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Event-Gastronomie
 

Event-Gastronomie

"Events sind von Unternehmen inszenierte Ereignisse (Veranstaltungen), um definierte Zielgruppen im Sinne eigener Marketing- bzw. Kommunikationsziele zu aktivieren", definiert Marketing-Marktplatz.de und unterscheidet zwei Grundarten von Events: geschlossene (etwa Betriebsfeiern) und offene Events (etwa Volksfeste).


Aus der Sicht eines Gastronomen, der ein Event bewirtschaftet, ist diese Sichtweise zu eng. Veranstalter von Events können auch Gebietskörperschaften sein oder Vereine oder Privatpersonen. Und der Gastronom kann auch, allein oder in Zusammenarbeit mit anderen Gastronomen, (Mit)-Veranstalter sein.

Stationäre, mobile und ambulante Event-Gastronomie

Events können in den dauerhaft konzessionierten Betriebsräumen des Gastronomen stattfinden (stationäre Eventgastronomie) oder andernorts. Bei der ambulanten Eventgastronomie werden für einen vorübergehenden Zeitraum andernorts Betriebsräume eingerichtet (etwa in Form von Festzelten), bei der mobilen Eventgastronomie werden transportable Betriebseinrichtungen verwendet (etwa Verkaufswägen).

Besonderheiten der Event-Gastronomie

  • Die Bedeutung der Gastronomie für die Attraktivität für den Besucher und seine Zufriedenheit im Vergleich zur Bedeutung des Veranstaltungskerns (etwa dem Auftritt eines Künstlers) bewegt sich in einem weiten Spektrum zwischen nebensächlich bis entscheidend. Vor allem bei Events, die auch ohne eine gelungene gastronomische Versorgung attraktiv sind, konzentriert sich das Marketing des Veranstalters auf die Herausstellung des Events. Das Marketing des Gastronomen beschränkt sich dann im wesentlichen auf die Werbung am Point of Sale.

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  • Die gastronomische Versorgung der Mitarbeiter des Events (Veranstalter, Aussteller, Musiker, Schauspieler, technisches Personal, Security-Kräfte, Feuerwehr, Rettungsdienste, VIP's, Journalisten usw.), aber auch der eignen Gastronomie-Mitarbeiter spielt bei vielen Events eine nicht zu unterschätzende Rolle. Oft ergeben sich daraus besondere Anforderungen hinsichtlich der Art und Qualität der Speisen und Getränke oder der Ausgabezeiten. 

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  • Bei einmaligen (erstmaligen) Events sind der Planungsaufwand, der Aufwand, Unvorhergesehenes zu meistern, und die Rüstzeiten (Auf- und Abbau, Einarbeitung) hoch, da es keine Erfahrungswerte gibt oder bestenfalls Erfahrungen aus ähnlichen Events herangezogen werden können.

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  • Man hat es als Gastronom sowohl mit den Veranstaltern (Vertragspartnern) als auch mit den Gästen (Teilnehmern des Events) zu tun. Deren Ziele und Vorstellungen müssen nicht deckungsgleich sein. Für die Gäste der Event-Gastronomie gibt es im Vergleich zu stammgastorientierten Gastronomie-Konzepte nur eine geringe Motivation, Beschwerden mitzuteilen. Kritiken der Kunden (Veranstalter) können taktisch motiviert sein, etwa um Preisnachlässe herauszuholen oder um von eigenen Fehlern in der Vorbereitung abzulenken.

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  • Da stationäre Gastronomen über einen gewissen Personalstock (etwa einen Kreis von Aushilfen) und eine gewisse Logistik verfügen, liegt es nahe, damit Events außerhalb der eigenen Räume zu bewirtschaften (Party-Service, Catering) oder vorhandene Geräte und Mitarbeiter zu verleihen (Verleihservice). Die Präsenz bei solchen Events kann sich auch positiv auf den Bekanntheitsgrad und das Image des stationären Betriebes auswirken.

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  • Umgekehrt liegt es für Event-Gastronomen nahe, ergänzend stationäre Objekte zu bewirtschaften, in denen ein Kern qualifizierter Mitarbeiter durchgehend beschäftigt werden kann. Dieser Betrieb kann aber auch in einer anderen Branche sein, etwa einer Metzgerei, einem Delikatessenhandel oder einem Getränkefachhandel. In Bamberg bewirtschaftet z.B. der Delikatesseneinzelhändler Müller das Schloß Seehof, die Weinstube "Bischofsmühle" und diverse Volksfeste und betreibt einen Party-Service. Die Fa. Stolz in Rüsselsheim betreibt z.B. einen Getränkefachandel, Gastronomiebetriebe, Party-Service/Catering und Event-Gastronomie. Die Rauschenberger Gruppe betreibt sowohl einen Rauschenberger Party-Service im Raum Stuttgart als auch als Rauschenberger Gastronomie mehrere Gaststätten.

Gastronomie in Hallen und Arenen

In Hallen (etwa Stadthallen) und Arenen (etwa Fussballstadien, siehe hierzu die Website der Haberl Gastronomie, welche u.a. das Olympiastadion in München bewirtschaftet) handelt es sich um einen Kombination aus einerseits mehr oder weniger regelmäßigen und ähnlichen Events (mit deutlich reduziertem Aufwand) und einmaligen Events. In vielen Objekten gibt es auch eine ständige Gastronomie, die auch an veranstaltungsfreien Tagen betreben wird. 


Ausgewählte Betreiber von Hallen und Arenen:
Beispiel: Arena Auf Schalke


Zahlen für die Zeit vom August bis Dezember 2001:
  • über 1 Million Besucher bei Fußballbundesligaspielen aber auch bei Musikkonzerten (Pur, Aida usw.) im multifunktional nutzbaren Stadion mit 52.000 Sitzplätzen.
  • 9, 2 Mio. € Food & Beverage-Umsätze in Eigenregie des Vereins Schalke 04.
  • 60 Kioske, 72 fest vermietete Logen und 4.000 BusinessSeats mit Catering Service sowie das Großrestaurant La Ola Nord.
  • Umsatz von 4 bis 4,60 Euro pro Kopf. Favoriten sind Pommes frites und Bratwurst (bis zu 20.000 Stück pro Spiel).
  • Bis zu 300 hl Bier pro Spieltag. 

Blind-Date-Events

Ein seit wenigen Jahren in vielen Städten erfolgreich durchgeführtes Konzept sind Blind-Date-Treffen, oft in der Form eines gemeinsamen Essens in einem Restaurant. Hierüber gibt es eine eigene Seite: Blind Dates.

Volksfeste und ähnliches

Neben die traditionellen Veranstaltungen, die häufig historisch neben dem gastronomischen Angebot auch mit weiteren Attraktionen aufwarten, wie das Münchener Oktoberfest, die Bamberger Sandkerwa, der Lichtenfelser Korbmarkt, diverse Schützenfeste oder Weihnachtsmärkte, treten Kneipenfestivals, in denen Gastwirte einer Region oder Stadt z.B. in einer Halle gemeinsam ausschenken. 
 
Ausgewählte Bewirtschafter von Volksfesten: 

Dinner-Theater

Siehe dazu unseren gesonderen Beitrag über "Dinner-Theater".

After-Work-Parties

Siehe dazu unsere Seite "After-Work-Parties".

Veranstaltungen in mehreren Gaststätten gleichzeitig

Das erste Honky Tonk-Festival fand 1993 im fränkischen Schweinfurt statt. Vom Erfolg des 1. Schweinfurter Festivals inspiriert, exportierte die veranstaltende Blues Agency das eigenwillige Konzept in viele deutsche Städte aber auch in die Schweiz. Höhepunkte der jährlichen Honky Tonk-Reihe sind die Leipziger Festivals im Mai und November, die als "größtes Kneipenfestival Europas" mittlerweile Kultstatus in ganz  Deutschland genießen. Nach dem Erfolg von Honky-Tonk-Festivals mit einem Konzept, bei dem in vielen Gaststätten einer Stadt mit einmaliger Eintrittszahlung und evt. mit Shuffle-Bus-Service Live-Konzerte angeboten werden, wurden von anderen Veranstaltern oder auch Gruppen von Gastronomen einer Stadt ähnliche Konzepte umgesetzt, als eigenständige, standortunabhängige Marken positioniert und gelegentlich an anderen Standorten dupliziert:

Ausgewählte Event-Gastronomen

Vorteile der Einschaltung von Veranstaltungsagenturen

Veranstaltungsagenturen organisieren Veranstaltungen im Auftrag von Veranstaltern. Vorteile aus der Sicht der Veranstalter, etwa Firmen, die ein Jubiläum feiern, oder auch Eventmarketing betreiben wollen, sind:
  • von Anfang bis Ende einen Ansprechpartner
  • Ressourcen des Veranstalters (Arbeitszeit, Nerven) werden geschont
  • Einkaufsvorteile der Veranstaltungsagentur, die sich daraus ergeben, daß er Leistungen von Subunternehmern häufiger nachfragt,  können genutzt werden, 
  • der intern für die Veransaltung Verantwortliche, dem evtl. die Erfahrung fehlt, kann das Risiko des Misslingens teilweise an einen Externen abwälzen.
  • Veranstaltungsagenturen kennen ein umfangreiches Repertoire an Locations, professionellen Restaurants und Caterern, Künstlern und anderen Dienstleistern und haben Erfahrungen mit diesen gesammelt. Veranstaltungsagenturen kennen die Branchen ihrer Subunternehmer und lassen sich nicht so übervorteilen wie Veranstalter, die solche Leistungen selten nachfragen. 
  • Teilweise bieten Agenturen über ihre reine Beratungs- und Vermittlungsfunktion auch bestimmte Diensleistungen im eigenen Hause an, z.B. Schall- und Lichttechnik, einen Leihservice für Ausstattungen, Porzellan usw., Service-Mitarbeiter und Küchenpersonal, Präsentationstechnik, Dekorationsgegenstände. 

Ausgewählte Veranstaltungsagenturen

Die folgende Auswahl stellt keine Wertung der Qualität als Veranstaltungsangentur dar, sondern ist eine Linksammlung zu mehr oder weniger interessanten Websites: Mit den reinen Veranstaltungsagenturen konkurrieren Event-Gastronomen, die selbst Veranstaltungen für Veranstalter organisieren oder veranstalten, sowie Veranstalter, die regelmäßig eigene Veanstaltungen durchführen und sich das dafür notwendige Know-How erarbeitet haben. 


Zudem gibt es Business-Konzepte irgendwo zwischen Agentur und Gastronomie, etwa Cocktailcatering, Berlin, ein Dienstleister für Mobile Bar und Eventservices, der aber auch Getränke, Servicepersonal und Hostessen, Moderatoren, DJs und Musiker, Dekoration und Locations, Caterer und Fahrservices vermittelt.

Ausgewählte Lieferanten für die Event-Gastronomie

Angesichts des breiten Spektrums der in der Event-Gastronomie vertretenen Konzepte und der daraus resultierenden Anforderungen müssen wir uns auf einige spezielle Lieferanten begrenzen:
  • WMS Veranstaltungsservice. Zeltservice, Multimarketing für Wein, Events, Essen und Trinken
  • Event-Gastronomie & more. Ein Onlineshop mit Dekorationen, Lichterketten, Karnevalskostümen, Losen, Scherzartikel, Feuerwerk usw.
  • Alles klar! Verleih von Gastrobedarfsartikeln.
  • Maxi Mietservice. Verleih von Geschirr, Gläser, Bestecken, Maschinen u.a
  • Graffe & Schieferstein. Nostalgieattraktionen, Riesenräder, Kraussells, Schiffschaukeln, Buden, Eisenbahn, Theaterwagen, Marktstände, Pavillons, Biergartenmöbel, Kasperltheater, Popcorn, Zuckerwatte, Spiegelkabinett, Spielbuden, Springburgen, Surf-Simulator, Snow-Board-Simulator, Drehorgel, Künstler-Programme.
  • Haase GmbH. Geräte zur Herstellung von Popcorn, Nachos, Hot Dogs, Waffeln.
  • Idee & Design. Kunstfelsen und Figuren jeder Art und Größe aus...
  • Duni. Einwegartikel für den gedeckten Tisch.
  • Sun Ban GmbH. Großschirme.
  • Suthor Papierverarbeitung GmbH & Co. KG, Nettetal.Papierfahnen, Sonnenblenden, Wimpelketten, Girlanden, Laternen, Kostprobenpicker, Masken, Hüte, Windmühlen.
  • Weba-Sonnenschirme, Baienfurt. Sonnenschirme in allen Größen, wetterfeste Spezialschirme für die Gastronomie.

  • Weber Verpackungen GmbH. Verpackungsmaterial.
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Aktualisiert am 8. Februar 2003

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