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Coffee Shops und Fair Tade Coffee

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Die "Fair Trade"-Bewegung entstand Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts als ein pädagogisches Konzept, um mit alternativen Handelsmethoden der europäischen Öffentlichkeit die Ungerechtigkeit und das soziale Ungleichgewicht des internationalen Handels zu demonstrieren. Polemisch formuliert: Als die Linken Geld für Waffen für Befreiungsorganistionen in der Dritten Welt sammelte, beruhigten christliche und gewerkschaftlich organisierte Jugendliche ihr Gewissen durch den Konsum gerecht gehandelter Genußmittel. 


Das Konzept "fair gehandelter Kaffee" basiert auf dem Direktbezug von Rohkaffee bei Produzenten und Kleinbauern durch altruistisch motivierte Handelsorganisationen und Käufer in Industrieländern. In Deutschland sind die katholischen Dritte-Welt-Läden Protaganisten dieser Bewegung gewesen. Bekannteste Marke in Deutschland ist das Gütesiegel von Transfair e.V., einem Verein zur Förderung des Fairen Handels mit der "Dritten Welt". Lizenzverträge bestehen mit neun Röstereien und drei Importfirmen. Einige Handelsketten bieten TRANSFAIR-Kaffee in Supermärkten an. 


Die Vergabe des Gütesiegels ist an Bedingungen gekoppelt: Die Firmen verpflichten sich, 
  • einen Mindestpreis von rund 2 DM pro Pfund zu zahlen,
  • den Kleinbauern 60 Prozent des Kaufwertes im voraus zu überweisen,
  • langfristige Abnahmegarantien zu geben und 
  • nur mit Genossenschaften aus einem festgelegten Produzentenregiester zu handeln. 
Neben Kaffee spielt der "faire" Handel auch eine gewisse Rolle bei anderen Produken, etwa Orangensaft, Tee, Schokolade, Bananen, Honig und Bonbons. 


Viele Firmenkantinen, Büros, Cafés, Hotels, Unimensen und Behördencafeterias schenken ihren Gästen mittlerweile bewusst Kaffee, Tee, Kakao und Orangensaft aus Fairem Handel aus. Damit reagiert die Gastronomie auf das Verbraucherinteresse, Genuss und Sozialverträglichkeit zu verbinden. Einer der prominentesten Anbieter von Fairem Kaffee, wenn auch als Zusatzangebot, ist Starbucks. Eine vollständige Liste im Word-Format kann bei Transfair e.V. heruntergeladen werden.


International bieten auch bereits eine Reihe von Coffee Shops fair gehandelten Kaffee an. Siehe eine Liste von organicconsumers.org.


Passend zur Morgenlektüre gibt es seit Mitte September 2004 den "tazpresso", einen Bio-Espresso aus Fairem Handel. Die konzernunabhängige überregionale Tageszeitung taz und die europaweit größte Fair Handelsorganisation gepa lenken damit den Blick auf den häufig vergessenen afrikanischen Kontinent. Die Bohnen für den fair gehandelten und ökologisch angebauten Espresso stammen aus Äthiopien, Uganda und Tansania. Hochwertige Arabica- und Robusta-Sorten ergeben einen kräftigen, herzhaft aromatischen Espresso mit sehr guter Crema. 


Extrem niedrige Kaffeeweltmarktpreise benachteiligen weltweit Millionen von Kaffeekleinbauern. Besonders bei den noch jungen afrikanischen Genossenschaftsverbänden, vor allem in Uganda und Äthiopien, trägt der Faire Handel zur Stabilisierung bei. Sie erhalten derzeit für Bio-Kaffee etwa doppelt so viel wie auf dem konventionellen Markt.


Mit dem neuen Espresso unter dem taz-Label soll ein Zeichen für den Fairen Handel gesetzt werden. Die 250g-Packung des fair gehandelten und ökologischen tazpresso kostet 3,79 Euro und ist damit selbst im Vergleich zu konventionell gehandeltem Espresso relativ günstig. Erhältlich ist der tazpresso in Weltläden und im Einzelhandel. Online können Sie ihn unter www.taz.de/tazshop sowie über den gepa-onlineshop  www.gepa3.de bestellen.

Weiterführende Links

Bücher

  "Die Erfolgsstory Starbucks. Eine trendige Kaffeebar erobert die Welt" von Howard Schultz und Doris Jones Yang. Howard Schultz, der "Bill Gates des Kaffees", erzählt in seiner Autobiografie die spannende Starbucks-Story mit allen Rückschlägen, Entscheidungen, Zweifeln, Höhen und Tiefen.
Aktualisiert am 17. September 2004