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Gottesdienst mit Biss |
Gottesdienst mit Biss Von
Anfang des Jahres 2000 bis zur Schließung unseres Restaurant Zum
Reichelbräu Anfang 2004 veranstaltete dort die kirchlichen
Gemeinde, die Freien Evangelischen
Christen ihren "Gottesdienst mit Biss".
Die konzeptionelle Idee ist, aus der Sicht dieser Gemeinde, einen Gottesdienst anzubieten,
Da ein solches Angebot bei bestem Willen nicht kostendeckend kalkuliert werden kann, subventioniert die Gemeinde den Preis. Der "Gottesdienst mit Biss" wird zunehmend gerne besucht. Die Besucherzahlen haben sich von anfangs 30 auf über 50 gesteigert (zuzüglich vielen Kindern), ohne daß der Besuch in den Sommermonaten oder den Ferienzeiten nachläßt. Kirche und Wirtshaus, Starbucks und McDonalds?Auch der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband propagiert als gezielte Marketing-Maßnahme "Kirche und Wirtshaus". Dr. Werner Chrobak vom Katholischen Bildungswerkes in Regensburg und der Eilsbrunner Gastwirt im Brauereigasthof Röhrl, Gerhard Kolbe, Präsidialmitglied des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes e.V. (BHG) hatten die Idee, man müsse die beiden Elemente zusammenfügen. Alte Verbindungen von Kirche und Wirt sollte die Erwachsenenbildung aufgreifen, um nach Führungen in sonst schwer zugänglichen Kirchen und Kapellen noch die Möglichkeit zum Gespräch und zum gemütlichen Beisammensein zu bieten. Auch in Niederbayern haben Wirte und Pfarrer Interesse an solchen Veranstaltungen signalisiert, die gerne auch von Verkehrsämtern vermarktet werden.In den USA nutzen eine Vielzahl von Kirchen Imbißstände, Kaffeebars, Restaurants, Terassencafés, Starbucks- oder McDonalds-Filialen oder Weinprobierläden, um ihre Kassen zu füllen. Die Kommerzialisierung ist aber trotz großer ökonomischer Erfolge nicht ohne Kritiker, weil sich das Corporate Identity einer Kette nicht unbedingt mit den Grundsätzen einer Kirchengemeinde verträgt. Außerdem konkurrieren die Kirchen damit mit gastronomischen Betrieben in der Nachbarschaft, deren Inhaber vielfach zu den Gemeindemitgliedern zählen. In Deutschland geht die Kommerzialisierung - wenn man von den weltzugewandten Benediktiner-Klöstern wie dem Kloster Andechs absieht - eher in die Richtung Dritte-Welt-Läden (mit Informations- und Verkaufsständen in Kirchenfoyers), die aber altruistische Ziele verfolgen statt der Refinanzierung der Kirchengemeinden zu dienen. Historische Überbleibsel sind ehemals christliche Gasthäuser oder Hospize, in denen Reisende Unterkunft und Schutz fanden, so etwa das Hotel Hospiz Tübingen. Ein anderes Thema ist die Umwandlung von (säkularisierten) Gotteshäusern in Gaststätten. Gelungene Beispiele sind The Church Restaurant in Stratford und das Restaurant Old Stone Church in Castle Rock, Colorado. Weiterführende Links
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Aktualisiert am 10. Januar 2004
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