Abseits.de --> |
Gastronomie--> |
Marketing--> |
Online-Auktionen--> |
Bedeutung für den Ein-und Verkauf |
Bedeutung von Online-Auktionen für den Ein- und Verkauf
Im Atrada Trading Network - 1995 aus dem Mitarbeiterteam eines fränkischen Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik entstanden - nehmen mittlerweile mehr als 40.000 Unternehmen teil und kaufen beziehungsweise verkaufen Produkte und Dienstleistungen. Neben zahlreichen kleineren und mittleren Unternehmen handeln auch große Partner über Atrada, zum Beispiel Conrad Electronic, Fujitsu, Sixt, Marriott und Best Western. Atrada ist damit nach eigenen Angaben der größte Business-Marktplatz im deutschsprachigen Raum. Je nach Marktsegment und Zielgruppe stehen verschiedene Handelsmechanismen zur Verfügung: Online-Auktion, Festpreisangebote, Ausschreibungen, Online-Buchung und Informationsaustausch. Bei erfolgreichen Verkäufen wird eine Provisionsgebühr von 3 bis 5 Prozent erhoben. Hotels können online gebucht werden, Neuware über Festpreise ge- beziehungsweise verkauft werden, Leasingretouren oder Restposten online ver- beziehungsweise ersteigert werden. Seit Anfang August kann wahlweise beim Einstellen eines Angebots German Parcel mit der Logistik beauftragt werden. Alles läuft vollautomatisch: Nach Abschluß der Transaktion, zum Beispiel nach einer Online-Auktion, kommt German Parcel automatisch zum Anbieter, holt das Produkt ab und bringt es zum Käufer. German Parcel hat alle notwendigen Informationen automatisch von Atrada erhalten. Geplant ist ab Ende September 1999 die Integration eines Treuhandverfahrens: Nach einem erfolgreichen Geschäft überweist der Käufer das Geld auf das Konto des Treuhänders bei der Deutschen Postbank AG. Dieser verschickt die Ware. Nachdem sie ordnungsgemäß eingetroffen ist, überweist der Treuhänder das Geld zum Verkäufer. Geplant ist außerem die Einrichtung eines geschlossenen, Unternehmen vorbehaltenen Business-to-Business-Bereichs. Ab dem 14. September 99 steht ein Benachrichtigungsagent zur Verfügung. Kunden können bestimmte Kategorien, Suchbegriffe oder einen Höchstpreis als "Dauersuche" eingeben. Sie werden dann tagesaktuell über neue und für sie interessante Angebote im Trading Network (Auktionen und Shops) informiert. Bisher konnten nur wenige amerikanische Sites ihren Kunden diesen Service anbieten. Vgl. http://www.fink-fuchs.de. Seit dem 5.10.99 bietet Atrada als erste deutsche E-Commerce Site eine sogenannte "reverse Auktion" an. Der Interessent bestimmt einen Höchstpreis, die Anbieter unterbieten sich. Damit können auch Gastronomiebetriebe online eine Ausschreibung zu starten: Der Interessent nennt einen Höchstpreis für das gewünschte Produkt, dann ist es an den Anbietern zu entscheiden, ob sie den Kunden zu diesem oder einem noch günstigeren Preis für sich gewinnen wollen. Es ist möglich, komplexe Produkte oder Dienstleistungen auszuschreiben, zum Beispiel: "Suche Videokonferenz-Equipment (Hardware/Software) zur Vernetzung von fünf Arbeitsplätzen, davon vier in einem Büro mit einem Tele-Heimarbeitsplatz, maximal DM 30.000". Selbstverständlich kann der Kunde verschiedenste Kriterien bei der Auswahl des für ihn besten Angebots heranziehen. Dies können neben dem Preis Serviceumfang, Lieferzeit oder die Bewertung des Anbieters sein. Die itrade GmbH hat am 11. Oktober 1999 ein ähnliches Angebot gestartet, das "Buyer Driven Commerce" genannt wird. Es ist möglich, Produktanfragen in eine Datenbank einzustellen und so bei entsprechenden Anbietern Nachfrage zu generieren. Zu den zahlreichen Partnern von itrade zählen u.a. ProSieben, TV-Today und PC Welt. Bei den Netzwerkpartnern wird das Handelsforum vollständig in deren Interface integriert, so dass die Netzwerkpartner über einen "eigenen" attraktiven Auktionsbereich für ihre Benutzer verfügen. Tritt der Netzwerkpartner als Verkäufer auf, erzielt er somit eine sehr hohe Reichweite. Auch Amazon.de ist seit Herbst 1999 mit Auktionen vertreten. Mit einer innovativen Software will das Unternehmen outpark.com mittelständischen Firmen die Möglichkeit eröffnen, Preisvorteile bei der Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen zu erzielen ("reverse auction"). Über das Internet bietet outpark.com mit einem zum Patent angemeldeten Verfahren seinen Nutzern an, u.a. virtuelle Sammelbestellungen aufzugeben. Als Einkäufer mußt Deinen Bedarf exakt definieren und erhältst automatisch das jeweils günstigste Angebot. Alles weitere - Ausschreibung, Angebotsrecherche und Angebotsauswahl - erledigt die Software. Die Anonymität beider Seiten bleibt bis zum Zuschlag gewahrt. Was der Service von outpark.com kostet, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen. In den AGBs heisst es dazu lapidar: "Der Lieferant zahlt eine Vergütung nach Maßgabe der aktuellen Preisliste an OUTPARK.COM GmbH. Die aktuelle Preisliste geht dem Lieferanten per E-Mail zu." In einer Presseerklärung wird von 1 bis 7 Prozent Transaktionsgebühr gesprochen. Unter Hoechstgebot24.de ist im April 2002 eine Auktions-Plattform im Netz gestartet, die sich auf Auktionen und Festpreisverkäufe für Hotellerie und Gastronomie spezialisiert hat. Einstellgebühren erhebt Hoechstgebot24.de nicht. Bei erfolgreicher Versteigerung werden drei Prozent der Auktionssumme fällig. Auf OneTwoSold sind rund 35% der gewerblichen Angebote aus dem Bereich Hotellerie. Neben Accor sind auch die Gruppen Arcotel, Cordial und Landhotels Partner der Online-Auktion.
|
|
aktualisiert am 19. Mai 2002