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Gastgewerbliches Marketing im Zeitalter des Internet
Das
Internet hat die Liste der Elemente zum Aufbau einer Marke
stark erweitert.
Die traditionellen Elemente des gastgewerblichen Marketings
behalten ihre Bedeutung bei, so
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Name,
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Logo,
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Typographie und
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graphischer Stil.
(siehe hierzu unsere Seite über das Branding
in der Gastronomie).
Hinzugekommen sind internetspezifische Marketing-Elemente,
wie:
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der Klang einer Website
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Interaktivität und Flow
einer Site
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der Schreibstil in E-Mails
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Ladegeschwindigkeit
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einfache Navigation
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Farbschemata
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Sicherheitspolitik (siehe unsere Datenschutzerklärung)
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Garantien
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die Art und Weise, wie Call-Center Anfragen bearbeiten
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Hypertext: keine vernünftige Website steht auf sich gestellt.
Sie lebt von Links auf sich ("Linkpopularität")
und von Links von ihr auf interessante Seiten. Kein Wunder, dass die beliebtesten
Sites - wie die von Yahoo - Linksammlungen sind.
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Globalisierung: Ganz fremd ist der Effekt, daß Werbung auch
solche Menschen erreicht, für die sie eigentlich nicht gedacht ist,
auch bei den Printmedien nicht. Man denke nur an die vielen Versandhauskataloge,
die schon zu Zeiten des Eisernen Vorhanges in osteuropäischen Haushalten
eifrig studiert worden sind oder an die Probleme beim Auslandsversand von
Zeitschriften, deren Anzeigen den Normen des Importlandes nicht entsprechen
(z.B. dem Verbot von Zigaretten- oder Alkoholwerbung). Aber im Internet
sind Webseiten von allen Punkten der Welt ziemlich gleich schnell und preiswert
zugänglich. Kein Wunder, dass man ständig im Auge halten muss,
wie sie bei Menschen anderer Sprache und Kultur wirken. Nicht zuletzt bewirkt
dieser Effekt mehr oder weniger die Nivellierung regional differenzierter
Preise. Und es ist nicht mehr so einfach möglich, Produkte nur regional
anzubieten, und sei es, um sie zu testen.
sowie solche Marketing-Elemente, deren Bedeutung sich erhöht hat
oder die nunmehr praktikabel geworden sind.
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Auktionen
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Coupons
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Mundpropaganda
dynamische Preise: Zeitbezogene Preisdifferenzierungen
wie mit "Happy Hours" in Gaststätten oder Wochenendpauschen und Messepreisen
in der Hotellerie dienen seit langem der höheren Auslastung in nachfrageschwachen
Zeiten bzw. der Abschöpfung von Monopolrenten. Gelernt haben dies
Gastronomen vom Yield Management der Fluggesellschaften. Jetzt vervielfachen
sich die Möglichkeiten. Die Reiseveranstalter machen es mit Last-Minute-Angeboten
und die Bundesbahn mit begrenzen Kontingenten von Niedrig-Preis-Tickets
im Internet vor.
| "Wenn Theater Preisermäßigungen für Probeaufführungen
bieten, warum verlangen dann Resstauants, wenn ihre Mitarbeiter in Küche
und Gastraum noch üben, volle Preise?" eigene Übersetzung nach
: Marian Burros. “Practical Prices for Practice Food”, 1986. |
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und solche Marketing-Elemente, die im Internet kaum noch funktionieren:
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Anzeigen bzw. Banner: Sie sind bei den Werbefritzen am beliebtesten.
Mit Anzeigen können sie umgehen. Da lassen sich leicht Provisionen
berechnen und verdienen. Mehr Anzeigen schalten, bringt mehr Geld. Und
was sind Banner anderes als Anzeigen mit "Click"? Vergiß es und lies
die Wahrheit über Bannerwerbung.
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Direkt-Mailing bzw. Spam. Adressen sammeln oder kaufen und dann
die Empfänger solange mit Werbesendungen nerven bis sie aufgeben und
etwas bestellen. Außerhalb des Internets mag es funktionieren. Das
Internet aber besteht aus einer für Direktmailer erschreckenden Horde
von Leuten, die auf ihren Biefkästen einen Aufkleber pappen haben,
der das Einwerfen von Werbesendungen verbietet. Und nicht nur das: die
sich teils mit heftigen Attakten (Mailbomben, Attacken auf den Server des
Absenders oder einfach nur honorargeilen Rechtsanwälten) gegen unerwünschte
E-Mails wehren. Besser man achtet die Netiquette.
Mehr über E-Mails, das Marketing
mit E-Mails und das sogenannte "Permission
Marketing".
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Rich Media. Die schöne bunte und laute Welt der Fernseh- und
Kinowerbung und die bunte Welt der großformatigen, farbigen Anzeigen
und Plakate ist einfach nicht vereinbar mit den technischen Gegebenheiten
und der Ungeduld der Internetnutzer. Stattdessen sind kurze Ladezeiten
angesagt. Die Hoffnung auf Breitbandkabel, ADSL trügt. Und angesichts
der Möglichkeiten, die WAP für die Übertragung von Daten
bietet, können Werbegrafiker und -filmer nur noch losheulen.
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Linearität: Besonders in der Fernsehwerbung, Kinofilmwerbung,
bei Prospekten, Katalogen und mehrseitigen Anzeigen versuchen Werber ihre
Leser oder Zuschauer durch eine geschickte Dramaturgie bei der Stange zu
halten. Das Pendant im Internet sind "Eingangstunnel" und "Ausgangstunnel",
also Folgen von mehreren Webseiten, denen der Nutzer folgen soll, und audiovisuelle
Elemente wie Videosequenzen, Audiodateien, PDF-Dateien usw. All das erfreut
das Werberherz (und seinen Geldbeutel wegen der damit verbunden hohen Produktionskosten
und dem Gewinnaufschlag), aber es nervt einen großen Teil der User.
Vor allem diejenigen, die schnell Informationen finden oder etwas bestellen
möchten.
Wir danken Martin Lindstrom für seinen nicht branchenspezfischen Beitrag
"Orchestrating
The Brand," ClickZ, 11/11/99, durch den wir zu dieser Seite angeregt
worden sind. |
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Weiterführendes
Buchempfehlungen
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Fallstudien
zum Tourismusmarketing. Marketingerfolg trainieren. Von Erwin Seitz.
Um das Tourismusmarketing praxisnäher zu machen, hat Erwin Seitz Fallstudien
zum Tourismusmarketing zusammengetragen. Das Thema "authentizitätsorientiertes
Marketingkonzept" wird zum Beispiel anhand des Kloster
Andechs erläutert. Dort zeigen die Benediktiner eindrucksvoll,
wie sie Tradition und Ökonomie so zusammenbringen, daß sie ihre
Identität behalten und gleichzeitig ihr Einkommen sichern. Dies geschieht
unter anderem durch eine Begrenzung der Kundenwünsche. So gibt es
einerseits am Wochenende keinen Doppelbock, um Verkehrsunfällen nach
dem Besuch des „Heiligen Berges“ vorzubeugen. Andererseits wird aus Identitäts-
und Traditionsgründen auf alkoholfreies oder Leichtbier verzichtet.
- Insgesamt stellt Seitz auf 224 Seiten 15 verschiedene Fallstudien vor,
mit denen Marketing „trainiert“ werden kann.
Marketing
for Hospitality and Tourism. von Philip Kotler, John Bowen, James Makens.
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