Abseits.de -->
Gastronomie-->
Management-->
Existenzgründung-->
Finanz-Hilfen
 

Hilfen bei der Finanzierung von Existenzgründungen im Gastgewerbe

Bei einer Gründung aus einer Arbeitslosigkeit oder einem Sozialhilfebezugheraus kann bei Tauglichkeit des Konzeptes (Prüfung durch die IHK oder Unternehmensberater) in Deutschland ein Gründungszuschuß der Bundesanstalt für Arbeit in Anspruch genommen werden. Siehe dazu: 
"Existenzgründung aus Arbeitslosigkeit: Der neue Gründungszuschuß" von der Bundesagentür für Arbeit und "Gründungszuschuss: Voraussetzungen und Antragstellung" von der Akademie.de.


Wenn ein Existenzgründer Mitarbeiter einstellt, kommen weitere Fördermittel in Frage: Unabhängig davon, ob es sich beim Existenzgründer um einen Arbeitslosen gehandelt hat oder nicht, gibt es spezielle Existenzgründungsdarlehen des Bundes und landesspezifische (also davon abhängig, in welchem Bundesland sie gründen). Zu finden unter: http://www.dta.de bzw. http://www.dta.de/dtaportal/Finanzierung/d010KrediB/d010ExistU/d010ExistU.jsp


Ebenfalls als Zuschuß gibt es auch bundesweit im Nachhinein bis zu 1.500 Euro beziehungsweise maximal 50 % der Beratungskosten für die Existenzgründung. Zuständig für Zuschüsse zu Existenzgründungsberatungen ist das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).


Über die eigene Hausbank können günstige Kredite bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau und Deutsche Ausgleichsbank beantragt werden. Alternativ und ergänzend kommen Kredite der Hausbank in Frage. Daneben gibt es regional differenzierte öffentliche Fördermöglichkeiten. Bitte kontaktieren Sie dazu neben der Datenbank des Bundeswirtschaftsministeriums mit Fördermöglichkeiten des Bundes und der Länder auch den zuständigen Ansprechpartner der regional zuständigen Industrie- und Handelskammer. Er solle auch über eventuelle kommunale Fördermittel und Hilfen Bescheid wissen.
Zur Homepage
Suchen
Gaststätten
Bamberg
Community
Partner
Bücher
Poster
Gastronomen
Bierliebhaber
Webmaster
Internet
Impressum
Kontakt
Einen weiteren, meist bescheidenen Finanzierungsbeitrag leisten Lieferanten, z.B.
     

Eigenkapitalfinanzierungen

Alle Fremdkapitalgeber verlangen ein gewisses finanzielles Engagement des Gründers. Das Eigenkapital kann aus vielen Quellen stammen:
  • aus eigenen Mitteln des Gründers selbst, 
  • aus Mitteln seiner Familie
  • von Freunden und Bekannten, die ihm persönlich oder dem zu gründenden Unternehmen Geld leihen, 
  • von Partnern, die im gastgewerblichen Unternehmen auch tätig werden wollen,
  • von Geldgebern, die im gastgewerblichen Unternehmen selbst nicht tätig werden zu wollen. Diese sind z.B. daran interessiert, Schwarzgeld anzulegen. Für die Anlage von Schwarzgeld kommt das Gastgewerbe deshalb in Frage, weil bei vielen Investitionen (Grundstückskauf, Einbauten, Renovierung) der teilweise Einsatz von Schwarzgeld naheliegt und andererseits Umsätze überwiegend bar vereinnahmt werden. Oder es handelt sich um Beteiligungsgesellschaften, die nach einer Phase großen und schnellen Wachstums des gastronomischen Konzeptes (Filialisierung, Franchising) ihre Beteiligung mit hohen Gewinnen veräußern wollen. In der Regel beteiligen sich solche Gesellschaften aber erst an Konzepten, die bereits erwiesen haben, daß sie Wachstumgspotential haben, etwa dadurch, daß bereits einige Filialen erfolgreich laufen. 
Die Hilfestellung erfolgt oft auch in Form von Eigenleistungen (etwa bei der Renovierung der Räume) oder in Form von Bürgschaften.


Besonders interessant sind Finanzierungen, die potentielle und wirkliche Gäste an der Finanzierung beteiligen. Diese Formen gehen davon aus, daß die Art und Weise der Finanzierung dazu führt, daß diese Geldgeber als Stammgäste an das Objekt gebunden werden. Mögliche Rechtsformen sind:
  • Kleine Aktiengesellschaft. Gastronomische Betriebe in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft sind in der Schweiz häufiger zu finden, da dort die Voraussetzungen, vor allem die Höhe des Mindestkapitals, einfacher zu erfüllen sind. Seit der Einführung der Kleinen Aktiengesellschaft 1994 in Deutschland kommt sie wegen des nur noch erforderlichen Mindeststammkapitals von 50.000 Euro auch hierzulande in Frage, wenn auch die Gründungs- und laufenden Verwaltungskosten recht hoch sind, so daß sich dies nur bei Investitionsvorhaben rechnet, welche die typischen Existenzgründungen übersteigen. Ein Beispiel ist die Gastronomie Park AG in München. Dieses Beispiel ist insoweit atypisch, als diese AG nur einen einzigen Aktionär hat. Gründe für eine solche Variante können sein: Man möchte eine Rechtsform wählen, die eine gewisse Unternehmensgröße symbolisiert oder man möchte später weitere Aktionäre aufnehmen.

  •  
  • Kommanditgesellschaft auf Aktien. Diese Form ist insbesondere angemessen, wenn ein Einzelunternehmer als Komplementär persönlich haftet (oder in Form einer GmbH dieses Risiko begrenzt) und die Kommanditisten nur als Geldgeber eingebunden werden sollen ohne unternehmerische Mitsprache und ohne mehr als ihre Einlage zu riskieren. Diese Form bietet als Personengesellschaft auch gewisse steuerliche Vorteile. Ein Beispiel i- wenn auch nicht gerade ein Existenzgründer ist die Autobahn Tank + Rast GmbH & Co. KG.

  •  
  • Genossenschaft. Ein Beispiel ist die Kulmbacher Kommunbrauerei (eine Gasthausbrauerei noch ohne eigene Website). Einige Hundert Genossen kauften eine alte Mühle im Stadtbereich, haben darin eine Brauerei und ein Wirtshaus eingerichtet und lassen sich von einem jungen, engagierten Braumeister ihr eigenes Bier brauen: tausend Hektoliter im Jahr. Siehe dazu auch Professor Wolfgang Harbrecht: "Die Genossenschaft als Rechtsform für junge Unternehmen" (PDF), Wien 2001.

  •  
  • Verein. Typisch sind Arbeitnehmervereine von Arbeitsemigranten, die etwa türkische, kurdische oder portugiesische Gaststätten führen. Sie dienen gelegentlich auch anderen Interessen, z.B. unterlaufen sie das Verbot politischer Betätigung, indem sie sich nicht als Partei sondern als Verein organisieren. Andere Beispiele sind Vereinsgaststätten etwa von Sportvereinen, wenn diese vom Verein selbst bewirtschaftet werden, was die Ausnahme ist.

  •  
  • GmbH. Die GmbH ist weniger geeignet, da der Ein- und Austritt der Gesellschaftter notariell beurkundet werden muß und damit etwas umständlich und gebührenaufwendig ist. Denkbar ist aber, daß die Stammgäste sich indirekt beteiligen, etwa als Genossen einer Genossenschaft oder Mitglieder eines Vereins, der seinerseits Gesellschafter einer GmbH ist.

  •  
  • per Genussschein. Der Münchner Wirt Wenzel Cerveny plant z.B. die Finanzierung eines Gastro-Großobjektes durch Genußscheine: "Per Genusschein zum Entertainment- und Gastrocenter auf der Grünen Wiese", in: Gastronomie-Report vom September 2003. 



  • Die Beteiligungsform Genußschein ist in der Regel wegen der fehlenden gesetzlichen Regelung vor allem für die emittierende Gesellschaft ein Genuß. Die Attraktivität liegt vielleicht am verführerischen Namen.

Weiterführende Links

Bücher

Meines Erachtens sind online verfügbare Informationen detailreicher, konkreter und aktueller als Informationen, die man in Büchern findet. Andererseits kommen manche Menschen mit Büchern besser zu recht. Die Rezensionen der Leser folgender Büchern, die von heftiger Kritik bis hin zu überschwellendem Jubel reichen, belegen dies.
Startseite

Letzte Aktualisierung 29. Januar 2007