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Demographische virtuelle Communities
Auf dieser Seite geht es um virtuelle
Communities mit Mitgliedern, die nach einem demographischen oder sozioökonomische
Kriterium wie Geschlecht, Alter, Familienstand, Rasse, Einkommen, Bildungsstand
oder einer Behinderung gebildet sind.
Geschlechtsspezifische Virtuelle Communities
-
Speziell um Frauen bemühen sich die erste Community nur für Frauen
Amazon
City (mittlerweile von Herspace.com
übernommen),
die Frauen-Communities Ivillage
und Woman.de oder Grrlspace
für Girls und Young Miss für
junge Frauen zwischen 14 und 25 Jahren, Wowgo.com
für weibliche Teenager oder Women2Women
für "reifere" Frauen ("Our goal is a community which provides support,
resources, fun, and education for adult women about their life choices").
Im Webring "Circle
of Women"
arbeiten
solche Communities zusammen wie der Second
Wives Club für Stiefmütter und zum zweiten Mal verheirateten
Frauen, Moms Network Exchange
and Home-Based Working Moms für
Frauen, die zu Hause arbeiten, und Digital
Women für Geschäftsfrauen. Die Webgrrls starteten als Mailingliste
mit regionalen Stammtischen etc. zum Informationsaustausch. Seit dem 1.
Januar 2002 sind die Webgrrls ein
kostenpflichtiger Verein.
Einige wie Pleiades (mittlerweile
eingestellt) tolerieren männliche Mitglieder, andere haben zumindest
männerfreie Zonen wie Amazon City.
(Amazon
City hat übrigens nichts mit dem Online-Buchhändler Amazon zu
tun. Die Frauen-Community leitet ihren Namen von den Amazonen ab, einer
feministischen Gesellschaft der Vorzeit, die Online-Buchhandel von dem
Fluß Amazonas.)
In einer Studie ermittelte Harris
Interactive in Zusammenarbeit mit Proctor & Gamble und Women.com
sechs verschiedene psychographische Typen von Frauen, die das Internet
benutzen: "Movers" - gut ausgebildet, engagiert, karriereorientiert, kaufen
relativ viel im Internet ein. "Believers" - auf dem Lande lebende Hausfrauen,
auf Preise achtend, meistens ohne jede Online-Einkaufserfahrung. "Explorers"
- im Durchschnitt 28 Jahr jung, sie lieben das Einkaufen und achten wenig
auf Preise. Weitere Typen sind "Trendsetters" und "Breadwinners". Siehe
einen Bericht in der Business
Week vom 20.12.1999.
Altersspezifische Virtuelle Communities
-
Sites, die sich an Kinder wenden, wie Blinde
Kuh oder KidsWeb
-
oder an Schüler wie "Das
digitale Trendmagazin". Die Gestaltung der Webseite und das
Schreiben der Artikel werden komplett von Jugendlichen übernommen.
So werden ständig neue Schreiberlinge gesucht, die Lust haben, ihre
Artikel im Trendmagazin zu veröffentlichen.
-
Communities für Studenten wie Imafdi.de.
-
Communities für Eltern wie Parentsplace
oder iParenting oder für
Eltern schulpflichtiger Kinder wie Hand
in Hand oder Family Literacy Foundation.
-
Communities für Menschen ab 45 wie Vavo.de
mit einem augenfreundlichen Portal.
-
Communties für Senioren wie das deutsche SeniorenNet,
Third
Age für Rentner oder das amerikanische Seniornet.com,
eine Community für computernutzende Senioren. Die Mitglieder sind
55 Jahre und älter. Es gibt viele Foren zu verschiedenen Themen. Seniornet
hat zusätzlich Learning Centers für Senioren in ganz USA aufgebaut.
Auch das Seniorweb in der Schweiz,
das es seit Ende Mai 98 gibt, entwickelte sich so erfreulich, daß
die Site seit Ende 1998 auch eine französischsprachige Version anbietet.
Verschiedene regionale Senioren-Initiative so die St. Galler
Computeria
treffen sich auch zum persönlichen Gedankenaustausch, stellen also
auch eine lokale virtuelle Community
dar. Ältere User stellen besondere Anforderungen an das Design von
Webseiten. Vergleiche "The
Aging Eye" von Marc Green, Ph.D., John W. Senders, Ph. D., ErgoGero,
The Human Factors Science.
Virtuelle Communities für Einkommensgruppen, Rassen
und Behinderte
Virtuelle Communities für Angehörige bestimmter Einkommensgruppen
wie Millionaires für Wohlhabende
und Reiche.
Virtuelle Communities für bestimmte Rassen wie 100
Black Men (für Afro-Amerikaner), Starmedia
Network (für Latinos) oder Behinderte wie beim
Info-Zentrum
und Treffpunkt für Hörgeschädigte im Internet oder Startrampe.net,
einer im August 1999 ins Netz gegangenen Community für Rollstuhlfahrer.
Websites, die sich um eine zu breite Gruppe kümmern, z.B. alle
Frauen, stehen im Wettbewerb einerseits gegen personalisierbare allgemeine
Portale
und andererseits gegen Nischen-Websites, die sich vordergründig nicht
an diese besondere Zielgruppe wenden, praktisch aber bevorzugt aufgesucht
werden wie Seiten mit Kochtips. Aus Angst vor der Gefahr, zwischen beiden
Seiten zerrieben zu werden, wenden sie vielleicht sogar an eine noch breitere
Zielgruppe wie einige Frauenzeitschriften, die sich dann auch noch um männliche
Leser bemühen.
Für Diskussionsbeiträge
zu diesem Thema sind wir
dankbar.
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