website, die dafür geeignet ist, und eine Webdesign-Firma, die Dir eine Homepage entwirft, die Du im wesentlichen selbst warten kannst, und die Dir hilft, fit zu werden für eine Eigenwartung (durch Online-Beratung, Hotline, Schulungen usw.) Siehe dazu auch unsere Seite über ASP-Lösungen für Gastro-Sites. | |||||||||||||||||
| Lucey's Place ist ein Diner in Texas, der sich seine kleine Site vom Designer Charles A. Evans hat erstellen lassen, seine Tagesgerichte in Word erstellt und dann als HTML-Seite selbst hochlädt. Das Beispiel zeigt aber auch, daß man sich dabei Gedanken um die Organisation machen sollte: nicht immer ist eine aktuelle Karte online .... | |||||||||||||||||
Auf einem Forum von Forrester Research
über das Thema "Preparing for Dynamic Trade in an Internet Economy"
zeigte Paul Bell von Dell neun Schritte
auf, die Unternehmen gehen müssen, um ein erfolgreiche Internetpräsenz
zu bauen:
Communities, die weiterhelfenMöglicherweise kommt für Dein Unternehmen auch eine Beteiligung an der Berliner Internet-Akademie in Frage. Dieses Projekt wird indirekt durch das Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds mit dem Ziel gefördert, Mitarbeiter mittelständischer Firmen für das Internet online am Arbeitsplatz fit zu machen. Nähere Informationen zu dieser Förderung. Ein beachtlicher Vorteil dieses Studiums, an den man vielleicht im ersten Augenblick nicht denkt, sind die vielfältigen Kontakte, die sich zwischen den Teilnehmern ergeben und die zu temporären oder dauerhaften Partnerschaften ausgebaut werden können.Kontaktchancen für Fortgeschrittene bieten:
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