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Rechtsprobleme
 

Rechtsprobleme bei  Online-Auktionen

Zur Zeit toben mehrere Rechtstreitigkeiten um die Natur der Online-Auktionen im deutschen Rechtsgebiet: 
  • ob die Internet-Auktions-Sites behaupten dürfen, daß sie Auktionen anbieten. Hintergrund ist die Tatsache, daß "auctions" im angelsächsisch-basierten Recht eine andere Bedeutung haben als im deutschen Recht, wo die Begriffe "Versteigerung" und "Auktion" eine besondere Bedeutung haben und nur von bestimmten Personen und Firmen durchgeführt werden dürfen. Bereits seit ihrer Jahreshauptversammlung Anfang Juli 99 in Heidelberg sind sich die Mitglieder des Bundesverbandes Deutscher Kunstversteigerer e.V. (BDK) einig, gegen die Verwendung der Begriffe "Auktion" und "Versteigerung" im Zusammenhang mit Internet-Auktionen rechtlich vorzugehen. So wollte der Bundesverband den am ersten Oktober gestarteten Internet-Kunsthandel ExtraLot.com AG dazu verpflichten, die genannten Begriffe nicht mehr zu verwenden. Nun stellt sich die Frage, wie man Auktionen im Internet künftig nennen darf. Sollte der BDK mit seiner Klage erfolgreich sein, würde das nämlich auch alle anderen Online-Versteigerer in Deutschland betreffen. Eine Auktion würde dann wahrscheinlich "Internet-Verkauf gegen Höchstgebot' heißen. 
  • ob zwischen den beiden beteiligten Parteien (Auktionsanbieter und Bieter bzw. Höchstbieter/Ersteigerer überhaupt ein rechtskräftiger Kaufvertrag zustande kommt und ob ein Händler jedes Angebot anzunehmen habe (4. Zivilkammer des Landgerichts Münster, die Entscheidung wurde auf Januar 2000 vertagt). In einem anderen Verfahren vor dem Amtsgericht Hamburg-Altona, wurde im Oktober 1999 zugunsten des Ersteigerers entschieden, mit der Begründung, für den Vertragsabschluß sei keine zusätzliche Annahmeerklärung des Anbieters erforderlich. Wenn der Anbieter die Infrastruktur des Auktionshauses nutze, erteile er dem Auktionator eine "Bevollmächtigung".
In einigen Jahren wird man diese juristischen Auseinandersetzungen wohl als Schnee von gestern bezeichnen. Während deutsche Auktionshäuser noch schmollend sich bei ihren Rechtsanwälten ausheulen, ist Sotheby's seit Mitte November online (Amazon hat sich an denen mit 2% beteiligt), gefolgt von Christie's Anfang des kommenden Jahres 2000.
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Bücher

  • Hoeren/Müglich/Nielen (Hrsg.), Online-Auktionen. Eine Einführung in die wichtigsten rechtlichen Aspekte. Berlin 2002. Erich-Schmidt-Verlag Reihe: Electronic Commerce und Recht, Band 3.

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  • Internet-Auktionen von Gerald Spindler, Andreas Wiebe. 2001.Dieser Band ist ganz auf die Bedürfnisse der Praxis zugeschnitten und behandelt erstmals den gesamten rechtlichen Rahmen der verschiedenen Online-Versteigerungsformen, erläutert aber auch die technischen und wirtschaftlichen Aspekte. Er berücksichtigt nicht nur die eigentliche Online-Versteigerung, sondern auch bereits Koordinationsformen wie Reverse Auctions und Community Shopping, entwickelt in Auseinandersetzung mit bisher diskutierten Ansätzen in Rechtsprechung und Literatur neue und praktische Lösungen und liefert einen gut verständlichen Einstieg in die neue Materie. Herausgeber und Autoren zählen zu den ausgewiesenen Experten des EDV- und Internetrechts und sind bereits durch zahlreiche einschlägige Veröffentlichungen hervorgetreten. Für auf Online-Auktionen spezialisierte Unternehmen und deren Rechtsabteilungen, Rechtsanwälte, Richter. 

  • - Gewerberechtliche Einordnung von Online-Versteigerungen 
    - Wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit einzelner Auktionsformen 
    - Vertragsschluß und Verbraucherschutz bei Online-Auktionen 
    - Vertragliche und außervertragliche Haftung 
    - Rechtsschutz bei Auktionsangeboten 
    - Internationales Privatrecht 
    - Internationale Zuständigkeit 
    - Datenschutzrechtliche Fragen 
    - Strafrechtliche Fragen von Online-Auktionen.
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aktualisiert am 28. Juli 2003