Branding in der Gastronomie
Die Gestaltung von Marken
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setzt auch in der Gastronomie qualitätsvolle Produkte und die
Zufriedenheit
der Gäste voraus,
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erzeugt eine Präferenz der Gäste für das eigene gastronomische
Angebot, indem sich die eigene Marke von den Marken der Wettbewerber und
von markenlosen Konkurrenzangeboten abhebt,
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muß für ihre Zielgruppe wichtig, nützlich und leicht
zugänglich sein,
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muß dem Lifestyle, den Einstellungen und Überzeugungen der
Zielgruppe entsprechen.
Was ist "Branding"?
Branding ('to brand' = einem Rindvieh den Stempel des Eigentümers
einbrennen) ist der Prozeß, bei dem eine für beide Seiten
förderliche und nützliche bzw. gewinnbringende Beziehung zwischen
der gastronomischen Marke und dem Gast hergestellt, verstärkt und
aufrecht erhalten wird. Eine erfolgreiche Marke bietet ein so hohes
Maß an Qualität, ist so anziehend und vertrauenswürdig,
daß sie Gefühle der Zuneigung und Loyalität hervorruft
und Gäste bereit sind, einen höheren Preis zu zahlen als dem
Produkt an sich angemessen wäre. Oder mit den Worten von Rob Frankel:
"Branding is about getting your prospects to see you as the only solution
to their problem" (vgl. Rob Frankel: The
Revenge of Brand X, ein Kapital seines Buches über Suchmaschinen
und Reciprocal links).
| "To me, every restaurant should have some kind of a story. All the
great restaurants in the world have a story. So, I began to put a fantasy
together for this garage down there" |
| von Pat Kuleto, aus: "Redefining
the American Restaurant", der Restaurant- und Weinkritiker Bill
Citara interviewt Pat Kuleto, einen Designer und Restaurateur. |
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Phasen der Markenentwicklung
Branding erfolgt in den verschiedenen Phasen der Markenentwicklung:
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Verkündung von neuen Produkten oder Dienstleistungen ("Announcement"),
z.B. anläßlich einer Neueröffnung eines gastronomischen
Objektes. Mitunter werden auch etablierte Marken anderer Branchen auf ein
gastronomisches Konzept zu übertragen versucht. Beispiel: die Restaurants
"Michael Jordans 23" und
"Michael Jordan’s Steakhouse" des Basketballspielers Michael
Jordan in Washington (Abbildung
der Speisekarte).
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Erhöhung des Bekanntheitsgrades und Verbesserung des Images
von mehr oder weniger etablierten Marken. Beim Bekanntheitsgrad unterschiedeit
man üblicherweise zwischen gestützter
und ungestützter Erinnerung.
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Ausweitung der Marke, z.B. Eröffnung einer neuen Filiale oder
Ausweitung der Marke auf weitere Produkte, z.B. die Ausweitung einer gastronomischen
Marke auf fremd hergestellte Handelsprodukte (Eis: Schöller
/ Mövenpick, Weine, Marmeladen,
Bücher, Spirituosen, Geschirr: Käfer,
Schnupftabak, Senf, Bücher: Kloster Andechs; das Kloster Andechs als
Gastronomie-Marke zu bezeichnen, ist vielleicht etwas unhöflich, aber
Pater Anselm Bilgri wird mir verzeihen, zumal er gerade eine Gastronomie-Kette
namens "Andechser" aufbaut) oder selbst hergestellte Handelsprodukte (Kloster
Andechs: Spirituosen, Gasthausbrauereien: Bier, Merchandising-Artikel).
Unter dem Namen des legendären Pariser Restaurant "Maxim's"
werden mittlerweile eine ganze Reihe von Luxusartikeln vermarktet.
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Relaunch, also eine mehr oder wenigen starke Änderung der Marke
im Sinne einer Neubelebung, z.B. anläßlich eines Eigentümer-
oder Betreiberwechsels oder einer Anpassung der gastronomischen Konzeption
an veränderte Marktbedingungen.
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Veräußerung einer Marke bzw. der
-
Übertragung auf ein ganz anderes Produkt unter Wegfall der
Gastronomie-Marke.
Bereiche des Brandings
Branding in der Gastronomie konzentriert sich üblicherweise auf folgende
Bereiche:
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Corporate Identity (Name, Logo, Tagline, Farben, Fonts). Mehr darüber
im Buch Los
Logos. Logo-Collection von Robert Klanten (Herausgeber), u. a. Logos
bezeichnen Firmen und Marken, Fußballklubs oder Plattenlabels und
sind für deren Identität und Präsentation von enormer Wichtigkeit.
Dieses umfassende Grundlagenbuch zeigt die Vielfalt des aktuellen Logodesigns
und versammelt mehr als 3.000 zeitgemäße Logogramme von über
200 Grafikdesignern aus aller Welt.
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Design des gastronomischen Objektes
(Räume, Fassade, Eingang, Möblierung, Beschallung, Dekoration,
siehe z.B. die Straßenwerbung
eines Restaurants in Winnemucca, Nevada).
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Sortimentsgestaltung sowie Gestaltung der Speise-
und Getränkekarten selbst, Mise en Place, Anrichtung der Speisen,
Dekoration von Getränken, Gestaltung von Werbemitteln wie Handtücher,
Bademäntel, Aschenbecher, Kugelschreiber, Wolldecken, Kleiderbügel,
Zahnputzgläser, Briefmappen, Ansichtskarten,
Hausprospekte, Plakate).
Angesichts der hohen Kosten von ca. 85 Millionen DM für geklaute Gegenstände
in der deutschen Hotellerie geht der Trend dahin, keine Logos mehr aufzudrucken
und stattdessen gebrandete Gegenstände als Merchandising-Artikel zu
verkaufen.
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Personalauswahl, Schulung und Motivation
der Mitarbeiter, Personalkleidung,
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Vorgehensweise zum Werben neuer Gäste,
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Vorgehensweise zur Bindung von Stammgästen,
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Regeln für die Öffentlichkeitsarbeit, das öffentliche
Image,
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Maßnahmebündel zur Steigerung der Attraktivität für
besondere Zielgruppen wie z.B. Kinder
oder Senioren,
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Vorgaben für die Verkaufsförderung zur besseren Auslastung
umsatzschwacher Zeiten (z.B. sind Coupons
nicht immer mit einem bestimmten Markenimage vereinbar).
Online-Branding
Online-Branding (auch E-Branding, Digital-Branding genannt) besteht nicht
in der einfachen Übertragung des Offline-Brandings ins Internet; Online-Branding
zeigt nicht die Marke wie sie aussieht, sondern was sie für
wirkliche oder fiktive Kunden getan hat, tut oder zu tun verspricht. |
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Ein Beispiel: Ein Party-Service-Unternehmen sollte
nicht einfach Qualitäten behaupten, sondern es dem Interessenten etwa
erlauben,
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seine Wunsch-Party zu konfigurieren,
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sich ein Angebot zu erstellen,
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mit Referenzkunden und einem Berater online Kontakt aufzunehmen,
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sich Graphiken eines Wunsch-Buffets anzuschauen,
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sie auszudrucken und per E-Mail etwa an weitere Personen, die mitzuentscheiden
haben, zu versenden,
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bis hin zu einer aufwendigen Lösung, mit der er den Ablauf einer Party
in 3D simulieren kann.
(Nachtrag vom September 2001: Monate nachdem ich mir dieses
Beispiel ausgedacht habe, bin ich in einem Interview
der Nation's Restaurant Review mit Stacy Baw, verantwortlich für die
Internetpräsenz der Restaurantkette T.G.I.
Friday, auf diese Site gestoßen, die unter anderem eine sehr
populäre Datenbank mit Rezepten für Mixgetränke enthält,
einen Party-Planer, mit dem man Drinks und die Einkaufsliste für Getränke
berechnen kann, und einen Einladungen-Versandservice, also eine Lösung,
die ein bißchen in die Richtung meines Beispiels geht und sich anzuschauen
lohnt). |
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Ein weiteres Beispiel: Ein Hotel zeigt online nicht
nur die aus den Hotelprospekten bekannten Fotos von Zimmern und den sonstigen
Gasträumen sondern erlaubt es,
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virtuell durch das Hotel zu wandern oder
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das Hotel in 3D zu erleben oder
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in verschiedene Rollen des Personals zu schluepfen, um etwa in Form eines
Spiels einen Arbeitstag erfolgreich zu bestehen. Der Gast koennte so eindringlich
erfahren, was in diesem Hotel alles für ihn getan wird.
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Oder es wird an einigen Beispielen gezeigt, wie Gästen in kniffligen
Situationen geholfen werden konnte.
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Tradionelle Marken decken nur einen Teil der Erwartungern
der Internetuser ab. Zu Markeneigenschaften entwickeln sich:
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der Grad an Interaktivität,
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die Vernetzung,
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das Innovationspotential und
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die Verfügbarkeit in allen oder vielen Medien.
Dualität von Koch-Marke und Restaurant-Marke
Mehr oder weniger bekannte gastronomische Marken haben wir unter
dem Stichwort "Systemgastronomie" zusammengestellt.
Bei Spitzenköchen und -restaurants
kann man zwischen den eigenständigen Marken des Restaurants und des
Kochs insofern unterscheiden, als ein Restaurant seinen Chefkoch genauso
austauschen kann wie ein Spitzenkoch das Restaurant, in dem er arbeitet
oder daß er führt. Diese Dualität findet man auch in anderen
Bereichen, so bei Marken der Sportbekleidung, Parfüms, Spielfilmen
oder Investmentfonds. Mehr über Küchbücher
berühmter Restaurants. |
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Markenhotellerie
Auch Hotels werden zunehmend als Markenhotels geführt, in den
USA haben sie schon einen Anteil von 70%. Das Internet mit der Möglichkeit,
selbst zu reservieren, verstärkt die Bedeutung von Hotelmarken (vgl.
Roger S. Cline (Arthur Andersen): Brand
Marketing in the Hospitality Industry). Siehe dazu auch unsere Seite
über Hotelketten. |
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Outsourcing von Hotelrestaurants
Die allein auf sich gestellten Restaurants in Hotels werden, insoweit sie
nicht die Kraft besitzen, sich als Marke oder als Spitzenrestaurant zu
positionieren, zunehmend durch Filialen fremder Marken-Restaurants ersetzt
("Outsourcing"). Für den Gast weniger offensichtlich wird dabei oft
eine gesamte Küchenbrigade aus gelernten Köchen und mit hohen
Personalkosten ersetzt durch ein kleines Team von Aushilfskräften
unter der Leitung eines gelernten Koches, die statt frischer Zutaten vermehrt
Convenience-Artikel verarbeiten. Vergleiche Sally Robinson and Stacy Saef,
London and Lawrence Kantor, Los Angeles: Branding
and Repositioning Food & Beverage - the case for outsourcing partnerships,
Summer 1998. |
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| Einen Schritt weiter gehen die Dorint
Hotels: Regionale Küchenchefs sind neben dem eigenen für
mehrere weitere Hotelrestaurants mit ihren jeweiligen lokalen Küchenchefs
verantwortlich (siehe eine Pressemitteilung vom 17.01.2001: "Ein
Dutzend Köche verbessern die Speisen"). |
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| Europas führende Hotelkette Accor mit Hotelmarken in verschiedenen
Kategorien (z.B. Ibis)
verzichtet konsequenterweise auf eine eigene Gastronomie (von einem Frühstücks-Buffet,
Mini-Bars oder Getränkeautomaten abgesehen) und bemüht sich stattdessen
um die Ansiedlung von Marken-Restaurants in der Nähe ihrer Hotels
bzw. empfiehlt Restaurants, die im Umfeld bereits vorhanden sind oder entstehen.
Wollen Gäste unbedingt Halb- oder Vollpension buchen, werden Verpflegungsdienstleistungen
in fremden Restaurants zugekauft. |
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| Eine konträre Konsequenz haben die Hyatt-Hotels mit einer deutlichen
Trennung von Restaurant- und Bankettbereich gezogen. In den Restaurants
werde alles frisch produziert, während im Bankettbereich auch mit
Convenience-Produkten gearbeitet werde (Quelle: Neue
Trends in der Hotellerie, neue Trends in der Gastronomie). |
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Dual-Branding
Dual-Branding bezeichnet die Vereinigung von zwei oder mehr gastronomischen
Marken in einem Objekt oder an einem Standort. |
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So können Gäste eines "Arby's®/T.J.
Cinnamons dual-brand restaurant" zwischen der Speisekarte von "Arby's"
und frischem Gebäck und Kuchen der Marke "T.J. Cinnamons" auswählen.
In einigen großen Einkaufscentern wie dem Centro
Oberhausen werden Ausgabestellen verschiedener gastronomischer Marken
rund um Sitzplätze angeordnet, die allen Gästen gemeinsam zur
Verfügung stehen.
Temporäre Kooperationen
Neben diesen ständigen Kooperationen gewinnen zunehmend zeitlich
befristete Kooperationen an Bedeutung. Neben die traditionellen Veranstaltungen,
die häufig historisch neben dem gastronomischen Angebot auch mit weiteren
Attraktionen aufwarten, wie das Münchener Oktoberfest, die Bamberger
Sandkerwa, den Lichtenfelser Korbmarkt oder die diversen Weihnachtsmärkte,
treten Kneipenfestivals, in denen Gastwirte einer Region oder Stadt z.B.
in einer Halle gemeinsam ausschenken, Honky-Tonk-Festivals
(Live-Musik in vielen Gaststätten mit einmaliger Eintrittszahlung,
evt. mit Shuffle-Bus-Service) und ähnliche Veranstaltungen von Wettbewerbern.
Derartige Veranstaltungen werden meist als eigenständige, standortunabhängige
Marken positioniert und gelegentlich an anderen Standorten dupliziert.
Dachmarken
Gelegentlich werden unter einem Markennamen auch verschiedenwertige gastronomische
Angebote angeboten:
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So kann der Besucher des Klosters Andechs
unter anderem zwischen einem Bedienungs-Restaurant und verschiedenen Sälen
mit Selbstbedienung auswählen.
-
Spitzenrestaurants betreiben nicht selten
neben einem relativ wenig Sitzplätze umfassenden Restaurant mit hohem
Niveau und hohen Preisen einen als Bistro oder Gaststätte geführten
größeren Bereich.
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In Strasbourg gibt es sogar zwei scheinbar getrennte Restaurants mit separaten
Eingängen und unterschiedlichem Niveau, die von einer gemeinsamen
Küche aus bekocht werden.
Fremdwerbung in gastronomischen Objekten
In gastronomischen Objekten sind häufig Werbemittel vor allem von
Lieferanten zu finden. Gastronomen können zur Akzeptanz von Fremdwerbung
in ihren Objekten veranlaßt sein durch:
-
Verpflichtungen aus einem Pachtvertrag, häufig in Verbindung
mit einer Bezugsverpflichtung (siehe unsere Seiten über Fallstricke
bei Pachtverträgen),
-
Erlöse aus Sponsoringverträgen. So zahlen Tabakwarenhersteller
vierstellige Beträge für eine exklusive Präsenz vor Ort
und stellen zudem Werbemittel wie Aschenbecher, Sonnenschirme, Streichhölzer
und vieles mehr
-
Naturalrabatte, "Werbekostenzuschüsse" oder Listungsprämien
von Spirituosenherstellern, wofür die entsprechenden Spirituosenmarken
in Getränkekarten gelistet, mit Logos hervorgehoben, im Preis subventioniert
und/oder mit Werbemitteln wie Eiswürfelbehälter, Zapfvorrichtungen,
Aschenbecher, Displays usw. präsentiert werden
-
den Versuch des Imagetransfers eines starken Produktes oder eines
Lieferanten auf das Objekt, z.B. der Klosterbrauerei
Andechs,
-
den
preisgünstigen
Bezug oder kostenlose Zurverfügungstellung von Einrichtungsgegenständen,
z.B. von Schankanlagen durch Brauereien, Bierverleger oder Getränkefachgroßhändler
oder von Tiefkühltruhen durch Tiefkühlkostlieferanten oder Eishersteller.
-
die Einräumung von Lieferantenkrediten, z.B. eines Weinlagers
auf Kommissionsbasis,
-
die
Gewährung eines zinsgünstigen Kredites oder ein Angebot
für einen günstigen Leasingvertrag, so z.B. für eine
Kaffeemaschine
durch einen Kaffeelieferanten in Verbindung
mit einer Bezugsverpflichtung.
-
Insertionserlöse. Über die diversen Möglichkeiten
in unseren Gaststätten informiert unsere Preisliste
für Offline-Werbung. Der neueste Schrei ist die Verwendung von
Döner-Taschen als Werbeträger für Dritte. Siehe dazu einen
Artikel von Marketing.ch: "KebAd
- Döner wirbt schöner!".
-
Co-Branding. Das Möbelhaus Ikea hat in den deutschen Etap-Hotels
jeweils ein Zimmer und eine Ruhe-Oase eingerichtet. Nach der Übernachtung
erhalten die Hotelgäste einen Ikea-Gutschein. Ikea-Family-Card-Besitzer
bekommen im Hotel ein Gratis-Frühstück. (Quelle: Co-Branding:
gemeinsam sind wir stark, in: Beratungsletter vom Oktober 2003). BMW
hat im Hamburger Grandhotel Atlantic eine Suite im BMW-Design eingerichtet:
Zusätzlich gibt es BMW-Magazine und -fotos an den Wänden.
(Quelle: Co-Branding:
gemeinsam sind wir stark, in: Beratungsletter vom Oktober 2003)
Gelegentlich erzwingen oder erlauben Lieferanten auch eine Verknüpfung
der Marke einer Gaststätte und ihrer eigenen Marke, in verschiedenen
Ausprägungen:
-
Leitgastronomie, selbständign gastronomischen Objekten, die
z.B. unter der Bezeichnung "Zum Erdinger" in verschiedenen Städten
geführt werden. Neuerdings wird dies auch von Kaffeelieferanten
versucht, so von Segafredo.
-
Franchising (siehe unsere Seite über Systemgastronomie).
-
Hingegen setzt die Klosterbauerei Andechs nach
dem Erfolg des wirtschaftlich unabhängigen Restaurants "Andechser
am Dom" in München in anderen Städten auf Eigenbetriebe,
an denen das lokale Management nur beteiligt wird, um die Marke des Kloster
Andechs einschließlich ihres ethischen Gehalts nicht zu verwässern.
Weiterführende Seiten
-
Begriffe und Konzepte des Brandings der Unternehmensberatung Landor
(zu finden unter "What is Branding?") und
-
Richard Carter: “Applying
Diffusion Theory to Chain Restaurants: Predicting the Viability of U.S.
Brands Internationally (Abstract)”, in: Journal of Restaurant and Food
Service Marketing, 1997, pp. 37-53
-
Juliette M. Boone: Hotel-Restaurant
Co-Branding -- A Preliminary Study (PDF), in: Cornell Hotel and Restaurant
Administration Quarterly, October 1997 (Vol. 38, No. 5)
-
Ausführungen von Dr.
Wilson zum Thema.
-
ClickZ Network: Brand
Marketing, mit einer Vielzahl interssanter Artikel über Online-Branding,
doch leider nichts über die Gastronomie.
-
Rob Frankel, Berater für Branding
und einer der besten Experten auf diesem Gebiet. Seine "Laws
of Big Time Branding".
-
Corporate Branding, ein auf Branding
spezialisiertes Beratungsunternehmen. Im Kapital "About brand" werden Fachbegriffe
erläutert.
-
Roger S. Cline (Arthur Andersen): Brand
Marketing in the Hospitality Industry.
-
Dionysos. Eine Marketing-Beratungs-Unternehmen
für die Gastronomie.
-
Franziska Schumacher. "Gastro-Power"-Seminare.
-
Journal of Restaurant
and Food Service Marketing.
-
Branding Kaeuffer + semion
brand-broker gmbh, Unternehmen für Marken-Kreation, mit einer
Portion Basiswissen.
-
Marken-Recht.de. Umfassender Überblick
über die formellen und materiellen Voraussetzungen des Deutschen,
Europäischen und Internationalen Markenrechts.
-
Design-Scout.com. Suchmaschine.
-
Deutsche Standards. Berühmte
Marken.
-
Zusammenfassung einer Vortrages von Eric Pfeifer, Chariman und CEO der
Hotel Division von Cendant über "The
value of brand marketing strategies" anläßlich eines Kongresses
der International Hotel & Restaurant Association über "One-to-One:
Marketing in der Interactive Age" am 25. November 1998 in Manila.
-
Jennifer Kramer Williams: "10
ways to strengthen your brand", in: "Restaurant Magazin", 3/2000.
-
Sean Carton, “Your Web Site Is Your Brand”, ClickZ,
5/17/2000.
-
"Branding and Usibility".
von User Interface Engineering.
-
Strength
In Numbers. With seven concepts, 11 restaurants and wild local success,
Cameron Mitchell has set the standard for dining in Columbus, Ohio. Cameron
Mitchell Restaurants is a case study in the art of defining a brand. By
Jonathan Scott, in: Restaurant Marketing, September 2000.
-
Rob Frankel: The
Revenge of Brand X, ein Kapital seines Buches über Suchmaschinen
und Reciprocal links.
-
Martin Lindstrom, "Smash Your Web Site," ClickZ,
6/12/2001. Branding ist mehr als ein Logo.
-
Die Fairlane Consulting, St. Gallen,
vermarktet Werbung auf Bierdeckeln (AdMats), auf Zuckerbeuteln (SweetAd),
auf Pizza-Kartons (PizzAd), Sushi-Essstäbchen (AdStick), Tischsets
(AdSet) und auf Döner-Beuteln (KebAd).
-
Wolfgang Timpen, ehemals Managing Director Verkauf, Coca-Cola GmbH; Klaus
Fahrer, Leiter Zentraleinkauf, Karstadt Gastronomie: Co-Branding in der
Systemgastronomie - Kooperationen für den hungrigen Kunden, Gastvortrag
vom 20. Juni 2001 am Lehrstuhl
für Marketing und Handel - Universität Essen (Download,
>5 MB).
-
Ralf Koyro: Branding oder
die Macht der Marke, in: ECIN vom 10.08.2000. Überblicksartikel.
-
Rolf Kirchmair: Markenpsychologe im Internet-Zeitalter, in: Wirtschaftspsychologie
3/2001, Seite 40-46 (jr).
-
Markenartikel
in Dienstleistungsbranchen von Dagmar Recklies, in: TheManagement.de
-
Heinz Grühe: Markenführung
im Internet: Psychologische Bemerkungen und Einsichten. Vortrag am
11. September 2001 auf einer Veranstaltung der Deusche Telefonbuch Verlags-Gesellschaft
(DTVG).
-
Michael Ehrlich: Das
Angebot zur Marke machen, in: Die Küche Nr. 1/2002.
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Prof. Günther Haedrich: Aufbau
von Marken im Tourismus. (PDF), Universität Innsbruck, Zentrum
für Tourismus und Dienstleistungswirtschaft. Vortrag zum Workshop:
Unternehmer gesucht! am 25.11.02.
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Mehr als 34'000 Logos, wahlweise als Corel oder Adobe Illustrator!-Datei.
http://62.159.107.115/jump.cfm?id=90860&kid=9044
Buchempfehlungen
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John
F. Love: Die
McDonald's Story. Anatomie eines Welterfolgs.
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Restaurant
and Food Graphics, von Judi Radice Hays mit The National Restaurant
Association. This beautiful over sized four color book is loaded with hundreds
of graphic identity systems (menus, matches, T-shirts, posters, signs,
promotional vehicles, etc.) from restaurants around the globe. Many of
the listings are from the winners of the National Restaurant Association's
great menu contest awards.
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Los Logos.
Logo-Collection von Robert Klanten (Herausgeber), u. a. Logos
bezeichnen Firmen und Marken, Fußballklubs oder Plattenlabels und
sind für deren Identität und Präsentation von enormer Wichtigkeit.
Dieses umfassende Grundlagenbuch zeigt die Vielfalt des aktuellen Logodesigns
und versammelt mehr als 3.000 zeitgemäße Logogramme von über
200 Grafikdesignern aus aller Welt.
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