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Internetcafés

Das weltweit erste Café im Computer- und Netzumfeld ist im "18th Streets Arts Complex" in Santa Monica, Kaliformien ansässig. Es wurde 1984 gegründet. In einer Kneipe wurde ein einfacher Rechner installiert und mit Modem und Terminalprogramm bestückt. Von hier aus konnten sich die Gäste in den umliegenden MailBoxen und im philosophisch angehauchten Netz "The Well" umgucken (nicht mehr existent, siehe dazu unsere Seite über "Virtuelle Communities").


Das "Elektronischen Café" ElCafé ist im März 1994 von seiner Form her das erste auf dem europäischen Kontinent, später online im DOCKS, Hamburg, und im TIM BUKTU -ONLINE, Hamburg (betrieben von S. Sefke). 1999 gibt es in Deutschland bereits über 300 Internetcafés, weltweit einige tausend. In Leipzig fand das 1. Internationale Treffen der Internetcafés statt (siehe einen Pressetext zur Eröffnung). Es wurde von dem Erfinder des World Wide Web, Tim Berners-Lee, über Video aus Cambridge, USA, eröffnet. Internetcafés sind überwiegend alternativ und gastronomisch unter aller Sau.... Zwei Jahre später, im Jahre 2001,  eröffnet ein großes Catering-Unternehmen,die Stockheim-Gruppe, im Flughafen Düsseldorf in Zusammenarbeit mit der Verlagsgruppe Handelsblatt ein Mediencafé namens B2B, ein Internetcafé ergänzt um Printmedien. Und in Berlin lockt Surf & Sushi mit rohem Fisch zur Happy Hour. Während das ehemals alternative Konzept der Internetcafés so kommerziell ausgebeutet wird, feiert der Chaos Computer Club e.V., in dessen Umfeld ElCafé entstand, seinen 20. Geburtstag (16.9.1981 - 16.09.2001).


In Leipzig stellten Vertreter von Internetcafés aus Deutschland, Großbritannien, Jordanien, Südafrika und Neuseeland ihre Konzepte vor. Alexander Goetz berichtete als Ergebnis einer Befragung von Gästen von vier Internetcafés in München, daß mehr Frauen als Männer die Internet-Cafes besuchen und daß der Durchschnitt der Besucher ein eher geringeres Bildungsniveau aufweise und eher nicht zu den Besserdienenden gehöre. Die beliebtesten Anwendungen seien
  • Chat
  • E-Mail
  • Surfen

Zusatzangebote notwendig

Internetcafés sind einem massiven Wettbewerbsdruck ausgesetzt, besonders:
  • durch mobile Online-Zugänge per Handy oder PDA,
  • durch Internetzugänge in "normalen" Gaststätten und anderen öffentlichen oder halböffentlichen Räumen
  • durch Preissenkungen für private Internetanschlüsse (in den USA gibt es z.B. relativ wenig Internetcafes, nur 475 von 4.200 weltweit, siehe die Linksammlung cybercafe, Stand vom 25.04.02.)
  • durch eine zunehmende Verbreitung von Internetanschlüssen am Arbeitsplatz.
Im Unterschied zu weniger entwickelten Ländern wie Südafrika, Jordanien, China oder Indien, in denen Internetcafés für viele Menschen den einzigen Internetzugang darstellen, da sie sich einen privaten, individuellen Zugang nicht leisten können oder solche privaten Zugänge von den Diktatoren verboten werden, brauchen Internetcafés in Deutschland über den Internetzugang hinaus "Unique Selling Positions", mit denen sie Gäste anlocken können:
  • ein für die Zielgruppe interessantes gastronomisches Angebot, oft ein aus den USA übernommenes Konzept wie Bagels (B@gel Internetcafé, Magdeburg), Sushis (Surf & Sushi, Berlin), Pizza (Internet-Cafe am Altheimer Eck, München)
  • internetaffine Mitarbeiter, die beratend zur Seite stehen bis hin zu einem Schulungsangebot.
  • ergänzende Dienstleistungen wie Druckservice, Scanservice, Brennservice, Software-Vertrieb usw.
Alternativ kann ein Anbieter auch auf jeden Schnick-Schnack verzichten und sich mit einem preisgünstigen Internetzugang und Kapazitäten profilieren, die jederzeit einen freien Platz wahrscheinlich machen. So bietet der Anbieter Easy Everything an zentralen Standorten in Großstädten jeweils Hunderte von Zugängen (New York: 800 Plätze, Berlin-Bahnhof Zoo: 350 Plätze, München-Bahnhofsplatz: 550 Plätze). Zur besseren Auslastung rund um die Uhr sind die Preise nach der aktuellen Belegung der Plätze gestaffelt (ab 0,50 Euro). Die gastronomische Versorgung wird durch den Kaffeeanbieter Douwe Egberts sichergestellt.

Internetzugänge verwalten

Betreiben lassen sich die Internetzugänge:
  •  mit vernetzten Rechnern, die über einen Zentralrechner von Mitarbeitern unter Zuhilfenahme einer eine speziellen Verwaltungssoftware gesteuert werden
  • mit einzelnen Rechnern, die mit einem Münzeinwurf (bzw einem Banknotenakzeptor, einem Chip-, Geld- oder Kreditkarten-Leser) versehen sind, "idiotensicher" funktionieren sollen und keine speziell geschulten Mitarbeiter benötigen.
Wer überlegt,  ein Internet-Café zu eröffnen, möge sich vorab die Website der Kette Cyberia Café anschauen, um vom Marktführer zu lernen.


Da Internetcafés in der Regel während der Öffnungszeiten ständig ans Internet angeschlossen sind, lassen sich Webcams kostengünstig betreiben. Siehe eine Linksammlung von Internetcafés mit Webcams.
 
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Ausgewählte Internetcafés

  • Cyberia Café. Internationale Kette und Franchise-Geber.
  • Easy Everything
  • Bignet, Österreich. Franchise-Geber mit Filialen in Wien, Salzburg und Linz. Das BIGNET-Verrechnungssystem wird zenral verwaltet, d.h. Kunden können filialübergreifend ein Konto führen. An einer kleinen Bar werden eine kleine Auswahl an Speisen und Getränken auf Selbstbedienungsbasis angeboten (coffee-shop; als Snacks werden Bagels, Panini, Donuts und Muffins serviert, als Getränk auch aromatisierte Kaffees neben Softdrinks und Bier). Betrieben bzw. für Banken usw., aber auch für die Austria Trend Hotels, werden auch öffentliche Internetzugänge (Kioske) eingerichtet.
  • Cyber Café, New York - Soho.
  • Blue Lizard, Kapstadt, mit einem Angebot von Mode und Cocktails.
  • Internet Café Stargate, Rom.
  • CyberCentral, Palma de Mallorca.
  • Cypresso.de, ein Franchise-Geber. 
  • Email-cafes.de Internetcafés weltweit.
  • Cybercafe, Linksammlung.
  • Stiftung Digitale Chancen (überwiegend Internetzugänge in Bibliotheken, Kirchliche Einrichtungen, Jungendzentren).
  • Eine Linksammlung von Internetcafés vom 27. Dezember 1996 von Gastro.de. Die verlinkte Webseite ist im Internet Archiv gespeichert. Die Links zu den Internetcafés führen zu ebenfalls dort gespeicherten, historischen Webseiten dieser Cafés (falls vorhanden). Man surft also nicht in aktuellen Webseiten sondern in den damals, in diesem Falle im Jahre1996, sichtbar gewesenen Seiten. 
  • Linksammlung Internetcafés, nach Kontinenten rubriziert, von Start2000.de
  • Cybercafe Search Engine Im August 2003 enthält die Datenbank 6.011 Cybercafes, öffentliche Internetzugänge und -kioske in 169 Ländern. 

Lieferanten und weiterführende Links

  • Netcafè Controller Version 1.0.  Internet-Cafe Komplettlösung inkl. Zeitabrechnung & Kassenreport, Kundenkartenmodul.
  • Cypresso.de, ein Franchise-Geber. 
  • Netcafeguide.com.
  • Café magazine. A net publication covering both traditional cafés and cybercafes.
  • Gastrospot. Ein Anbieter von W-LAN- und Hotspot-Lösungen mit Zugangskarten/PrePaid. Abgerechnet wird nur die tatsächlich verbrauchte Onlinezeit abgerechnet. Die PrePaid-Karte kann objektübergreifend eingesetzt werden. Sie ist erhältlich an jedem Gastrospot Standort, Kiosk, Tankstelle oder per Kreditkarte oder Bankeinzug.

Bücher

  • Internet Cafes. Internet Cafe-Führer für Globetrotter. von Sarah Smith, Olga Tornikidou.
Aktualisiert am 31. Juli 2005
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